Kinderabtreibung
An den Kragen
In den USA geht es der abscheulichen Kinderabtreibung an den Kragen. Den Anfang macht Süd-Dakota. Abtreiber werden dort künftig hinter Gittern landen. Und das ist nur der Anfang.
(kreuz.net, Sioux Falls) Die Abgeordneten des US-Bundesstaates Süd-Dakota im Herzen der Vereinigten Staaten haben am Mittwoch abend Ortszeit für ein Gesetz gestimmt, das die Lebensrechte ungeborener Menschen respektiert.

Kinderabtreibungen bleiben zukünftig in Süd-Dakota nur mehr dann ungeahndet, wenn das Leben der Mutter durch das Kind akut gefährdet wird. Das ist ein Fall, der beim heutigen Stand der Medizin praktisch nie vorkommt.

Bei einer illegalen Kindertötung werden Abtreiber mit bis zu fünf Jahren Gefängnis und umgerechnet etwa 4000 Euro Bußgeld bestraft.

Nachdem zuvor bereits das Abgeordnetenhaus des Bundesstaates grünes Licht gegeben hatte, stimmte der Senat mit 23 zu zwölf Stimmen deutlich für das kindergerechte Gesetz.

Vorschläge, die Kinderabtreibung bei Vergewaltigungen oder bei Inzest zu erlauben, lehnten die Parlamentarier im Vorfeld der Beratungen ab.

Das Gesetz kommt mit Berufung auf den medizinischen Fortschritt der letzten drei Jahrzehnte zum Schluß, daß das menschliche Leben mit der Empfängnis beginnt.

Rechtskräftig wird die Regelung, wenn der republikanische Gouverneur Mike Rounds den Vorschlag unterschreibt.

Gouverneur Rounds ist als Lebensschützer bekannt. Er erklärte in der Vergangenheit, daß er einem Abtreibungsverbot positiv gegenüberstehe. Darum ist es unwahrscheinlich, daß er gegen das neue Gesetz sein Veto einlegen wird.

Weitere US-Bundesstaaten wie Ohio, Indiana, Georgia, Tennessee und Kentucky sind dabei, ähnliche Gesetze zu verabschieden.

Das internationale Kindertötungsnetzwerk ‘Planned Parenthood’ erklärte für den Fall, daß das Gesetz angenommen werde, dagegen zu klagen.

‘Planned Parenthood’ betreibt die einzige Abtreibungsanstalt in Süd-Dakota, in der jährlich etwa 800 Menschen umgebracht werden.

Eine Klage von ‘Planned Parenthood’ könnte sich als Bumerang erweisen. Es scheint, daß das Gesetz auch zum Ziel hat, eine Klage zu provozieren. Würde diese vor dem Obersten Gericht der USA abgelehnt, käme die Abtreibung im ganzen Land zu Fall.

Im schwach besiedelten Süd-Dakota fürchtet man sich allerdings vor den Kosten eines solchen Rechtsstreites. Doch ein anonymer Spender soll dafür bereits eine Million Dollar – 840.000 Euro – angeboten haben.

Der Kampf gegen die vorgeburtliche Kindertötung tobt gegenwärtig nicht nur in Süd-Dakota.

Erst am vergangenen Dienstag gab der Oberste US-Gerichtshof bekannt, ein Ansuchen um das gesetzliche Verbot der sogenannten Teilgeburtsabtreibung anzuhören.

Bei dieser Form der Tötung eines Menschen wird eine Geburt eingeleitet, bei der das Kleinkind mit den Beinen voran geboren wird. Bevor der Kopf des Kindes aus dem Leib seiner Mutter tritt, wird ihm durch einen Stich in den Hinterkopf das Gehirn ausgesaugt. Das Kind ist tot.

Aufgrund der jüngsten Neubesetzungen im Obersten Gerichtshof mit den beiden Richtern John Roberts und Samuel Alito rechnen sich optimistische Lebensrechtler in den USA Chancen aus, daß die sogenannte Teilgeburtsabtreibung als gesetzeswidrig verboten wird.
      
47 Lesermeinungen
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#54   methusalix †   19:53:06 | Dienstag, 28. Februar 2006
@höck @zwobbel
Thomas A. Höck: Methusalix verzweifelt
darüber,…
Nein, eigentlich nicht. Was mich sehr irritiert sind die häufigen Hinrichtungen in den USA, vor allem, wenn es wieder einmal Unschuldige Opfer waren (ca. 12 Prozent aller vollstreckten Todesurteile in den USA sind Justizmorde)
Ebenso ist bekannt, daß in zahlreichen anderen Bundesstaaten der USA…
…in den USA insgesamt eine Mehrheit der bevölkerung gegen die Abtreibung!
Ja, das ist richtig; ebenso ist eine wachsende Mehrheit in dafür die Todesstrafe zu ächten und die Lehre der Evolutionsbiologie einzustellen.
– Wenn der Strafrechtsschutz für menschliches Leben ein „Eindreschen“ auf die TäterInnen darstellt, …straffrei blieben und daß man Mördern/Vergewaltigern nicht mit „Hau-drauf“-Methoden bekämpfe?
Weil ich der Meinung bin, dass eine Schwangerschaftsabbruch ganz bestimmt ein grosses Unglück für alle Beteiligten, aber keineswegs ein Mord ist.
Sondern auch hier: Hilfe, Hilfe, Hilfe … statt Strafrecht!
Genau das, Sie Hilfeverweigerer; den Samariter-Preis bekommen Sie nie! Und davon so viel wie möglich, vor allem für Frauen, für Kinder und für Väter, sprich für Familien.
zwobbel: an metusalix
Wie oft sind Sie schon an Ungeborenentötungen schuldig geworden? Noch nie.
Oder verdienen Sie an Abtreibungen? Nein.
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#52   zwobbel   10:18:12 | Dienstag, 28. Februar 2006
an metusalix
Wie oft sind Sie schon an Ungeborenentötungen schuldig geworden?
Oder verdienen Sie an Abtreibungen?
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#51   methusalix †   10:14:02 | Dienstag, 28. Februar 2006
Auch mit dieser verlogenen Argumentation,
werden Sie es nicht schaffen auch nur einen einzigen Schwangerschaftsabbruch zu verhindern. Es geht Ihnen einzig und alleine darum auf andere, vornehmlich Frauen, einzudreschen. Warum nur? Gibt Ihnen das ein gutes Gefühl, oder versuchen sie so Ihr schlechtes Gewissen zu narkotisieren?
Was wollen Sie nicht wahrhaben? Dass Sie mit Ihren ewiggestrigen Methoden des hau-drauf-Katholizismus machtlos geworden sind?
Das einzige, was Frauen dazu bewegen kann Kinder, die sie empfangen haben, auszutragen, ist Hilfe, Hilfe und nochmals Hilfe. Dabei mus diese Hilfe so gestaltet sein, dass die Frauen sie auch als Hilfe und nicht als Prügel, die Sie so gerne austeilen, empfinden.
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#49   methusalix †   18:36:21 | Montag, 27. Februar 2006
@höck @römisch-k.
Thomas A. Höck, vergessen Sie’s! Das ist reines katholisches Wunschdenken. Wenn Sie nicht massiv etwas für die Frauen unternehmen, nämlich ihnen Sicherheit und Entscheidungsfreiheit geben (in der katholischen Hierarchie sieht es aber seit etwa zweitausend Jahren eher weniger danach aus), werden Sie mit Gesetzesgewalt keinen einzigen Schwangerschaftsabbruch verhindern! Schauen Sie einfach in die Geschichte zurück, dann werden Sie das erkennen.
Römisch-Katholisch: volle Zustimmung! Jeder Abbruch ist einer zuviel! Dagegen muss ganz massiv etwas unternommen werden! Mit viel, viel Geld für Kinder und ihre Mütter!!! Die Frage ist, ob sich unsere haifischkapitalistische Welt das leisten will, oder ob wir eher für Steuersenkungen für Reiche sind. Der Steuerhöchstsatz wurde ja die letzten Jahre schon massiv gesenkt (um über zehn Prozent) und soll noch weiter nach unten. Die geplante Mehrwertsteuererhöhung um drei Prozent wird genau jenen Müttern das letzte Geld aus den Taschen holen, die das für ihre Kinder dringendst benötigen.
Uns mangelt es nicht an einer Debatte über Abbrüche, sondern sehr viel mehr an einer Grundsatzdebatte über soziale Gerechtigkeit.
Wenn Frauen keine Probleme sehen ihre Kinder sicher gross zu bekommen, gibt es auch mehr Kinder.
Was glauben Sie warum in Ostdeutschland die Geburtenrate gleich nach dem Anschluss um neunzig Prozent in den Keller ging?
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#47   Römisch-Katholisch   10:35:51 | Montag, 27. Februar 2006
@Methusalix
Mit diesen Einstellungen, werden Sie es nicht schaffen auch nur einen einzigenSchwangerschaftsabbruch zu verhindern! Aber vielleicht wollen Sie das gar nicht, denn dann hätten Sie ein grosses Thema weniger, bei dem Sie Ihrer moralischen Entrüstung Luft machen könnten.
Es wäre ja schön, wenn wir hier bei diesem Thema keinen Grund mehr hätten unserer moralischen Entrüstung Luft machen zu können/müssen.
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#46   methusalix †   21:51:35 | Sonntag, 26. Februar 2006
@all!
Mit diesen Einstellungen, werden Sie es nicht schaffen auch nur einen einzigenSchwangerschaftsabbruch zu verhindern! Aber vielleicht wollen Sie das gar nicht, denn dann hätten Sie ein grosses Thema weniger, bei dem Sie Ihrer moralischen Entrüstung Luft machen könnten.
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#45   Irenäus   21:02:26 | Sonntag, 26. Februar 2006
Zustimmung
Ich kann Höck nur beipflichten; wer hier allzu deutlich seine eigene Unbildung preisgibt und auch noch bestreitet, was er selber geäußert hat (!), kann schwerlich ernst genommen.
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#44   Römisch-Katholisch   18:38:53 | Sonntag, 26. Februar 2006
@Methusalix
So wie Sie hier Ihren frauenfeindlichen Unsinn ablassen, ohne sich zu schämen, vertrete ich hier auch meine Meinung vor. Sie schämen sich nicht, warum sollte ich das tun? Nur weil Sie glauben im Alleinbesitz der göttlichen Wahrheit zu sein? Das ist eine jahrhundertealte katholische Überheblichkeit.
Was bitte soll an meinen Ausführungen frauenfeindlich sein? Und Sie? Wenn Sie an Gott und die katholische Kirche glauben, dann sollten Sie doch auch die 10 Gebote kennen. In einem von ihnen heisst es: „Du sollst nicht töten!“
Im übrigen glaube ich nicht, dass ich im Alleinbesitz der göttlichen Wahrheit bin. Was ist denn das nur für eine Unterstellung. Die katholische Kirche ist im Alleinbesitz der göttlichen Wahrheit und an diese glaube ich auch.
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#42   methusalix †   16:37:47 | Sonntag, 26. Februar 2006
der Schluss
@römisch-katholisch
So wie Sie hier Ihren frauenfeindlichen Unsinn ablassen, ohne sich zu schämen, vertrete ich hier auch meine Meinung vor. Sie schämen sich nicht, warum sollte ich das tun? Nur weil Sie glauben im Alleinbesitz der göttlichen Wahrheit zu sein? Das ist eine jahrhundertealte katholische Überheblichkeit.
Thomas A. Höck: Methusalix rechtfertigt Kindstötungen
Sie sollten hier nicht so schamlos durch die Gegend lügen Herr Höck! Das ist, nach unserer beider Massstab, eine Sünde, auch wenn sich Ihr Massstab, wie der jedes konservativen Katholiken, massiv verschoben hat; aber Frauenfeindlichkeit ist ja eine gute alte und sehr katholische Charaktereigenschaft.
Ich habe Schwangerschaftsabbrüche nicht gerechtfertigt, schon gar nicht als „Kindstötungen“ wie Sie das zu nennen belieben, sondern bemerkt, dass die grosse Mehrheit der Menschen, dies nicht als „Kindstötungen“ ansieht und schon gar nicht als Mord.
Wenn Sie wollen, dass alle Menschen dies so sehen wie Sie, steht es Ihnen in unserer freiheitlichen Demokratie selbstverständlich zu, die Menschen in Ihrem Sinne zu manipulieren. Dazu empfehle ich aber dringend, von dem hysterischen Mordgeschrei Abstand zu nehmen, da Sie sonst nur das Gegenteil erreichen. Je restriktiver die Regeln um den Schwangerschaftsabbruch gestaltet werden, um so weniger werden Sie die Anzahl der Abbrüche verringern können. Zusätzlich müssten Sie natürlich den Müttern mehr Sicherheit für deren Zukunft geben.
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#41   private-notes   15:50:45 | Sonntag, 26. Februar 2006
Im Übrigen
ist der Bericht unvollständig, da selbst ein beschlossenes Gesetz nicht zur Anwendung gebracht werden kann, wenn dafür die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika neu interpretiert werden müsste. Im Höchstgericht mögen nun zwei rechtskonservative Richter sitzen, ob die sich aber an eine Neuinterpretation wagen, ist fraglich. War heute im Ö1 zu hören.
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#40   methusalix †   14:48:52 | Sonntag, 26. Februar 2006
…weiter im Text;
Sie sollten aus …--> Ende!
Was ich aus dem Meinungsstreit über die Karikaturen Mohammeds gelernt habe ist, dass wir noch strikter auf Meinugsfreiheit bestehen müssen. So wie Sie sich die Freiheit nehmen ständig Frauen, Homosexuelle und Andersgläubige im Namen der Meinungsfreiheit zu beleidigen, werden das auch Sie akzepieren müssen.
Sulpicius: @methusalix
wußte gar nicht, daß wir eine Verfassung haben. Ich habe nur ein Grundgesetz im Schrank stehen… Na ja Sie Erbsenzähler, Ihnen zuliebe nenne ich es eben ab jetzt Grundgesetz. Damit die arme Seele ihre Ruhe hat.
Bitte bezeichnen Sie sich selbst nicht als katholisch,… Das mache nicht ich sondern mein Glaube an Gott, an die katholische Kirche,… na ja Sie kennen hoffentlich unser Glaubensbekenntnis. …in den Reihen Ihrer Sozialistenfreunde, die unsere Republik mittlerweile geistig-moralisch,,, Sie wollten wohl eine „geistig-moralische Wende“ a la Kohl? Gott bewahre uns vor dieser Heuchelei! …und auch wirtschaftlich an den Rand des Abgrunds getrieben haben,…. ja, vor allem die Deutsche Bank, die BASF, Daimler-Chrysler und Porsche. Wirtschaftlich geht es bei uns nur den Arbeitnehmern schlechter, die in den letzten zehn Jahren reale Lohnsenkungen verkraften mussten, während die Einkommen der Unternehmen kräftigst gewachsen sind
Der Rest der 3265 Zeichen folgt morgen, wenn ich wieder posten darf.
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#38   methusalix †   12:42:51 | Sonntag, 26. Februar 2006
Weiter gehts,
Romulus: Manche kapieren es einfach nicht
Schön, dass Sie mir beispringen Sulpicius :-) Unsere methusalix (ich bin mir fast sicher, dass hinter diesem Nickname eine SchreiberIn steckt)… Falsch!…, geht von der falschen Annahme aus, dass die Kindstötung einfach so weitergeht und das so akkzeptiert wird… Die Schwangerschaftsabbrüche werden eben von der ganz grossen Mehrheit der Bevölkerung NICHT als „Kindstötung“ angesehen…Sie irren, methusalix!… Nein, ich irre hier nicht; und wenn doch, liegt es an Ihnen, den Rest des Volkes und mich davon zu überzeugen, dass Ihre Meinung die einzig richtige ist. Wird nicht leicht sein! …Reden Sie nicht so abfällig über Gläubige!… Ich bitte Sie, wie reden Sie denn hier über anders Denkende? Oder gar Menschen mit anderem Glauben oder Homosexuelle? Sie tun Ihren laikalen Glauben hier ja auch kund. Ja, und sie Ihren erzreaktionären Glauben! …Gewöhnen Sie sich daran, dass andere Menschen anders denken wie Sie. Ja, allerdings fällt es mir immer noch schwer unsere homosexuellen Mitmenschen als „abartig“ oder „pervers“ anzusehen. Das werden SIE akzeptieren müssen.
Rest und Antwort an Herrn Höck von der Begrenzung gefressen, folgt, wenn Sie wollen, nach Ihrem nächsten Beitrag.
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#37   Römisch-Katholisch   11:28:59 | Sonntag, 26. Februar 2006
@Methusalix
der Sie immer glauben, Frauen hätten keinerlei Rechte ab dem Moment, in dem ein Mann seinen Samen in ihr hinterlassen hat.
Was für Rechte sollen das sein? Das Recht zu morden? Würden Sie ein Kind auch noch nach drei Monaten auf der Welt umbringen? Ein Kind ist ein Kind von Anfang an, einfach in einem anderen Entwicklungsstadion und niemand hat das Recht zu töten!
Zum Sex gehört immer die Einwilligung von beiden Partnern (sonst ist es eine Vergewaltigung), und die Verantwortung liegt damit logischerweise zu 50% beim Mann und auch zu 50% bei der Frau. Also schreiben Sie doch nicht so einen Unsinn, dass das etwas mit Frauenrechten zu tun hat. Und was ist den mit den Rechten der Ungeborenen?
Ich sage es nochmals, schämen Sie sich!
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#35   methusalix †   19:51:55 | Samstag, 25. Februar 2006
Hier geht es weiter sulpicius und romulus! Rest folgt.
Sulpicius: @methusalix
wußte gar nicht, daß wir eine Verfassung haben. Ich habe nur ein Grundgesetz im Schrank stehen… Na ja Sie Erbsenzähler, Ihnen zuliebe nenne ich es eben ab jetzt Grundgesetz. Damit die arme Seele ihre Ruhe hat.
Bitte bezeichnen Sie sich selbst nicht als katholisch,… Das mache nicht ich sondern mein Glaube an Gott, an die katholische Kirche,… na ja Sie kennen hoffentlich unser Glaubensbekenntnis und Sie sind der Hinterletzte, der entscheidet ob ich katholisch bin!. …in den Reihen Ihrer Sozialistenfreunde, die unsere Republik mittlerweile geistig-moralisch,,, Sie wollten wohl eine „geistig-moralische Wende“ a la Kohl? Gott bewahre uns vor dieser Heuchelei! …und auch wirtschaftlich an den Rand des Abgrunds getrieben haben,… Ja, vor allem die Deutsche Bank, die BASF, Daimler-Chrysler und Porsche. Wirtschaftlich geht es bei uns nur den Arbeitnehmern schlechter, die in den letzten zehn Jahren reale Lohnsenkungen verkraften mussten, während die Einkommen der Unternehmen kräftigst gewachsen sind.
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#33   Romulus   17:17:09 | Samstag, 25. Februar 2006
@methusalix
Bleiben Sie am Thema! Wir haben wir nicht das Thema Homosexualität, sondern Kindstötung. Das ist schon ein nicht unwesentlicher Unterschied, der Ihnen gar nicht auffällt in Ihrem blinden Hass gegen das Leben. Im übrigen verlinken Sie doch mal eine Stelle, wo ich mich über Homosexualität irgendwo hier geäußert hätte.
Aber zurück zum Thema. Es ist traurig, dass Sie die Massen als Zugpferd brauchen, um Ihre hohle Position zu bekräftigen. Wir hatten schon mal ne Zeit, wo im Namen von angeblichen Mehrheiten Leuten Ihr Recht auf Leben abgesprochen wurde. Ich hoffe, sie merken, was los ist.
Sie sind am Zug Monsieur!
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#32   methusalix †   16:55:21 | Samstag, 25. Februar 2006
@romulus (für sulpicius später)
Romulus: … Unsere methusalix (ich bin mir fast sicher, dass hinter diesem Nickname eine SchreiberIn steckt)… Falsch!…, geht von der falschen Annahme aus, dass die Kindstötung einfach so weitergeht und das so akkzeptiert wird… Die Schwangerschaftsabbrüche werden eben von der ganz grossen Mehrheit der Bevölkerung NICHT als „Kindstötung“ angesehen. …Sie irren, methusalix!… Nein, ich irre hier nicht; …Reden Sie nicht so abfällig über Gläubige!… Ich bitte Sie, wie reden Sie denn hier über anders Denkende? Oder gar Menschen mit anderem Glauben oder Homosexuelle? Sie tun Ihren laikalen Glauben hier ja auch kund. Ja, und sie Ihren erzreaktionären Glauben! …Gewöhnen Sie sich daran, dass andere Menschen anders denken wie Sie. Ja. Allerdings fällt es mir immer noch schwer unsere homosexuellen Mitmenschen als „abartig“ oder „pervers“ anzusehen. Das werden SIE akzeptieren müssen.
Sie sollten aus dem Karikaturenstreit gelernt haben… !
Was ich aus dem Meinungsstreit über die Karikaturen Mohammeds gelernt habe ist, dass wir noch strikter auf Meinugsfreiheit bestehen müssen. So wie Sie sich die Freiheit nehmen, ständig Frauen, Homosexuelle und Andersgläubige im Namen der Meinungsfreiheit zu beleidigen, werden das auch Sie akzepieren müssen.
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#31   private-notes   16:34:31 | Samstag, 25. Februar 2006
Ich danke Gott
das die rechtskonservativen Katholen zwar viel reden, aber nur sehr wenig zu reden haben.
Die in den Argumenten aufploppende Gehässigkeit und Freude am Rabulismus ist mehr als entlarvend. Dort, wo sich die Amtskriche am stärksten wähnt, tobt schon längts der Teufel in der Maske von Hochmut und Gier, Hass und Boshaftigkeit.
Wie gut, dass man die Rechtskatholen auf solchen Foren leicht unter Kontrolle hat.
[…]
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#30   Sulpicius   15:59:48 | Samstag, 25. Februar 2006
@Methusalix
Sie und Ihresgleichen haben langsam geistig abgewirtschaftet. Sie sind überhaupt nicht up to date! Selbst „Spiegel“, Schirrmacher u. Co, Volker Beck sind mittlerweile sprachlos geworden und rudern vorsichtig zurück. Ihr uralter abgestandener Sozi-Quatsch interessiert langsam nicht mehr. Mittelfristig werden Sie ganz schön mit den Ohren schlackern. In das geistige Vakuum Deutschlands wird der Islam Einiges einzubringen haben.
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#29   Romulus   15:48:40 | Samstag, 25. Februar 2006
Manche kapieren es einfach nicht
Schön, dass Sie mir beispringen Sulpicius :-) Unsere methusalix (ich bin mir fast sicher, dass hinter diesem Nickname eine SchreiberIn steckt), geht von der falschen Annahme aus, dass die Kindstötung einfach so weitergeht und das so akkzeptiert wird. Sie irren, methusalix! Reden Sie nicht so abfällig über Gläubige! Sie tun Ihren laikalen Glauben hier ja auch kund. Gewöhnen Sie sich daran, dass andere Menschen anders denken wie Sie. Sie sollten aus dem Karikaturenstreit gelernt haben. Das Gute das daraus hervorging, war, dass das verdorbene Europa gerlernt hat, dass man Gläubige nicht immerzu beleidigen kann. Leuten von Ihrer Sorte haben wir es zu verdanken, dass Muslime in aller Welt denken, das europäische bzw. deutsche Neuheidentum wäre das Christentum. Also nochmal gaaaanz langsam zum Mitdenken: Gotteslästerung im Namen der Meinungsfreiheit--> Ende; Abtreibung (Tötung) im Namen von sogenannten Frauenrechten –-> Ende!
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#28   Sulpicius   15:28:01 | Samstag, 25. Februar 2006
@methusalix
wußte gar nicht, daß wir eine Verfassung haben. Ich habe nur ein Grundgesetz im Schrank stehen… Bitte bezeichnen Sie sich selbst nicht als katholisch, in den Reihen Ihrer Sozialistenfreunde, die unsere Republik mittlerweile geistig-moralisch und auch wirtschaftlich an den Rand des Abgrunds getrieben haben, sind Sie wohl besser aufgehoben.
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#27   methusalix †   15:17:23 | Samstag, 25. Februar 2006
Eigentlich sulpicius,
lehen ich mich bequem zurück und schaue zu, wie Sie sich an Mauern unserer Verfassung die Nasen blutig schlagen.
Die ganze Hysterie ihrerseits um Schwangerschaftsabbruch, Frauenrechte, Homosexualität und die Entwicklung in Amerika lässt mich nur immer wieder in Verwunderung zurück, wie einseitig engstirnig manche Katholiken, bzw. solche, die sich für die besten unserer Sorte halten, immer noch sind.
Da dieses Phänomen aber nur in einem ganz engen Spektrum in der äussersten Ecke unserer Bevölkerung grassiert, die Stimmenzahlen für die einschlägigen Parteien bei den letzten Bundestagswahlen beweisen dies, müssen wir uns um einen katholischen Gottesstaat mit Religionspolizei und Bettenkontrolle morgen oder übermorgen oder irgendwann einmal, keinerlei Gedanken machen.
Wie gesagt, wir betrachten Sie und Ihresgleichen eher als eine zwar unterhaltsame, aber ungefährliche Spezies Mensch.
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#26   Sulpicius   15:02:24 | Samstag, 25. Februar 2006
Tja, Methusalix…
… wenn man sich in die Ecke gedrängt fühlt, fängt man an zu keifern…, wie Sie! Traurig, daß es solche Mitmenschen wie Sie gibt.
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#25   methusalix †   14:43:52 | Samstag, 25. Februar 2006
Der Spiegel ist für Sie da,
der Sie immer glauben, Frauen hätten keinerlei Rechte ab dem Moment, in dem ein Mann seinen Samen in ihr hinterlassen hat.
Glauben Sie mir, das ist endgültig vorbei und kommt nicht wieder. Da können Sie nach amerikanischem Vorbild heulen soviel sie wollen. Die Menschenrechte (an denen den katholischen Kirchenbeamten sowieso nicht allzuviel gelegen ist, solange es nicht um IHRE Rechte geht) gelten auch für Frauen und zwar schon immer. Das mag neu für Sie sein, aber Sie haben das hinzunehmen, ob Ihnen das jetzt passt oder nicht. Ihre wilden Fantasien von absolut verbotenem Schwangerschaftsabbruch, egal in welcher Lage sich die Frau befindet, können Sie sich an den Hut stecken.
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#24   Romulus   13:52:29 | Samstag, 25. Februar 2006
Och, nicht weinen methusalix :o)
Wußte ich’s doch: Ihnen fällt nichts mehr ein. Mehr als ein nachgeplapperter Papageienspruch war nicht drin. Sehr originell, was Sie von sich geben :-)
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#23   methusalix †   12:24:41 | Samstag, 25. Februar 2006
@romulus
Lassen Sie’s! Sie blicken eh nicht durch! Wer von diesen Frauen hat Ihnen eigentlich was angetan, dass Sie sich so gegen sie verwenden? Ihr primitives Spiel Frauenenrechte zu missachten, zeigt doch nur, dass Ihr persönliches Koordinatensystem ziemlich verrutscht ist.
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#22   Romulus   12:20:56 | Samstag, 25. Februar 2006
@methusalix
Lassen Sie’s! Sie blicken eh nicht durch! Wer von diesen ungeborenen Menschen hat Ihnen eigentlich was angetan, dass Sie sich so gegen sie verwenden? Ihr primitives Spiel Menschenrechte gegeneinander auszuspielen, zeigt doch nur, dass Ihr persönliches Koordinatensystem ziemlich verrutscht ist.
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#21   methusalix †   11:52:07 | Samstag, 25. Februar 2006
Dann wollen wir hoffen,
dass sich nach dem absoluten Verbot des Schwangerschaftsabbruches nicht noch andere „Amerikanismen“ bei uns in Europa durchsetzen. Sonst könnte es denen, die z. B. nach einer Vergewaltigung doch die Schwangerschaft abbrechen, passieren, dass sie sich plötzlich ohne Anklage und Rechtsbeistand, auf Dauer in einem osteuropäischen Folterkeller wiederfinden.
Dies sind in der Tat Gedankenspiele, zu denen das miserable Justizsystem der USA verleitet. Eine derartige Rechtsprechung wird sich in der Europäischen Union nicht durchsetzen, da hier auch die Rechte der Frauen als grundlegende Menschenrechte angesehen werden.
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#20   MK28   01:00:48 | Samstag, 25. Februar 2006
Amerika, Du hast es besser!
Hier sieht man die Früchte der „Christian Coalition“.
Leider wollen die Antiamerikaner hier im Forum weiter ihren Verschwörungstheorien fröhnen anstatt anzuerkennen, daß politisch gesehen die Wiederbelebung des Konservatismus in den USA die einzige Chance ist, auch in Europa wieder die Oberhand gegen die ganzen Schwulen und Sozialisten zu bekommen, die unser Land und die ganze Alte Welt ruinieren. Wir haben keine Zeit, denn der Islam steht schon im Lande. Deshalb: Wenn wir die Zukunft gestalten wollen anstatt weiter von der Wiedererrichtung imaginärer Goldener Zeitalter zu träumen, dann ist es Zeit, sich vom Antiamerikanismus zu trennen.
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#19   Romulus   20:06:59 | Freitag, 24. Februar 2006
Da sieht man wer durchblickt
Am 17.02.2006 schrieb ich hier auf kreuz.net folgendes und wurde von nachfolgenden Postern verhöhnt. Ich zitiere:
… In Amerika ändert sich gerade etwas. Das oberste Gericht ist schon fest in katholischer Hand. Für die Abtreiber wird es langsam eng, sehr eng! Und das ist gut so! Irgendwann springt der Funke schon nach Deutschland über. War bis jetzt immer schon so.“
Ich scheine also Recht zu behalten. Hoffen wir, dass sich die Anti-Abtreibungbewegung weiter Bahn bricht!
Zur Kontrolle anklicken und nach unten scrollen. www.kreuz.net/…ticle.2728-page.html
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#18   clemens   19:01:50 | Freitag, 24. Februar 2006
Beseelung
dass das biologische Leben des Menschen eindeutig mit der Befruchtung beginnt, und da der Mensch eine Einheit aus Leib und Seele ist, folgt daraus, dass in diesem Augenblick (mit höchster Wahrscheindlichkeit) auch die Seele geschaffen wird.
Ja, möglich. Aber ganz genau weiß man das nicht. Es gibt da auch das Problem mit den eineiigen Zwillingen. Der Emryo teilt sich im Morulastadium durch Einschnürung in zwei fast identische Individuen.
Waren schon bei der Verschmelzung von Ei und Samenzelle zwei Seelen vorhanden oder erst jetzt, oder noch etwas später?
Es ist jedoch wirklich unwichtig, da das menschl. Leben mit der Verschmelzung beginnt und damit von Gott gewollt und nicht mehr antastbar ist.
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#17   wolfgang e.   13:51:43 | Freitag, 24. Februar 2006
@Sirilo
Eigentlich war das keine Lehre der Kirche, sondern eine weit verbreitete theologische Meinung (oder eher philosophische Spekulation, die schon aus der Antike stammt). Niemals wurde aber daraus abgeleitet, dass Abreibung erlaubt wäre.
Ursache für diese Lehre war die Unkenntnis der biologischen Tatsachen. Man glaubte nämlich, dass sich die Sache so wie bei Pflanzen verhält, also der Same fällt in die Erde und „stirbt“, und auf geheimnissvolle Weise entsteht daraus später eine neue Pflanze. Analog hielt man die Gebärmutter für den Ackerbodenauch in den der männlichen „Samen“ fällt.
Darauf aufbauend gab es dann zwei Meinungen: die einen glaubten, bereits der Same ist schon der neue Mensch, und daher wäre Selbstbefriedigung bereits eine Abtreibung. Das schien den meisten doch zu extrem, daher setzte sich die zweite Meinung durch, dass der Same noch kein neuer Mensch sei, sondern eben nur der Keim, der zunächst im „Boden“ ruht und später erst zum Menschen wird.
Warum hat sich die Meinung geändert? Weil wir heute über die biologische Vorgänge bescheid wissen: dass das biologische Leben des Menschen eindeutig mit der Befruchtung beginnt, und da der Mensch eine Einheit aus Leib und Seele ist, folgt daraus, dass in diesem Augenblick (mit höchster Wahrscheindlichkeit) auch die Seele geschaffen wird.
(Die Kirche ist also durchaus bereit, ihre Meinung aufgrund der naturwiss. Forschungsergebnisse zu korrigieren. Heute lehrt ja auch keiner mehr, dass sich die Sonne um die Erde dreht.)
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#16   clemens   13:39:37 | Freitag, 24. Februar 2006
@Sirilo
Jahrhundertelang lehrte die katholische Kirche, die Beseelung der Leibesfrucht erfolge am 40. Tag der Schwangerschaft, wenn es sich um einen Jungen handelt, und am 80. Tag, wenn es sich um ein Mädchen handelt. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Abtreibung gestattet.
Der Beseelungszeitpunkt kann nicht ganz genau festgelegt werden. Die o.g. Hypothese stammt von Thomas von Aquin. Die Hl. Hildegard sagt, dass das Kind beseelt wird, wenn es sich zu bewegen beginnt, aber was ist die erste Bewegung?
Wichtig ist, dass mit Verschmelzung von Ei und Samenzelle ein Mensch entstanden ist, der zum ewigen Leben berufen ist und „in Gottes Hand geschrieben ist“.
Abtreibung war auch damals von der Kirche nicht erlaubt.
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#15   wolfgang e.   12:59:20 | Freitag, 24. Februar 2006
Liebe und Barmherzigkeit
Liebe und Barmherzigkeit sollten für einen Christen schon eine Verpflichtung sein, allerdings nicht im Sinne von Zwang, denn lieben kann man nur freiwillig, sonder mehr als Aufforderung und Herausforderung.
Zu Liebe gehört auch, dass man sich dort zu Wort meldet, wo man andere in die Irre gehen sieht. (Es darf uns also nicht egal sein, was der andere Tut und wie es ihm geht.)
Zur Barmherzigkeit gehört auch, dass man bereit ist zu helfen, ohne lange darüber nachzudenken, ob ein Leidender an seinem Leid selbst schuld ist oder nicht.
(Die Kirche kritisiert z.B. bestimmte Handlungen, die die Verbreitung von HIV fördern, dennoch werden weltweit mehr als die Hälfte der HIV-Kranken in kirchlichen Einrichtungen betreut.)
Zu Liebe und Barmherzigkeit gehört tatsächlich auch (Da muss ich „private-note“ ganz zustimmen), dass ich nicht nur sage, dass Abtreibung falsch ist, sondern auch, dass ich uneingeschränkt mich bemühe, auch denen beizustehen, die in Not sind, auch dann, wenn sie z.B. abgetrieben haben. Erst dann ist es auch glaubwürdig, wenn ich mich gegen die Abtreibung einsetze.
Aber noch eimal: Nicht „die Kirche“ muss Barmherzig sein, sondern jeder einzelne Christ und letztlich jeder Mensch.
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#14   Sirilo   12:55:32 | Freitag, 24. Februar 2006
Geschichtliche Frage
Jahrhundertelang lehrte die katholische Kirche, die Beseelung der Leibesfrucht erfolge am 40. Tag der Schwangerschaft, wenn es sich um einen Jungen handelt, und am 80. Tag, wenn es sich um ein Mädchen handelt. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Abtreibung gestattet.
Weiß jemand, wann und warum und mit welchen Argumenten die Kirche diese Lehre geändert hat?
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#13   private-notes   12:37:59 | Freitag, 24. Februar 2006
Liebe und Barmherzigkeit
können nie und nimmer eine Verpflichtung darstellen, sind sie doch zwei der edelsten und schönsten menschlichen Eigenschaften. Ich sehe hier keine Trennung von linkem Kuckucksheim und rechten Kirchengläubigen sondern die Fähigkeit des Menschen zur Herzensbildung – dies kann mit oder ohne Segen der Kirche geschehen.
@dorothea: Warum so angriffslustig? Meine Fragestellung im Posting weiter unten war in der Tonalität ganz klar und eindeutig als Gedankenspiel verfasst – sozusagen der Versuch, einen Gedanken gegen jede Logik konsequent zu ende zu denken.
Ich bin kein Freund der Abtreibung und trotzdem eher links – ich bin allerdings nicht deswegen gegen Abtreibung, weil ich vor meinem inneren Auge dauernd die blutschlierigen Leichen ungeborener Kinder sehe, denn das tu ich nicht, sondern weil mir die dem persönlichen Wohlstand alles unterordnende Leichtfüßigkeit des modernen Freizeitmenschen sauer aufstösst. Das hat jetzt weniger mit Gottesfurcht zu tun als mit einer ekelerregenden Bagatellisierung der bürgerlichen Moral.
Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass all die militanten, und auf die Strasse gehenden Abtreibungsgegner auch mit gleicher Energie Frauen unterstützen und begleiten, denen seelische und körperliche Grausamkeit widerfahren ist -das wäre nur gut und gerecht und würde den wütenden Worten zum Beweis der großen Ernsthaftigkeit auch Taten folgen lassen.
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#12   wolfgang e.   12:34:43 | Freitag, 24. Februar 2006
Teil 2
…wobei noch hinzukommt, dass sie beim zweiten auch noch Mittäterin geworden ist (was die Bewältigung auch nicht unbedingt erleichtert).
Gerade das Austragen des Kindes kann daher zur tatsächliche psychischen Bewältigung der Vergewaltigung beitragen, weil eben die Verdrängung unterbunden wird. (Auch wenn es dafür keine absolute Garantie gibt.)
Manche Mütter lernen während der Schwangerschaft, ihr Kind zu lieben und behalten es. Andere Mütter schaffen es nicht, das Kind zu behalten und geben es zur Adoption frei. In beiden Fällen geht es der Mutter aber auf lange Sicht mit Sicherheit besser als nach einer Abtreibung. Die 9 Monate durchzustehen kann aber tatsächlich sehr hart sein, und wir alle (nicht nur die Kirche) sind verpflichtet, zu helfen und zu unterstützen, so weit es geht…
Das Argument der Abtreibung war übrigens immer der Angelhaken, um die Abtreibung generell zu erlauben. Heute macht die Vergewaltigung nicht einmal 1% der Abtreibungsgründe aus.
Der neue Mensch entsteht übrigens nicht beim Liebesakt, sondern bei der Befruchtung, also bei der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Bei vielen Liebesakten kommt es zu keiner Befruchtung.
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#11   zwobbel   12:26:32 | Freitag, 24. Februar 2006
menschenverachtend
„Es sind ja nur Frauen, die haben die Schnauze zu halten und ihrer Gebährpflicht nachkommen, alles andere interessiert nicht“
wie kann man nur so über Frauen denken?
Das Maul gestopft bekommt man heute durch die gleichgeschaltete antilife Systempropaganda.
Die Abtreibung ist ein zutiefst widernatürlicher Vorgang.
Abgesehen davon, daß dabei ein Mensch ermordet wird, nimmt die Frau dabei auch immer Schaden. Immer seelisch, oft auch körperlich (trotz Ärzten und Krankenschein)
Wenn sie nun schon zum Opfer des Verbrechens Vergewaltigung wurde, so sollte man sie nicht auch noch zum Opfer des Verbrechens Abtreibung machen!
Die Abtreibungsbefürworter sind nicht nur menschenverachtend gegenüber dem Kind, sondern auch gegenüber der Mutter, die gefälligst ihr Kind „wegmachen“ soll, damit niemand mehr zu Liebe und Barmherzigkeit verpflichtet ist (weder gegenüber der Mutter noch ggü. dem Kind) sondern die Nichtmehrmutter soll autonom und materialistisch emanzipiert vor sich hin dümplen. Insbesondere die sich so super sozial und solidarisch wähnenden Linken können so viel einfacher in ihrem plüschigem Wolkenkuckucksheim verharren – rosarot mit grünen Punkten. Und Christen können dabei mit einem entzückendem Gruselschauer der Entrüstung aber völlig gefahrlos als „Fundamentalisten“ bezeichnet werden. Letztlich spricht sogar daraus noch der Neid der Fundamentlosen.
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#10   wolfgang e.   12:14:50 | Freitag, 24. Februar 2006
@ private-notes
Ich kann eine Frau die nach einer Vergewaltigung Abtreiben möchte gut verstehen.
Dennoch kann ich es nicht für richtig halten und würde ihr auch nicht dazu raten. („Verstehen“ und „für Richtig halten“ sind eben verschiedene Dinge.)
Auch für die psychische Gesundheit der vergewaltigten Frau bringt die Abtreibung nicht den geringsten Vorteil. Wir wissen heute sehr gut, was ein Trauma ist und wie es entsteht: Es entsteht aus der nicht erfolgten Verarbeitung und Bewältigung eines psychisch belastenden Ereignisses. Nicht bewältigt und verarbeitet wird das Ereignis durch die Verdrängung. Die Verdrängung ist die typische Reaktion des Menschen auf ein belastendes Ereignis und bringt zunächst Erleichterung, führt aber auf längere Sicht zu traumatischen Beschwerden, oft erst Jahre später. (Gut erforscht wurde das bei den Vietnam-Veteranen.)
Die Vergewaltigung ist ein solches belastendes Ereignis, der Wunsch nach Abtreibung ist Teil des Verdrängungsprozesses, denn das Kind das in der Mutter heranwächst, erinnert ja ständig an das Ereignis. Die Abtreibung würde also zunächst eine Erleichterung schaffen, ohne aber zur Bewältigung des Traumas beizutragen.
Hinzu kommt noch, dass auch die Abtreibung ein stark Trauma-auslösendes Ereignis ist (Post-Abortion-Syndrom, in den USA bereits sehr gut erforscht und einer der Hauptursachen für den dortigen Meinungsumschwung). Die Frau hat dann also letztlich gleich zwei Trauma zu bewältigen, wobei noch hinzukommt, dass… (Teil 2 folgt)
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#9   Sozialkatholisch   12:06:36 | Freitag, 24. Februar 2006
Recht auf Leben
Ich denke nicht das man die schwere der einzelnen Abtreibungen gegeneinander aufrechnen sollte, aber die Schuld einer Frau die nach einer Vergewaltigung abtreibt ist mit Sicherheit nicht so groß wie eine Frau die nur aus Karierhebewustsein abtreibt. Vor einer Frau die die Frucht einer Vergewaltigung austrägt kann man nur Respekt haben egal ob sie das Kind selber großzieht oder es zur Adoption freigibt. Ich kenne auch eine Frucht der Vergewaltigung, er ist katholisch, mehr oder weniger fromm und freut sich des Lebens.
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#8   private-notes   11:57:42 | Freitag, 24. Februar 2006
So gesehen
beginnt das Leben, konsequenter weise mit der Zeugung, also dem Liebesakt zwischen Mann und Frau. Oder, um beim Thema zu bleiben, mit der Vergewaltigung. Ich kann mich täuschen, dennoch habe ich den Eindruck, dass sich da fundamentale, religiöse Überzeugungen ziemlich merkwürdig mit juristischen Spitzfindigkeiten paaren, um bestimmte Anschauungen rechtlich und moralisch zu stützen.
Abtreibungen müssen beim derzeitigen medizinischen Stand wirklich nicht mehr sein. Allerdings gab es auch schon Abtreibungsgegner, als alleinerziehende Mütter der fundamental katholischen Gesellschaft ein Gräuel waren. Und da waren unter den alleinerziehenden Müttern sicherlich genug Opfer von bestialischen Vergewaltigungen dabei.
Wenn also das Leben des neuen Menschen mit der Zeugung beginnt, so ist die Verweigerung der Zeugung während des Beischlafs dann grundsätzlich auch schon Mord? Weil man dem neuen Leben keine Chance gibt, gelebt zu werden? Somit wäre jeder Beischlaf (Nicht Sex), der nicht der Zeugung dient, also Mord.
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#7   Bruder Konrad   11:50:54 | Freitag, 24. Februar 2006
die Frucht der Vergewaltigung
ist ein Kind.
Ich kenne einen Mann, der die Frucht einer Vergewaltigung ist und der gerne lebt und noch dazu ein großer Wissenschaftler und Künstler ist!
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#6   Gallowglas   11:48:43 | Freitag, 24. Februar 2006
@private-notes
Denn zur erlittenen Demütigung, dem körperlichen und seelischen Schmerz wird die Frau auch noch gezwungen, die Frucht der Vergewaltigung, die sie ihr Leben lang an den Täter erinnern wird, großzuziehen.
Nunja, du mußt das vom christlich-fundamentalistischen Standpunkt aus sehen : Es sind ja nur Frauen, die haben die Schnauze zu halten und ihrer Gebährpflicht nachkommen, alles andere interessiert nicht …
Genausowenig interessiert das Schicksal der Kinder sobald sie geboren sind, denn DANN dürfen sie getötet (sofern sie nicht gehorchen) oder (falls die Eltern Geldnöte haben) als Sklaven verkauft werden. Ein Blick in die Bibel genügt …
Was immer wieder gern vergessen wird : nach der Bibel ist Abtreibung nicht verboten lediglich ist der Kindsvater mit einer „Entschädigung“ (sprich Geld) abzufinden … kein Wort von „verboten“ oder „Sünde“ oder sonst was …
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#5   wolfgang e.   11:34:29 | Freitag, 24. Februar 2006
begriffliche Anmerkung
Das Gesetz kommt mit Berufung auf den medizinischen Fortschritt der letzten drei Jahrzehnte zum Schluß, daß das menschliche Leben mit der Empfängnis beginnt.
Das „menschliche Leben“ begann mit dem ersten Menschen, auch eine Zellkultur mit menschlichen Zellen ist „menschliches Leben“. Was also bei der Empfängnis beginnt ist das Leben des jeweiligen neuen Menschenund nicht „menschliches Leben“.
Sprachliche Genauigkeit ist hier wichtig!
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#4   private-notes   11:21:37 | Freitag, 24. Februar 2006
9 Monate
Nun, dann dauert die Vergewaltigung der Frau halt nur neun Monate – solange nämlich, wie das durch Qual und Leid erzeugte Kind im Leib der Mutter heranreift. Adoption ist natürlich möglich.
Mich würde es dann nicht wundern, wenn sich viele Frauen sterilisieren lassen.
Ich hoffe, die Kirche steht den vergewaltigten und gequälten Frauen bei – vor allem seelsorgerisch.
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#3   Römisch-Katholisch   10:41:49 | Freitag, 24. Februar 2006
@private-note
Was kann denn das kleine Kind dafür, dass es so entstanden ist? Bei allem Leid und Unrecht für die Frau hat das Kind trotzdem das Recht zu leben, wie jedes andere auch. Sollte die Mutter nicht zu recht kommen damit, dann kann sie es zur Adoption frei geben. Schliesslich gibt es genug kinderlose Eltern, die einem solchen Kind gerne ein schönes Zuhause geben würden.
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#2   private-notes   10:37:04 | Freitag, 24. Februar 2006
Opfer von Vergewaltigungen
Das Opfer von Vergewaltigungen nicht abtreiben lassen dürfen, finde ich unverständlich. Denn zur erlittenen Demütigung, dem körperlichen und seelischen Schmerz wird die Frau auch noch gezwungen, die Frucht der Vergewaltigung, die sie ihr Leben lang an den Täter erinnern wird, großzuziehen.
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#1   Römisch-Katholisch   10:25:04 | Freitag, 24. Februar 2006
Und in der Schweiz?
Von einer solchen Wende wie sie hier beschrieben wird, können wir hier nur träumen.
Am 10. Februar wurden die schockierenden Abtreibungszahlen des Kanton Luzern veröffentlicht. Es sind pro Jahr 380 – 420 % Kinder, die da aufs grausamste umgebracht werden. Für einen Kanton mit etwa 355’000 Einwohner ist das nicht gerade wenig.
Wenig später wurde veröffentlicht, dass in den vergangenen Jahren bereits 50 Klassen geschlossen wurden und es bis ins Jahr 2010 nochmals 165 sein werden, weil es halt immer weniger Kinder gäbe. Kinder wären eigentlich schon da, aber es werden halt im Kanton Luzern jährlich mehr als 20 Schulklassen (!!!) ermordet!!!
Da ist ja wohl jeder weiterer Kommentar überflüssig.
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