„Ich werde Kakaopulver in die Milchstraße streuen“
Er begann als Passionist, fiel dann von der Kirche ab und gründete 1991 ein Kinderhilfswerk in Rumänien. Jetzt erlitt er einen zweiten Herzinfarkt.

Am 1. März soll er deshalb in einem Spital der Stadt Tirgu Mures/Neumarkt – im nördlichen Rumänien – operiert werden.
Demidoff wurde am 28. November 1944 in Eickelborn – im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen – geboren. Er besuchte die Handelsschule.
Danach trat er bei den Passionisten in Holland ein und studierte Theologie in Echt/Holland, Frankfurt und Regensburg. In den 70er Jahren wurde von einem Missionsbischof zum Priester geweiht.
Kurze Zeit später verließ er die Passionisten, trat aus der Kirche aus und schloß sich einer „Unabhängigen Katholischen Kirche“ – offensichtlich ein altkatholischer Ableger – in Holland an.
Demidoff arbeitete in verschiedenen Berufen, bis er sich in den 80er Jahren der Straßenarbeit mit Kindern in Amsterdam widmete.
1991 kam er nach Rumänien und gründete in Cincu/Großschenk – einem Ort im Herzen von Rumänien – das erste Haus, in dem gegenwärtig etwa vierzig Kinder im Alter von 1 bis 16 Jahren leben.
Demidoff pflegt in Rumänien gute Kontakte zu den Orthodoxen, zur griechisch-katholischen Kirche sowie zu den Protestanten. Die Kinder in seinen Häusern behalten ihre Konfessionszugehörigkeit.
Für seine Tätigkeit unter den Armen hat sich Demidoff die folgenden Arbeitsregeln niedergeschrieben:
„Die Menschen sind unlogisch, unvernünftig und egoistisch. Wenn du Gutes tust, werden dich die Menschen für »unlautere Gründe« anklagen. Tu trotzdem das Gute.
Wenn du erfolgreich bist, wirst du falsche Freunde und wahre Feinde bekommen. Arbeite trotzdem an deinem Erfolg.
Das Gute, das du heute getan hast, wird morgen vergessen. Tu trotzdem das Gute.
Die Ehrlichkeit und die Offenheit machen dich verwundbar. Sei trotzdem ehrlich und offen.
Die Menschen mit großartigen Ideen werden von den Menschen mit den jämmerlichsten Ideen niedergeschlagen. Denke trotzdem großartig.
Die Menschen haben Mitleid mit den Besiegten, aber sie folgen nur dem Sieger. Kämpfe trotzdem für die Besiegten.
Was du in vielen Jahren errichtet hast, kann in einer Nacht vernichtet werden. Errichte trotzdem etwas.
Gib der Welt das Beste, was du hast, und du wirst dafür angegriffen. Gib der Welt trotzdem das Beste, was du hast.“
Im Gefolge eines fünftägigen Diabeteskoma schrieb Demidoff für seine Kinder im Hinblick auf seinen Tod das folgende Gedicht:
„Wenn es soweit ist
wird alles gut sein.
Ich werde den Kindern
den Weg markieren.
Ich werde Kakaopulver
in die Milchstraße streuen
und den Mond
in Bonbonpapier einwickeln.
Die Sterne werde ich
in ewig brennende Wunderkerzen verwandeln
und die Vitamine aus dem Spinat
endlich in das Eiscreme zaubern.
Eine Fee von der Venus
wird süßes Konfetti
auf Cincu streuen
und ich werde auf meine Kinder
im Himmel warten“.
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Dienstag, 28. Februar 2006 10:31
Luther: @Theophil:
Es ist sehr schade, eine solch dogmatisch, versteifte, bibelferne,mittelaterliche, machtbesessene Meinung
zu haben.
Wie heuchlerisch. Was schreibt der Papst so schön über die Liebe und dann kommt ein Traditionalist und streicht darüber einfach hinweg.
Dieser Mann hat wahrscheinlich mehr an Gottes Reich mitgebaut, als die allermeisten hier in diesem Forum (mich eingeschlossen).
Aber nein. Gott ist zwar die Liebe, aber wer sich nunmal von der katholischen Kirche entfernt hat, der kann Gutes tun solange er will. Der liebe HERR Jesus Christus wird es ihm aber leider nicht anrechnen, denn er hat sich ja leider aus der rö. katholischen Kirche entfernt. So ein Pech für diesen Mann.
Er stirbt für andere Menschen, hat aber bei Gott Pech gehabt.
Haben wir einen solchen Gott? Wollte Jesus Christus einen solchen Gott verkündigen?
Wie meinte er es wohl, als er die Geschichte des barmherzigen Samariters erzählte? Hat dieser auch Pech gehabt, nur weil er aus Feindesland kam oder sieht der HERR vielleicht darüber hinweg? Aus Liebe??
Wie überschreibt der Papst seine Enzyklika:
DEUS CARITAS EST!
Wie heuchlerisch. Was schreibt der Papst so schön über die Liebe und dann kommt ein Traditionalist und streicht darüber einfach hinweg.
Dieser Mann hat wahrscheinlich mehr an Gottes Reich mitgebaut, als die allermeisten hier in diesem Forum (mich eingeschlossen).
Aber nein. Gott ist zwar die Liebe, aber wer sich nunmal von der katholischen Kirche entfernt hat, der kann Gutes tun solange er will. Der liebe HERR Jesus Christus wird es ihm aber leider nicht anrechnen, denn er hat sich ja leider aus der rö. katholischen Kirche entfernt. So ein Pech für diesen Mann.
Er stirbt für andere Menschen, hat aber bei Gott Pech gehabt.
Haben wir einen solchen Gott? Wollte Jesus Christus einen solchen Gott verkündigen?
Wie meinte er es wohl, als er die Geschichte des barmherzigen Samariters erzählte? Hat dieser auch Pech gehabt, nur weil er aus Feindesland kam oder sieht der HERR vielleicht darüber hinweg? Aus Liebe??
Wie überschreibt der Papst seine Enzyklika:
DEUS CARITAS EST!
Montag, 27. Februar 2006 08:15
zwobbel: Was wir nicht wissen können
Wir kennen nicht seine echte Motivation.
Hat er sein Werk aus Gottes- und Nächstenliebe verrichtet? Ja oder nein? Wir wissen es nicht.
Und deshalb sollte man nicht darüber spekulieren.
Der Herr wird ihn danach richten.
Und ich bin froh, daß Gott in seinem Richteramt allwissend und allgütig ist.
Ewiger Gott, Vater, Sohn und Hl. Geist, ich bitte Dich, gewähre allen Sterbenden, daß sie sich in wahrer Reue Dir zuwenden, auf das Du sie in deine Herrlichkeit aufnehmen kannst. Amen.
Hat er sein Werk aus Gottes- und Nächstenliebe verrichtet? Ja oder nein? Wir wissen es nicht.
Und deshalb sollte man nicht darüber spekulieren.
Der Herr wird ihn danach richten.
Und ich bin froh, daß Gott in seinem Richteramt allwissend und allgütig ist.
Ewiger Gott, Vater, Sohn und Hl. Geist, ich bitte Dich, gewähre allen Sterbenden, daß sie sich in wahrer Reue Dir zuwenden, auf das Du sie in deine Herrlichkeit aufnehmen kannst. Amen.
Montag, 27. Februar 2006 00:03
Bruder Konrad: Eben, ganz recht, Theophil
und kein Verdienst geht verloren, sagt Ottaviani, aber da irrt er!
Es gibt gute Menschen,die ohne christlich zu sein viel Gutes tun, sie sind gut, das ist kein Verdienst.
Ein zum Zorn neigender Katholik, der sich bemüht, diesen Zorn zu besiegen, kann heiliger sein, als der gute Mensch, dem Gott ein sanftmütiges und gutes Wesen geschenkt hat.
Gott vergilt alles Gute mit Gutem, aber für den Himmel reicht das nicht!
Es gibt gute Menschen,die ohne christlich zu sein viel Gutes tun, sie sind gut, das ist kein Verdienst.
Ein zum Zorn neigender Katholik, der sich bemüht, diesen Zorn zu besiegen, kann heiliger sein, als der gute Mensch, dem Gott ein sanftmütiges und gutes Wesen geschenkt hat.
Gott vergilt alles Gute mit Gutem, aber für den Himmel reicht das nicht!
Sonntag, 26. Februar 2006 20:04
Theophil: Was soll ich sagen?
Hut ab vor dem, was dieser Mann für die Straßenkinder geleistet hat. Jedoch: Nulla salus extra ecclesiam.
Möge der Herr ihm die Gnade der Bekehrung schenken!
Möge der Herr ihm die Gnade der Bekehrung schenken!
Sonntag, 26. Februar 2006 18:27
Bernieboy: Diese Regeln
stammen von Mutter Theresa.
Sonntag, 26. Februar 2006 15:32
Copertino: Ja, jeder der richtet, soll bei sich selber anfangen
Don Demidoff ist gewiss eine komplexe Gestalt und erscheint vielen als schillernde Persönlichkeit. Ich
verfolge das Auf und Ab seines Hauses in Cincu im Spiegel seiner Rundbriefe seit Jahren. Nach allem: Es
wurde ihm viel Unrecht angetan von Seiten der rumänischen Behörden, leider bisweilen auch von röm.-katholische
Hirten hier und dort. Man mag ihm zu Recht vorwerfen, er sei nicht röm.-katholisch. Aber da scheinen
frühere Vorgesetzte mindestens eine Mitschuld zu tragen, und er hat auch immer offen kommuniziert, dass
die Casa Don Bosco kein Werk der Salesianer sei. Kritik darf geübt werden, einstecken konnte er schon
immer, aber die Kritik sollte mindestens anerkennen, dass sich dieser Mensch im Alleingang für das Wohl
unzähliger Strassenkinder, die ohne ihn null Chance auf ein menschenwürdiges Leben gehabt hätten, buchstäblich
verzehrt hat und dafür seine Gesundheit ruiniert hat, während viele andere Kinder in staatlichen rumänischen
Kinderheimen (unterstützt durch die EU!) dahinvegetieren. Wer mehr wissen will, lese sein Buch „Der Dornenpriester“.
Dass er Bischöfe, von denen er sich verleumdet sah, als „Rotkäppchen“ titulierte, mag übezogen sein,
der Mann ist eben ziemlich impulsiv.
Schliessen wir ihn in unser Gebet ein, und möge ihm Gott gnädig sein und vor allem seinen Kindern von Cincu eine einigermassen gesicherte Zukunft schenken, was sehr fraglich ist, weil sein Werk eine One-Man-Company ist. Das erfüllt ihn viel mehr mit Sorge als seine eigene Gesundheit.
Schliessen wir ihn in unser Gebet ein, und möge ihm Gott gnädig sein und vor allem seinen Kindern von Cincu eine einigermassen gesicherte Zukunft schenken, was sehr fraglich ist, weil sein Werk eine One-Man-Company ist. Das erfüllt ihn viel mehr mit Sorge als seine eigene Gesundheit.
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