Endlich ist er da!
In den Vereinigten Staaten predigt ein protestantischer Sektenführer, der sich daran gemacht hat, die größte Reformation aller Zeiten durchzuführen.

Der aus dem Karibikstaat Puerto Rico stammende Prediger wurde 1976 nach eigenen Angaben von zwei himmlischen Wesen in eine Marmorhalle geleitet. Dort sei ein Geist in ihn eingedrungen und habe ihn verwandelt. Dadurch sei er mit Jesus Christus eins geworden.

Die Gruppierung rund um den Guru nennt sich „Wachsen in der Gnade“. Insgesamt umfaßt sie 100.000 Mitglieder in 300 Gemeindeverbünden. Die meisten von ihnen befinden sich in Lateinamerika. Es gibt aber auch Niederlassungen in Nordamerika, Spanien, Italien und Australien.

Bei seinen Fernsehpredigten wird der selbsterklärte Reformator vom Publikum in „Dad-dy, Dad-dy“-Sprechchören begrüßt.
Kürzlich begann Miranda seine Predigt, indem er die Bibel aufschlug und dann meinte: „Die Wörter sind mir zu klein geschrieben. Ich kann sie von dieser Distanz nicht lesen.“ Nach diesen Worten hielt er eine Lesebrille hoch und erklärte, daß er mit ihr ohne Probleme lesen könne. Diese Erkenntnis wandte er auf seine Sektenmitglieder an: „Meine Lehren sind die Brillen, die Eure Augen brauchen.“

Miranda erklärt seinen Sektenmitglieder, daß sie der Sünde und dem Teufel gestorben seien und folgert daraus, daß sie deshalb leben könnten, wie sie wollten. Gleichzeitig erklärt er, daß die anderen protestantischen Gemeinschaften von „Dienern des Teufels“ geleitet werden.
Er ruft sogar zum aktiven Protest gegen die protestantische Konkurrenz auf. Vor kurzem soll „Wachsen in der Gnade“ zeitgleich in 22 US-Städten Gottesdienste gestört haben. Dabei wiederholen die Demonstranten Schlagwörter wie „Eure Pastoren lügen“ oder „Sie stehlen euch das Geld.“

Mirandas erklärtes Ziel ist die Schließung aller Kirchengebäude. Erst dann könne die wahre Kirche beginnen:
„Man kann sagen, ich führe die größte Reformation der Geschichte.“
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Montag, 12. Februar 2007 21:58
HeinrichvonOfterdingen: So ein Ehrabschneider!
„Man kann sagen, ich führe die größte Reformation der Geschichte.“Dieses Lob gebührt den letzten Päpsten
(und dem jetzigen!)
Montag, 12. Februar 2007 21:52
Magda Kraft: Achtung!!!
Wer die Bibel kennt, weiß auch um die Stelle in Markus 13,21-22, wo der wahre Jesus Christus sagt:
„Wenn jemand euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus! Siehe, da ist er!, so glaubt es nicht. Denn es werden sich erheben falsche Christusse und falsche Propheten, die Zeichen und Wunder tun, so dass sie die Auserwählten verführen würden, wenn es möglich wäre.“ Diesem Ausschnitt aus ethos 12/2006 stimme ich voll zu.
„Wenn jemand euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus! Siehe, da ist er!, so glaubt es nicht. Denn es werden sich erheben falsche Christusse und falsche Propheten, die Zeichen und Wunder tun, so dass sie die Auserwählten verführen würden, wenn es möglich wäre.“ Diesem Ausschnitt aus ethos 12/2006 stimme ich voll zu.
Sonntag, 19. März 2006 16:40
josefjosef: Falschaussage
Da der Sektenguru selbst gegen Protestanten kämpf, kann er doch kein Protestant sein. Man sollte seine Wortwahl prüfen, bevor man solche Beleidigungen für Protestanten losläßt.
Donnerstag, 2. März 2006 14:12
Evelin: Weder katholisch noch protestantisch noch
sonst etwas, sondern ein bisserl verrückt – das Jerusalem-Syndrom scheint jetzt die Hispanics erwischt zu haben.
Dienstag, 28. Februar 2006 09:04
GerdEric: (Schultern zuckend)
ist ja auch nicht alles katholisch,
was sich katholische nennt…
was sich katholische nennt…
Montag, 27. Februar 2006 21:35
Gotthard: Protest
Der protestantische Sektenguru José Luis de Jesus Miranda
Wieso wird dieser Typ als „protestantisch“ bezeichnet?
Wieso wird dieser Typ als „protestantisch“ bezeichnet?
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