In den Vereinigten Staaten predigt ein protestantischer Sektenführer, der sich daran gemacht hat, die größte Reformation aller Zeiten durchzuführen.
(kreuz.net) Der protestantische Sektenguru José Luis de Jesus Miranda (59) predigt im US-Bundesstaat
Florida, daß er Jesus Christus ist. Das berichtete die Lokalzeitung ‘Miami New Times’ am 9. Februar.
Der Bundesstaat Florida liegt im Südosten der Vereinigten Staaten.
Der aus dem Karibikstaat Puerto Rico
stammende Prediger wurde 1976 nach eigenen Angaben von zwei himmlischen Wesen in eine Marmorhalle geleitet.
Dort sei ein Geist in ihn eingedrungen und habe ihn verwandelt. Dadurch sei er mit Jesus Christus eins
geworden.
Noch bis 1998 hatte Miranda behauptet, eine Inkarnation des Heiligen Paulus zu sein. Doch schon
im Jahr darauf begann er, sich als „Der Andere“ zu bezeichnen. Seit 2004 erklärt er, der Heiland zu sein.
Diese skurrile Dogmenentwicklung scheint seine Anhänger nicht zu beunruhigen.
Die Gruppierung rund um
den Guru nennt sich „Wachsen in der Gnade“. Insgesamt umfaßt sie 100.000 Mitglieder in 300 Gemeindeverbünden.
Die meisten von ihnen befinden sich in Lateinamerika. Es gibt aber auch Niederlassungen in Nordamerika,
Spanien, Italien und Australien.
„Wachsen in der Gnade“ betreut auch einen Fernsehsender. Mirandas 24-Stunden
Programm soll zwei Millionen Haushalte erreichen.
Bei seinen Fernsehpredigten wird der selbsterklärte
Reformator vom Publikum in „Dad-dy, Dad-dy“-Sprechchören begrüßt.
Kürzlich begann Miranda seine Predigt,
indem er die Bibel aufschlug und dann meinte: „Die Wörter sind mir zu klein geschrieben. Ich kann sie
von dieser Distanz nicht lesen.“ Nach diesen Worten hielt er eine Lesebrille hoch und erklärte, daß
er mit ihr ohne Probleme lesen könne. Diese Erkenntnis wandte er auf seine Sektenmitglieder an: „Meine
Lehren sind die Brillen, die Eure Augen brauchen.“
Von seinen Anhängern wird Miranda auch als Schöpfer
verehrt. Sie tragen T-Shirts mit seinem Gesicht und verschiedenen Aufschriften wie „Gott ist gekommen“.
Miranda erklärt seinen Sektenmitglieder, daß sie der Sünde und dem Teufel gestorben seien und folgert
daraus, daß sie deshalb leben könnten, wie sie wollten. Gleichzeitig erklärt er, daß die anderen protestantischen
Gemeinschaften von „Dienern des Teufels“ geleitet werden.
Er ruft sogar zum aktiven Protest gegen die
protestantische Konkurrenz auf. Vor kurzem soll „Wachsen in der Gnade“ zeitgleich in 22 US-Städten Gottesdienste
gestört haben. Dabei wiederholen die Demonstranten Schlagwörter wie „Eure Pastoren lügen“ oder „Sie
stehlen euch das Geld.“
Mirandas Anhänger selber spenden zwischen 20 und 80 Prozent ihres Einkommens
für die Sekte. „Wachsen in der Gnade“ bekommt von seinen Mitgliedern aber auch Autos, Häuser und andere
großzügige Geschenke.
Mirandas erklärtes Ziel ist die Schließung aller Kirchengebäude. Erst dann
könne die wahre Kirche beginnen:
„Man kann sagen, ich führe die größte Reformation der Geschichte.“
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19 Lesermeinungen
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#18 Magda Kraft 21:52:39 | Montag, 12. Februar 2007
Achtung!!! Wer die Bibel kennt, weiß auch um die Stelle in Markus 13,21-22, wo der wahre Jesus Christus
sagt: „Wenn jemand euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus! Siehe, da ist er!, so glaubt es nicht.
Denn es werden sich erheben falsche Christusse und falsche Propheten, die Zeichen und Wunder tun, so dass
sie die Auserwählten verführen würden, wenn es möglich wäre.“ Diesem Ausschnitt aus ethos 12/2006
stimme ich voll zu.
Falschaussage Da der Sektenguru selbst gegen Protestanten kämpf, kann er doch kein Protestant sein. Man
sollte seine Wortwahl prüfen, bevor man solche Beleidigungen für Protestanten losläßt.
Weder katholisch noch protestantisch noch sonst etwas, sondern ein bisserl verrückt – das Jerusalem-Syndrom
scheint jetzt die Hispanics erwischt zu haben.
Begriffsmissbrauch Ich kann es nicht gut heißen, dass dieser Sektenführer benützt wird, um ihn mit
dem Protestantismus in Verbindung zu bringen. Genau so im Zusammenhang mit dem Begriff der Reformation,
der hier gebraucht wird. Denn der Begriff ist schon definiert, also keine Definitionsfrage.
Irrenanstalt Meines Wissens gibt es in Jerusalem eine Irrenanstalt, die sich darauf spezialisiert hat,
selbst ernannte Jesusse zu kurieren. Das wäre doch mal was für diesen Mann.
Wladimir Solowjew Wladimir Solowjews, Kurze Erzählung vom Antichrist –> www.etika.com/d92/92a7.htm könnte
sich in einiger Zeit als eine in Romanform verpackte Prophetie erweisen. Der neue protestantische Guru
scheint in Ermangelung an Überzeugungskraft und Charisma dafür nicht in Frage zu kommen. Keine Bange,
wenn er denn endlich da ist, bekommen wir es schon mit.
Schönes, aber… …wahrscheinlich harmloses Beispiel von dem, was uns in der Person des Antichristen
bevorsteht. Der wird sich aber etwas „professioneller“ von sich geben. Die Bezeichnung „der Andere“ [der
in Míranda eingegangen sein soll] bezieht sich in katholischen Schriften immer auf den diabolos, den
Teufel. Gibt schon zu Denken.
Falsche Jesusse Mohammed hat sich nicht als Jesus betrachte und im Bezug auf die von Bernieboy zitierte
Bibelstelle haben die ganzen falschen Jesusse der letzten Zeit (ich weiß von einen in Japan und einen
in Russland) schon was apokalyptisches
Typisch Wer war es, der so etwas sagte wie „Wenn man aufhört, an Gott zu glauben, dann glaubt man nicht
and nichts sondern an alles“? Das sieht alles ziemlich typisch amerikanisch aus. Ein paar Sprüche, ein
fernsehkompatibles Lächeln und schon hat man Anhänger. Traurig, aber war. Wo die gesunde Lehre der katholischen
Kirche fehlt…
Geistesgestörter Guru Dieser Mensch ist nichts anderes, als ein geistesgestörter Sektenguru. Solche
gab es und gibt es immer wieder. Hoffen wir nur, dass er nicht so erfolgreich wird, wie seinerseits im
7. Jahrhundert ein gewisser Mohammed, der im heutigen Saudi-Arabien gewirkt hat
Aus der Bibel,Mt 24 „4 Jesus antwortete: Gebt acht, dass euch niemand irreführt! 5 Denn viele werden
unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin der Messias!, und sie werden viele irreführen.“ „23 Wenn
dann jemand zu euch sagt: Seht, hier ist der Messias!, oder: Da ist er!, so glaubt es nicht! 24 Denn es
wird mancher falsche Messias und mancher falsche Prophet auftreten und sie werden große Zeichen und Wunder
tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten irrezuführen. 25 Denkt daran: Ich habe es euch vorausgesagt.
26 Wenn sie also zu euch sagen: Seht, er ist draußen in der Wüste!, so geht nicht hinaus; und wenn sie
sagen: Seht, er ist im Haus!, so glaubt es nicht. 27 Denn wie der Blitz bis zum Westen hin leuchtet, wenn
er im Osten aufflammt, so wird es bei der Ankunft des Menschensohnes sein. 28 Überall wo ein Aas ist,
da sammeln sich die Geier.“