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Die Todesstunde naht + Päpstliche Ermutigung + Südtiroler zur Seligsprechung + Wir hätten auf euch gehört + Von ewigem Stein erbauet?
Die Todesstunde naht

Vatikan. Der Kardinalvikar von Rom Camillo Ruini bat alle Einwohner der Stadt Rom in einem Brief, am 2. April – dem Todestag von Papst Johannes Paul II. – ihre tief „empfundene Dankbarkeit“ für die Verdienste des verstorbenen Papstes im Gebet auszudrücken. Laut ‘Radio Vatikan’ wird am 2. April um 21.00 Uhr zur Todesstunde von Johannes Paul II. am Petersplatz ein Rosenkranz für seine Seele gebetet. Am Tag darauf wird Papst Benedikt XVI. im Petersdom eine Heilige Messe für den verstorbenen Papst lesen.

Päpstliche Ermutigung

Vatikan. Beim gestrigen Angelusgebet erklärte Papst Benedikt XVI., daß die Gläubigen die bevorstehende Fastenzeit nicht als schwere und lästige Bürde sehen sollten. Vielmehr müßten sie die Bußzeit mit dem Geist dessen beginnen, der Christus gefunden, in seinem Ostergeheimnis den Sinn des Lebens entdeckt hat und weiß, daß sich alles auf ihn beziehen muß.

Südtiroler zur Seligsprechung

Italien. Der Bischof von Bozen-Brixen, Mons. Wilhelm Egger (65), hat am Freitag den Seligsprechungsprozeß für den Südtiroler Familienvater Josef Mayr-Nusser eröffnet. Dies berichtete die Nachrichtenseite ‘Südtirol online’. Bozen ist die Landeshauptstadt Südtirols. Der Seligsprechungsprozeß wurde am 61. Todestag des Familienvaters eröffnet. Mayr-Nusser hatte als Mitglied der sogenannten ‘Schutzstaffel’ den Eid auf Reichskanzler Adolf Hitler verweigert. Er wurde verhaftet und sollte ins KZ Dachau verlegt werden. Während des Transports verstarb der 35jährige an einem Hungerödem und einer Lungenentzündung.

Wir hätten auf euch gehört

„Mein Ehemann und ich haben in unserer Ehe während 25 Jahren Kinderverhütungsmittel verwendet. Wir befolgten den Rat unserer Freunde und Bekannten. Wir sind beide von klein auf katholisch. Nicht ein einziges Mal haben wir in einer Predigt die katholische Lehre über Verhütungsmittel erklärt bekommen. Niemals wurden wir darüber informiert. Erst durch ein paar wenige katholische Familien und durch ein katholisches Radio haben wir darüber erfahren. Wir sind uns der Verantwortung unserer Taten bewußt und bereuen unsere Entscheidung. Aber, hochwürdigste Priester, warum schweigt ihr zu diesem Thema? Eine Sonntagspredigt hätte für mich und meinen Gatten ausgereicht. Wir hätten auf euch gehört. Wo wart ihr? Wo seid ihr jetzt?“

Auszug aus einem Leserbrief von Nancy Corter Tacoma am 9. Februar 2006 in ‘The Catholic Northwest Progress’.

Von ewigem Stein erbauet?

Österreich. Der belgische Weblog ‘Cathcon’ veröffentlichte am Mittwoch ein undatiertes Foto der Außenfassade des Wiener Stephansdoms. Auf dem Photo ist ein überdimensionales Transparent sichtbar, das auf dem Kathedralenturm als Werbung für eine österreichische Bank angebracht war. Der Slogan: „Kein Haus ist für die Ewigkeit gebaut“.
      
6 Lesermeinungen
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#6   Jörg Guttenberger, Köln   02:11:40 | Dienstag, 28. Februar 2006
zu Irenäus „interessant“
Da der Seligsprechungsprozeß noch nicht abgeschlossen ist, ist jedes Gebet für den Verstorbenen sinnvoll. Aber auch für einen bereits Kanonisierten ist ein Gebet immer sinvoll, wir drücken dem Kanonisierten damit unsere liebevolle Verbindung aus, jedenfalls liebevoller, als wenn wir ihn ausschließlich als „Dienstleister“ für unseren eigenen Bedarf „benutzen“. Das hat mit einer Marginalisierung des Fegefeuers absolut nichts zu tuen.
Wir sollten unsere Verbindung zu Gott und unseren in Ihm vollendeten Mitmenschen nicht unter juristischen Gesichtspunkten sehen, sondern auschließlich in der Liebe, die Gott selber ist und in der wir Ihm und allen Geschöpfen, seien sie bereits vollendet oder noch unter leibhaftig unter, begegnen!
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#5   Irenäus   22:48:20 | Montag, 27. Februar 2006
interessant…
Wenn am 2. April eine Messe für Johannes Paul II gelesen wird, so behauptet das, daß der Papst von seiner Heiligkeit nicht ganz so überzeugt ist; schließlich kann man nach kirchlicher Lehre nicht für die Seligen beten. Oder soll hier die Lehre vom Fegefeuer marginalisiert werden?
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#4   diakonos   11:16:03 | Montag, 27. Februar 2006
Josef Mayr-Nusser
Sehr lesenswert ist die Biografie von Hw. Dr. Josef Innerhofer (dem Postulator des Seligsprechungsprozesses) mit dem Titel „Er blieb sich selber treu“ (Athesia-Verlag 2005, ISBN 88-8266-338-8).
J. Innerhofer sagte einmal, dass Mayr-Nusser nicht auf seine Eidesverweigerung reduziert werden kann und darf, sondern dass diese eine logische Konsequenz seines Lebens war, das er als aufrechter Christ geführt hat. Deshalb auch der Titel der Biographie: Er blieb sich selber treu.
Schon 1938 schreibt Mayr-Nusser: „… Zeugnis geben ist unsere einzige, schlagkräftigste Waffe. Seltsam genug. Nicht Schwert, nicht Gewalt, nicht einmal der Einfluss geistigen Könnens, geistiger Macht, nichts von alledem ist uns als unerlässlich geboten um die Herrschaft Christi auf aufzurichten. Etwas ganz Bescheidenes und doch viel Wichtigeres hat uns der Herr geboten: Zeugen zu sein… Wir sollen Zeugen sein! …“
Hoffen wir, dass er möglichst bald seliggesprochen wird. Er ist ein großes Vorbild auch für unsere Zeit!
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#3   Gotthard   11:11:27 | Montag, 27. Februar 2006
Slogan
WAS ist denn an diesem Slogan und an dem Werbeplakat auszusetzen?
Sanierungsgelder fallen halt nicht vom Himmel.
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#2   Beobachterin   11:01:46 | Montag, 27. Februar 2006
Humor ist wenn man trotzdem lacht
Der Slogan zeigt, daß es nicht nur mit einem Dompfarrer in Wien nicht stimmt, sondern daß es in der Diözese Wien einen – sagen wir mal – zumindest ganz besonderen Humor zu geben scheint. Man liebt es offenbar, sich selbst in die Pfanne zu hauen und das weithin am Wiener Stephansdom sichtbar zu machen.
So etwas findet man anderswo nicht so schnell!
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#1   wiener   09:26:56 | Montag, 27. Februar 2006
höchst aktuell
na da sind wir ja wieder ganz aktuell: die besagte werbung hing – wenn ich mich recht erinnere – vor drei jahren am turm des stephansdoms. mittlerweile wurde darüber schon lang und breit diskutiert, zum teil heftig polemisiert, und die jetzigen werbesujets sind deutlich dezenter (und auch kleiner) als die ersten plakate.
aber schön, dass kreuz.net jetzt auch darauf kommt.
könnte ja auch damit zusammen hängen, dass man gerade den dompfarrer gern und heftig anschießt …
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