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Samstag, 11. Dezember 2004 09:10
Indien: Stroh in der Kirche verteilt und angezündet
Erneut ist in Indien eine katholische Kirche überfallen und angezündet worden. Die Polizei getraut sich nicht, etwas zu unternehmen.
Simon Stock Palathara, Bistums Jagdalpur
Simon Stock Palathara, Bistums Jagdalpur
(kreuz.net, Jagdalpur/Indien) In einem Dorf der zentralindischen Diözese Jagdalpur wurde die Katholische Kirche niedergebrannt. Die Meldung wurde von der indischen Agentur „SAR News“ verbreitet.

Das Verbrechen wird den sogenannten „Naxaliten“ zugeschrieben. Die Naxaliten sind eine terroristische Organisation in Indien, welche die Bevölkerung im Namen des kommunistischen Klassenkampfes terrorisiert.

Die Naxaliten sind keine einheitliche Bewegung, sondern aus vielen Gruppen zusammengesetzt, die sich hinter verschiedenen Namen verstecken. Die marxistisch-leninistische Kommunistische Partei Indiens scheint ihr politischer Deckmantel zu sein.

Der Brandanschlag auf die katholische „Mary Matha Kirche“ erfolgte bereits vor mehreren Tagen am Sonntag, den 5. Dezember. Bisher hat die Polizei die Verbrecher nicht festgenommen, obwohl sie – nach den Worten des Diözesanbischofs, Mons. Simon Stock Palathara, – bekannt sind.

Am letzten Sonntag, dem Tage des Anschlages, betraten ungefähr zwanzig Leute die Kirche um 9.00 Uhr morgens, nachdem sie die Türe aufgebrochen hatten. Sie verteilten Stroh in der Kirche und zündeten das Gotteshaus an.

Nach Angaben des Bischofs ist das Motiv für den Anschlag nicht schwer zu finden. Die kommunistischen Naxaliten wollten nicht, daß die Stammesmitglieder katholisch oder hinduistisch würden. Für die Terroristen sei es besser, wenn die Stammeskultur intakt bliebe, weil es dann leichter sei, die Menschen zu kontrollieren, meinte der Diözesanbischof weiter.

Das Feuer in der Kirche zerstörte das ganze Mobiliar, die liturgischen Bücher und die heiligen Geräte. Niemand wurde verletzt.

Erst einen Tag nach dem Brandanschlag warf die Polizei einen Blick auf die zerstörte Kirche. Weil sie um ihr Leben fürchten, trauen sich die Polizisten gewöhnlich nicht in die entlegenen Gebiete, wo sich die Naxaliten verstecken.

Bereits vor zwei Monaten wurde dieselbe Kirche angegriffen. Eine Gruppe von Leuten betrat das Gotteshaus und stahl Meßgewänder und Bilder. Anschließend überfielen die Kriminellen auch vier katholische Familien. Sie trafen aber nur auf zwei Männer, die sie beraubten. Niemand weiß, was mit den gestohlenen Bildern und Meßgewändern geschehen ist.

Hätte die Polizei damals eingegriffen, so der Bischof, wäre es nicht erneut zu einem Anschlag gekommen.
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1 Lesermeinung:
Samstag, 11. Dezember 2004 12:01
Dolfus: Christen als Freiwild
Es ist unglaublich, wieviele Angriffe und Attentate es Tag für Tag gegen Christen in zahlreichen Ländern der Erde gibt, und wie wenig Beachtung diesen Vorfällen im Westen zuteil wird.
Würden verbrecherische Leute gegen Muselmanen oder gegen ihre Moscheen so vorgehen – Gott behüte –, sie wären ihres Lebens nicht mehr sicher.
Ebenso kann man es weltweit in den Medien lesen, wenn eine jüdische Einrichtung beschmiert wird. Es ist gut, daß man gegen solche untragbare Ausfälle gegenüber unseren jüdischen Mitbürgern so sensibilisiert ist.
Die westlichen Christen dagegen sind zu wenig informiert, wie es ihren Glaubensbrüdern in den islamischen und sozialistischen Weltgegenden ergeht.
Ebenso darf unsere Religion in den westlichen Ländern öffentlich durch Kulturschaffende, Politiker und Rundfunkstationen verhöhnt werden, während dies gegen die anderen Religionen wie Islam und Judentum oder Buddhismus undenkbar wäre.
Wir Christen werden zum Freiwild der Welt. Auch sollte der verbrecherische US-Präsident Bush aufhören, seine gottlosen One World-Ziele durch christliches Vocabular zu tarnen, und somit den Haß auf die echten Christen zu lenken.
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