Indien: Stroh in der Kirche verteilt und angezündet
Erneut ist in Indien eine katholische Kirche überfallen und angezündet worden. Die Polizei getraut sich nicht, etwas zu unternehmen.
(kreuz.net, Jagdalpur/Indien) In einem Dorf der zentralindischen Diözese Jagdalpur wurde die Katholische
Kirche niedergebrannt. Die Meldung wurde von der indischen Agentur „SAR News“ verbreitet.
Das Verbrechen
wird den sogenannten „Naxaliten“ zugeschrieben. Die Naxaliten sind eine terroristische Organisation in
Indien, welche die Bevölkerung im Namen des kommunistischen Klassenkampfes terrorisiert.
Die Naxaliten
sind keine einheitliche Bewegung, sondern aus vielen Gruppen zusammengesetzt, die sich hinter verschiedenen
Namen verstecken. Die marxistisch-leninistische Kommunistische Partei Indiens scheint ihr politischer
Deckmantel zu sein.
Der Brandanschlag auf die katholische „Mary Matha Kirche“ erfolgte bereits vor mehreren
Tagen am Sonntag, den 5. Dezember. Bisher hat die Polizei die Verbrecher nicht festgenommen, obwohl sie –
nach den Worten des Diözesanbischofs, Mons. Simon Stock Palathara, – bekannt sind.
Am letzten Sonntag,
dem Tage des Anschlages, betraten ungefähr zwanzig Leute die Kirche um 9.00 Uhr morgens, nachdem sie
die Türe aufgebrochen hatten. Sie verteilten Stroh in der Kirche und zündeten das Gotteshaus an.
Nach
Angaben des Bischofs ist das Motiv für den Anschlag nicht schwer zu finden. Die kommunistischen Naxaliten
wollten nicht, daß die Stammesmitglieder katholisch oder hinduistisch würden. Für die Terroristen sei
es besser, wenn die Stammeskultur intakt bliebe, weil es dann leichter sei, die Menschen zu kontrollieren,
meinte der Diözesanbischof weiter.
Das Feuer in der Kirche zerstörte das ganze Mobiliar, die liturgischen
Bücher und die heiligen Geräte. Niemand wurde verletzt.
Erst einen Tag nach dem Brandanschlag warf
die Polizei einen Blick auf die zerstörte Kirche. Weil sie um ihr Leben fürchten, trauen sich die Polizisten
gewöhnlich nicht in die entlegenen Gebiete, wo sich die Naxaliten verstecken.
Bereits vor zwei Monaten
wurde dieselbe Kirche angegriffen. Eine Gruppe von Leuten betrat das Gotteshaus und stahl Meßgewänder
und Bilder. Anschließend überfielen die Kriminellen auch vier katholische Familien. Sie trafen aber
nur auf zwei Männer, die sie beraubten. Niemand weiß, was mit den gestohlenen Bildern und Meßgewändern
geschehen ist.
Hätte die Polizei damals eingegriffen, so der Bischof, wäre es nicht erneut zu einem
Anschlag gekommen.
Email-Adressen der Empfänger
1 Lesermeinung
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Christen als Freiwild Es ist unglaublich, wieviele Angriffe und Attentate es Tag für Tag gegen Christen
in zahlreichen Ländern der Erde gibt, und wie wenig Beachtung diesen Vorfällen im Westen zuteil wird.
Würden verbrecherische Leute gegen Muselmanen oder gegen ihre Moscheen so vorgehen – Gott behüte –,
sie wären ihres Lebens nicht mehr sicher. Ebenso kann man es weltweit in den Medien lesen, wenn eine
jüdische Einrichtung beschmiert wird. Es ist gut, daß man gegen solche untragbare Ausfälle gegenüber
unseren jüdischen Mitbürgern so sensibilisiert ist. Die westlichen Christen dagegen sind zu wenig informiert,
wie es ihren Glaubensbrüdern in den islamischen und sozialistischen Weltgegenden ergeht. Ebenso darf
unsere Religion in den westlichen Ländern öffentlich durch Kulturschaffende, Politiker und Rundfunkstationen
verhöhnt werden, während dies gegen die anderen Religionen wie Islam und Judentum oder Buddhismus undenkbar
wäre. Wir Christen werden zum Freiwild der Welt. Auch sollte der verbrecherische US-Präsident Bush aufhören,
seine gottlosen One World-Ziele durch christliches Vocabular zu tarnen, und somit den Haß auf die echten
Christen zu lenken.