Der Anlaß findet in einer Kirche und in einem Pfarrheim statt, die den Mitgliedern einer Jugendkatechese und ihren jungen Priestern verweigert wurden. Von Reinhard Dörner.
(kreuz.net, Bonn) Der „Donum-vitae- Kreisverband Coesfeld e. V.“ lädt nach Angaben des Wochenblattes
„streiflichter“ zu einem Festakt anläßlich seines fünfjährigen Bestehens.
Coesfeld befindet sich
im Bundesland Nordrhein Westfalen ca. 40 km westlich von Münster.
Nicht genug, daß Menschen, die sich
als katholisch bezeichnen, das von Papst Johannes Paul II. erfolgte Verbot der Ausstellung der „Tötungslizenz
für Ungeborene“ (Zitat Erzbischof Johannes Dyba) vom Tisch gewischt haben.
Nicht genug, daß sie damit
dem „einheitlichen Zeugnis der Kirche zugunsten des Lebensrechts der Ungeborenen“ schweren Schaden zufügen.
Nein, sie brüsten sich sogar damit und feiern ihren Irrweg mit einer „Festveranstaltung“ am 2. März
in Dülmen bei Coesfeld.
Wie schon bei der Gründung dieses unseligen Vereins werden sie erneut von Mitgliedern
des Klerus unterstützt. In Dülmen wird ihnen die Kreuzkirche und das Pfarrheim Heilig Kreuz geöffnet.
Ähnliches wurde den Mitgliedern der Jugendkatechese Dülmen und den jungen Priestern, die den Kreis
leiten, verweigert.
Man bittet um „persönliche Anmeldung“. Über die Gründe kann man nur spekulieren.
Wen will man fernhalten? Vorgesehen ist auch ein „Festvortrag“ zum Thema: Der Mensch in der Mitte.
Steht
der Mensch im Mittelpunkt und daher allen im Wege, wie die Menschen in der ehemaligen DDR sarkastisch
bemerkten?
Festredner: der emeritierte Pfarrer Dr. Ferdinand Kerstiens.
Am 10. Februar 2006 schrieb
der Generalvikar des Bistums Münster, Mons. Norbert Kleyboldt an „Priester, Diakone, Pastoralreferentinnen
und -referenten“, daß die jüngste Enzyklika „Deus caritas est“ „Zentrum unseres gemeinsamen Tuns in
der Seelsorge in unserem Bistum Münster“ sei.
Wie paßt dies zu „Donum vitae“ und seinem Festakt?
Wo
bleibt eine erkennbar übernommene Verantwortung der Bistumsleitung zwecks Unterbindung Donum-vitae-artiger
Fehlentwicklungen oder zumindest zwecks Unterbindung von deren Unterstützung durch den Klerus?
Schöne
Wörter nutzen den Menschen, die aufgrund der von „Donum vitae“ ausgestellten Beratungsscheine umgebracht
werden, nichts.
Reinhard Dörner ist Vorsitzender des „Zusammenschlusses papsttreuer Vereinigungen e.V.“
in Bonn
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16 Lesermeinungen
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Schwangerschaftskonfliktberatung Ich weiß garnicht warum hier die Arbeit von Donum Vitae so schlecht
geredet wird? Ich war z.B. auch in Dülmen in der Beratung und habe mich danach für das „6te“und nicht
gegen das „6te“ Kind entschieden.Ich würde jeden meiner Bekannten und Freunde diese Beratungsstelle empfehlen,
denn ich fühlte mich dort sehr verstanden. Hexe1967
An Gotthard Sie lesen meine Anmerkungen scheinbar nicht richtig. Die Beratung bei Donum vitae und die
anschließende Abtreibungen lagen lagen etwas 1 bis maximal 2 Wochen zurück, sie kamen 2-mal zu unserem
Stand. Dazwischen lagen eine Zeit von schätzungsweise 2-4 Stunden. Beim 2-mal weinte die Frau sich bei
uns aus.
Für den „ungläubigen“ Gotthard Das Paar hat einen Mitstreiter persönlich angesprochen auf einem Stand
der Lebensrechtsbewegung, bei dem ich ehrenamtlich aushalf. Ich mache dies eher selten. Das Paar kam Stunden
später wieder und sprach mit mir und erzählte ausführlich ihren tragischen Erlebnisse. Die Frau war
untröstlich und tat mir sehr leid. Wir konnten ihr nicht mehr viel helfen.
unglaubwürdig Mir ist sogar persönlich ein Fall zu Ohren gekommen, dass Donum vitae eine Frau zur Abtreibung
bei Pro Familia überredeteDAS ist wohl eine absolute Unmöglichkeit! „zu Ohren gekommen“ heißt immer,
über viele Kanäle was gehört zu haben. Dem widerspricht dann die Darstellung der persönlichenb Begegnung
mit dem betroffenen Paar. Dieses Posting ist unglaubwürdig.
Donum vitae = Geschenk des Todes Die Veranstaltung in kircheneigenen Räumen ist ein einziger Skandal.
Donum vitae unterstützt die Entscheidung der Frau, ob für oder gegen das Kind anstatt ihr mit allen
Mitteln zu helfen zu versuchen. Mir ist sogar persönlich ein Fall zu Ohren gekommen, dass Donum vitae
eine Frau zur Abtreibung bei Pro Familia überredete, die nur 1 Woche später sehr verzweifelt war, dass
sie sich hat überreden lassen und bitterlich weinte. Ich habe selber mit der Frau und ihrem Partner gesprochen,
der sie unterstützt hätte und sie jetzt nicht trösten konnte.
Donum vitae hier wird der Bogen überspannt. Kirche muss für das Leben eintreten und zwar für jedes
Leben. Schwangerschaftsabruch muss es in der heutigen Zeit nicht mehr geben. Wer sein Kind aus irgend
einem Grund nicht will z.B. aufgrund von Vergewaltigung kann es auch zur Adoption frei geben. In diesem
Fall sollte gerade auch Kirche alles tun, damit dieser Frau in jeder Hinsicht bis zur Geburt des Kindes
geholfen wird.
Traurig ! Es ist unglaublich, was sich immer noch alles als „katholisch“ bezeichnen kann. Auch die Vielfältigkeit
der Kirche hat ihre Grenzen. Beratung – natürlich sehr wichtig! Aber die „Lizenz zum Töten“ ausstellen,
sich damit gegen die grundlegende Moral der katholischen Kirche zu stellen und das auch noch zu feiern –
das ist sehr traurig. Eine der vielen kranken Stellen unserer Kirche, repräsentiert durch „defekte Katholiken“.
Domkapitel 2 Was hat das Domkapitel mit dieser Angelegenheit zu tun? fragt Gotthard. Nun, es hat (wenigstens
theoretisch) auch die Aufgabe, den Bischof zu beraten und könnte wenn der Druck gross wird (z.B. „Kirchenaustritte“
oder besser Verweigerung der Kirchensteuer) dem Bischof ernstlich nahelegen, einmal in seiner Diözese
durchzugreifen und diese undankbare Aufgabe nicht seinem Nachfolger zu hinterlassen. Ob das Kapitel dazu
willens oder angesichts seiner Zusammensetzung fähig ist, scheint mir jedoch höchst fraglich.
ein heißes Rezept Diesen Augiastall könnte nur eine Verweigerung der Kirchensteuer stoppen. Wenn 100
Katholiken dem Bistum seine Steuergefolgschaft aufkündigen würden gäbe es im Domkapitel eine tagelange
Diskussion und ich bin überzeugt, dass dieser Spuk ein baldiges Ende hätte.
#2 Agiafortuni 18:45:37 | Montag, 27. Februar 2006
Kasper: Kenner der römischen Theologie Was man Kasper nicht verzeihen kann, ist seine oekumenische Verblendung
obgleich er ein vorzüglicher Kenner der römischen Theologie ist. Er hat nämlich darüber bei Professor
Scheffczyik promoviert.
Schrecklich… Dies findet sogar im Ort des Heiligmässigen Anna-Katharina Emmerick statt. Wie schon gesagt,
sah aber diese Mysterikerin dass Kleriker die den Liberalismus und Modernismus unterstützen, die Kirche
abreissen und den St. Petersdom (auch von Rom aus) hinunterreissen möchten. Aber man soll sich bitte
mal die Frage stellen, weshalb das „konservative“ Rom die deutschen Bischöfe samt „Donum Vitae“ noch
nicht exkommuniziert hat… Der „lebensfreundliche“ Vatikan ist mitunter selbst von den Betreibern der
deutschen Immoralität unterwandert (bewusst!), zB Kasper und Lehmann! Der theologische Irrweg macht auch
im verwirrten Rom keinen Halt beim Lebensrecht der Ungeborenen. Exkommuniziert werden nicht die Verbrecher,
sondern die Bewahrer der Römischen-Katholischen Glaubenslehre (Exz. Lefebvre u.a.).