09:59:39 | Freitag, 3. März 2006
Einen grausamen Fund machte vorgestern die Oberin einer römischen Ordensgemeinschaft in der Klosterküche.
(kreuz.net, Rom) Im Haus der Franziskaner- Missionarinnen von Christus an der Via Terni unweit der römischen
Lateranbasilika hat sich vorgestern ein Drama ereignet.
Am Nachmittag des Aschermittwochs gegen 16.00
wurde Sr. Marian Ierbz Muleunesh (39) mit durchgeschnittener Halsschlagader in der Küche der Schwesternresidenz
gefunden. Das berichtete die italienische Presse.
Die verblutete Klosterfrau wurde von der Schwester
Oberin gefunden, die sofort die Polizei alarmierte.
Sr. Marian war im Herbst des vergangenen Jahres aus
Äthiopien nach Rom gekommen, um einen theologischen Kurs zu absolvieren. Sie litt seit einigen Tagen
an schweren Depressionen. Sie erschien schweigsam und betrübt, aß nicht mehr und hatte aufgehört, ihre
Vorlesungen zu besuchen.
Die Schwester beschäftigte sich seither mit Putzarbeiten in ihrem Zimmer und
half den Mitschwestern in der Verrichtung der täglichen Hausarbeiten.
Die Polizei geht darum davon aus,
daß sich die Klosterfrau alleine in die Küche des Hauses begeben hat, um sich dort mit einem Küchenmesser
die Kehle durchzuschneiden.
Die polizeilichen Untersuchungen am Ort des Geschehens ergaben keinen Hinweis
auf eine Fremdeinwirkung.
Die Leiche der Schwester wurde in einer großen Blutlache gefunden. Daneben
fand sich das Messer, mit dem sie die Tat durchgeführt hat. Nach Angaben von Gerichtsmedizinern ist die
Schwester in wenigen Minuten verblutet.
Im Abfallkorb ihres Zimmers fand die Polizei zerrissene Aufzeichnungen
in der Muttersprache von Sr. Marian. Diese Texte werden jetzt übersetzt und ausgewertet.
Das furchtbare
Ereignis hat die Schwesterngemeinschaft in einen schweren Schock versetzt. Als Mitschwestern, die an diesem
Nachmittag Vorlesungen besucht hatten, am Abend nach Hause zurückkehrten, hörten Anwohner aus den benachbarten
Klostermauern verzweifeltes Wehklagen.
Das Schwesternhaus befindet sich in unmittelbarer Nähe der Pfarrei
der Heiligen Fabian und Venantius. Der dortige Vorgängerpfarrer war Don Andrea Santoro, der vor einigen
Wochen
in der Türkei erschossen wurde.
„Das ist ein hartes Jahr“, war der einzige Kommentar von Don
Marco, der die Pfarrei nach der Ausreise seines Vorgängers in die Türkei übernommen hat.
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#5
Evelin 16:59:12 | Sonntag, 5. März 2006
#4
Benedikt 23:17:25 | Freitag, 3. März 2006
#3
Athanasius 16:04:53 | Freitag, 3. März 2006
#2
Benedikt 12:07:30 | Freitag, 3. März 2006
#1
Bernieboy 12:03:26 | Freitag, 3. März 2006