Pastoraler Prozeß
Jetzt sind die Pfarreien des Bistums Innsbruck an der Reihe
Als erstes Bistum in Österreich wird die Tiroler Diözese die Konsequenzen aus dem kirchlichen Zusammenbruch seit dem Zweiten Vatikanum ziehen. Das Motto: Schrumpfen und Abbau statt die Ursachen bekämpfen und aus den Fehlern lernen.
(kreuz.net, Innsbruck) Der Bischof von Innsbruck, Mons. Manfred Scheuer, hat sich entschlossen, in seiner Diözese sogenannte „Seelsorgsräume“ zu errichten. Innsbruck ist die Hauptstadt des westösterreichischen Bundeslandes Tirol.

Mons. Scheuer hat seine Strukturreform am Freitag gemeinsam mit seinem Generalvikar und der Leiterin eines sogenannten Seelsorgeteams vorgestellt.

Unter Seelsorgsräumen versteht der Bischof den Zusammenschluß mehrerer Pfarrgemeinden, die ihre seelsorgliche Arbeit aufeinander abstimmen und gemeinsam planen. Es geht dabei de facto um die Reduzierung der Zahl der Pfarreien angesichts des Geld-, Gläubigen- und Priestermangels.

In Deutschland haben sich große Priester- und Laienverbände gegen ähnliche Strukturreformen und vor allem gegen deren umstrittene theologische und ekklesiologische Implikationen gewandt.

Vielfach beinhaltet die Zusammenlegung der Pfarreien eine weitere Demontage des priesterlichen Amtes des Pfarrers und eine Zementierung überholter theologischer Irrwege, welche die Hauptursache für den gegenwärtigen pastoralen Niedergang sind.

Den diözesanen Abbaumaßnahmen widmet der Bischof von Innsbruck auch seinen diesjährigen Fastenhirtenbrief.

Darin bedauert Mons. Scheuer, daß die Kirche für viele Menschen unbedeutend und nebensächlich geworden sei: „Die bisherigen Strukturen stoßen an ihre Grenzen.“

Zeichen des Umbruchs seien die „häufig nicht recht gelingende Glaubensweitergabe“ an die nächste Generation und der immer stärker werdende Priestermangel.

Die Diözese prognostiziert auf ihrer Homepage, daß in ungefähr zehn Jahren in den Innsbrucker Pfarreien noch rund 80 Priester unter 70 Jahren wirken werden. Derzeit sind 188 Priester in den Pfarreien tätig.

Gleichzeitig freut sich das Bistum über die steigende Zahl der ständigen Diakone. Diese Zahl soll in den nächsten zehn Jahren von derzeit 61 auf 80 anwachsen.

Auf diesem Hintergrund hätten die Dekane des Bistums Innsbruck beschlossen, sich auf den Weg der Bildung von Seelsorgsräumen „einzulassen“, – so der Bischof.

Priester, Diakone und hauptamtliche sowie ehrenamtliche Laien würden sich in diesen Seelsorgsräumen die Aufgaben teilen, erläutert der Bischof. Die Leitung eines Seelsorgsraumes werde ein Priester innehaben.

Diese Aussage wird sogleich mit der Formulierung relativiert, daß Laien „auch an der Leitung der Pfarren“ teilhaben werden. Bischof Scheuer verspricht aber, daß diese Teilhabe klar umschrieben werde und „in einer delegierten Verantwortung“ bestehe.

Eine bloß äußere Strukturerneuerung wäre nach Ansicht des Bischofs eine reine Symptombehandlung.

Deshalb brauche es die stetige Erneuerung und Stärkung des Glaubens. Es gelte aus den Sakramenten zu leben, das Beten neu zu lernen und zu lehren sowie Glaubenswissen zu vermitteln, erklärt der Bischof, ohne dabei konkret zu werden.

Der Strukturumbruch stelle vor die Entscheidung, sich neu im Evangelium und im lebendigen Glauben an Jesus Christus zu verankern: Umbruchszeiten seien Gnadenzeiten.

Der Aufbruch sei mit Abschied verbunden: „Die Umstellung der Seelsorge ist mit Trauerarbeit verbunden, die uns zukunftsfähig machen soll“ – erklärt der Bischof sloganhaft.

Es ist davon auszugehen, daß in Österreich schon in Kürze weitere Diözesen dem Innsbrucker Beispiel folgen werden.
      
29 Lesermeinungen
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#29   Armenius   17:35:13 | Dienstag, 15. Mai 2007
Ich bin
überzeugt davon das es beides gab – Ritualmorde wie auch völlig überzogene Reaktionen. Ritualmorde waren in der damaligen orientalischen Welt nichts ungewöhnliches – auch in Rom oder Karthago nicht. Letztendlich stammt auch das Wort „Holocaust“ aus dem grausamen Baal-Ritus, wo Kinder dem Moloch aka den Flammen übergeben worden sind. Und das alte Testament beschäftigt sich ja über Längen mit dem Vergehen, das in der Übernahme von Kulthandlungen der Kaananiter lag und seinen Folgen. Daher wäre es von jüdischer Seite klüger, herauszuarbeiten wer die Täter waren statt durch bedingungslose Verteidigung nur den Schluß zuzulassen das solche Praktiken von allen jüdischen Sekten gebilligt werden.
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#28   GerdEric   19:20:34 | Donnerstag, 10. Mai 2007
@Armenius
Ich schlage mal vor, die Texte lesen, wie konkret sie werden, und dann sind es nur recht wenige.
Nach der Art, wie da „bewiesen“ wird, könnte man ja heute jeden Leichenfund als Ritualmord aufbauschen und missbrauchen.
Schon mal drüber nachgedacht, dass da einfach mal ein Sündenbock gesucht und „gefunden“ wurde?
Wenn man z.B. den Artikel zu dem Kind Robert liest, da wird von einem „Erzherzog Albrecht von Österreich“ geschrieben, der „zu Wien 300 Juden verbrennen ließ, da diese drei Kinder gemordet hatten“.
dazu empfehle ich dann
de.wikipedia.org/…brecht_II._%28HRR%29
(ich weiss ja nicht, wie leicht-fertig die in den usa sind…
da schwant mir Übel)
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#27   Armenius   17:43:11 | Donnerstag, 10. Mai 2007
Antwort
Nein. Ich habe gar nicht mal drauf geachtet das die tabellarische Auflistung mit Texten verbunden ist. Einige Fälle waren mir aber aus familiärer Berichtung bekannt. Gesucht habe ich – wie schon gesagt – ein Buch eines jüdischen Autors der es mit der unrealistischen Pauschalabsolution nicht so hat wie Leblhuber. Ich gebe als Katholik gerne die Fehler meiner Kirche zu (muß man hier in den Staaten auch desöfteren :-( ), aber ich erwarte diese Ehrlichkeit auch von anderen. Überhaupt ist die Wahrheitssuche hier viel stärker ausgeprägt als in jetzigen germany. Deshalb: man mag über den Bush-Clan lästern, aber die Amerikaner denken zum großen Teil auch nicht anders! Und so will ich das auch gesehen haben: ich spreche nicht von „den Amerikanern“ oder „den Juden“, will mir aber das Recht nicht nehmen lassen beweisbare Mißstände anzuprangern! So, heute komm ich wohl zu spät…
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#26   GerdEric   14:35:03 | Donnerstag, 10. Mai 2007
@Armenius
Haben Sie sich die Texte gelesen?
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#25   Armenius   11:48:15 | Mittwoch, 9. Mai 2007
Dieser Link
führt zu einer Zusammenstellung von Ritualmordfällen, die historisch dokumentiert sind. Der zweite Link führte zu einem Artikel, der von einem Juden selbst geschrieben worden ist und auch dieser vertritt die These, das solche Ritualmorde von einigen jüdischen Sekten tatsächlich verübt worden wären.
Auch verdammt der die typische Haltung der Leblhuber dieser Welt, das Verfehlungen innerhalb der jüdischen Gemeinde nicht zu einer Verurteilung sondern zu einer bedingungslosen Verteidigung auf Teufel komm raus hinausläuft.
ALSO: Wenn Sie argumentativ dazu Stellung nehmen wollen…
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#24   Leblhuber   21:49:51 | Dienstag, 8. Mai 2007
Gegen Antijudaismus und Antisemitismus!
Armenius setzt folgenden Link:
h1.ripway.com/schramm/z…_1840.html
Der Link führt zu einem US-amerikanischen Server.
Der jüdische Ritualmord, Theodor Fritsch Verlag, Berlin 1943
Copyright © 1943 Dr. phil. HELLMUT SCHRAMM
Dieses Buch wurde von der Nazi-Führung insbesondere zur Indoktrinierung der SS, der Gestapo und der geheimen Feldpolizei eingesetzt.
Es ist das grässlichste Werk der Judenverleumdung, das ich je gelesen habe.
Dass dieser menschenverachtende Schmutz hier gepostet werden darf, schreit zum Himmel.
Ich fasse es nicht!!
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#23   Armenius   16:55:39 | Dienstag, 8. Mai 2007
Fakten.
Wir wissen ja das das Wort „Holocaust“ von einem Brandopfer der vor mosaischen Israeliten an den Moloch darstellten, wo sie Kinder hereinwarfen. Solche Bräuche gab es schon. Auch stellt sich die Frage nach dem Gott, der angebetet wird. Ist es wirklich der Elohim/Yehowa, der Gott des Lichtes und der Güte? Oder ist es Jahwe, der sich Abraham auch als „El Schaddaim“, gefallener Engel oder türkisch „Scheitan“, Satan, herausstellte? Kann der Gott der Güte die Ausrottung von Völkern wie den Kaananitern oder den Amalek befohlen haben? Kann dieser Salomon auch nur angeschaut haben als dieser durch Brudermord den Thron bestieg? Wie war das mit der Spaltung in das Haus Juda und das Haus Israel (Buch der Könige)?
h1.ripway.com/…/zeittafel_1840.html
und eine ausgewogene Auseinandersetzung mit dem Thema:
www.israelshamir.net/German/German8.htm
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#22   Yersinia   22:31:57 | Mittwoch, 15. März 2006
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#21   turk   10:18:42 | Dienstag, 7. März 2006
Pater Udo für kleine Pfarreien
Interessant, was Pater Udo in der neuesten Ausgabe www.ja-kirchenzeitung.at/11/info.html „seiner“ Kirchenzeitung schreibt: „In St. Pölten wird sich am 2. April eine österreichische „Pfarrer-Initiative“ konstituieren, die sich u.a. für die Pfarrgemeinden und gegen deren Auflösung engagieren will. Es gibt bekanntlich auch andere Ideen, dem derzeitigen Priestermangel zu begegnen, als nur Großpfarren zu bilden. Kleine Einheiten unter der Leitung eines Priesters müssen erhalten bleiben.“
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#20   julchen   19:50:08 | Montag, 6. März 2006
pfarreien bleiben erhalten
sie schreiben, dass de fasto damit pfarreien aufgelöst werden. das stimmt nicht. die zusammenarbeit in seelsorgeräumen heißt, dass die einzelnen pfarreien bewußt erhalten bleiben, aber mehr und intensiver zusammenarbeiten müssen als bisher. die leitung hat dem kirchenrecht entsprechend ein priester inne.
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#19   Alumnus   09:25:02 | Montag, 6. März 2006
Tirol – Perle des Glaubens??
Zum einen sollte klargestellt werden, dass es Bischof Reinhold Stecher war, der dem Kult um den mysteriösen Anderle v. Rinn abgeschafft hat.
Dann: Warum sollte die Diözese des hl. Landes Tirol nicht auch den Verlockungen des postkonziliaren Sumpfes verfallen und den Glauben völlig in den Keller rasseln lassen, wie das andere Bistümer schon seit Jahrzehnten tun?
Es ist schade und traurig, dass in Innsbruck das linke Eck, angeführt von Laien und „Wir sind Kirche“ das Sagen hatt, klar, dass Priester- und Ordensberufe nicht in ihr Konzept einer transparenten, offenen, emanzipierten Kirche passen, die sehr weit am Vat. II. vorbeidrifftet.
„Bau dir deine Kirche“ – Baukasten zum selbermachen. Wenn das die Definition eines Bistums sein sollte, dann gute Nacht!
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#18   Gotthard   12:10:02 | Sonntag, 5. März 2006
ein Brief aus 1943
Heinrich Himmler schreibt im Mai 1943 an den Chef der Sicherheitspolizei, SS-Gruppenführer Dr. Kaltenbrunner:
Lieber Kaltenbrunner!
Von dem Buch „Die jüdischen Ritualmorde“ habe ich eine größere Anzahl bestellt und lasse es bis zum Standartenführer verteilen.
Ich übersende Ihnen mehrere 100 Stück, damit Sie diese an Ihre Einsatz-Kommandos, vor allem aber an die Männer, die mit der Judenfrage zu tun haben, verteilen können. Ich gebe im Zusammenhang mit diesem Buch folgende Aufträge:
1. Es sind sofort überall Untersuchungen anzustellen über
RituaImorde der Juden, soweit sie noch nicht evakuiert
sind. Derartige Fälle sind herauszuziehen und mir
vorzulegen. Wir müssen in dieser Richtung dann mehrere Prozesse machen.
2. Die ganze Ritualmord-Frage ist von Sachverständigen in den Ländern Rumänien, Ungarn und Bulgarien aufzugreifen.
Ich denke daran, daß wir diese Ritualmord-Fälle dann in
unserer Presse bringen, um damit die Herausnahme der
Juden aus den Ländern zu erleichtern. Diese Dinge können selbstverständlich dann nur im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt vor sich gehen.
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#17   Evelin   11:44:32 | Sonntag, 5. März 2006
Die Täter waren vielleicht so jüdisch wie Hitler katholisch war…
Aha, jetzt waren es nicht Juden, sondern Satanisten oder Okkultisten, die den Anderl von Rinn ermordethaben sollen. Warum hat man es dann jahrhundertlang „den Juden“ angelastet (mit der Absicht, alle Juden als potentielle Ritualmörder zu diffamieren)?
Vielleicht aus den gleichen Gründen wie man Hitler als katholisch bezeichnet, was er sicherlich nicht war. Eine ethnische bzw. formale Volkszugehörigkeit schließe ich bei den Tätern keinesfalls aus.
Für Sie ist wahrscheinlich jede Heiligengeschichte ohne Ton- und Filmaufnahmen eine „Legende“.
Der Kult des sel. Anderl v. Rinn ist jedenfalls legitim und bleibt es.
Der Gatte der Evelin
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#16   Sirilo   11:10:53 | Sonntag, 5. März 2006
@Evelin / Trzil
Aha, jetzt waren es nicht Juden, sondern Satanisten oder Okkultisten, die den Anderl von Rinn ermordethaben sollen. Warum hat man es dann jahrhundertlang „den Juden“ angelastet (mit der Absicht, alle Juden als potentielle Ritualmörder zu diffamieren)?
Wenn es keine Untersuchung der weltlichen Behörden über den Mord gegeben hat und die ganze Sache erst 158 Jahre nach dem angeblichen Geschehen hochgekocht wurde, welchen vernünftigen Grund soll es dann geben, daß sich alles wirklich so wie in der Legende berichtet zugetragen hat?
Nach der gleichen Logik könnte man ja auch aus dem Märchen von Hänsel und Gretel eine fromme Legende stricken. („Jüdische Einsiedlerin mit okkultistischen Neigungen versucht zwei Christenkinder zu Passah-Lämmern zu verarbeiten.“)
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#15   L. Trzil   00:23:01 | Sonntag, 5. März 2006
Distinguendum
Das Judentum als Religionsgemeinschaft kennt natürlich weder Menschenopfer noch (seit der Zerstörung des letzten Tempels) Blutrituale. Andererseits fand das Martyrium des Sel. Andreas zu einer Zeit statt, als Aberglauben und okkulte Praktiken jeder Art blühten; es ist kein vernünftiger Grund anzugeben, warum Anhänger einer bestimmten Religion gegen solche ungesunde Zeitströmungen immun sein sollten.
Heute wird der Kult des Seligen in der Diözese Innsbruck durch bischöfliche Maßnahmen eingeschränkt, die naturgemäß außerhalb dieser Diözese keine Geltung haben.
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#14   Evelin   00:03:55 | Sonntag, 5. März 2006
@ Sirilo
Der ganzen Ritualmordlegende fehlt es im übrigen an Plausibilität, da Blut für Juden ja „trefe“ (rituell unrein) ist. Was sollten sie also damit anfangen?
Sie vergessen, dass es 1. Juden im Sinne der Hl. Schrift nach der Kreuzigung Christi nicht mehr gab. Diejenigen, die leugnen, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, gehören zur Synagoge Satans und sind keine Juden im Sinne der Hl. Schrift.
2. es eine okkulte Strömung im Bereich der Talmud-Juden gibt, nämlich den Kabbalismus.
3. es doch eigentlich viel unbegreiflicher ist, dass jüdische Machthaber den fleischgewordenen Sohn Gottes umbringen ließen, der sich ihnen nicht bloß durch Selbstzeugnis, sondern durch zahlreiche verbürgte Wunder, darunter knapp vor der Passion die Totenerweckung des Lazarus, vorstellte.
4. Menschenopfer sind satanistisch; wenn die Täter (von ihrer „Herkunft“) „jüdisch“ waren, dann waren sie wohl von ihrem Glauben abgefallen; auch die Talmud-Juden kennen keine Menschenopfer. Dass es aber an sich Menschenopfer (=Ritualmorde) gibt – bis auf den heutigen Tag – kann man nicht bestreiten. Das ist keine Legende.
Ich glaube deswegen nicht an ihre Fälschungstheorie, weil der Seligsprechungsprozeß für Anderl v. Rinn freiwillig durchgeführt wurde. Aufgrund des Sterbedatums hätte sein Kult nach den alten Vorschriften (die die Seligsprechung auf diözesaner Ebene kannten) fortgesetzt werden können.
Der Gatte der Evelin
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#13   Sirilo   23:50:14 | Samstag, 4. März 2006
Anderl-Kult ein Opfer des Bemühens um Wahrheit?
Der Anderl-Mord geschah angeblich 1462. Als Fall aufgegriffen wurde diese Geschichte aber erst 158 Jahre später. Das ist völlig unglaubwürdig. Wenn es um 1462 einen solchen Mord gegeben hätte, wäre wohl ein Tumult in Rinn und Umgebung die Folge gewesen. Und der Kult um den Anderl wäre spontan ausgebrochen. Doch dies war nicht der Fall. Stattdessen anderthalb Jahrhunderte Stille.
Falls es eine Kindstötung gab (wie es sie auch heute noch fast jede Woche in den Nachrichten gibt), dann erfolgte sie wohl durch die eigenen Eltern. (Wer bereit ist, sein Kind zu verkaufen, dem kann man auch zutrauen, dass er den unnützen Esser beiseite schafft.)
Der ganzen Ritualmordlegende fehlt es im übrigen an Plausibilität, da Blut für Juden ja „trefe“ (rituell unrein) ist. Was sollten sie also damit anfangen?
Ich vermute, daß zum Zeitpunkt des Seligsprechungsprozesses (mangels Unterlagen von weltlichen Behörden) einiges in den Akten, die man nach Rom schickte, erfunden war. (Im Fälschen von Dokumenten war man in gewissen kirchlichen Kreisen ja schon immer gut, bis zurück zur Konstantinischen Schenkung und den Pseudoisidorischen Dekretalen…)
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#12   catharina   23:05:04 | Samstag, 4. März 2006
Hinweis:
Die kreuz.net-Redaktion läßt diesen Artikel www.kreuz.net/article.2792.html, zu dem es doch eine überaus lebhafte Diskussion gab, einfach unter den Tisch fallen. Fürchtet man die fundierten Beiträge eines „Karim“?
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#11   Evelin   20:32:28 | Samstag, 4. März 2006
Anderl-Kult ein Opfer des linken Zeitgeistes in der Diözese Innsbruck
„1965 machte eine päpstl. Komission die Kanonisierung des Hl. Simon rückgängig…“
Es ist durchaus strittig, ob Kanonisationen überhaupt zurückgenommen werden können. Auf diesem Forum bin ich einer der ganz wenigen, der das überhaupt für möglich hält und nicht davon ausgeht, dass so eine Entscheidung endgültig ist.
Was die „päpstl. Kommission“ betrifft, von welcher ich erstmals lese (offenbar nicht das zuständige Organ für Selig- und Heiligsprechungen), so ist Papier geduldig… Sie betrifft außerdem einen anderen Heiligen.
Da beeindruckt mich mehr, dass jener Papst mit bürgerl. Namen Prospero Lambertini, welcher die Seligsprechung 1753 genehmigte bzw. durchführte, der Spezialist für Selig- und Heilisprechungen in der kath. Kirche bis auf den heutigen Tage ist.
Dies aufgrund seines Buch „De beatificatione et canonisatione…“, welches bis heute das Standardwerk nicht nur für Selig- und Heiligsprechungen, sondern auch zur Beurteilung von Privatoffenbarungen ist.
Wenn dieser Papst die Seligsprechung durchgeführt hat, dann „fährt über die inhaltliche Rechtf. derselben die Eisenbahn drüber“ und zwar kräftig.
Ich bin übrigen kein „Anhänger des Anderl-Kultes“ (auch wenn ich mir vorbehalte, ein solcher zu werden), aber ein unerbitterlicher Verfechter der unzweifelbaren Rechtfertigung des Anderl-Kultes, der ein Opfer des linken Zeitgeistes in der Diöz. Innsbruck geworden ist.
Der Gatte der Evelin
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#10   Sirilo   19:34:14 | Samstag, 4. März 2006
@Tridentinus: Simon von Trient
„1965 machte eine päpstliche Komission die Kanonisierung des Heiligen Simon rückgängig und stellte fest, dass die Trienter Juden einem Justizirrtum zum Opfer gefallen waren, im neuen römischen Martyrologium von 2001 ist er nicht mehr verzeichnet.“
www.heiligenlexikon.de/start.html?BiographienS/S…
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#9   Tridentinus   18:05:56 | Samstag, 4. März 2006
Sel. Andreas von Rinn
Es ist mehr als fraglich, ob ein Bischof einen Seligen „abschaffen“ kann! Wie wäre in diesem Zusammenhang denn wohl die Verehrung des Sel Simeon von Trient zu sehen?
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#8   Yersinia   16:35:47 | Samstag, 4. März 2006
@Evelin: deine Verehrung dieses „Kultes“
wirft ein bezeichnendes Licht auf dich – einen derartigen Ritualmord hat es nicht gegeben, er läßt sich auch durch nichts belegen und Bischof Stecher hat die einzig mögliche Konsequenz gezogen;
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#7   Sirilo   16:33:57 | Samstag, 4. März 2006
@Evelin: Tirol / Rinn
Es war eine gute (und vermutlich mutige) Tat von Bischof Stecher, endlich mit der unseligen Ritualmord-Legende um den Anderl von Rinn Schluss zu machen. Die katholische Kirche braucht keine Kulte, die auf Erfindungen und Lügen beruhen.
(Und wir Katholiken sollten uns daran erinnern, daß in den ersten 400 Jahren des Christentums heidnische Instanzen ähnliche Ritualmordverleumdungen gegen Christen vorbrachten.)
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#6   Horst Eckner †   16:05:53 | Samstag, 4. März 2006
Mal wieder tendenziös und unseriös…
„Vielfach beinhaltet die Zusammenlegung der Pfarreien eine weitere Demontage des priesterlichen Amtes des Pfarrers und eine Zementierung überholter theologischer Irrwege, welche die Hauptursache für den gegenwärtigen pastoralen Niedergang sind.“
Interessant. Der Redakteur verfügt über die Kenntnis eines Paralleluniversums, in dem es die „Irrwege“ nicht gegeben hat und die katholische Kirche des Jahres 2006 glücklich und ein Hort Abertausender frommer Priester ist, von denen die Bischöfe nicht mehr wissen, wohin damit. Aber woher hat er diese Kenntnis?
Anders gesagt: Der oben zitierte Satz ist pure Spekulation. Journalistisch unseriös und obendrein unwahrhaftig. Denn es KÖNNTE ja sein, dass der „pastorale Niedergang“ (was auch immer damit gemeint sein soll) SCHLIMMER wäre, wenn alles so geblieben wäre, wie kreuz.net es gerne hätte. Alleine die MÖGLICHKEIT, dass es so sein könnte, und die UNMÖGLICHKEIT, dies ohne Kenntnis eines Vat-II-freien Paralleluniversums definitiv entscheiden zu können, macht obige Aussage zu einem Musterbeispiel der üblichen kreuz.net-Polemik: Tendenziös, unseriös und unmoralisch.
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#5   Justus   15:37:04 | Samstag, 4. März 2006
Geld-, Gläubigen- und Priestermangel
Wenigstens spricht Bischof Scheuer Klartext: Es geht um eine Reduzierung der Pfarreien aufgrund des Geld-, Gläubigen- und Priestermangels. Dabei ist allein schon die Reihenfolge der aufgeführten Gründe vielsagend und bemerkenswert!
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#4   Evelin   14:58:56 | Samstag, 4. März 2006
@ catharina – das „Hl. Land Tirol“
war das nicht einmal das Land tiefer, bewegender Volksfrömmigkeit?
Nachdem die Relikte alter Zeit inzwischen das Zeitliche gesegnet haben oder bald soweit sind, kann man also hurtig mit dem Umbau beginnen.
Lang ist es her – zu Andreas Hofers Zeiten war es noch so (vor 200 Jahren). Seither hat sich einiges geändert.
Der Katalysator des Umbaus (= der Zerstörung des Katholizismus) war übrigens der Vorvorgänger des jetztigen Bischofs, S. Ex. Stecher. Dieser baute in die Krypta des Innsbrucker Doms eine „Freimaurerkapelle“ ein und verbot den – päpstlich nach Untersuchungen gestatteten – Kult des sel. Anderl v. Rinn.
Um nur zwei seiner Leistungen für die „Menschheit“ zu erwähnen, was ihm – immerhin – einen Orden von Bnai Brith. So wie auch Cardinal König von diesem Spitzenfreimaurergremium ausgzeichnet wurde. Derartige Auszeichnungen bekommt man nicht umsonst, da muß man schon etwas dafür tun…
Der Gatte der Evelin
PS.: Priester können von Homosexuellen lernen, meint der amtierende Innsbrucker Bischof
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#3   catharina   14:33:41 | Samstag, 4. März 2006
Tirol –
war das nicht einmal das Land tiefer, bewegender Volksfrömmigkeit?
Nachdem die Relikte alter Zeit inzwischen das Zeitliche gesegnet haben oder bald soweit sind, kann man also hurtig mit dem Umbau beginnen.
„Wehe denen, die den Tempel des Herrn niederreißen“, ruft das Alte Testament. Aber für die Herren hat solche Mahnung ja keine Bedeutung mehr. Es kommt doch nur auf die „Liebe“ an…
Die zu leistende Trauerarbeit wäre die Heimkehr zum ganzen Gesetz mit seinen Satzungen und Weisungen. Aber es wird lange dauern, bis man im Innsbrucker Ordinariat wieder singen wird: „Auf zum Schwur, Tirolerland…“
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#2   Nikolaus   12:43:32 | Samstag, 4. März 2006
Pfarrzusammenlegungen
Ich frage mich nur, wie sich der Autor des Artikels die Zukunft in den Pfarren vorstellt!
Es kann ja wohl nicht so sein, dass jeder Pfarrer jeden Sonntag 5 Messen zu halten hat, weil er dementsprechend viele Pfarren zu betreuen hat. (Damit ist natürlich auch verbunden, dass er 5 Pfarrgemeinderäte, 5 Pfarrkirchenräte,… und dementsprechend viele Sitzungen hat.) Bei der heutigen Flexibilität und Mobilität der Leute wird es wohl zumutbar sein, dass man nicht 3 Minuten, sondern durchaus auch 10 Minuten zur Sonntagsmesse fährt.
Viele Menschen pendeln täglich womöglich eine Stunde zu ihrem Arbeitsplatz, aber die Kirche soll vor der Haustüre stehen.
Für jene, die nicht mobil sind, wird sich wohl eine Mitfahrgemeinschaft organisieren lassen.
Wie es derzeit aussieht, wird man an Pfarrzusammenlegungen nicht vorbeikommen. Die Pfarrstrukturen sind schließlich nicht göttlichen Rechtes.
Josef II. hatte damals (1780-1790) viele Pfarren nach dem Prinzip gegründet, dass niemand mehr als eine Stunde zur Sonntagsmesse unterwegs sein soll.
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#1   Yersinia   11:57:49 | Samstag, 4. März 2006
in der Steiermark gibt es diese Pfarrverbände
schon lange und sie funktionieren; ganz einfach und ohne jegliche Aufregung; und die Pfarrstrukturen einer Diözese wurden sicher nicht vom lieben Gott, sondern meist aus ganz weltlichen Überlegungen (Verwaltungsbezirke unter Josef II.) geschaffen; und ob es ohne II. Vaticanuum besser wäre, ist reine Spekulation – eher wurde das, was in den 1920-er Jahren (Bund Neuland) schon intensiv begann, halbwegs umgesetzt – wobei dies vielen zuwenig weit ging und zB viele Priester ob der Beibehaltung des Zölibats den kirchlichen Dienst verließen;
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