17:35:40 | Samstag, 4. März 2006
Bei ökumenischen Bemühungen scheint sich mehr und mehr das Prinzip „Einheit in den Widersprüchen“ durchzusetzen. Das bestätigte jüngst eine ökumenische Tagung in Deutschland.
(kreuz.net, Bensheim) Bischof Joachim Wanke von Erfurt hielt Ende Februar auf der 50. Europäischen Tagung
für Konfessionskunde im ‘Konfessionskundlichen Institut Bensheim’ einen Vortrag. Dies berichtete der
liberale Onlinenachrichtendienst ‘GlaubeAktuell’.
Das ‘Konfessionskundlichen Institut’ wird von der Evangelischen
Kirche Deutschland getragen. Bensheim befindet sich im Bundesland Hessen, rund 50 Kilometer südlich von
Frankfurt am Main.
Bischof Wanke:
„Im Plural des Begriffs Kirche steckt für mich eine grundsätzliche
theologische Ungereimtheit.“
Bischof Wanke erklärte, daß es sich bei der Rede von Konfessionen um eine
Notlösung handle. Sie sei für den weltlichen Bereich nützlich, aber theologisch unsinnig: „Im Plural
des Begriffs Kirche steckt für mich eine grundsätzliche theologische Ungereimtheit.“
Kirchlich sei
an der Einheit in dem einen apostolischen Glauben, in den Sakramenten und in dem einen Bischofsamt als
Ziel aller ökumenischen Bemühungen festzuhalten.
Mons. Wanke bedauerte bei der sogenannten Interkommunion
eine weit verbreitete Unwilligkeit zu theologischen Denkanstrengungen. Es werde alles der Praxis überlassen.
Gleichzeitig erklärte der Bischof, daß sich die Protestanten zwar keine „generelle Einladung zur Eucharistie“
erwarten dürften, aber „verantwortliche Einzelfallösungen“.
Der Bischof wies auch darauf hin, daß
derzeit vor allem im Bereich der Ethik neue Probleme für die Ökumene bestünden. Katholiken und Protestanten
seien selber über ihre gesellschaftliche Stellung und ihren öffentlichen Auftrag unsicher.
Als größte
Schwierigkeit in der Ökumene bezeichnete Mons. Wanke das Fehlen einer gemeinsamen Zielvorstellung über
die kirchliche Einheit.
Bei derselben Veranstaltung verwies der Landesbischof der Evangelischen Kirche
in Baden, Ulrich Fischer, auf angebliche Erfolge der innerevangelischen Ökumene der vergangenen Jahrzehnte.
In der Vergangenheit sei es gelungen, von einer Absolutsetzung der reformatorischen Bekenntnisschriften
hin zu einer historisch-kritischen Interpretation zu gelangen. Nur so sei es möglich geworden, die lutherischen
und reformierten Bekenntnisschriften nebeneinander bestehen zu lassen.
Der Protestant warnte davor, von
einer ökumenischen Eiszeit oder einem ökumenischen Winter zu sprechen. Natürlich sei man nicht gerade
im Frühling der Ökumene, sondern eher in einer „Zeit des Herbstens“, der Ernte.
Landesbischof Fischer
sprach von „vielen schönen Früchten“. Als Beispiele nannte er die
lutherisch-katholische Erklärung
zur Rechtfertigungslehre aus dem Jahr 1999 und den Ersten Ökumenischen Kirchentag in Berlin im Jahr 2003.
Der protestantische Würdenträger benannte auch „einige faule Früchte“. Fischer verwies auf die Erklärung
Dominus Jesus aus dem Jubiläumsjahr 2000 oder den Ausstieg der Protestanten aus dem umstrittenen Projekt
der sogenannten deutschen „Einheitsübersetzung“ der Bibel.
Auch die „fortwährende Verweigerung der
Anerkennung als Kirche“ empfindet der Vertreter der protestantischen Gemeinschaft als faule Frucht.
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Romulus 21:12:47 | Montag, 6. März 2006
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MK28 16:34:42 | Montag, 6. März 2006
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MK28 11:34:59 | Montag, 6. März 2006
#17
MK28 10:39:27 | Montag, 6. März 2006
#15
MK28 09:45:20 | Montag, 6. März 2006
#13
Bernieboy 04:00:38 | Sonntag, 5. März 2006
#12
catharina 23:01:28 | Samstag, 4. März 2006
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Michael M. 21:55:37 | Samstag, 4. März 2006
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Gotthard 21:46:00 | Samstag, 4. März 2006
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Michael M. 21:40:27 | Samstag, 4. März 2006
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Gillibrand 21:20:41 | Samstag, 4. März 2006
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Pater Lingen 21:04:23 | Samstag, 4. März 2006
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Gotthard 21:01:21 | Samstag, 4. März 2006
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Michael M. 20:29:18 | Samstag, 4. März 2006
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jolie 20:03:47 | Samstag, 4. März 2006
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Romulus 18:55:59 | Samstag, 4. März 2006
#1
Tridentinus 18:49:17 | Samstag, 4. März 2006