Im Februar letzten Jahres wurde eine US-amerikanische Ordensfrau beim Breviergebet auf dem Weg zu einer Versammlung von Landlosen im brasilianischen Urwald meuchlings erschossen. Vor ihrer Erschießung las sie ihren Mördern aus der Bergpredigt vor.
(kreuz.net) Einer der Auftraggeber der Tat wurde bereits identifiziert. Die beiden Killer wurden am 10.
Dezember 2005 verurteilt. Weitere drei Verdächtige sind als Mittelsmänner oder Auftraggeber angeklagt
und warten in Untersuchungshaft auf den Prozeß.
Doch es scheint, daß die regionale bundesstaatliche
Regierung von Pará sowie die dortige Justiz weitere Hintermänner des Mordes deckt. Auch die sozialistische
brasilianische Regierung unternimmt nicht viel, um vollständiges Licht in die Ereignisse zu bringen.
In die Bluttat sollen auch hohe Politiker aus dem brasilianischen Bundesstaat Pará verwickelt sein.
Doch ein Komplott der regionalen und nationalen Mächtigen verhindert die Aufklärung des Verbrechens.
Kürzlich hielt der Bischof von Xingu, Mons. Erwin Kräutler, die Predigt beim ersten Jahresgottesdienst
für Sr. Dorothy in Anapu. Anapu befindet sich im Bundesstaat Pará im Norden von Brasilien.
Der in Österreich
geborene Missionsbischof Kräutler (66) leitet die Territorialprälatur, wo die ermordete Ordensschwester
und Umwelt- und Sozialaktivistin, Sr. Dorothy Stang, zuletzt gelebt hat.
Medien berichteten, daß Bischof
Kräutler die brasilianische Bundesregierung und die Regierung des Bundeststaates Pará beschuldigt habe,
Teil eines Komplotts zum Schutz der Hintermänner des Mordes zu sein.
Deshalb wurde Mons. Kräutler sogar
vom Präsident des Gerichtshofes von Pará, Milton Augusto de Brito Nobre, öffentlich kritisiert und
vorgeladen. Der Bischof dementierte jedoch heftig.
Sr. Dorothy war vor ihrer Ermordung gewarnt worden.
Doch die Ankündigung wurde von der Polizei und den örtlichen Behörden nicht ernst genommen.
Die Ordensschwester
hatte sich in jahrelanger Arbeit für die Landarbeiter im Gebiet, das zum Amazonasurwald gehört, eingesetzt.
Immer wieder prangerte sie die Wirtschaftsverbrechen der Großgrundbesitzer, Holzfirmen und Bodenspekulanten
in der Region an. Aus diesen Kreisen stammen jetzt die Tatverdächtigen.
Damit hat die sozialistische
Regierung von Präsident Luiz Inacio Lula da Silva innerhalb von drei Jahren Amtszeit ein Niveau erreicht,
wie es selbst die Gegner der Regierung nicht vorhergesagt hatten.
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7 Lesermeinungen
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@Athanasius: Die Politik ist ein Spiel der Macht. Sie macht immer wieder Opfer. Egal ob Trotski, Beria,
Vom Rath, Jodl, Romero oder Zhakazulu. Udet, Wessel und Gustloff nicht zu vergessen. Die schmutzige Politik
ist schuld, dass diese prächtigen Männer zu Opfern wurden. Tja, so ist halt der Lauf der Welt, nicht
wahr? Da kann man nichts machen. Seien wir froh, dass wir in Deutschlands großer, schwerer Zeit anständig
auf unserem Posten ausgeharrt haben. Alles kann man uns vorwerfen, aber Feigheit nicht! Wer das verurteilt,
der war halt nicht dabei und weiß nicht, wie es gewesen ist. Wir verstehen uns schon, hm?
sorry DA habe ich tatsächlich nicht korrekt gelesen. Woran erkennt Athansius in dem Bild, dass eine SCHWESTER
eine Stola trägt. Ich identifiziere die Stola tragende Dame als evangelische Pastorin…
Lesen kann Athanasius auch nicht 1. die Dame mit der Stola ist nicht die ermordete Schwester! Das Bild
zeigt einen Trauerzug für sie… 2. Es wird nirgends über die theologischen Einsichten dieser Schwester
auch nur ein Wort verloren. ICH empfinde ihren Einsatz toll … das ist gelebtes Evangelium = Theologie
der Befreiung.
Worte fehlen da… Requiescat in pace. (Wobei ich anmerken muss, dass ich die von dieser Schwester vertretene
Befreiungstheologie als Materialismus verurteile, sowie ich es verurteile, dass eine Schwester mit Stola
und Albe auftritt.) Die Politik ist ein Spiel der Macht. Sie macht immer wieder Opfer. Egal ob Trotski,
Beria, Vom Rath, Jodl, Romero oder Zhakazulu.
Nichts neues unter der Sonne Leider sind solche Morde nichts neues. Sie kommen immer wieder vor, schon
seit Jahrzehnten. Die Arbeit der Kirche gegen diese Art Verbrecher und ihr Einsatz für die Landlosen
wurde jedoch als „kommunistisch“ ebenfalls jahrzehntelang diffamiert… vor allem von Kreisen innerhalb
der Kirche bis in den Vatikan hinein! Ich erinnere an das unwürdige Schauspiel in Nicaragua, als Ernesto
Cardinal vom Ppast öffentlich herabgesetzt wurde!!!!!!!!!
Die Warnung von J. Fernau, ausgesprochen vor mehr als 20 Jahren, daß „die Erde als toter Wüstenplanet“
in absehbarer Zeit durch das All kreisen werde, gewinnt immer aktuellere Bedeutung. Jeder, der sich dieser
Entwicklung auch nur friedlich entgegenstellt, wird liquidiert. Wie dieser entsetzliche Mord klar beweist.
Die Aktien, die Gewinnmaximierung, die Zwänge unserer „westlichen Wertegemeinschaft“ bringen den Menschen
den Tod, nicht nur in Brasilien. Der gespenstische Tanz um das „goldene Kalb“ wird auch Jenen, die diesen
Mord zu verantworten haben, das Ende bringen.