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Montag, 6. März 2006 08:58
kreuzmeldungen
Aufgeregt + Erzbischof Squicciarini verstorben + Vorzeitig entlassen + Homo-Ideologie in China + Die Art des Anständigen
Aufgeregt

Vatikan. Papst Benedikt XVI. und die Römische Kurie nehmen seit gestern im Apostolischen Palast an einwöchigen Fastenexerzitien teil. Fastenprediger ist der emeritierte Erzbischof von Venedig, Marco Kardinal Cé (80). Der Kardinal predigt zum Thema: „Mit Jesus auf Ostern zugehen – unter der Leitung des Evangelisten Markus. Eine kleine Verbeugung vor der Markusstadt Venedig.“ Kardinal Cé erklärte vor ‘Radio Vatikan’, daß er sehr aufgeregt sei. Exerzitien für einen Papst seien immer „außerhalb seines Horizontes“ gewesen.

Erzbischof Squicciarini verstorben

Italien. Der frühere Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Donato Squicciarini (78), ist gestern Sonntag in Rom verstorben. Mons. Squicciarini wurde im August 1978 von Papst Johannes Paul I. zum Titularerzbischof von Tiburnia in Kärnten ernannt. Im November 1978 weihte ihn der Wiener Kardinal Franz König in Rom zum Bischof. Von 1989 bis 2002 wirkte Mons. Squicciarini als Apostolischer Nuntius in Österreich. Am Mittwoch wird er in seiner Heimatstadt Altamura in Süditalien in der Familiengruft beigesetzt.

Vorzeitig entlassen

Mazedonien. Der serbisch-orthodoxe Metropolit Jovan ist aus einem Gefängnis in der mazedonischen Hauptstadt Skopje freigelassen worden. Mazedonien ist das südlichste Teilgebiet des ehemaligen Jugoslawien. Der orthodoxe Erzbischof saß seit Juli letzten Jahres wegen angeblicher Volksverhetzung eine 18monatige Haftstrafe ab. Hintergrund des Falles waren nationale und kirchenterritoriale Streitigkeiten zwischen Serben und Mazedoniern.

Homo-Ideologie in China

China. Die chinesischen Behörden haben kürzlich eine Studie über das Phänomen des homosexuellen Verhaltens unter männlichen Erwachsenen veröffentlicht. Das berichtete die russische Tageszeitung ‘Pravda’ auf ihrer Webseite Ende Februar. Die Studie ist die erste ihrer Art in der chinesischen Geschichte. Es wurden dabei 400 betroffene Personen befragt. Dabei ging es unter anderem um Fragen von Aids und die Beziehungen von Homosexuellen unterschiedlichen sozialen Status zueinander. Der Bericht wurde von der ‘Ford Foundation’ finanziert. Der Artikel in der ‘Pravda’ weist auch darauf hin, daß im Dezember 2005 das erste chinesische Homo-Festival stattfand.

Die Art des Anständigen

Schweiz. Kürzlich weigerte sich der Rektor der von Katholiken gegründeten Nordschweizer Universität Freiburg die Einweihung eines neuerrichteten Fakultätsgebäudes zu veranlassen. Nach heftigen Protesten will das Rektorat jetzt eine Segnung zugestehen. Doch das ist für das ‘Studentenkomitee für die Segnung von Pérolles’ nicht die richtige Art, wie die Segnung zustande kommen sollte. Darum hat sie eine Petition an den Bischof von Lausanne/Genf/Freiburg, Mons. Bernard Genoud, gestartet. Deren Ziel ist, „die Dinge in der richtigen Ordnung durchzuführen“ und den Bischof um die Vornahme der Segnung zu bitten. Die Initianten würden sich freuen, wenn solche Bitte auch aus dem Ausland an den Bischof gerichtet würden. Unterschriftsbögen sind hier erhältlich und können unterschrieben an den Inizianten geschickt werden.
4 Lesermeinungen:
Dienstag, 7. März 2006 13:39
Rudolphus: Ein Segen für Österreich
Das war der Erzbischof als Apostolischer Nuntius in Österreich, eine fromme, gottesfürchtige Persönlichkeit, in Treue zu Kirche und Papst.

R.I.P.!
Dienstag, 7. März 2006 13:36
Christin: Erzbischof Squicciarini verstorben:
Abschied vom himmlischen Vater
(LiedText: Claudia Mitscha-Eibl)

Im Himmel ist es still geworden,
durch das Schweigen dringt kein Wort.
Der dort war, ist er gestorben
oder ging er heimlich fort?
Irgendwann war er verschwunden,
alle Räume stehen leer.
Hab ihn lange nicht gefunden,
suche ihn nicht mehr?

Ist kein Richter, dessen Wille
Strafe mir und Lohn verhängt?
Kein Allmächtger, der in Stille unsrer Welt Geschicke lenkt?
Kein Allwissender, der alles
längst geplant und vorgesehn,
der im Falle eines Falles
eingreift ins Geschehn?

Ist kein Vater mehr dort oben,
der mein Schrein und Flehn erhört?
Auch kein Finger, streng erhoben,
und kein Arm, der Schutz gewährt?
Eine Mutter nie gewesen,
die mich tröstet, sanft und zart?
Keine Hand , die vor dem Bösen
meinen Schritt bewahrt?

Keiner, der Gesetze gäbe,
was ich lasse, was ich tu?
Muss entscheiden, wie ich lebe,
und kein Auge sieht mir zu?
Nur der Wind fährt durch die Räume
eines Himmels, leer und still,
fegt hinweg die Kindheitsträume
und weht , wo er will…
Dienstag, 7. März 2006 11:43
Aurelius: Dr Carlo Regazzoni
Ich hatte das Glück, die Universität Fribourg als sie noch katholisch war, zu besuchen.

Was mich wundert, ist wie man von einem katholischen Akademiker zum Stammtisch-Tradi werden kann und keine Gelegenheit auslässt, einen seligen Papst mit verbalem Dreck zu bewerfen.

Sie sollten sich schämen.
Montag, 6. März 2006 09:24
Agiafortuni: Zur Art des Anständigen
Ich hatte das Glück, die Universität Fribourg als sie noch katholisch war, zu besuchen. Die Leugnung ihrer katholischen Identität ist eines der grossen, aus V2 hervorgegangenen Aergernisse. Verantwortlich dafür ist niemand anderes als Johannes XXIII und die mit ihm verbundenen Modernisten, die weder definieren noch verurteilen wollten und sich davon das bessere Ergebnis versprachen.
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