Ernennungen
Sie freut sich auch
Ein Erzbischof, den Papst Benedikt XVI. kürzlich zum Kardinal ernannt hat, wird zum nächsten Konsistorium auch seine Stiefmutter mitbringen.
(kreuz.net, Boston) Claire O’Malley, die Stiefmutter des zum Kardinal ernannten Erzbischofs von Boston, Mons. Seán P. O’Malley (61), freut sich über die Beförderung ihres Stiefsohnes.

Das berichtete die Kirchenzeitung der Erzdiözese Boston. Boston ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Massachusetts im Nordosten der Vereinigten Staaten.

Claire Noonan heiratete den Vater des Erzbischofs, Theodore „Ted“ J. O’Malley, im Jahr 1967.

Die leibliche Mutter des Kardinals Mary Louise Reidy war bereits im Jahr 1964 an Multipler Sklerose gestorben. Der gegenwärtige Erzbischof von Boston war das jüngste von drei Kindern. Beim Tod seiner Mutter war er 20 Jahre alt.

Im vergangenen Mai starb auch der Vater des Erzbischofs im 89. Lebensjahr.

Stiefmutter Claire lebt heute im US-Bundesstaat Florida.

Am frühen Morgen des 22. Februars erhielt Frau O’Malley einen Telefonanruf von einem Priester der Erzdiözese Boston. Zuerst glaubte sie, daß der Geistliche sie angerufen hätte, um ihr zum Kauf eines neuen Wagens zu gratulieren.

Doch der Priester teilte ihr mit, daß der Papst soeben ihren Stiefsohn zum Kardinal ernannt habe.

„Ich war über die Neuigkeit sehr überrascht und sehr glücklich. Wir haben natürlich gehofft, daß er schon bald Kardinal wird. Aber mit einer so schnellen Ernennung haben wir nicht gerechnet.“

Ihr Stiefsohn werde bestimmt ein sehr guter Kardinal werden, glaubt Frau O’Malley: „Ich bin überzeugt, daß er seine Aufgabe sogleich anpacken und das Kardinalat und seine Tätigkeit als Erzbischof genießen wird.“

Frau O’Malley ist auch davon überzeugt, daß ihr Stiefsohn angesichts der Kardinalswürde seine Bescheidenheit nicht verlieren wird. Sie selber werde auch versuchen, bescheiden zu bleiben: „Aber das wird für mich vielleicht etwas schwieriger sein.“

Jetzt freut sich die betagte Dame schon auf die Reise nach Rom, um am 24. März am Konsistorium teilzunehmen.

Das letzte Mal war sie in Rom, als ihr Stiefsohn am 29. Juni 2004 von Papst Johannes Paul II. das Pallium erhielt.
      
7 Lesermeinungen
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#7   Evelin   14:52:35 | Mittwoch, 8. März 2006
Es ist doch schön,
wenn eine so alte Frau Ehrungen ihrer Kinder/Stiefkinder mitbekommt. Es gehört sich auch, dass man an die Eltern oder sonstige Bezugspersonen denkt.
Zum Schmunzeln ist nur eines:
Zuerst glaubte sie, daß der Geistliche sie angerufen hätte, um ihr zum Kauf eines neuen Wagens zu gratulieren.
Wegen was Geistliche heutzutage anrufen…
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#6   Tridentinus   09:48:47 | Mittwoch, 8. März 2006
Welttag der Frau
Zwar erst am heutigen 8. März ist der Internationale Welttag der Frau! Vielleicht rechtfertigt das obige Meldung ;-)?
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#5   Gotthard   21:37:49 | Dienstag, 7. März 2006
Unsinn
Wie die sich wohl so fühlen mag, wenn sie morgens aufsteht und sich wieder in Erinnerung ruft: Mein Sohn, der ist Bischof! Richtiger katholischer Bischof!
genauso denkt Tante Erna muss die Mutter eines Bischofs jeden Morgen denken …
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#4   Romulus   20:32:27 | Dienstag, 7. März 2006
Schade um den Webspace
Schwachsinn. Klerikaler Klatsch und Tratsch.
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#3   catharina   20:23:27 | Dienstag, 7. März 2006
Informationsgehalt
Gerade ein solcher Artikel ist doch einmal eine gute Sache. Wir erhalten einen Einblick ins richtige Leben. Dürfen erkennen, daß die hohen Kirchenmänner auch ganz normale Menschen sind. Daß da eine (Stief-)Mutter im Hintergrund steht, die daran Anteil nimmt. Ja, wir können deren Gefühle ganz lebhaft miterleben. Und spannend ist’s, dann später zu hören, was aus alledem – dem Kardinal, seiner Stiefmutter, deren Auto, den Erwartungen, Hoffnungen, auch Befürchtungen geworden ist.
Danke, kreuz.net! Das ist ein schöner Artikel. Nur bitte beim nächsten Mal ein paar Bilder mehr.
Ich freue mich schon auf den Artikel über die Mutter von Weihbischof Fellay. Die steht ja ganz hinter ihrem Sohn, ist auch für die Tradition. Wie die sich wohl so fühlen mag, wenn sie morgens aufsteht und sich wieder in Erinnerung ruft: Mein Sohn, der ist Bischof! Richtiger katholischer Bischof! Sogar der Nachfolger von Erzbischof Lefebvre!
Ja, darüber hätte man das neue Auto fast vergessen…
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#2   k_c   18:48:55 | Dienstag, 7. März 2006
Die…
…Mutter des Kardinals glaubte, dass er ihr zum Kauf ihres neuen Wagens gratulieren wollte, also frag nicht nach dem Grund. ;-)
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#1   Horst Eckner †   18:31:04 | Dienstag, 7. März 2006
Da stellt sich mir die Frage:
Was ist eigentlich der Informationsgehalt dieser Meldung?
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