Der Modernismus präsentiert die Rechnung
Auf dem letzten Konzil waren die Deutschen Bischöfe die Wortführer der damals siegreichen liberalen Illusion. Jetzt werden sie von der Wirklichkeit eingeholt. Ein Kommentar.

Die finanzielle Krise der christlichen Konfessionen in Deutschland spitze sich dramatisch zu: „Allein in Nordrhein-Westfalen stehen hunderte Kirchengebäude vor dem Aus.“
Was Lumme „finanzielle Krise“ nennt, ist nur der letzte Schritt einer jahrelangen offenen Selbstzerstörung, die von den deutschen Bischöfen tatenlos geleugnet, schöngeredet und als Chance, Aufbruch oder gar Erneuerung hingestellt wurde.
Kritiker, welche die illusionären Wolkenreiter auf den Boden der Wirklichkeit zurückholen wollten, galten als eigentliche Staatsfeinde. Sie wurden verleumdet, ausgegrenzt, lächerlich gemacht und als Vorgestrige in die Verbannung geschickt.
Besonders desolat sei die Situation im Ruhr-Bistum Essen, weiß Lumme:
„96 seiner 355 Kirchen zwischen Duisburg und dem Sauerland will Bischof Felix Genn bis 2008 schließen oder abreißen.“
Darunter befinde sich ein stadtbildprägender historischer Sakralbau im Zentrum von Bochum – die Marienkirche – sowie die bedeutende Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen.
„259 Pfarreien sollen zu 42 Gemeinden mit bis zu 30.000 Mitgliedern zusammengeschlossen werden.“
Nach einer 40jährigen geistigen und geistlichen Umnachtung der Kirche wird die bittere und inzwischen unausweichliche Rechnung präsentiert.
Angesichts der zurückgehenden Zahl von Katholiken und aktiven Priestern sowie drastisch gesunkener Kirchensteuereinnahmen sei man zum Handeln gezwungen, heißt es aus den Diözesen.
Das stimmt. In der Kirche der Geschwister, der Mitbestimmung, der Mündiggewordenen und der Befreiung vom alten Joch herrschen Zwang und Ausweglosigkeit.
Auch das Bistum Aachen werde seinen derzeitigen Bestand von 924 Kirchen nicht halten können, weiß die ‘Westdeutsche Zeitung’: „Wir erwarten in den nächsten sieben Jahren einen Rückgang der Kirchensteuern um 25 Prozent“, sagte ein Bistums-Sprecher.
„Im gleichen Umfang werden wir 25 Prozent der Gebäude dauerhaft schließen oder umnutzen müssen.“
Die ehrlichen Formulierungen aus Aachen klingen wie die Antithese zum ‘Katechismus der Katholischen Kirche’: Die Kirche sei der Ort, wo „der Geist blüht“, werden dort die Kirchenväter zitiert.
Was für eine fromme Illusion. In Aachen und weit darüber hinaus ist die Kirche der Ort, wo die Kirchensteuer das gute und das schlechte Wetter macht.
Selbst im finanziell besser gestellten Erzbistum Köln wurden in den vergangenen 15 Jahren 25 Kirchen zugesperrt.
Wie schlimm die Lage in Deutschland inzwischen ist, beweist die Tatsache, daß sich sogar Politiker der ‘Grünen’ für entwidmete Kirchengebäude einsetzen. Der Grünen-Abgeordnete und ehemalige Bauminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Vesper, erklärte, daß „jede würdevolle Nutzung“ in Betracht komme.
Wie erklärt die ‘Westdeutsche Zeitung’ die Lage?
„Die rigide Rotstift-Politik ist der bisherige Höhepunkt einer seit Jahrzehnten andauernden massenhaften Abkehr der Deutschen von den christlichen Konfessionen“, heißt es dort.
Das ist eine Feststellung, die sich ein Priester oder kirchlicher Mitarbeiter noch heute nicht gefahrlos vor seinem Bischof oder in einer kirchlichen Runde leisten könnte.
Was? War da defätistisch von Massenabfall die Rede?
Nach dem Zweiten Weltkrieg ging jeder zweite Katholik regelmäßig in den Gottesdienst. Derzeit sind es gut 14 überalterte Prozente.
Noch trauriger ist die Situation bei den Protestanten. Dort zeigen sich noch 3,8 Prozent in den Gemeinden. Welche Perspektiven hat da noch der Ökumenismus?
Vierzig Jahre nach Ende des Zweiten Vatikanums betonte die Sprecherin des Bistums Essen:
„Wir stehen mit dem Rücken zur Wand.“
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Montag, 13. März 2006 12:39
Isidor: Maledica – es gibt doch noch Menschen die die Wahrheit sagen
Vergelt’s Gott für Ihre wahren Aussagen MALEDICA. Wir haben in Deutschland die „deutsch-katholische Kirche
„ und nicht die römisch-katholische! Das ist ein kleines aber doch so wichtiges Unterscheidungsmerkmal.
Wichtig ist in Deutschland das Geld was reinkommt in das Unternehmen Kirche und dem Bischof Dr. Felix Genn (Bistum Essen) und den anderen Kirchenfunktionären ihren Thron erhält. Der Humus unter dem Thron ist allerdings „umgekippt“ und st…zum Himmel !
ABSCHAFFUNG der KIRCHENSTEUER in DEUTSCHLAND und zwar SOFORT !
Wichtig ist in Deutschland das Geld was reinkommt in das Unternehmen Kirche und dem Bischof Dr. Felix Genn (Bistum Essen) und den anderen Kirchenfunktionären ihren Thron erhält. Der Humus unter dem Thron ist allerdings „umgekippt“ und st…zum Himmel !
ABSCHAFFUNG der KIRCHENSTEUER in DEUTSCHLAND und zwar SOFORT !
Freitag, 10. März 2006 16:43
Maledica: Verleumdung???
@Sirilo
Mag sein, daß ich eine spitze Zunge bzw. Feder habe,
aber wer Augen hat, der sehe!
Die Stellungnahme unserer „Hirten“ sind hinreichend durch die Medien bekannt!
Und wer Augen hat, der sieht auch die Früchte: gähnende Leere in den Kirchen.
Trotz Anbiederung an die Welt oder gerade deshalb rennen die Menschen weg und die Bischöfe kapieren es nicht.
Immer weiter mit dem gleichen Konzept: Alles katholische niederreißen, immer schön dem Zeitgeist hinterher, bzw 30 Jahre hinterherhinken und dann zu spät kommen, anstatt die ewig gültige Lehre zu verkünden.
Wer heute von morgen ist, der ist übermorgen schon von gestern!
Mag sein, daß ich eine spitze Zunge bzw. Feder habe,
aber wer Augen hat, der sehe!
Die Stellungnahme unserer „Hirten“ sind hinreichend durch die Medien bekannt!
Und wer Augen hat, der sieht auch die Früchte: gähnende Leere in den Kirchen.
Trotz Anbiederung an die Welt oder gerade deshalb rennen die Menschen weg und die Bischöfe kapieren es nicht.
Immer weiter mit dem gleichen Konzept: Alles katholische niederreißen, immer schön dem Zeitgeist hinterher, bzw 30 Jahre hinterherhinken und dann zu spät kommen, anstatt die ewig gültige Lehre zu verkünden.
Wer heute von morgen ist, der ist übermorgen schon von gestern!
Freitag, 10. März 2006 14:46
Sirilo: @Maledica
Sie bemühen sich ja wirklich, der Bedeutung Ihres Nicks („Verleumderin“) gerechtzu werden!
Freitag, 10. März 2006 14:26
Maledica: Gesundschrumpfung
@Organon
Grund für die Gesundschrumpfung ist in allererster Linie die sinkende Bevölkerung im Ruhrgebiet und im Sauerland, die wohl kaum mit den Reformen des II. Vatikanums begründen kann. Das Bistum schrumpft im selben Maße wie die Einwohnerzahlen.
Sie sollten vielleicht nicht den ewiggestrigen Phrasen eines Kardinal Lehmann, etc. hinterherrennen!
Dieser hat auch die Realität völlig aus den Augen verloren!
Deshalb tritt er auch vornehmlich in den weltlichen Medien auf und nicht mehr in der Kirche. Dieser labert auch davon, das eigene katholische Profil ja nicht zu zeigen. Dieser jubelt auch über einige wenige Wiedereintritte die mit unzähligen Kirchensteuergeldern über [link]www.mach-dich-auf-und.com[link] finanziert wird. Die Früchte sind jedoch sehr kläglich. Über den Jubel, daß die Leute vermehrt wieder eintreten, verschweigt er die Tatsache, daß die Zahl der austretenden weitaus höher ist, wenngleich leicht rückläufig. Aber mit Verdrehung der Tatsachen kennt sich unser Episkopat ja aus. Die wollen ja auch keine frommen Jungs, sondern Fußballspieler zu Priestern. Und da nach Ansicht vieler Bischöfe die Kirche lediglich ein Unternehmen ist, muß man auch mit Plakaten statt dem katholischen Glauben werben.
Die Früchte sind aber schon längst verdorrt!
Nur leider werden die Bistümer noch weiterhin mit meinen Kirchensteuergeldern gegossen
Grund für die Gesundschrumpfung ist in allererster Linie die sinkende Bevölkerung im Ruhrgebiet und im Sauerland, die wohl kaum mit den Reformen des II. Vatikanums begründen kann. Das Bistum schrumpft im selben Maße wie die Einwohnerzahlen.
Sie sollten vielleicht nicht den ewiggestrigen Phrasen eines Kardinal Lehmann, etc. hinterherrennen!
Dieser hat auch die Realität völlig aus den Augen verloren!
Deshalb tritt er auch vornehmlich in den weltlichen Medien auf und nicht mehr in der Kirche. Dieser labert auch davon, das eigene katholische Profil ja nicht zu zeigen. Dieser jubelt auch über einige wenige Wiedereintritte die mit unzähligen Kirchensteuergeldern über [link]www.mach-dich-auf-und.com[link] finanziert wird. Die Früchte sind jedoch sehr kläglich. Über den Jubel, daß die Leute vermehrt wieder eintreten, verschweigt er die Tatsache, daß die Zahl der austretenden weitaus höher ist, wenngleich leicht rückläufig. Aber mit Verdrehung der Tatsachen kennt sich unser Episkopat ja aus. Die wollen ja auch keine frommen Jungs, sondern Fußballspieler zu Priestern. Und da nach Ansicht vieler Bischöfe die Kirche lediglich ein Unternehmen ist, muß man auch mit Plakaten statt dem katholischen Glauben werben.
Die Früchte sind aber schon längst verdorrt!
Nur leider werden die Bistümer noch weiterhin mit meinen Kirchensteuergeldern gegossen
Freitag, 10. März 2006 14:05
Isidor: ORGANON – Bitte nicht lügen !
Wer sich wohl hinter ORGANON verbergen mag?…ist es der Propst von Bochum-Propstei, oder doch eher der
stellvertretende Vorsitzende des ehemailgen Pfarrgemeinderates der Marienkirche Bochum-Mitte? …oder
doch ein anderer Kirchenfunktionär, der die Gebote auch nicht kennt?
Sind Sie bitte vorsichtig sich in die Nähe der Marienkirche Bochum Mitte zu begeben ORGANON, nicht das sich das Kirchengebäude noch wehrt und über Ihnen zusammenstürzt, obwohl es sich in „baulich einwandfreiem, guten bis sehr gutem Zustand befindet“ – so laut Herrn Propst Bittern im Jahre 2003!
Bitte das 8. Gebot mal nachlesen! …es gibt 10 an der Zahl !
Sind Sie bitte vorsichtig sich in die Nähe der Marienkirche Bochum Mitte zu begeben ORGANON, nicht das sich das Kirchengebäude noch wehrt und über Ihnen zusammenstürzt, obwohl es sich in „baulich einwandfreiem, guten bis sehr gutem Zustand befindet“ – so laut Herrn Propst Bittern im Jahre 2003!
Bitte das 8. Gebot mal nachlesen! …es gibt 10 an der Zahl !
Freitag, 10. März 2006 10:01
Dr. Otterbeck: Antimodernisteneid
Der berühmte Satz, dass sich der römische Papst mit der Moderne anfreundet, ist keine Aussage des II.
Vatikanum, sondern unter Nr. 80 im Syllabus von 1864 verurteilt worden. Pius IX. verurteilte jedoch Zeitirrtümer,
keine „ewigen Irrtümer“. Zeitirrtümer sind veränderlich und die Zuverlässigkeit des Petrusamtes besteht
im wesentlichen darin, ein Wort je in die Zeit sagen zu können, notfalls sogar unfehlbar wie Pius XII.
1950 (Die Assumpta ist das Wort an unsere Zeit!) –- und wahrscheinlich ebenso richtig Paul VI. 1968.
Die Moderne vor 1914 war sich selbst genug, seit 1918 ist sie in höchster Gefahr. Deshalb konnte die Kirche nicht anders, als eine große Anstrengung zu unternehmen, um Jesus ähnlicher zu werden, „in nomine Domini“, selbstloser, kommunikativer. „Die Arbeit beginnt heute und hört nicht mehr auf“ (Paul VI., Ecclesiam Suam, 1964). Ein Freund der Moderne ist Petrus deshalb lange nicht geworden, sondern ihre einzige Hoffnung nach dem Zusammenbruch des optimistischen Humanismus eigenen Rechts. Die kritische Distanz ist aber kein pharisäischer Selbstzweck, sondern ein Schlüssel zu mehr iustitia et caritas.
Die Moderne vor 1914 war sich selbst genug, seit 1918 ist sie in höchster Gefahr. Deshalb konnte die Kirche nicht anders, als eine große Anstrengung zu unternehmen, um Jesus ähnlicher zu werden, „in nomine Domini“, selbstloser, kommunikativer. „Die Arbeit beginnt heute und hört nicht mehr auf“ (Paul VI., Ecclesiam Suam, 1964). Ein Freund der Moderne ist Petrus deshalb lange nicht geworden, sondern ihre einzige Hoffnung nach dem Zusammenbruch des optimistischen Humanismus eigenen Rechts. Die kritische Distanz ist aber kein pharisäischer Selbstzweck, sondern ein Schlüssel zu mehr iustitia et caritas.
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