Asiatische Religionen
Was denken Sie über den Hinduismus?
Im Jahre 1989 sprach Mutter Teresa von Kalkutta mit dem US-Wochenmagazin ‘Time’. Dabei sprach sie auch über ihr Verhältnis zur Mission und zu anderen Religionen.
(kreuz.net) Im September 1997 starb Mutter Teresa von Kalkutta. Sie hinterließ eine Kongregation mit 4.000 Schwestern, die in 123 Ländern tätig sind.

Time: Was haben Sie heute morgen getan?

Mutter Teresa: Ich habe gebetet.

Time: Wann haben Sie begonnen?

Mutter Teresa: Um 4.30 Uhr.

Time: Und nach dem Gebet?

Mutter Teresa: Wir versuchen während der Arbeit zu beten, indem wir die Arbeit mit Jesus, für Jesus, auf Jesus hin verrichten. Das hilft uns, unser ganzes Herz und unsere Seele in die Arbeit hineinzulegen. Die Sterbenden, die Krüppel, die psychisch Kranken, die Ungewollten, die Ungeliebten sind Jesus in einer versteckten Form.

Time: Die Menschen kennen Sie als eine Art religiöser Sozialarbeiter. Werden die geistlichen Grundlagen Ihrer Arbeit verstanden?

Mutter Teresa: Ich weiß es nicht. Aber ich gebe den Menschen eine Chance zu kommen und die Armen zu berühren. Jeder muß das erfahren. So viele junge Menschen verlassen alles, um genau das zu tun. Das ist etwas völlig Unglaubliches in dieser Welt, nicht wahr? Und dennoch ist es wundervoll. Unsere Freiwilligen kehren als andere Menschen zurück.

Time: Macht die Tatsache, daß Sie eine Frau sind, Ihre Botschaft besser verständlich?

Mutter Teresa: Ich habe nie so gedacht.

Time: Aber glauben Sie nicht, daß die Welt besser auf eine Mutter anspricht?

Mutter Teresa: Nicht wegen mir sprechen die Menschen an, sondern wegen dem, was wir tun. Früher sprachen die Leute viel über die Armen. Aber jetzt sprechen die Menschen mehr und mehr zu den Armen. Das ist ein großer Unterschied. Das hat unsere Arbeit bewirkt. Die Gegenwart der Armen ist jetzt bekannt, besonders die Gegenwart der Ärmsten der Armen, der Ungewollten, der Ungeliebten, um die sich niemand kümmert. Vorher kümmerte sich niemand um die Menschen auf der Straße. Wir haben 54.000 Menschen von den Straßen Kalkuttas aufgelesen und 23.000 sind in diesem einen Zimmer [in Kalighat] gestorben.

Time: Warum waren Sie so erfolgreich?

Mutter Teresa: Jesus hat sich selber zum Brot des Lebens gemacht, um uns Leben zu geben. Das ist der Ort, wo wir den Tag mit der Messe beginnen. Und wir beenden den Tag mit der Anbetung des Allerheiligsten. Ich glaube nicht, daß ich diese Arbeit auch nur eine Woche lang tun könnte, wenn ich nicht jeden Tag vier Stunden beten würde.

Time: Demütig wie Sie sind, muß es eine außerordentliche Angelegenheit sein, in der Welt ein Werkzeug der göttlichen Gnade zu sein.

Mutter Teresa: Aber es ist Sein Werk. Ich glaube, Gott will seine Größe zeigen, indem Er das Nichts benützt.

Time: Sind Sie ein Nichts?

Mutter Teresa: Ich bin mir dessen gewiß.

Time: Glauben Sie, daß Sie keine besonderen Qualitäten besitzen?

Mutter Teresa: Das glaube ich nicht. Ich beanspruche keinen Teil der Arbeit für mich. Das ist Sein Werk. Ich bin wie ein kleiner Bleistift in Seiner Hand. Das ist alles. Er sorgt für das Denken. Der Bleistift muß nur die Erlaubnis bekommen, gebraucht zu werden. Nach menschlichen Maßstäben sollte unser Werk eigentlich keinen Erfolg gehabt haben, nicht? Das ist alles ein Zeichen, daß es Sein Werk ist und daß er andere als Werkzeuge benützt – alle unsere Schwestern. Keiner von uns hätte das hervorbringen können. Und trotzdem. Schauen Sie, was Er geleistet hat.

Time: Was ist das größte Geschenk Gottes für Sie?

Mutter Teresa: Die armen Menschen.

Time: Wie sind sie ein Geschenk?

Mutter Teresa: Ich habe durch sie die Möglichkeit, 24 Stunden pro Tag mit Jesus zu sein.

Time: Hier in Kalkutta haben Sie eine wirkliche Änderung hervorgebracht?

Mutter Teresa: Das glaube ich. Die Menschen sind sich der Gegenwart bewußt und auch viele, viele, viele Hindus arbeiten mit uns zusammen. Sie kommen und pflegen die Leute. Sie dienen den Menschen. Jetzt sehen wir nie eine sterbende Person auf der Straße. Das hat ein weltweites Bewußtsein für die Armen erzeugt.

Time: Haben Sie darüber hinaus, daß Sie der Welt die Armen gezeigt haben, der Welt auch eine Botschaft vermittelt, wie man mit den Armen arbeiten soll?

Mutter Teresa: Wir müssen ihnen das Gefühl geben, geliebt und gewollte zu sein. Sie sind Jesus für mich. Daran glaube ich viel mehr als daran, für sie große Dinge zu tun.

Time: Was ist Ihre größte Hoffnung hier in Indien?

Mutter Teresa: Allen Jesus zu geben.

Time: Aber Sie evangelisieren nicht im üblichen Sinn des Wortes.

Mutter Teresa: Ich evangelisiere durch meine Liebeswerke.

Time: Ist das der beste Weg?

Mutter Teresa: Für uns ja. Für jemanden anderen etwas anderes. Ich evangelisiere so, wie Gott es für mich will. Jesus sagte: Geh und verkündige allen Nationen. Wir sind jetzt in so vielen Nationen und predigen das Evangelium durch unsere Liebeswerke. „Durch die Liebe, die ihr füreinander habt, werden sie erkennen, daß ihr meine Jünger seid.“ Das ist unsere Predigt und ich glaube, das ist realer.

Time: Einige unserer Freunde sagen, daß Sie enttäuscht sind, daß Ihr Werk in diesem großen hinduistischen Land nicht mehr Bekehrungen hervorgebracht hat.

Mutter Teresa: Die Schwestern [Missionarinnen der Nächstenliebe] denken nicht darüber nach. Sie wollen nur das Wort Gottes verkündigen. Zahlen haben damit nichts zu tun. Aber die Leute setzen das Gebet in die Tat um, indem sie kommen und den Menschen dienen. Ständig kommen Leute, um zu pflegen und zu dienen. Es sind so viele. Gehen Sie und sehen Sie selber. Überall helfen Leute. Wir kennen die Zukunft nicht. Aber die Türe ist bereits für Christus offen. Es mag vielleicht auf diese Weise keine große Konversion geben, aber wir wissen nicht, was in den Seelen geschieht.

Time: Was denken Sie über den Hinduismus?

Mutter Teresa: Ich liebe alle Religionen, aber ich bin in meine eigene verliebt. Keine Diskussion. Das ist es, was wir ihnen beweisen müssen. Wenn sie sehen, was ich tue, dann verstehen sie, daß ich in Jesus verliebt bin.

Time: Und sie sollten auch Jesus lieben?

Mutter Teresa: Natürlich, wenn sie Frieden wollen, wenn sie Freude wollen, dann müssen sie Jesus finden. Wenn die Menschen durch unsere Liebeswerke bessere Hindus, bessere Moslems, bessere Buddhisten werden, dann wächst etwas anderes in ihnen. Sie kommen näher und näher zu Gott. Wenn sie näher kommen, dann müssen sie wählen.

Auszug aus einem Interview mit Mutter Teresa, das 1989 von Edward W. Desmond für das ‘Time Magazine’ durchgeführt wurde. Teile davon erschienen im ‘Time Magazin’. Das volle Interview wurde in der Wochenzeitung ‘The National Catholic Register’ publiziert.
      
37 Lesermeinungen
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#39   Athanasius   21:00:52 | Dienstag, 14. März 2006
Proselytismus…
…oder Mission?
Aus der Enzyklika schlussfolgere ich nicht, dass die Bekehrung Andersgläubiger in der ‘Konzilskirche’ nicht länger verpflichtet ist, wie Neo-Katholik Höck. Ich schlussfolgere lediglich, dass man Nächsten nicht nur deswegen charitativ wohltun muss, um ihre Seelen zu „gewinnen“, sondern dieses Liebeswerk soll ohne Wenn und Aber für einen jeden geschehen.
Dennoch entbehrt eines der Enzyklika: die wahre Liebe für den Mitmenschen ist vor erst, ja vor der materiellen Hilfe, die geistliche Hilfe, also der katholische Unterricht und die erfolgende Bekehrung zur hl. römisch-katholischen Kirche. St. Vincent a Paulo bekehrte auf der Strasse, während er zugleich wohltat.
Mutter Teresa war aber vom Ökumenismus verwirrt und übergab sich sogar synkretistischen Initiativen, die sehr gefährlich sind. Ein besserer Hindu kommt nicht in den Himmel, denn Pelagianismus können wir Katholiken uns nicht leisten. Nicht nur die Werke rechtfertigen, sondern vorerst der GLAUBE!
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#37   Ansgar   11:09:43 | Freitag, 10. März 2006
@ Tradiland
Vielen Dank!
Das meiste an Ihren Beiträgen taugt wieder mal nichts, aber der Hinweis auf die Nobelpreisrede der Seligen hat mir gestern das Herz erfreut (und gleichzeitig schwer gemacht). Ich kannte die Rede bislang nicht. Wer diese berührenden Worte der heiligmäßigen Frau lesen will:
www.dadalos-d.org/deutsch/Vorbilder/ vorbilder/Theresa/nobelpreis.htm
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#36   Stimme aus dem Tradiland   09:43:44 | Freitag, 10. März 2006
@ Pius X.
Höchst interessante Informationen, die Ihr unten stehendes Posting enthält! Es ist so, wie ich es vermutete: Je mehr man sich mit Mutter Theresa beschäftigt, um so klarer wird ihr subjektivistischer, relativistischer, ökumenistischer, interreligiosistischer und somit letztlich auch modernistischer Glaubensansatz.
Bei Vorhandensein eines Promotor Fidei („Advocatus Diaboli)“ wäre sie sicherlich nicht selig gesprochen worden.
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#35   Pius X.   01:44:17 | Freitag, 10. März 2006
Selige?
Mutter Teresa war m.E. eine sehr fromme Frau. Solche Menschen gibt es aber in allen Religionen. Eine Seligsprechung ist nicht Glaubensverpflichtend. In dem Film, der anläßlich des Nobelpreises mit ihr gedreht wurde, sagt sie 2 Mal: Ich möchte ja nicht, daß die Mohamedaner, Hindus und Bhuddisten Christen werden, sondern daß sie bessere Mohamedaner, Hindus und Bhuddisten werden. Man hörte es im englischen Original und in deutscher Übersetzung. Mit Roger Schutz hatte sie bei dessen Besuch in Kalkutta ein Manifest herausgegeben (war im Fels veröffentlicht), wo sie die protestantische Gnaden- und Rechtfertigungslehre vorbrachte. Sie teilte mit eigener Hand die Kommunion aus, obwohl sie auf die Handkommunion schimpfte.
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#34   Gotthard   23:26:24 | Donnerstag, 9. März 2006
ach Tradi
Wen du verehrungswürdig findest, ist mir ziemlich wurscht. Unsere Mutter Kirche hat Teresa von Kalkutta selig gesprochen. Punkt!!!!!!!!
Eine ganze nichtchristliche Nation war stolz auf diese Frau … jeder in Indien hat gewußt, dass sie eine Christin war. Jeder in Indien wußte was sie tat – und sie hat NIE ein Hehl aus den Quellen gemacht, aus denen sie gelebt und gehandelt hat… Es gab und gibt keine bessere Missionarin!
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#33   Stimme aus dem Tradiland   17:39:12 | Donnerstag, 9. März 2006
Ein Hinweis
Die in diesem Time-Interview wiedergegebenen Worte Mutter Theresas sind nur eine gemäßigte Variante Ihres sonstigen Handelns und ihrer sonstigen Äusserungen über die anderen Religionen. An anderer Stelle hat sie sich deutlicher und das heißt, synkretistischer, geäußert und auch so gehandelt.
Es ist erfreulich, dass es Diskussionsteilnehmer gibt, die Mutter Theresa grundsätzlich gewogen sind, aber zwischen ihrem Wollen, ihrem sozialen Werk, ihrem interreligiösen Werk und ihren Äusserungen unterscheiden, also differenzieren (so u.a. Rudolphus und catharina).
Ich schätze an ihr ihre sehr klare Ablehnung der Abtreibung (da hat sie sich nicht irgendwie mit „Sozialargumenten“ korrumpieren lassen), besonders bei ihrer Ansprache aus Anlaß der Nobelpreisverleihung (kleiner „Betriebsunfall“ für die Freimaurer). Insgesamt ist sie für mich aber keine verehrungswürdige Selige.
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#32   FiliusDei   15:42:33 | Donnerstag, 9. März 2006
@Athanasius
Ihr Kommentar ist sehr wertvoll und voll wichtiger Informationen.
Die Selige als Opfer des Konzils und des Johannes-Paulismus.
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#31   Rudolphus   14:51:42 | Donnerstag, 9. März 2006
@Gotthard
Erklären Sie mir bitte nicht, was ich „in meinen Augen“ sehe und was nicht.
Die Lehre der Kirche gibt das Lehramt vor und nicht irgendein selektiver Bibelprotestantismus.
Zu der von Ihnen angeführten Stelle: Jesus hat sich dieser Frau klar als der Christus bekannt.
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#30   Benedikt   10:34:53 | Donnerstag, 9. März 2006
@ Dr. Otterbeck
Doch doch, ich habe den Beitrag gelesen.
@ Parzifal
Im Übrigen hat Küng nur zu Recht mit seinen Vergleichen der Glaubenskongregation mit Stasi und KGB oder mit seinem Vergleich der Katholischen Kirche mit der Sowjetunion.
Das sind die typsich schwachsinnigen Küng Vergleiche. Gleichzeitig stellen sie eine verwerfliche Verharmlosung der Stasi-Methoden und der Sowjetunion dar. Die Glaubenskongregation hat keine Schlapphüte an jeder Ecke stehen, die alles und jeden kontrollieren. Dem Einfluss der Stasi konnte man sich auch nicht entziehen, im Gegensatz zu dem der Glaubenskongregation: Wer nicht Mitglied der Kirche ist, dem muss sie nicht interessieren. Der Stasi aber war jeder ausgeliefert, ob er nun wollte oder nicht. Die Sowjetunion mit ihren Gulags, Staatsverbrechern mit der Kirche gleichzusetzen zeigt, was für ein arroganter Spinner Küng ist: Denn immerhin ist er Mitglied eben jener Kirche und wird vermutlich immernoch von ihr bezahlt. In Anbetracht solcher und anderer Vorwürfe ist die große Gnade der Kirche gerade an diesem Beispiel erkennbar, denn anderswo wäre Küng längst achtkantig rausgeflogen. Oder glauben Sie, dass der „Spiegel“ einen Redakteur beschäftigen würde, der das Blatt mit der „Jungen Freiheit“ vergleicht? Oder die CDU ein Mitglied, dass die Partei mit der NSDAP vergleicht? Wohl kaum. Küng aber ist trotzdem weiter sogar aktiver Priester! Denken Sie mal darüber nach!
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#29   Parzifal   09:14:31 | Donnerstag, 9. März 2006
Missionierung
bedeutet aber auch immer einen sehr tiefgehenden Bruch mit der Vergangenheit. Im allgemeinen ist es wohl eher so dass durch intensive Missionsarbeit mehr zerstört als aufgebaut wird. Die Völker fallen durch den kulturellen Bruch teilweise um Jahrhunderte zurück. Funktionierende Sozialstrukturen werden zerstört…Also ich persönlich stehe egal welchen Missionierung eher ablehnend gegenüber. Missionare sind mir ziemlich unsympathisch.
Was Hans Küng betrifft, so ist es doch auch so dass diese Website einen solchen „privaten Gott“ propagiert. Hier wird einem reaktionären, erzkonservativen Gott das Wort geredet. Dahinter stehen eher politische Motive. Die jeweiligen Herrschaften fühlen sich in Ständestaat, Mittelalter und Todesstrafe eben wohl. Dann erfinden Sie sich den dazu passenden Gott und geben diese Kreation dann als einzig wahren Glauben aus. Ohne sich einen Deut darum zu scheren was die Katholische Kirche (die offizielle) eigentlich für Positionen vertritt. Wo ist da der Unterschied zu dem was Sie Küng vorwerfen? Küng steht dem Konzil positiv gegenüber und Sie negativ. Wieso soll für Herrn Küng gelten was für Sie offenkundig nicht gilt? Im Übrigen hat Küng nur zu Recht mit seinen Vergleichen der Glaubenskongregation mit Stasi und KGB oder mit seinem Vergleich der Katholischen Kirche mit der Sowjetunion.
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#28   Dr. Otterbeck   08:29:31 | Donnerstag, 9. März 2006
@ Benedikt
Sie sind so schnell mit Ihren Beiträgen, dass meine Antwort an Sie unter „Diese Kirche ist nicht zu halten“ wahrscheinlich unterging. Ihre Bemerkungen hier zu Hans Küng lassen mich aber sinngemäß abermals zustimmen. Der jüngst verstorbene Kardinal Scheffczyk hat schon 1980 definitiv herausgearbeitet, dass der Glaube des Hans Küng weder katholisch noch modern ist, sondern nur selbstbezogene Bequemlichkeit. Wahrscheinlich ist Küng weniger durch doktrinäre Zweifel als durch persönlichen Lebenswandel korrumpiert worden; sehr auffallend zieht er gegen die katholische Moral zu Felde.
Sucht er den gnädigen Gott nach eigenem Bild und Gleichnis –- wie schon viele vor ihm?
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#27   Augustinus   00:45:52 | Donnerstag, 9. März 2006
Ich verstehe nicht ganz
die große Verwirrung über Mutter Teresa’s Zitate. Sie entspricht der Erklärung Dominus Jeses www.vatican.va/…ominus-iesus_ge.html, in der die Einzigartigkeit und die Heilsuniversalitäüt Jesu Christi und der Kirche betont werden. Aber auch in anderen Religionen und Kulturen können kleine Lichtfelder der Wahrheit erkannt werden, die Fülle der Wahrheit finden wir in Jesus Christus und seiner Kirche. Wie konnte der Philosoph Aristoteles die Erlösungsbedürftigkeit der Menschheit erkennen? Durch Betrachtung der Natur des Menschen in einer umfassenden Wissenschaft… Lichtblicke der Wahrheit sehen sogar „überzeugte“ Atheisten (die sind dann immer sehr beleidigt, wenn man sie freundlich darauf hinweist).
Also ich kann das Zitat von Mutter Teresa gut verstehen und ihre Intention nachvollziehen, wirklich alle Menschen zu Christus bringen zu wollen.
LG Augustinus
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#26   catharina   23:15:06 | Mittwoch, 8. März 2006
Christliche Verschiedenheit
Immer hat es innerhalb der Catholica unterschiedliche Formen der Missionierung gegeben. Nicht alle Missionare verfuhrenwie die iroschottischen Mönche. Manche haben, anstatt alte heidnische Heiligtümer zu zerstören, diese vielmehr umgewandelt. Aus Minerva-Tempeln wurden dann Kirchen mit dem Titel „Maria sopra Minerva“ (Rom, Assisi…). Klar war aber immer, das die nichtchristliche Religion – trotz aller logoi spermatikoi – zu überwinden ist.
Innerhalb des Christentums hat es immer (str)engere und weitere Geister gegeben. Man vergleiche doch Tatian mit Justin dem Martyrer, Tertullian mit Clemens von Alexandrien. Das Verbindende: der Glaube an den absoluten Primat Christi, sei es im Sinne einer alle Feinde vernichtenden Herrschaft (Ponam inimicos tuos scabellum pedum tuorum: Ps. 109) oder – „weitere“ Auffassung: – einer anakephalaiosis (Eph 1,10) aller Dinge – und auch der verschiedenen menschlichen Weisheitsformen – unter Christus als dem Haupt.
Der zur „corruptio totalis“-Lehere neigende Protestant (und ebenso z.B. der Jansenist) neigt wohl eher zur ersteren, der Katholik zur letzteren Auffassung.
So wenig mir einzelne Formulierungen Mutter Theresas gefallen, so sehr nehme ich bei ihr doch die typisch kathol. Geisteshaltung war, die nicht überall reinen Widerspruch sieht, sondern instinktiv mit der Analogie rechnet.
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#25   Toby   20:29:43 | Mittwoch, 8. März 2006
Donar-Eiche
Und was ist dann mit dem Hl. Bonifatius, dem Apostel der Deutschen, der – ooh, wie böse! – einfach so die Kultur der Germanen zerstörte und deren Heiligtümer zerstörte …
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#24   Gotthard   20:28:00 | Mittwoch, 8. März 2006
Trampeltier
Franz Xaver spornte seine Jugendlichen dazu an, in möglichst vielen Häusern die Götzenstatuen zu vernichten oder ausser Kult zu stellen.
Dann odch wirklich lieber die Hinwendung zu den Armen und Hilflosen… DAS nenne ich Trampeltier-Missionierung – ohne Respekt vor den Menschen einer anderen Überzeugung.
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#23   deixter   19:38:27 | Mittwoch, 8. März 2006
@Gotthard
keine Alternative, aber einen Zusatz: Sie hätte mehr auch mit Worten für Christus werben sollen und nicht positiv über den Hinduismus sprechen dürfen.
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#22   Gotthard   19:19:34 | Mittwoch, 8. März 2006
@deixter
Die im wahrsten Sinne des Wortes befreiende Wirkung des Christentums zu verkündigen und intensiv zu missionieren.
hast Du eine alternative Methode zu der von Mutter Teresa?
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#21   Athanasius   19:11:48 | Mittwoch, 8. März 2006
„Ihr betet an…
…was ihr nicht kennt“ War das keine klare Absage des Herrn, dass die Sekte der Samaritaner zwar Mitmenschen sind, aber dennoch im Irrtum. Die Logik Gotthards als würde dies „Anerkennung“ darstellen, teilt kein einziger Linguist.
Mutter Teresa war verwirrt. Das geht auch aus ihren Schriften hervor. Die von vor 1965 waren klar, sogar eher sehr streng. Nachher wurde es ganz anders.
Wir wissen aber, dass Mutter Teresa die Nachfolge des Hl. Franz Xaver S.J. leider nicht vollbringt. Franz Xaver spornte seine Jugendlichen dazu an, in möglichst vielen Häusern die Götzenstatuen zu vernichten oder ausser Kult zu stellen.
In anderen Religionen, schon gar nicht im Hinduismus, kommt der Mensch Gott nicht näher, sondern wird er von Ihm entfernt.
Die Verdunklung ist gross. Padre Pio sagte 1967: ‘Ich sehe in diesen letzten Jahren soviele Teufel und Verdunklung, die den Blick auf die Sonne, auf das [auf die Katholische Kirche] verdunklen.’ Auch Mutter Teresa kann verwirrt sein. Rama Coomaraswamy, ein Kardiologe der lange mit ihr in Indien arbeitete, weiss es sogar, obwohl ich im weiteren gar nicht mit diesem Mann übereinstimme.
„Die Götzen der Heiden sind Dämonen.“ – Die Psalme Davids, aus dem „intoleranten“ A.Test.
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#20   deixter   19:03:13 | Mittwoch, 8. März 2006
Hinduismus ist ein ungerechts System
Der Hinduismus mit seinen Kasten ist keine Freund der Armen. Die niedrigste Kaste der „Unberührbaren“ muss oft die demütigsten Arbeiten machen (Kanalreinigung etc.) und muss zumeist getrennt von den höheren Kasten leben. Immer wieder gibt es tätliche Angriffe auf die „Unberührbaren“, wenn sie sich die gleichen Rechte wie die höheren Kasten herausnehmen (z.B. Benutzung des Dorfbrunnens etc.).
Christen tun also gut daran die Botschaft Christi zu verkünden und diese falsche Lehre des Hinduismus zu verurteilen. Natürlich ohne jeden Zwang sondern mit gutem Beispiel.
Das gute Beispiel hat Mutter Theresa in einem bewundernswerten reichen Übermaß gegeben, aber die Behebung des Problems an der Wurzel ist sie nicht konsequent angegangen:
Die im wahrsten Sinne des Wortes befreiende Wirkung des Christentums zu verkündigen und intensiv zu missionieren.
Die Hindus sollen wir lieben und achten, den Hinduismus müssen wir aber verurteilen.
Ist es nicht grausam, wenn man an den Quellen der Wahrheit sitzt, sie aber nicht weitergibt?
Neben aller leiblichen Heilung ist das seelische Heil noch wichtiger!
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#19   Gotthard   18:48:06 | Mittwoch, 8. März 2006
Kopf schüttel
Rudolphus, in Deinen Augen hat auch Jesus einen ungeheuerlichen Fehler begangen, als er der Samariterin am Jakobsbrunnen begegnete und sich mit ihr unterhielt.
Er hat sie nicht davon überzeugt, dass ihr Glaube falsch war …er hat gesagt: „Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen“.
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#18   wolfgang e.   18:00:55 | Mittwoch, 8. März 2006
lieber Rudolphus
Ich schätze deine Meinung in der Regel sehr, aber ich glaube,hier irrst du dich.
Einen anderen Menschen lieben bedeutet doch, ihn so zu lieben, wie er ist, und nicht, wie ich ihn gerne hätte. Ich muss ihn also auch mit seinen Fehlern lieben, selbst dann, wenn ich sie für falsch halte.
Wenn also derjenige, den ich liebe, ein Hindu ist, werde ich um seinetwillen auch den Hinduismus lieben, selbst wenn ich überzeugt bin, dass er falsch und irrig ist, und ich werde aus Liebe mich bemühen, ihn behutsam von seinen Fehlern und Irrtümern wegzuführen.
Auch in der Ehe erkenne ich an meiner Frau Fehler (und sie noch mehr an mir), aber ich darf die Liebe nicht davon abhängig machen, ob sie es schafft, sich zu ändern, ich muss sie lieben, wie sie ist, sonst ist es keine Liebe.
Mutter Theresa hat um Christi Willen die Menschen geliebt wie kaum sonst jemand in unseren Tagen. Kann sie daher nicht mit Fug und Recht sagen, dass sie auch ihre Religionen liebt? Dass sie diese Religionen für falsch hält, verschweigt sie ja keineswegs. Und dass letztlich alle zu Christus finden müssen verheimlicht sie auch nicht. Und dass Christus in seiner Kirche zu finden ist, ist wohl auch ihr sehr klar gewesen.
Dass man ihre Aussagen auch falsch verstehen kann, ist eine andere Geschichte und liegt nicht nur an den Aussagen selbst. Wir Menschen neigen eben dazu, nur dass zu hören, was wir hören möchten…
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#17   Rudolphus   17:19:24 | Mittwoch, 8. März 2006
@Ansgar, Ansgar …
Die sel. M. Theresa war aber auch kein Dummkopf; sie kannte den katholischen Katechismus wahrscheinlich besser als so mancher heutiger Kuriencardinal wie z.B. Walter Kaspar.
Ihr Werk und ihr Missionsorden in Ehren, aber wo ein irriges Zitat selbst einer Seligen gebracht wird – das an den Grundfest des Absolutheitsanspruches der göttlichen Religion rüttelt –, da muß das richtig gestellt werden, denn es könnte suchende Seelen von der Bekehrung in die katholische Kirche abbringen – und diese könnten dann ewig verloren gehen.
Das oberste Gesetz ist das Heil der Seelen.
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#16   Ansgar   17:01:41 | Mittwoch, 8. März 2006
Rudolphus, Rudolphus…
… Mutter Theresa war kein Kurienkardinal mit profunder theologischer Bildung. Sie war eine einfache Nonne! Aber ihr Herz war durchdrungen von glühender Liebe zu Christus. Hier borniert Ihre Urteile über eine Frau, die nur Gutes für Welt und Kirche getan hat, in die Tastatur zu hämmern – hinterfragen Sie mal Ihre Motivation dazu. Und vor allem Ihrem moralischen Status, der Ihnen sowas erlaubt. Komisch, unwillkürlich kommen mir die Pharisäer in den Sinn, die Jesus verbieten wollten, Kranke zu heilen. Weil das auch nicht irgendwelchen Gesetzen entsprach.
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#15   Karim   17:00:30 | Mittwoch, 8. März 2006
Wenn sie näher kommen, dann müssen sie wählen.
Mutter Teresa hat keinen Synkretismus gelehrt, sondern ging davon aus, daß ein Mensch, der sich wirklich bemüht, Gott zu suchen und ihm zu dienen, sein Herz bereitet für die Fülle der Offenbarung, die uns in und durch Christus geschenkt ist. Und bereits die Kirchenväter sprachen von den „Samenkörnern“ des Wortes, die sich bei den Nichtchristen finden. Alles, was eben in anderen Religionen in sich wahr, gut und heilig ist, kann hin zu Gott und seiner Gnade führen.
Wer im Hebräischen beheimatet ist, weiß, daß „dabar“ sowohl Wort als Tat bedeutet. Das heißt: durch ihre Werke der Nächstenliebe hat Mutter Teresa auch gepredigt, Zeugnis gegeben für Christus. Und es ist bekannt, daß viele Leidende und Sterbende noch das Sakrament der Taufe verlangt haben. Und auch den übrigen, die noch nicht zu dieser Einsicht gelangt waren, war sie zumindest eine Hilfe, im Frieden mit Gott zu sterben. Hier tröstet ein Wort Pius IX., der am 7.12.1854 sagte, daß Gott keinen verurteilt, der ohne Schuld nicht katholisch wird.
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#14   Rudolphus   16:12:35 | Mittwoch, 8. März 2006
„Ich liebe alle Religionen“
Diese Aussage ist klar nicht katholisch,
denn könnte man sich vorstellen, daß der Heiland während seiner Erdenzeit gesagt hätte „Ich liebe alle Religionen. Keine Diskussion. Aber ich bin halt in den Gott Israels verliebt“?
Immerhin bewahrt die sel. M. Theresa dennoch den Missionierungsgedanken, trotz dieser objektiv nicht katholischen Aussage, die viele verwirren könnte.
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#13   Gotthard   16:09:58 | Mittwoch, 8. März 2006
Zustimung
an diesem Interview ist kein Jota zu ändern …schöner kann es niemand ausdrücken!
Vielleicht wird in manchen Kreisen auch mal zur Kenntnis genommen, dass Bekehrungen zu Christus nicht machbar sind.
Wer sich der Hilflosen annimmt, nimmt sich immer auch Christus an – begegnet ihm.
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#12   Benedikt   15:48:59 | Mittwoch, 8. März 2006
@ Parzifal
Und wofür gibt es dann Dogmen, Katechismen und Exkommunikationen?
Das betrifft nur die Gläubigen direkt. Wer sich als Gläubiger der Kirche bezeichnen will, der muss logischerweise auch an das Glauben, was diese Kirche lehrt. Andernfalls wäre er eben kein Gläubiger. Sie können ja auch nicht als Sozi das Führerprinzip anpreisen. Dann fliegen Sie da auch raus.
Warum werden Menschen zu Ungläubigen erklärt und getötet wie im Islam
Das müssen Sie schon die Muslime fragen. Viele aber missbrauchen den Namen ihrer Religion für ihre Machtgier. Gäbe es nicht die Religion, dann würden sie diese aben auf andere Weise ausleben.
oder warum wird das Leben von Leuten wie Hans Küng zerstört?
Bitte? Herr Küng ist nicht exkommuniziert, er ist weiter Priester der kath. Kirche mit allen Rechten. Man hat ihm lediglich verboten, im Namen der Kirche Lehren zu verbreiten, die die Kirche nicht vertritt. Die Legitimität dieses Schrittes werden Sie nicht ernsthaft bezweifeln können. Niemand hat das Recht, im Namen einer Kirche/ Partei/Verein Dinge zu verbreiten, die nicht den Auffassungen der jeweiligen Institution entsprechen.
Küng bekam einen ökumen. Lehrstuhl von seiner Uni und sagt heute selber, das Lehrverbot sei für ihn positiv gewesen. Dass die Kirche sein Leben zerstört habe ist daher Quatsch und wird nicht mal von glühenden Küng-Fans behauptet. Solange Leute wie Sie solchen Unsinn verbreiten muss man sich über manches wirklich nicht wundern.
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#11   sttn   15:48:00 | Mittwoch, 8. März 2006

@Athanasius
Für dich mag sie verwirrt erscheinen, aber vielleciht war nicht sie verwirrt, sondern bist Du es? Bitte nehme meine Frage nicht als Beleidigung, sondern eher als eigenen Erfahrungsbericht, denn mir ging es früher selber so wenn ich Mutter Theresa höre. Man neigt schnell dazu diese kleine und demütige Frau zu unterschätzen. Das ist ein großer Irrtum, das was man überbewertet ist der eigene Horizont, der weit davon entfernt ist diese Frau wirklich zu verstehen und korrekt einzuschätzen.
@Peccator
Im Gegensatz zu den meisten Mitteleuropäern kannte diese Frau die anderen Religionen sehr gut. Sei es theologisch, sei es durch gelebten Glauben von Gläubigen die sie kannte. Das was sie sagt nur auf eine Wiederholung von Johannes Paul II zu reduzieren ist eine Pauschalisierung absolut falsch ist.
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#10   Parzifal   15:40:33 | Mittwoch, 8. März 2006
@ Benedikt
Um etwas gemeinsames zu erreichen muss man notwendigerweise seine Meinung zum Besten geben. Diese Meinung kann man wiederum nur aufgrund von Überzeugungen haben. Was sie als Unglück der Welt bezeichnen ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine Grundvoraussetzung für das Entstehen von Gesellschaft.
Und wofür gibt es dann Dogmen, Katechismen und Exkommunikationen? Warum werden Menschen zu Ungläubigen erklärt und getötet wie im Islam oder warum wird das Leben von Leuten wie Hans Küng zerstört? Die sagen doch auch nur ihre Meinung? Wenn alles nur Meinung ist, mit welchem Recht erklärt dann der eine seine Privatmeinung zur Wahrheit und teilt anschließend die Welt in Rechtgläubige und Häretiker ein? Vielleicht ist Gott letztendlich auch nur Meinung oder eine Art Sammelbegriff, das Ergebnis gewisser Denkoperationen deren Richtig- oder Falschheit man empirisch nie wird überprüfen können.
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#9   Ansgar   15:38:57 | Mittwoch, 8. März 2006
@ Parzival
Sie verstehen dieses Forum wieder mal miß. Hier debattieren katholische Leute, die anders als Sie kleinkinderhaftes Geblödel hinter sich gelassen haben und zum Glauben gelangt sind. Debattiert wird darüber, wie man den Glauben am besten schützen kann und was katholisch ist und was nicht. Mutter Theresa ist ein hellstrahlendes Beispiel eines gelungenen katholischen Lebens.
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#8   Benedikt   15:29:08 | Mittwoch, 8. März 2006
@ Parzifal
Woher wollen Sie denn wissen, dass der Katholizismus die wahre Religion ist?
Woher wollen Sie überhaupt wissen dass es Gott gibt?
Wir glauben daran.
Vielleicht wurde die Welt ja auch von einer überdimensionalen Riesenschildkröte mit pinkfarbener Krawatte und grünen Pantoffeln erschaffen?
Vielleicht ist das hier ja alles nur die Matrix, jaja ich weiß…
Das ist letztendlich die Ursache für alles Unglück der Welt: das jeder meint der andere müsse die gleiche Meinung haben wie er selbst.
In einer Gesellschaft ist es üblich, dass ein Konsens eine gemeinsame Zielsetzung besteht. Eine Eigenbrödelei führt zu gar nichts. Um etwas gemeinsames zu erreichen muss man notwendigerweise seine Meinung zum Besten geben. Diese Meinung kann man wiederum nur aufgrund von Überzeugungen haben. Was sie als Unglück der Welt bezeichnen ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine Grundvoraussetzung für das Entstehen von Gesellschaft.
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#7   Parzifal   15:20:49 | Mittwoch, 8. März 2006
Woher wollen Sie denn wissen
dass der Katholizismus die wahre Religion ist?
Woher wollen Sie überhaupt wissen dass es Gott gibt?
Vielleicht wurde die Welt ja auch von einer überdimensionalen Riesenschildkröte mit pinkfarbener Krawatte und grünen Pantoffeln erschaffen?
Die Arbeit von Mutter Theresa ist ja sicher nicht schlecht aber wenn man dann hört wie ein paar kleinkarierte Philister
meinen dieses und jenes in ihrer Ideologie sei nicht in Ordnung…Das ist letztendlich die Ursache für alles Unglück der Welt: das jeder meint der andere müsse die gleiche Meinung haben wie er selbst.
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#6   Evelin   15:03:11 | Mittwoch, 8. März 2006
evangelisation durch caritas
Das glaube ich. Die Menschen sind sich der Gegenwart bewußt und auch viele, viele, viele Hindus arbeiten mit uns zusammen. Sie kommen und pflegen die Leute. Sie dienen den Menschen. Jetzt sehen wir nie eine sterbende Person auf der Straße. Das hat ein weltweites Bewußtsein für die Armen erzeugt.
Das ist großartig. Dafür achte ich sie sehr. Dieses Engagement geht nur aus dem (christlichen) Glauben heraus. Eh klar, dass man niemanden zur Konversion zwingen darf. Aber sie scheint doch einen zu großen inneren Indifferentismus gehabt zu haben, der dann auch nach außen in der Praxis wirken.
Wie viele Menschen haben nach solchen Aussagen (ich nehme an, dass solche Worte auch gegenüber den Schwestern, sonstigen Mitarbeitern und Klienten gebraucht wurden) wirklich die wahre Religion = katholisches Christentum gewählt?
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#4   Ansgar   14:28:20 | Mittwoch, 8. März 2006
Demütige,…
… goldene Worte der Seligen (und eindeutige zudem, benedikt hat Recht). Obwohl hier im Forum sicher wieder einige verkniffene Tastatur-Christen Galle statt Honig daraus saugen werden. Aber Feinde christlicher Nächstenliebe schärfen das Profil. Sie gehören zum Karma.
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#3   Benedikt   14:16:39 | Mittwoch, 8. März 2006
Zitatzusatz
„(…)Sie kommen näher und näher zu Gott. Wenn sie näher kommen, dann müssen sie wählen.“
Aha!
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#2   Peccator   14:12:24 | Mittwoch, 8. März 2006
Wie sollte Mutter Theresa…
auch etwas anderes sagen als das, was Johannes Paul II so oft wiederholt hat: Die Theologie der Allerlösung. Alle Buddhisten, Hinduisten, Moslems etc. müssen bessere Buddhisten etc werden. Zu Christus sich bekehren, der das alleinige Heil ist, das ist nicht mehr erforderlich.
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#1   Athanasius   13:40:24 | Mittwoch, 8. März 2006
Große Frau…
…aber leider vom Neo-Modernismus in der Kirche auch sehr verwirrt. Der heutige Sedisvakantistenpriester Rama Coomaraswamy war einst naher Mitarbeiter von Mutter Teresa, und diskutierte mit ihr über den falschen Ökumenismus. Mutter Teresa war nicht im Stande ihn zu widerlegen, obwohl sie selbst doch vor 1965 massenweise Bekehrungen hervorbrachte.
Ja, auch heiligmäßige Menschen lässt die Verwirrung der Hierarchen faventium haereses nicht unberührt. Laßt uns vor allem ihre praktische Einstellung nachahnen, nicht ihre Verwirrung die u.a. im Mitknien in einem Buddha-Kloster zum Ausdruck kam. Die 3. Welt ist materiell auch unsere Verantwortlichkeit. Das hat Mutter Teresa wenigstens sehr gut verstanden.
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