Demographie
Wo Kinder fehlen, da gedeiht die Sumpfblüte des Egoismus
Verhütung und Abtreibung sind in Deutschland immer noch zwei unantastbare heilige Kühe. Doch auf ihren Hörnern wird der Staat in den sozialen Notstand transportiert.
(kreuz.net) Frank Schirrmacher (46) – Mitherausgeber der ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ – veröffentlichte jüngst ein Buch mit dem Titel: „Minimum. Vom Vergehen und Neuentstehen unserer Gemeinschaft“.

Es geht darin um Ursachen und Folgen des Geburtenrückgangs, um die Mitschuld der Politik und um die Chancen der immer weniger werdenden Deutschen, ihre Identität zu wahren.

Schirrmacher glaubt, daß sich die sozialen Beziehungen der Deutschen zukünftig auf ein Minimum reduzieren und Frauen bei der Umorganisation der Gesellschaft eine „alles entscheidende Rolle“ spielen werden.

Am Montag begann Schirrmacher mit einem Vorabdruck und einem mehrseitigen Interview im Hamburger Wochenmagazin ‘Spiegel’ die Vermarktung seines Buches.

Im Gespräch mit dem ‘Spiegel’ fragt Schirrmacher, wo das Geld geblieben ist, das sich Deutschland dadurch gespart hat, daß weniger Kinder geboren wurden.

Die Antwort: „Es wurde in mehr Urlaub investiert, in die Verringerung der Arbeitszeit, in den Konsum.“

Die damit verbundene Botschaft – Der Siegertyp ist einer, der nicht teilt; wer abgibt, ist der blöde – sei ein verheerendes Signal:

„Menschen sind bereit, Opfer zu bringen, aber sie sind nicht bereit, dann auch noch für objektiv blöd gehalten zu werden.“

Die heutigen Kinder würden jene, die im Alter von ihnen leben wollten, einmal zur Kasse bitten – vermutet Schirrmacher:

„Wir haben mit einer der Urverfassungen der menschlichen Natur herumgespielt und aus dem Kinderkriegen, das eigentlich eine tiefgreifende, elementare, menschliche und ganz individuelle Frage ist, eine ökonomisch und lebenspraktische Vorteilsabwägung gemacht.“

Daß Menschen Kinder bekommen, sei nur so lange ein Naturgesetz, wie die Zahl der Kinder, Geschwister, Cousins, Cousinen und gleichaltrigen Freunde im Verlauf der Sozialisation des Kindes nicht unter ein bestimmtes Minimum sinke. Doch genau das sei jetzt geschehen.

Frank Schirrmacher:
Wir wurden umprogrammiert. Das neue Programm heißt: „Weniger Kinder!“
In Regionen mit wenigen Kindern bekämen solche Kinder auch wiederum weniger Kinder.

Das sei ein staunenswerter Vorgang, der womöglich sogar einer biologischen Umprogrammierung entspreche: „Wir haben jetzt ein völlig neues Programm im Kopf, das wir weitergeben, und das heißt: Weniger Kinder!“

Es gehe in der umprogrammierten Generation nicht mehr um eine Wertefrage. Vielmehr sei etwas verlernt worden. Das werde Folgen haben.

„Wir lasten diesen wenigen nicht nur unsere Schulden auf, wir lassen sie auch verwandtschaftlich allein, sie haben immer weniger Geschwister und Cousins, um sich die Lasten zu teilen.“

Sie würden mit einer alternden Gesellschaft mit vielen Menschen konfrontiert sein, die nie Kinder geboren haben und plötzlich Hilfe brauchen.

Diese Generation werde Schulden materieller und emotionaler Art übernehmen müssen, die sie nicht gemacht hat. Sie sei dazu bestimmt, als wenige für die vielen Alten zuständig zu sein.

Das bedeute, daß sie sich mindestens vierzig Lebensjahre lang Abhängigen zu widmen habe: zuerst den eigenen Kindern, dann den Eltern.

Schirrmacher fragt sich, woher der dafür nötige Altruismus kommen soll:

„Vor allem, da der nächste Verwandte dieser Kinder 30 Jahre älter sein wird.“
      
28 Lesermeinungen
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#32   Elendester Sünder   23:23:07 | Freitag, 10. März 2006
3.000 € brutto = 1.300 € netto und weniger
In der BRD durchaus möglich.
Für die günstigen Steuerklassen gilt folgendes: Bei 3.000,00 Taler brutto gibt es in der Steuerklasse IV, d.h. für Verheiratete, wenn beide Ehegatten Arbeitslohn beziehen, nur etwa 1.700,00 €.
Genausowenig erhält ein Lediger in Steuerklasse I.
Ist in einer Ehe nur der Mann berufstätig (Steuerklasse III), sind es immerhin etwa 2.000,00 fl. netto.
Nicht zu vergessen ist der Arbeitgeberanteil. Den Arbeitgeber kostet dieser Angestellte in jedem Fall etwa 3.700,00 fl. Davon bekommt der Arbeitnehmer nichts mit. Es sei denn er wird arbeitslos, dann wird er feststellen, daß es sich kaum ein Arbeitnehmer mehr leisten kann, ihn einzustellen.
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#31   Kuni   23:14:06 | Freitag, 10. März 2006
Sucht mal nach den Prophezeihungen …von Johannes von Jerusalem
kleiner Auszug:
Wenn das Millennium einsetzt, das auf das Millennium folgt:
5) Verleugnet der Mensch das göttliche Gesetz. Er wird sein Dasein gleich einem Maultier peitschen und lenken wollen. Im Bauch des Weibes wird er das Geschlecht des Säuglings bestimmen. Wird zugleich das nicht gewollte Kind töten. An die Stelle Gottes versucht der Mensch zu treten. Die Reichen rauben das fruchtbare Land und nehmen sich die schönsten Frauen zur Lust. Doch die Niedrigen und Hilflosen werden in Pferchen gehalten wie das Vieh. Wie in Zwingertürmen leben sie in ihren armen Hütten. Ihre Seelen sind von Furcht gepeinigt.
(Manfred Böckl Autor von Prophezeiungen)
– Der Mensch bricht die 10 Gebote. Mißachtet die Natur. Er wird nur auf seinen Vorteil achten, und nur nach seinen Vergnügungen schreien. Die Herrscherklasse wird mit allen Mitteln ihre Ziele durchsetzen wollen. Die Reichen leben in Luxus, ohne Skrupel und Mitleid, nur an sich denkend. Eventuell mit der Gen- Technik kann man das Geschlecht des Kindes Bestimmen. Auch ist heute schon Abtreibung alltäglich. Die Reichen werden immer eingebildeter und verblendender. Sie berauschen sich in ihrer Geldmacht. Die Prostitution ist in unseren Tagen schon unheimlich angewachsen, weltweit werden Menschen von Kidnappkommandos auf Befehl verschleppt, oder die Kinder haben aus Mangel an Arbeit und Einkommen jetzt schon kaum eine andere Chance. Wie soll es NOCH werden.
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#30   Ansgar   16:50:29 | Freitag, 10. März 2006
@ private notes
Ich beziehe mich auf die Gehalts- und Lohnsteuerstrukturerhebungen des Statistischen Bundesamtes.
www.destatis.de/…men/d/thm_loehne.php
Wahrscheinlich stimmen Sie mir zu, daß die Kinderarmut der Familien mit überzogenen Selbstverwirklichungsansprüchen einher geht. Den Menschen ist es ausgetrieben worden, an ihre Nation, ihr Land, ihren Glauben zu denken. Und schließlich auch wahrhaft an sich selbst, denn wer Kinder hat, erfährt das größte Glück, die eigene Bestimmung und nicht zuletzt Gottes Liebe ganz unmittelbar. Das tut der hedonistische Selbstverwirklicher niemals. Er tritt einst kümmerlich vor Gottes Thron.
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#29   private-notes   14:25:48 | Freitag, 10. März 2006
@ ansgar
Der Bruttomonatslohn pro Person liegt in Deutschland bei knapp 3000 Euro durchschnittlich…
Gibt es dazu auch eine Quellangabe, wo auch das Einkommensverhältnis dargelegt wird?
Ein Gruppenleiter beim OBI verdient netto 1000 €, eine Regalbetreuerin beim Aldi 900 €. Das sind Durchschnittsberufe. Wenn ich eine Gehaltsumfrage bei Ärzten, Anwälten, Piloten und Managern mache, werde ich auch auf einen „repräsentativen“ Wert kommen, mit dem sich leicht kritische Argumente aus dem Weg räumen lassen.
Was den Rest Ihrer Argumentation betrifft, rennen sie bei mir offene Türen ein. Zelten ist klasse und amilienurlaube in einem Kloster habe ich noch nicht erlebt, halte ich aber für sehr befreiend und „seelenhygienisch“.
lg
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#28   Ansgar   13:18:28 | Freitag, 10. März 2006
@ private-notes
Bei aller Liebe: 1300 Euro netto, so wenig verdient heute kaum einer. Der Bruttomonatslohn pro Person liegt in Deutschland bei knapp 3000 Euro durchschnittlich. Familien mit Kindern bekommen zzgl. ca. 150 Euro Kindergeld. Davon kann man leben, darf eben nur nicht zweimal im Jahr Urlaub im Ausland machen, sondern stattdessen vielleicht mit den Kindern zelten. Oder eine katholische Familienfreizeit machen. Oder Klosterurlaub für Familien (ist günstig). Oder oder oder. Es geht.
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#27   private-notes   12:32:37 | Freitag, 10. März 2006
@ Stimme aus dem Tradiland
Die Antwort ist simpel: Die dort (vermutlich) funktionierende Randbedienung ist, dass sich die Kinder um die Eltern kümmern, sobald sie in einem Alter sind, in dem sie das verantwortungsvoll tun können.
In unserer mermassten Gesellschaft, die mehr von der Werbeindustrie als von menschlicher Moral gesteuert wird, steht das Wohlergehen der Familie im Vordergrund – Wohlergehen im Sinne von finanzieller, sozialer und gesellschaftlicher Sicherheit und Akzeptanz.
Ich nehme weiter an, dass die Familienstrukturen in denen von Ihnen genannten Ländern wenig Freude am Familienleben bieten – viele Kinder sind sicher viel Segen, ob dort allerdings Eltern ihre Kinder über ihren Wert als Altersvorsorge hinweg auch als Segen empfinden, ist fraglich. Soll ja vorkommen, dass Eltern ihre Kinder bewusst sterben lassen um ein Maul weniger zum stopfen zu haben. Oder verkaufen – zu Sklavenarbeit oder in die auch auf dieser Seite vehement abgelehnte Prostitution.
Allein viele Kinder zu zeugen, wird das Problem in unseren Breiten wohl nicht lösen, denn ein menschenwürdiges Leben ist mehr als ein beseelter und biologischer funktioneller Körper.
Liebe Grüße,
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#26   Stimme aus dem Tradiland   11:49:42 | Freitag, 10. März 2006
private-notes
Ich weiß ja nicht, in welchen Gehalssphären Sie alle hier schweben. Tatsache aber scheint zu sein, dass der durchschnittliche Bürger gar nicht mehr den wirtschaftlichen Rahmen hat, um Familie zu sein.
Wie schaffen es Entwicklungsländer wie Afghanistan und Somalia, wo teilweise sogar Bürgerkrieg und der Zerfall der staatl. Strukturen stattfinden? Dort gibt es im Durchschnitt beinahe 7 Lebendgeburten pro Frau!
Überblick über die weltweiten Fruchtbarkeitsraten im Jahre 2005 …w.welt-auf-einen-blick.de/…uchtbarkeitsrate.php
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#25   private-notes   11:44:06 | Freitag, 10. März 2006
Kinder, eine Mentalitätsfrage?
Mag ja sein. Spielt sicher auch mit. Was aber ganz entscheidend mitschwingt ist, dass sich junge Ehepaare Kinder per Definition nicht leisten können.
Ich weiß ja nicht, in welchen Gehalssphären Sie alle hier schweben. Tatsache aber scheint zu sein, dass der durchschnittliche Bürger gar nicht mehr den wirtschaftlichen Rahmen hat, um Familie zu sein. Bei meinen Eltern ging es noch toll: Vater, Mutter und fünf Söhne. Vater verdiente das Geld, Mutter kümmerte sich um Haushalt und Kinder. Für mich war das ganz normal.
Doch das scheint es heute zumindest aus finanzieller Sicht nicht mehr zu sein. Eltern wollen ja wohl auch ihren Kindern eine soweit wie möglich gesicherte Zukunft bieten.
Bitte wie soll denn das gehen? Er verdient netto 1300 Euro. Und da ist er schon gut. Sie hat keinen Brotberuf mehr, weil sie sich um die Kinder unde den Haushalt kümmern will. Die Wohnung allein kostet 550 Euro, von Auto und Betriebskosten ist da noch gar nicht die Rede, nicht von Kleidung, Schulunterlagen für die Kinder, Landschulwochen, Sonderkurs etc…
Mir scheint eher, dass die wirtschaftlichen Umstände heute den Familiennachwuchs wegkastrieren.
Natürlich kann es auch die Dinks geben: Double Income, No Kids. In welchem Verhältnis die allerdings zu den Ehepaaren stehen, die mit einem Kind an ihre finanziellen Grenzen stißen würden, vermag ich nicht zu sagen.
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#24   Ansgar   11:37:39 | Freitag, 10. März 2006
@ Yersinia
Sie haben Recht, wirtschaftliche Zwänge machen das Kinderaufziehen nicht zur reinen Freude. Jedoch: Viele Menschen sind heute zu faul, bequem, egoistisch und gierig, um den eigenen Reichtum gegen Kinderreichtum einzutauschen. Erst mit Mitte 50 fangen sie dann im Mercedes SL leise an zu weinen, weil sie niemandem die Erfahrungen ihrer Weltreisen weitervermitteln können.
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#23   methusalix †   19:50:48 | Donnerstag, 9. März 2006
@stimme
@ Methusalix und Gotthard: Die unvernünftige Stimme hat den 3-Kinder-Zwangsvorschlag ironisch gemeint. Bitte 1. zwischen den Zeilen lesen und 2. Stimme nicht mit Stimme verwechseln…:-)
Da bin ich ja beruhigt. Manchen Typen hier im Forum würde ich so etwas nämlich durchaus zutrauen.
Von Frauen, die für dieses Thema relativ wichtig sind, haben aber auch Sie nicht, zumindest nicht allzu positiv, gesprochen. Oder sollte ich da auch Ihre feine Ironie überlesen haben? Dann bitte ich um Vergebung!
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#22   Yersinia   19:11:46 | Donnerstag, 9. März 2006
no, gar so wirtschaftskritisch ist die FAZ nicht
und es ist hierzulande wohl in erster Linie die Wirtschaft (mit ihren „Sachzwängen“ und Selbsläufigkeiten), die das Leben der Menschen bestimmt – und damit bekanntlich ganz eindeutig auch die Realisierbarkeit des – in der Tat vorhandenen! – Kinderwunsches; zgl ist bekannt, dass Gesellschaften mit mehr Wohlstand und höherem Bildungsniveau weniger Kinder bekommen, während umgekehrt Gesellschaften, die arm sind (Kindersterblichkeit, Altersvorsorge) und in denen v.a. die Frauen ein geringeres Bildungsniveau haben, eine höhere Geburtenrate haben; dies kann allerdings nicht durch einen einzigen Zusammenhang erklärt werden, sondern ist eben ein komplexes – und damit abhängig vom Beobachtungsstandpunkt – darstellbares Phänomen;
aber wichtiger: wer in diesem Forum hat eigentlich wieviele Kinder?
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#21   Satansbraten   18:41:16 | Donnerstag, 9. März 2006
@ Tradiland
Umso schlimmer. Schauen Sie sich New York an! Und was funktioniert denn in Berlin nicht? Zufällig hab ich Freunde in Berlin und kenne Berlin. Dort funktioniert es auch nicht anders, als in anderen Großstädten. Unruhestifter gibt es auf allen Seiten.
Was wären denn Ihre Wünsche für die Zukunft? Wie sieht Ihr Weltbild aus? Den Islam beseitigen, Buddhismus und Hinduismus gleich mit. ( und die Ostdeutschen, die sowieso nur in Plattenbauten leben und keine Ausbildung haben…) Wir werden ja schließlich infiltriert und müssen nun handeln! Irgendwer meinte was von militärischer Gegenwehr… Und DU sollst nicht töten? Ob das Gott gefallen würde? Wissen Sie was? Sie widern mich an.
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#20   Stimme aus dem Tradiland   18:29:41 | Donnerstag, 9. März 2006
@ Schweinebraten
Ich muß Sie leider enttäuschen: Ich habe einen akademischen Abschluß über dem Bakkalaureat… Multikulti funktioniert nicht, das ist weltweit durchgetestet: Von Anderson in L.A. über die Bronx bis Berlin-Kreuzberg…
@ Methusalix und Gotthard: Die unvernünftige Stimme hat den 3-Kinder-Zwangsvorschlag ironisch gemeint. Bitte 1. zwischen den Zeilen lesen und 2. Stimme nicht mit Stimme verwechseln…:-)
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#19   Gotthard   18:24:08 | Donnerstag, 9. März 2006
Rumänien
Die Folgen habe ich mit eigenen Augen in diversen Kinderheimen gesehen…
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#18   methusalix †   18:21:26 | Donnerstag, 9. März 2006
Hallo Stimme!
Das hat schon einmal jemand versucht:
stimme der vernunft: …
Wäre es da nicht konsequent wenn man gleich 3 Kinder pro Frau gesetzlich vorschreiben würde? Frauen die ohne medizinische Entschuldigung wagen, weniger Kinder zu haben, müssen dafür zwangsweise unentgeltlich Alte pflegen, das würde doch mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, oder?
und ist katastrophal gescheitert!
Guckst Du hier: de.wikipedia.org/wiki/Dekret_770
Warum wundere ich mich eigentlich nicht, dass hier von Frauen wenig, bis gar nicht die Rede ist?
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#17   Satansbraten   18:18:08 | Donnerstag, 9. März 2006
@Die Stimme aus dem Land der Gestrigen
@ Schweinebraten: Stehen die schon vor Wien?
Wenn Sie über Ihren thüring. Plattenbau-Tellerrand hinausblicken, werden Sie feststellen, dass die Türken schon in Norddeutschland angekommen sind.
darauf hab ich nur gewartet. Wenn Sie mir jetzt noch mit Ihrem Soli-Beitrag kommen, sind wir am Tiefpunkt einer jeden Diskussion angekommen! Wahrscheinlich habe ich eine höhere Schul-u. Universitäre Bildung als Sie. Nur dadurch sind ihre verbohrten, verbitterten und intoleranten Aussagen zu erklären. Vermischung der Kulturen: Ohja, die findet sehr wohl statt. Dazu muss ich keinen Moslem heiraten, es reicht, wenn Deutsche in Schweden, Spanien, Frankreich leben. Und umgekehrt diese in Deutschland. Sie sind in Ihrer Einstellung nicht besser als jeder islamische Fanatiker. Und was soll eigentlich das Tradiland sein? Sind dort alle so Vorurteilsbeladen wie Sie? Ostdeutschen, Ausländern und anderen Religionen gegenüber? Ich kann nicht glauben, dass solche Aussagen von Christen akzeptiert werden.
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#16   Sirilo   18:01:37 | Donnerstag, 9. März 2006
Wieviel Kinder hat Herr Schirrmacher?
Meines Wissens hat Herr Schirrmacher selber nur 1 Kind. Möge er doch mit gutem Beispiel voran gehen!
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#15   Stimme aus dem Tradiland   17:55:25 | Donnerstag, 9. März 2006
Von Stimmen und Ideologien…
@ angeblich vernünftige Stimme: … würde das höchstens dazu führen, daß mehr ungewollte Kinder geboren werden
Sie verwechseln ganz klar – was sehr schädlich ist – ungeplant und ungewollt. Ungeplant sind viele Kinder, weswegen sie keineswegs ungewollt sein oder bleiben müssen.
Wäre es da nicht konsequent wenn man gleich 3 Kinder pro Frau gesetzlich vorschreiben würde?
Das nicht. Man sollte aber nicht gesetzlich kinderfeindliches Verhalten unterstützen. Besonders stark derzeit im Pensionssystem, bei der Mehrwertssteuer und bei der Einkommenssteuer.
Frauen … weniger Kinder zu haben, müssen dafür zwangsweise unentgelt. Alte pflegen…
1. kann man Pflege nicht zwangsweise machen; 2. sind die ja meistens berufstätig; 3. haben die das Problem, selbst einmal gepflegt werden zu müssen.
@ Schweinebraten: Stehen die schon vor Wien?
Wenn Sie über Ihren thüring. Plattenbau-Tellerrand hinausblicken, werden Sie feststellen, dass die Türken schon in Norddeutschland angekommen sind.
nicht der gesamte Islam
In Wirklichkeit ist der gesamte Islam eine Kriegserklärung gegen die Christen. Das sieht man auch an den Früchten.
Eine Vermischung der Kulturen wird stattfinden und das ist auch die einzig denkbare Zukunft.
Werden Sie diese Vermischung auch in Ihrer Kleidung und in Ihrm türkischen Ehepartner ausdrücken? Falls nicht, reden Sie bitte nicht so blöd daher!
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#14   stimme der vernunft †   17:26:18 | Donnerstag, 9. März 2006
Stichwort „künstliche“ Verhütung
Es ist ja so, daß bei einer Bereitschaft zu mehr Kindern diese nicht durch die Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln verhindert werden, sprich, die Tatsache, daß Verhütungsmittel frei zugänglich sind, führt ja nicht dazu, daß auch nur ein gewolltes Kind nicht geboren wird, denn es verhütet ja niemand „versehentlich“
Wenn also nun die Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln kritisiert wird, würde das höchstens dazu führen, daß mehr ungewollte Kinder geboren werden
Wäre es da nicht konsequent wenn man gleich 3 Kinder pro Frau gesetzlich vorschreiben würde? Frauen die ohne medizinische Entschuldigung wagen, weniger Kinder zu haben, müssen dafür zwangsweise unentgeltlich Alte pflegen, das würde doch mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, oder?
Muslimische Frauen könnte man ja von der Pflicht ausnehmen.
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#13   Stimme aus dem Tradiland   17:17:43 | Donnerstag, 9. März 2006
Die Fruchtbarkeitsrate in den einzelnen islamischen Staaten ist höchst unterschiedlich!
@ Schirrmacher: Die muselmanische Reconquista hat demografische Ursachen, die Geburtenrate wird in diesen Ländern noch bis ins Jahr 2020 wachsen.
Der gute Mann macht es sich zu einfach. Die islamischen Länder sind extrem unterschiedlich, was ein Blick auf die Tabelle der Fruchtbarkeitsraten (2005) …w.welt-auf-einen-blick.de/…uchtbarkeitsrate.php zeigt.
Danach gibt es mehrere islamische Länder mit negativer (= nicht bestandswahrender) Fruchtbarkeitsrate, darunter einige, die für die Auswanderung nach Europa von Bedeutung sind: Albanien 2,04 Lebendgeburten pro Frau (einziger europ. Staat mit mehr als 2, aber auch nicht bestandswahrend, das ist ab 2,1 bzw. 2,2); Algerien 1,92; Tunesien 1,75; Türkei 1,94 (Überraschung!); Iran 1,82 (die Ayatollahs haben die künstl. Verhütung freigegeben – hier die Früchte!) und Libanon 1,92.
Dass Somalia mit 6,84 und Afghanistan mit 6,75 die höchste Fruchtbarkeitsrate überhaupt haben, ist interessant (redet da wer von sozial. Wohlstand, staatlicher Kinderbetreeung, Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten?), aber für die Auswanderung nach Europa nicht von Belang, zumal Kindersterblichkeit, Krankheiten, Bürgerkrieg die Zahl der Überlebenden einigermaßen drücken.
Es gibt natürlich europanahe islam. Staaten mit eindrucksvoller (vermutl. aber schon abnehmender) Fruchbarkeit: Marokko 2,73; Libyen 3,34; Ägypten 2,88; Gaza-Streifen 5,91; Westjordanland (Westbank) 4,4; Syrien 3,5.
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#11   Satansbraten   16:37:47 | Donnerstag, 9. März 2006
Abschied nehmen von alten Grenzen
Ich bin wieder mal beeindruckt… Deutschland blutet aus, das Volk der Deutschen wird verschwinden…Unsere Identität geht verloren. Am besten, wir mauern uns ein!
Mir ging es nicht darum, den Vormarsch des Islams zu bewerten, nur, ihn festzustellen. Gegen diesen Vormarsch, der das Ende Europas wäre – denn Europa definiert sich kulturell, nicht geographisch – brauchen wir zweierlei: eine militärische Abwehroption und eine geistige Wende. Das Ende Europas? Ja hat uns denn jemand den Krieg erklärt? Stehen die schon vor Wien? Meine Güte, Christen neigen offenbar zur Paranoia… Einzelne Fanatiker erklärten der westl. Welt den Glaubenskrieg, nicht der gesamte Islam. Nehmt Abschied von den alten Grenzen, wir sind Europäer. Eine Vermischung der Kulturen wird stattfinden und das ist auch die einzig denkbare Zukunft. Dann verlieren wir halt ein Stück Identität, dafür gewinnen wir eine neue dazu.
Hach ja, und wieder ist der weibliche Egoismus schuld…
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#10   bonifatius   16:20:16 | Donnerstag, 9. März 2006
Mk28:nicht „westliche Kultur“ sondern Treue zum alten Glauben
Bin mit manchem einverstanden. Doch Neokanservativismus ist’s auch nicht! Wir müssen zurück ad fontes, zu den Quellen, dem Dakalog als Wegweiser zu Gott und Christus.
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#9   Evelin   15:57:49 | Donnerstag, 9. März 2006
Hoffnung
„Menschen sind bereit, Opfer zu bringen, aber sie sind nicht bereit, dann auch noch für objektiv blöd gehalten zu werden.“
WIE WAHR!
So, wie andere ihre prägenden Kindheitserlebnisse nicht vergessen können, werde ich nie vergessen, wie schief oder bestenfalls mitleidig wir von anderen Leuten, auch Lehrern (jetzt gibt es aber weniger Schulkinder) angeschaut wurden. Nur – nützt mir die späte Genugtuung auch nichts mehr.
Benedikt hat recht. Es ist vor allem eine Wertefrage, eine Mentalitätsfrage, weniger eine wirtschaftliche Frage.
Mehr Hoffnung braucht auch einen dementsprechenden Unterbau.
Kein muslimischer Einwanderer hat je Deutschen oder sonstigen Europäern das Kinderbekommen untersagt.
Warum aber wird eigentlich nicht Einwanderung aus Mittel- und Südamerika gefördert?
Was die noch kommende Frage der (zukünftigen) Senioren betrifft, wäre ein bisschen weniger Panikmache angebracht: es ist ja nicht so, dass alle alten Menschen ab 65 sofort bettlägerig werden. Diese Panikmache scheint mir manchmal sehr verdächtig – mir kommt es vor wie seinerzeit die Rede von der angeblichen „Bevölkerungsexplosion“.
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#8   MK28   15:47:46 | Donnerstag, 9. März 2006
Kampf der Kulturen
@Bonifatius: Mir ging es nicht darum, den Vormarsch des Islams zu bewerten, nur, ihn festzustellen. Gegen diesen Vormarsch, der das Ende Europas wäre – denn Europa definiert sich kulturell, nicht geographisch – brauchen wir zweierlei: eine militärische Abwehroption und eine geistige Wende.
Das einzige Konzept, das derzeit realistisch diese beiden Punkte erfüllt und v.a. mehr ist als eine Illusion ist der Neokonservatismus. Nur an den will bei kreuz.net komischerweise keiner, lieber lamentiert man gegen Israel oder den US-Präsidenten. Aufwachen, Freunde!
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#6   bonifatius   15:23:46 | Donnerstag, 9. März 2006
@Mk28
So einfach ist das…„dann wird eben durch Einanderung aus anderen Kulturkreisen, vornehmlich wohl aus dem Islam, unser Land aufgefüllt werden“. Das wollen sie und wir doch sicher nicht!
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#5   stimme der vernunft †   15:14:04 | Donnerstag, 9. März 2006
Mal ne Frage:
Hat eigentlich jeder der Poster, die über den Verfall der westlichen Zivilisation klagen, mindestens 3 Kinder?
Wenn nicht, mit welcher Rechtfertigung?
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#3   Benedikt78   14:52:03 | Donnerstag, 9. März 2006
Stimmt schon
Der Analyse kann ich zustimmen. Nur bringt es nicht, wenn man nur den Ist-Zustand beschreibt. Das ist wie bei einem Hungernden, dem man vom Essen erzählt. Ja mein Gott, was bringt das? Nicht viel! Es ist schon mal toll, dass man das Thema behandelt. Aber was wir brauchen sind Lösungen.
Meine Meinung: Kinder sind Ausdruck der Hoffnung, des Optimismus und einer gesunden Zukunft. Diese sind den Menschen in Europa abhanden gekommen.
Leerer Raum wird ausgefüllt. Ob es sich um Menschenleeren oder Religionsleeren Raum handelt. Wie will der Liberalismus oder der Sozialismus, die genau diese Leere geschaffen haben, hier eine Lösung anbieten?
Was wir brauchen ist eine geistige Renaissance. Nicht mehr und nicht weniger!
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#2   MK28   14:44:18 | Donnerstag, 9. März 2006
Schirrmacher
Der Fehler der Schirrmacherschen Analyse ist, daß sie davon ausgeht, daß nach uns nichts kommt. Er übersieht, daß Europa bei Wegbrechen der westlichen Kultur aus den von ihm beschriebenen Gründen dann eben durch Einanderung aus anderen Kulturkreisen, vornehmlich wohl aus dem Islam, aufgefüllt werden wird.
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