US-Bischöfe beim Ad-Limina-Besuch + Pilgersturm in Mexiko + Kirche als Wurzel der Gewalt? + Exorzieren will gelernt sein + 60.000 km Dankeswallfahrt
US-Bischöfe beim Ad-Limina-Besuch Vatikan. Papst Johannes Paul II. empfing gestern eine Gruppe von nordamerikanischen
Bischöfen zum Ad-Limina-Besuch. Das berichtete Radio Vatikan. Der Ad-limina-Besuch (lateinisch: „zur
Schwelle“) ist die ordentliche Unterredung, zu der sich alle Bischöfe der Welt alle fünf Jahre zum Papst
begeben. Wegen ihrer großen Anzahl reisen die US-Bischöfe nicht geschlossen, sondern in Gruppen nach
Rom. In seiner Ansprache bat der Papst die Prälaten, aktiver zu werden. Die Kirche der USA habe sich
in der letzten Zeit [wegen der Mißbrauchsskandale] um sich selbst kümmern müssen. Sie dürfe darüber
nicht die notwendige Neuevangelisierung vergessen. Der Heilige Vater bejahte die Entschiedenheit des US-Episkopates,
sich den gegenwärtigen schwierigen pastoralen Herausforderungen zu stellen. Die Kirche der USA solle
aber auch ihre Schäfchen mit neuem missionarischen Eifer zu sich rufen.
Pilgersturm in Mexiko
Mexiko.
Der weltweit größte Wallfahrtsort Guadalupe in Mexiko City erwartet in diesen Tagen über 10 Millionen
Pilger. Vorgestern, am 9. Dezember war der Gedenktag des heiligen Juan Diego. Juan Diego war der kleine
Indio, der 1531 in einer Vision die Muttergottes sah. Diese Erscheinungen führten in Mexiko zu Massenkonversionen.
Am 12. Dezember – morgen – folgt das Fest der Jungfrau von Guadalupe, der Schutzpatronin Amerikas. Der
12.12. des Jahres 1531 ist der Tag, an dem die Muttergottes ihr Bild auf den Mantel von Juan Diego prägte.
Dieses weltberühmte Bild ist heute im Zentrum der anschließend gebauten Basilika von Guadalupe. Die
Basilika in Guadalupe ist größer als der Petersdom.
Kirche als Wurzel der Gewalt?
Polen. Die Beauftragte
der polnischen Regierung für Gleichberechtigung, Magdalena Sroda, hatte vergangenen Donnerstag bei einer
Konferenz in Stockholm/Schweden für Medienrummel gesorgt. Sie behauptete, es gebe eine direkte Verbindung
zwischen der katholische Kirche, ihrem Einfluß auf das öffentliche Leben und der Gewalt gegenüber Frauen.
Magdalena Sroda wurde für diese diskriminierenden Äußerungen heftig kritisiert und hat deshalb dem
polnischen Ministerpräsidenten Marek Belka ihren Rücktritt angeboten. Magdalena Sroda unterrichtet Philosophie
an der Universität Warschau und ist seit vier Monaten in ihrem Amt. Der Weihbischof von Sosnowiec/Schlesien,
Tadeusz Pieronek (70), kommentierte: Srodas Männerbild sei das eines knöchrigen mittelalterlichen Spießbürgers.
In Polen sind gegenwärtig die Ex-Kommunisten an der Macht.
Exorzieren will gelernt sein
Rom. Vergangenen
Donnerstag gab die Universität „Regina Apostolorum“ in Rom bekannt, einen Satanismus- und Exorzismuskurs
anbieten zu wollen. Die Vorlesung richtet sich an Priester und Theologiestudenten. Regina Apostolorum
ist eine päpstliche Hochschule in der Trägerschaft der Legionäre Christi. Dieses Jahr stand Italien
unter Schock, weil zwei jugendliche Mitglieder der Heavy Metal Band „Beasts of Satan“ (Biester des Teufels)
durch die restlichen Bandmitglieder als Menschenopfer dargebracht wurden. Derartige Verirrungen seien
ein dringender Aufruf, das unterschätzte Problem des Satanismus ernstzunehmen, meinte die Hochschule
in einer Stellungnahme. Der zweimonatige Kurs wird nächsten Februar beginnen.
60.000 km Dankeswallfahrt
Spanien. „Wenn ich überlebe, verspreche ich Dir, Pilger auf der ganzen Welt zu werden.“ Dieses Gelübde
legte der ehemalige Seemann José Antonio Garcia vor einigen Jahren ab. Damals erlitt er in Norwegen Schiffbruch.
Beim Unglück starben 16 Seeleute: „Neun Stunden war ich alleine mit den Leichen meiner zwei Kollegen.
Damals habe ich der Muttergottes vom Berg Karmel, unserer Patronin, dieses Gelübde gemacht.“ Der spanische
Matrose hat sein Versprechen gehalten. Seit seiner Rettung hat er als Pilger 60.000 km hinter sich gebracht.
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Polen ist nicht wie der Rest Europas Die hl. Kirche ist wohl kaum als Wurzel der Gewalt in Polen anzusehen.
Wurzeln unsagbarer Gewalt wären eher in der polnischen Geschichte und in der nationalen Einheitswerdung
auszumachen, die ja bis heute geschickt in aller Welt als beispielloser Kreuzweg dargestellt werden. In
welchem Land (außer noch der Tschechei und der Türkei) wäre es heute noch möglich, daß die jahrelangen
Nachkriegs-KZ-Greuel gegen die deutschen Civilisten totgeschwiegen werden, oder wo wäre es möglich,
daß der Landraub Ostdeutschlands samt Raubzug und Völkermord an den dort damals lebenden Deutschen noch
heute als legitime Heimhol- und Verteidigungsaktion gilt. Daß der höchste polnische Klerus in dieses
himmelsschreiende Unrecht verwickelt war, wurde bis heute nicht aufgearbeitet, ebensowenig wie irgendeine
andere polnische Untaten, zum Beispiel das Massaker an den Juden bereits nach Kriegsende. Schon die polnische
Nationalhymne ist eine unaussprechliche Gewaltverherrlichung. Ebenso die unverfrorene Forderung des polnischen
Parlamentes nach deutschen Reparationen ist ein Schlag in das Gesicht der um Frieden bemühten Leute,
weiters das Erheben eines imaginären Anspruchs auf das zur Zeit russische Nordostpreußen. Eine so kriegerisch
denkende Nation verwundert mich nicht, daß sie es eines der wenigen Staaten außerhalb der USA gewesen
wäre, in denen Bush gewählt worden wäre. Überall anders – außer in den US-colonisierten Philippinen –
wäre Kriegszündler Bush chancenlos gewesen. Buchempfehlung: Udo Walendy, „Wahrheit für Deutschland“
(Der Weg zum II. WK)