Die deutschen Katholiken werden vermutlich schon bald verstehen, warum die Kirche erwerbstätige verheiratete Frauen früher als „begründungspflichtigen Sonderfall“ betrachtet hat.
(kreuz.net, Berlin) Wer meine, das Ideal der Mutter, die als Familienfrau zu Hause bleibe und sich um
ihre Kinder kümmere, während der Mann sich um das Einkommen sorge, gehöre zum Wertesystem der katholischen
Kirche, hat sich geirrt, berichtete die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ am 10. Februar 2006.
Drei Tage
vorher war der Erzbischof von Berlin, Georg Kardinal Sterzinsky, in der Berliner ‘Katholischen Akademie’
auf Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) getroffen.
Kardinal Sterzinsky ist der Vorsitzende
der „Kommission Ehe und Familie“ der Deutschen Bischofskonferenz.
Ein „zielsicherer Einwurf“ des Laienvertreters
der deutschen Katholiken, Hans Joachim Meyer, habe den Kardinal bei dieser Gelegenheit aus der Reserve
gelockt.
Meyer beklagte, daß die Kirche erwerbstätige Frauen viel zu lange als „begründungspflichtigen
Sonderfall“ behandelt habe. Darum sei vielen Frauen das Wahlrecht zwischen Berufstätigkeit oder reiner
Familienarbeit verwehrt geblieben.
In seiner Antwort habe sich Kardinal Sterzinsky gar nicht erst bemüht,
dem Vorsitzenden des ‘Zentralkomitees der deutschen Katholiken’ zu widersprechen.
Zwar sei „das alte
Modell“ über Generationen verbreitet worden, und sehr viele hätten sich damit wohlgefühlt, meinte der
Kardinal nach Angaben der ‘Frankfurter Allgemeinen’.
Doch die Kirche habe nicht erst mit dem Auftreten
der personifizierten Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Gestalt von Frau von der Leyen eine andere
Position bezogen.
Kardinal Sterzinsky zitierte aus dem Stand ein Sozialwort der deutschen Bischöfe aus
dem Jahr 1996.
Darin wird die Freiheit von Vätern und Müttern gefordert, Beruf und Familie nach eigenen
Vorstellungen zu verbinden: „Ob sich das schon ausreichend herumgesprochen hat, weiß ich nicht“, fügte
der Kardinal hinzu.
Für die Erfüllung der familiären Pflichten bot der Kardinal eine einfache Lösung.
Auf die Ehepartner bezogen meinte er: „Die sollen das teilen, wie sie wollen.“
Selbst Betreuung vom ersten
Lebensjahr an müsse „gar nicht schlimm“ sein.
Da blieb sogar der Familienministerin die Spucke weg.
An Kardinal und Publikum gerichtet meinte sie, daß achtzig Prozent der Frauen zwischen 25 und 40 Jahren
inzwischen erwerbstätig seien:
„Es wird nicht die Frage sein, ob Frauen arbeiten, sondern nur, ob Kinder
Teil ihres Leben sind oder nicht.“
Eine offensichtliche Schlußfolgerung, mit welcher der aufgeschlossene
Kardinal aber vielleicht trotzdem nicht gerechnet hat.
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14 Lesermeinungen
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@ miroguh Kath.Net beschränkt wohl die Zeichenanzahl, … (bitte die beiden Zeilen zusammenfügen, kath.net
hat wohl auch eine Zeilenbegrenzung) Bitte nicht immer „kath.net“ schreiben, wenn kreuz.net gemeint ist.
Es besteht keinerlei Identität zwischen den beiden Internet-Webseiten.
an Abu Kath.Net beschränkt wohl die Zeichenanzahl, deswegen kompletter Artikel unter www.wikiwelt.de/index.php/
Was%2C_Kinder_haben_wollen_Sie_auch (bitte die beiden Zeilen zusammenfügen, kath.net hat wohl auch eine
Zeilenbegrenzung) Abu schrieb: „„Uff“, muß ich erst einmal rufen, denn hier ist ja eine fröhliche Mehrheit
beisammen, die den Kindern ihre Mama wünscht und nicht verschiedene Abstellgleise!“ Ich verstehe nicht
ganz, worauf Du hinaus willst. Ich denke, jeder vernünftige Mensch ist für eine Kindererziehung, die
den Kindern eine möglichst große Entfaltungsmöglichkeit und Chancengleichheit liefert. Nur, wie dies
zu erreichen ist – darüber darf es natürlich verschiedene Meinungen geben. „@miroguh: Die Folgen v.a.
der kollektiven Fremdbetreuung kann man nachlesen bei Christa Meves, und zwar nicht i. S. eines Pamphletes
aus reaktionärer Gesinnung, sondern gestützt von der empirischen Forschung. Selbst die FAZ hat in einem
Leitartikel jüngst auf diese Erkenntnisse verwiesen. Kurz: Es schadet.“ Meinst Du diese Christa Meves?:
www.christa-meves.de/ Auf ihrer Webseite konnte ich leider keinen Link zu einem anerkannten refereed Journal
erkennen. Möglicherweise findet sich dies in ihren Büchern – die sind mir aber leider nicht zugänglich.
Ich würde jetzt aber mal vermuten, daß es extrem schwierig sein dürfte, solche Thesen zu belegen. Du
kennst nicht zufällig Untersuchungen in der Richtung? …
@miroguh: Fremdbetreuungsfolgen „Uff“, muß ich erst einmal rufen, denn hier ist ja eine fröhliche Mehrheit
beisammen, die den Kindern ihre Mama wünscht und nicht verschiedene Abstellgleise! @miroguh: Die Folgen
v.a. der kollektiven Fremdbetreuung kann man nachlesen bei Christa Meves, und zwar nicht i. S. eines Pamphletes
aus reaktionärer Gesinnung, sondern gestützt von der empirischen Forschung. Selbst die FAZ hat in einem
Leitartikel jüngst auf diese Erkenntnisse verwiesen. Kurz: Es schadet. Meines Erachtens muß ein Kind
sich zu artikulieren wissen und es muß das wollen, bevor man es in andere Hände gibt. Und die Eltern
haben die Pflicht zur Erziehung, nicht Deligierte. V.a. sollte man sein innerstes Gefühl nicht wegdrücken,
das einem sagt: Das kleine Menschlein braucht Mama und Papa, Zuwendung, Vertrautheit, Fürsorge – Liebe.
@Elendster Sünder Elendster Sünder schrieb: „[…] Das Leben solcher Kinder endet nicht selten in Bahnhofstoiletten
mit einer Spritze im Arm.“ Du kannst natürlich auf zitierfähige Untersuchungen verweisen, die * nachweisen,
wieviele Kinder um 14 Uhr ihr Mittagessen alleine einkaufen, * zeigen, daß diese Kinder in Familien mit
berufstätigen Müttern leben und * die Wahrscheinlichkeit, daß diese Kinder drogenabhängig werden,
signifikant höher ist als die anderer Kinder, darlegen. Wenn Du Verweise hierzu hast, dann nenne bitte
die Quellen. Ansonsten solltest Du Dir solche Zitate für den Stammtisch aufheben. Viele Grüße, Miroguh
@Kardinal Sterzinsky Im Herbst 1992 hat er in der Berliner Morgenpost ein von ihm kontrolliertes Interview
gegeben, daß er das Frauenpriestertum bald wünscht. In der Folgeausgabe korrigierte er wohl wegen Einspruch
Roms, er sei falsch zitiert worden: Er wolle das Frauenpriestertum erst ab 2000, im übrigen seien die
Dogmen der kath. Kirche ja nicht glaubensverpflichtend.
Selektives Zitieren @Gotthard: das ist eine übliche Masche von Politikern, jemand absichtlich mißzuverstehen,
dies einem in den Mund zu legen und öffentlich zu propagieren.
Schließung Dem sozialistischen Weltbild folgend, sollen diese Aufgabe gemäß den Politikern die Kindergärten
auf Basis von Ideologen und Technokraten ausformulierten Erzeihungsprinzipien. Somit ist dies lt. katholischer
und psychologischer Sicht abzulehnen. Schließt alle katholischen Kindergärten, da sie ja abzulehnen
sind!!!!
Also … … wenn vdL eine Supermutter ist, dann gilt das für Society-Gebrauchtware Fiona Swarovski auch.
Die schupft auch zeitgleich ihre zwei Kinder und zahlreichen Männer/Liebhaber. Von Börsenbetrügern
(Exfreund Haffa), Wirtschaftskriminellen (Exmann Mahler) bis hin zu unserem Finanzminister. Und dann ist
sie noch Schmuckdesignerin. Auch Österreich hat eine Vorzeigemutter, um deren Kinder sich Domestiken
und Internatsleherer kümmern! Ein Wunder, daß das der Lopatka noch nicht gemerkt hat und mit der Fiona
auf Wahlkampftournee geht.
Dönerkinder In Dönerimbissen trifft man um 14:00 Uhr die Dönerkinder an, die sich ihr Mittagessen in
Form eines Lamahcun für zwei Taler abholen. Das Leben solcher Kinder endet nicht selten in Bahnhofstoiletten
mit einer Spritze im Arm. Für Vernebelte sind das vertretbare Opfer des sogenannten gesellschaftlichen
Fortschritts.
Wertesystem Frau von der Leyen ist doch die Alibitante der CDU hinsichtlich Familie, damit einige familiär
gesinnte CDU wählen. Ihre Erziehungsgeldüberlegungen sowie Kindergartenzwang sind doch DDR-Kopie, folgen
den gleichen Überlegungen wie Rot-grün zu „Lufthoheit über den Kinderbetten“). Kein Vorbild für uns
als Famile und Katholiken. Das der gewisse Kardinal sich da noch überbietet, ist mehr als peinlich. Hat
dieser werte Herr schon mal Enzykliken des Vatikan gelesen, geschweige denn verstanden? Wenn eine Frau
arbeiten geht, ist das bei Familien eine Einschränkung der Erziehung und der Wertebildung für die Kinder.
Dem sozialistischen Weltbild folgend, sollen diese Aufgabe gemäß den Politikern die Kindergärten auf
Basis von Ideologen und Technokraten ausformulierten Erzeihungsprinzipien. Somit ist dies lt. katholischer
und psychologischer Sicht (siehe Bücher von Frau Meves) abzulehnen. @ H. Eckner aber natürlich gehört
Radio Vatikan oder Radio Horeb (kennen Sie den Sender?), die Kirchenszeitung gehören zum Wertesystem
der katholischen Kirche. Stellen Sie sich mal vor, wir hören uns das an, lesen davon ziemlich viel und
simd auch glücklich, da sehr katholisch. Ich bin weniger als 100 Jahre alt, habe einige Kinder und eine
Frau zu Hause, die genauso denkt.
Ähm … … Doch die Kirche habe nicht erst mit dem Auftreten der personifizierten Vereinbarkeit von
Familie und Beruf in Gestalt von Frau von der Leyen eine andere Position bezogen… Frau von der Leyen
ist Millionärin. Ihr Vater ist ein ehemliger Ministerpräsident, ihr Mann erfolgreicher Spitzenmediziner.
Sie selbst ist auch Ärztin. Von der Leyen beschäftigt mehrere Hausangestellte. Was hat das mit Vereinbarkeitsproblematiken
bei Durchschnittsbürgern zu tun? Politik ist eine widerliche Lügenblase. Küngelnde Millionärinnen,
die sich als Supermütter aufspielen, während in der Realität Kindermädchen und Internate die Kinder
aufziehen … zum Speiben. Aber für die katholische Kirche sind C-Politiker, die wie U. vdL. bzgl. Fristenlösung
ein Diskussionsverbot aussprechen, anscheinend trotzdem höchst akzeptable Mauschelpartner.
Äh, also wenn ich das richtig verstehe, dann ist die Redaktion davon überzeugt, dass die nicht erwerbstätige
Frau sehr wohl zum Wertesystem des Katholizismus gehört!? So ein Schmarrn. Das gehört allenfalls zum
Wertesystem des bürgerlichen Zeitalters des 19. Jahrhunderts. Als nächstes heißt’s dann noch, Mikrofonanlagen,
Radio Vatikan und der wöchentliche Pfarrbrief gehörten auch zum Wertesystem der katholischen Kirche,
oder?