Verbrechen
Der europäische Hurenmarkt ist unersättlich
Den sexuell befreiten Westeuropäern ist es egal, daß Scharen von herbeigeschleppten mittellosen Mädchen den Perversionen der Reichen geopfert werden. Wer zahlt, befiehlt.
(kreuz.net) Weltweit bringt die Prostitution mehr als 10 Milliarden Euro ein. Davon profitieren vor allem Menschenhändler. Das berichtete die US-Tageszeitung ‘The Wall Street Journal’ Anfang Januar.

Die Stadt Bremen erwartet, daß während der diesjährigen vierwöchigen Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland ungefähr 30.000 bis 40.000 Huren ins Land geschafft werden.

Die Kölner Stadtverwaltung plant deshalb – nach dem Vorbild der Olympischen Spiele in Athen – außerhalb der Stadt spezielle Kabinen für das Hurereigeschäft aufzubauen.

Man will den guten Ruf der Stadt nicht gefährden.

Nach einer Studie der ‘London Metropolitan University’ sind 60% bis 90% der Huren in der EU Ausländerinnen. Der Handel mit ihnen – ob voll- oder minderjährig – ist ein Kernpunkt im Sex-Geschäft.

Nach einem jüngsten Bericht der ‘Internationalen Arbeitsorganisation’ über Zwangsarbeit werden in den Industrieländern mehr als 250.000 Mädchen und Frauen in der Hurerei herumgeschoben.

Sogenannt fortschrittliche Stimmen haben lange behauptet, daß die Regulierung der Prostitution „als normaler Beruf“ den Menschenhandel eindämmen und das mit der Hurerei verbundene organisierte Verbrechen einschränken könnte.

Dieser Weg wird heute in den Niederlanden und in Teilen Deutschlands gegangen. In den Niederlanden erwirtschaftet der legale Dirnenmarkt 5% des Bruttosozialproduktes.

Die Kölner Stadtverwaltung führte vor zwei Jahren eine monatliche Huren-Steuer von 150 Euro pro Prostituierte ein. Dazu kommt die Einkommenssteuer, die von lizenzierten Huren bezahlt werden muß.

Es ist inzwischen offensichtlich, daß solche sogenannte Liberalisierungen die Situation verschlimmern.

Im Jahr 2001 legalisierten die Niederlande den Betrieb von Bordellen. Die Prostitution war im Land schon lange legal.

Seither stieg allein die geschätzte Anzahl minderjähriger Huren von 4.000 im Jahr 1996 auf 15.000 im Jahr 2001. Die Einnahmen des Geschäfts mit der Unzucht und sexuellen Ausbeutung wuchs um 25%.

Ähnliche Resultate produzierte die liberale Prostitutionspolitik in anderen Ländern.

In Dänemark stieg die Zahl der gehandelten Dirnen in den letzten zehn Jahren um das zehnfache.

In Griechenland wurden anfangs der 90er Jahr jährlich etwa 2.100 Prostitutionsopfer ins Land geschleppt. Jetzt sind es 20.000 pro Jahr.

Der Grund, warum die Legalisierung der Hurerei das Problem verschärft, ist leicht zu verstehen.

Durch die Entkriminalisierung des Geschäftes mit Frauen und Mädchen erleichtern die Staaten den Triebtätern, ihre Perversionen auszuleben.

Wo gesetzliche Hindernisse verschwinden, verschwinden auch soziale und moralische Barrieren.

Solche Staaten ermutigen Triebtäter, die Frauen und Mädchen auf dem Prostitutionsmarkt als Handelsware zu betrachten.

Das Problem ist nicht ohne Lösung. Ein System, das nicht den Zuhältern und Triebtätern, sondern den gehandelten Mädchen entgegenkommt, praktiziert Schweden seit Januar 1999.

Die schwedische Antwort auf den Menschenhandel besteht darin, daß das Gesetz die Triebtäter – nicht aber die Prostituierten – als Verbrecher betrachtet.

Entsprechend ist es in Schweden zwar erlaubt, sich zu prostituieren, nicht aber für Prostitutionsdienste zu bezahlen. Es ist ein Verbrechen, eine Hure zu bezahlen – nicht sich der Hurerei zu verkaufen.

Das Gesetz anerkennt die Realität der Prostitution und entlarvt den heuchlerischen Mythos der „freien Wahl“. Mädchen, die in die Mühlen des Prostitutionshandels geraten, sind immer Opfer der sexuellen Unzucht und Gewalt.

Das schwedische Gesetz blieb nicht ohne Effekt.

Bereits im Jahr 2001 war die Straßenprostitution um 70% bis 80% gesunken. Die Hurerei in Clubs, Hotels und anderen Einrichtungen wurde halbiert.

Das Gesetz versetzte auch dem Menschenhandel einen Schlag. Jetzt werden jährlich noch ungefähr 400 bis 600 Frauen und Mädchen nach Schweden importiert. Dagegen führt das viel kleinere Dänemark pro Jahr etwa 3000 Prostituierte ein.

Zwischen 1999 und April 2004 wurden in Schweden 734 Triebtäter wegen Bezahlung für Prostitutionsakte verhaftet.

Die Schwedische Gesetzgebung ist ein Hoffnungszeichen für Europa, wo man diese Dinge zu lange auf die leichte Schulter genommen beziehungsweise auf die Schultern ausgebeuteter Mädchen geladen hat.
      
12 Lesermeinungen
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#12   miroguh   16:39:45 | Sonntag, 12. März 2006
@FiliusDei
FiliusDei schrieb:
„Das ist nicht schwer zu erklären:
„Wenn es Gott nicht gäbe, wäre alles erlaubt.““
Das ist Unsinn. Menschen haben ethische Regeln aufgestellt – oft auch gegen den Willen von Religionen.
„Nun ist wohl keine Region der freien Welt glaubensloser als Westeuropa.“
Definiere bitte „freie Welt“. Dann verweise bitte auf Statistiken!
„Die Menschen leben, als ob es Gott nicht gäbe: Sie sind Atheisten.“
Was ist daran schlecht? Soll Deine Aussage implizieren, daß in Regionen, in denen Religionen fest verwurzelt sind, die im Artikel genannten Straftaten weniger häufig sind? Dann belege dies bitte!
Viele Grüße,
Miroguh
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#11   Yersinia   11:49:49 | Samstag, 11. März 2006
außerhalb Europas ist der „Hurenmarkt“
noch viel brutaler, noch viel unersättlicher – und der „Hurenmarkt“ ändert sich nur dadurch, dass Frauen in ihren Rechten und ihrer Selbstbestimmung gestärkt werden und selbstbestimmt leben können – dann fallen sie zB nicht mehr so leicht in Armut und Abhängigkeit; btw: Stärkung der Frauenrechte sowohl im Rechtssystem als auch im gesellschaftlichen Bewußtsein sind eine der Säulen der Bekämpfung von HIV-Infektionen in armen Ländern!
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#10   Gotthard   20:28:31 | Freitag, 10. März 2006
vergeblich
Entsprechend ist es in Schweden zwar erlaubt, sich zu prostituieren, nicht aber für Prostitutionsdienste zu bezahlen.
Also gesetzliche Ermöglichung der Erschleichung einer Dienstleistung… und eine weitere Etappe auf dem Weg der Erniedrigung dieser Frauen.
Woher stammen die Zahlen der „eingeschleppten Frauen“ … ist doch alles illegaler Menschenhandel.
Dieser Schrei nach gesetzlicher und polizeilicher Unterbindung der Prostitution … der wird genauso Schiffbruch erleiden wie der Kampf gegen Drogen…
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#9   Ulli   20:26:07 | Freitag, 10. März 2006
das weib
ich osteuropa gibt es sehr viel glaube an gott. ob die zum vorteil oder nachteil ist, lass ich dahingestellt. die osteuropäischen weiber sind osteuropäische frauen und ich finde diese betitelung sehr tiaf. wenn diese frauen gläubig sind, kann ich nicht von einem fall sprechen. eine gutgläubigkeit wäre hier angebracht. ich frage sie? wie kann ich fallen, wenn ich zur prostitution genötigt werde.
wie kann ich fallen, wenn ich mich für die prostitution entscheide. abgesehen davon, warum gibt es prostitution? weil der mann nicht weiß wohin mit seinem sexualtrieb. wer ist denn eigentlich gefallen? wenn die frau als prostiutierte arbeitet und der mann diesen dienst in anspruch nimmt. wenn männer dies nicht wollen, dann ließe sich damit auch kein geld verdienen. wieviele geistliche nehmen diese dienste in anspruch? wieviele frauen entgehen vergewaltungen und belästigungen durch männern, weil es prostituierte gibt. es sollte lieber die zwangsprotitution bekämpft werden, als alle in einen topf zu werfen.
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#8   Elendester Sünder   17:29:57 | Freitag, 10. März 2006
Zu MK28
Ich bitte dich, verschone uns mit deinen abwegigen Analysen. Ist 1928 dein Geburtsdatum? Wenn man unter anderem behauptet, in Osteuropa gäbe es kaum noch Glauben, kann man nicht mehr den vollen Durchblick haben.
Die osteuropäischen Weiber sind schlicht mentalitätsbedingt sexuell viel leichtsinniger als die deutschen. Die polnischen Huren können durchaus gläubig sein. Man kann tief gläubig sein und doch fallen.
Glaube allein schützt vor gar nichts. Genauso wenig schützt Alter vor Torheit, wie vielleicht in deinem Fall.
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#7   FiliusDei   17:25:57 | Freitag, 10. März 2006
Unersättliches Westeuropa
Das ist nicht schwer zu erklären:
„Wenn es Gott nicht gäbe, wäre alles erlaubt.“
Nun ist wohl keine Region der freien Welt glaubensloser als Westeuropa.
Die Menschen leben, als ob es Gott nicht gäbe: Sie sind Atheisten.
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#6   Beobachterin   14:09:53 | Freitag, 10. März 2006
„Verrichtungsboxen“
Interessanterweise möchte man in Köln – wo man glaubt, zur Weltmeisterschaft weitere Verrichtungsboxen aufstellen zu müssen – gerne verhindern, daß dort Frauen arbeiten, mit denen gehandelt wird.
Dieses Ziel zu erreichen wäre ganz einfach: Einfach den Unsinn mit dem Extra-Service und den Verrichtungsboxen sein lassen. Es geht um eine Fußballweltmeisterschaft und nicht um eine Sexweltmeisterschaft.
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#5   MK28   13:30:33 | Freitag, 10. März 2006
private-notes: Glauben in Polen und anderswo
Und auch keine Aussichten darauf, ein Leben zu führen,
wirtschaftlichePerspektivlosigkeit erklärt sicher einiges
dass einem die gesteuerten Massenmedien
mich ko… Verschwörungstheorien an
als lebenswert erklären.
Armut hat viele Gesichter. Zu Osteuropa gehört auch Polen. Und soweit ich weiß, ist sowohl die Regierung in Polen selbst so wie der Einfluss der kath Kirche in Polen äußerst präsent.
Und wieviele Huren kommen von dort?
erfreulich wenig. Und die, die aus Polen kommen, sind nicht gläubig. Sie können es drehen wie Sie wollen, aber Glaube schützt vor Unmoral und auch vor rein materiellen Verlockungen.
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#4   private-notes   13:02:08 | Freitag, 10. März 2006
@mk28
Und auch keine Aussichten darauf, ein Leben zu führen, dass einem die gesteuerten Massenmedien als lebenswert erklären.
Armut hat viele Gesichter. Zu Osteuropa gehört auch Polen. Und soweit ich weiß, ist sowohl die Regierung in Polen selbst so wie der Einfluss der kath Kirche in Polen äußerst präsent.
Und wieviele Huren kommen von dort?
lg/
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#3   MK28   12:48:22 | Freitag, 10. März 2006
Ich befürchte, es ist schwieriger
Private-Notes, da kann ich Sie beruhigen: Die meisten Prostituierten kommen aus Osteuropa, wo es sowohl Verhütung wie Abtreibung, allerdings kaum noch Glauben gibt.
Fiore, so einfach ist es nicht. Das schwedische Gesetz hat Tücken. Daß man die Straßenprostitution in den Griff bekommen hat, besagt nichts, das geht mit ganz normaler Repression auch (etwa Sperrbezirken, die polizeilich durchgesetzt werden). Und was den Zuwachs an Prostitution in DK angeht, der dürfte auch etwas mit schwedischen Sex-Touristen zu tun haben. Das Problem liegt tiefer: wo eine Nachfrage, da ein Angebot. Da kommen Sie mit Gesetzen kaum nach. Verbieten Sie die Straßenprostitution, geht es in Clubs. Gehen Sie dagegen vor, kommt es zur sog. Wohnungsprostitution (auch in Schweden), und dagegen kommen Sie wegen der verfassungsrechtlich garantierten Unverletztlichkeit der Wohnung nicht durch. Da ist dann das Ende der Repression, weil Sie bei einem solchen Massenphänomen ständig richterliche Beschlüsse benötigen würden, was die Justiz nicht schafft. Und die Unverletzlichkeit der Wohnung wegen der Prostitution abzuschaffen – da wäre ich auch dagegen.
Insofern wird es nur über einen Bewußtseinswandel der Freier wie auch der überwiegend freiwilligen Damen gehen sowie über eine gesellschaftliche Ächtung. Ich weiß, wie realistisch das ist. Aber die Erde ist eben nicht das Paradies.
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#2   private-notes   12:39:02 | Freitag, 10. März 2006
Kann es denn sein
das die Kinder und Frauen aus Ländern kommen, in denen traditionell wenig bis gar nicht abgetrieben wird, allein schon deshalb, weil die medizinischen Voraussetzungen dafür nicht gegeben sind?
Kinder, die in Elend und Armut hineingeboren werden und nichts anderes wollen, als sich aus dem Elend zu befreien, koste es, was es wolle?
Das da unsere Schlepper und Zuhälter leichtes Spiel haben, wundert mich nicht.
Prostitution scheint so alt zu sein wie die Menschheitsgeschichte, was nicht bedeutet, dass das gut ist. Ich will damit sagen, dass sie, ob organisiert oder nicht, immer ihren Weg finden wird – ob erlaubt oder nicht, ob geächtet oder nicht.
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#1   FioreGraz   11:27:52 | Freitag, 10. März 2006
Schweden ist toll
Der Ansatz ist gut aber wenn es wirklich nicht erlaubt ist zu bezahlen liegt hier eine strake REchtsunsicherheit, den der Freier macht sich strafbar warum soll er sich nochmal strafbar machen und zahlen?????? Die Hure hätte dann dementsprechend kein Recht auf Entgelt…
LG
Fiore
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