Kurie
Erleuchtungen aus den Einkehrtagen?
Papst Benedikt XVI. hat nach Beendigung seiner Fastenexerzitien Änderungen für vier vatikanische Räte bekanntgegeben. Die Maßnahmen kommen nicht unerwartet.
(kreuz.net, Vatikan) Laut einem Bericht von ‘Radio Vatikan’ hat Papst Benedikt XVI. heute, am Ende seiner einwöchigen Fastenexerzitien, die Zusammenlegung mehrerer Kurienräte bekanntgegeben.

Betroffen ist der Päpstliche Rat für die Migrantenpastoral. Er soll „vorläufig“ im Päpstlichen Rat ‘Iustitia et Pax’, der sich um die kirchliche Soziallehre kümmert, aufgehen. Präsident des Rates bleibt der italienische Kurienkardinal Renato Raffaele Martino.

Gleichzeitig akzeptierte der Heilige Vater den Rücktritt des japanischen Kurienkardinals, Stephen Fumio Hamao (76). Kardinal Hamao hat seinen Rücktritt aus Altersgründen bereits seit längerem eingereicht. Er möchte gerne in seine Heimat zurückkehren.

Auch den Päpstlichen Rat für den interreligiösen Dialog wird es in dieser Form nicht mehr geben. Dessen Präsident, Erzbischof Michael Fitzgerald, hat der Papst bereits vor einigen Wochen als Apostolischer Nuntius nach Ägypten versetzt.

Der Rat für den interreligiösen Dialog wird, wie bereits gemunkelt, im Päpstlichen Rat für Kultur aufgehen. Dort soll weiterhin ein „intensiver Dialog mit Kulturschaffenden und Exponenten der verschiedenen Religionen“ geführt werden.

Präsident des Kulturrates ist und bleibt der französische Kurienkardinal Paul Poupard (75). Beide Zusammenlegung sind nach einer Mitteilung des Vatikan vorläufige Lösungen.

Aber provisorische Lösungen sind häufig jene, die am längsten überdauern.
      
3 Lesermeinungen
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#3   Dr. Otterbeck   13:37:04 | Sonntag, 12. März 2006
Wer „ott“ aufgibt…
gibt sich selbst auf? Gemeint ist Ottaviani?? Nicht Gott? Wenn ich richtig orientiert bin, stand der sehr respektable Kardinal Ottaviani dem großen Kirchenjuristen Gasparri (CIC 1917, Lateranverträge) näher als Pacelli, seinem Nachfolger als Staatssekretär Pius des XI. (Krönungstag Pacellis als Papst: 12.03.1939). Das ist eine Differenz, die zunächst unbeachtlich erscheinen könnte. Pacelli aber hat die Macht der Moderne viel präziser zur Kenntnis genommen als Gasparri, der sich der Illusion hingab, man könne, aufbauend auf die „riconziliazione“ mit Mussolini, eine theologisch-politische Synthese aus Katholizismus und Staatsautorität gewinnen (zuletzt versuchte das die „Theologie der Befreiung“, wenn auch vordergründig auf dem anderen Flügel des Totalitarismus beheimatet). Der Lernprozess, den Pius XI. und Pacelli bis 1942 durchmachten –- und mit ihnen Montini und Roncalli, als das Konzept der „ventanni“ in Trümmer ging, ist die eigentliche Vorbereitungsleistung des Vatikanum II, das die bleibende conclusio aus den humanitären Katastrophen des XX. Jahrhunderts zog und mutmaßlich eine III. Katastrophe vereiteln half. Schon 1950 sah ein etwas euphorischer Literat den „Triumph Mariens“ kommen (J.M. Höcht). Dieser Triumph ist im Kommen; man möge den NOM bitteschön als Dank Petri an die Gottesmutter begreifen lernen; merci pour la pluie des roses.
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#2   diakonos   18:16:44 | Samstag, 11. März 2006
Frage:
Wie soll man es deuten, dass auf dem Foto die Kardinäle „geköpft“ sind???
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#1   ottaviani   16:25:31 | Samstag, 11. März 2006
das alles scheint eher positiv
endlich kommt bewegung in das pontifikat
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