Bildung
Steht der Religionsunterricht an den Berliner Schulen vor dem Aus?
Die rot-rote Koalition und andere Linke wollen in der Bundeshauptstadt ein Pflichtfach Ethik einführen. Doch die Kirchen trauen ihren Schäfchen die richtige Wahl nicht zu.
(kreuz.net, Berlin) Die rot-rote Koalition möchte an den Berliner Schulen einen obligatorischen Ethikunterricht einführen. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll noch vor Ostern im Parlament durchgebracht werden. Unterstützung wird das Vorhaben von den ‘Grünen’.

Keine Freude an diesem Projekt hat der Erzbischof von Berlin, Georg Kardinal Sterzinsky: „Ich fürchte, das gibt einen ganz großen Reinfall.“

Nichts von dem, was man sich von diesem Unterricht erwarte, werde man erreichen, erklärte der Kardinal nach Angaben der Freitagsausgabe der Tageszeitung ‘Die Welt’

Den „maßlosen Erwartungen“ an das Fach stehe eine völlig unzureichende Ausbildung der künftigen Ethik-Lehrer gegenüber.

Mit der Einführung des neuen Pflichtfaches werde der Religionsunterricht, der nach dem Willen des Senats weiterhin freiwillig besucht werden kann, de facto aus der Schule gedrängt, sind sich die Kirchen ferner einig.

Offensichtlich wissen sie, daß ihre Schäfchen nur noch mit Unterstützung der Staatsgewalt in den Religionsunterricht getrieben werden können.

Ein Schüler, der schon zwei Stunden Ethik besuchen müsse, raffe sich nicht noch auf, um am Nachmittag zusätzlich Religionsunterricht zu besuchen.

Dazu komme, daß die Oberschüler durch die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre einen deutlich volleren Stundenplan bekämen.

Auf Anfrage erklärte ein Kenner der Kirche in Berlin, daß die Anstrengungen von Kardinal Sterzinsky grundsätzlich zu begrüßen seien. Auch seine Kritik am Ethikunterricht sei realistisch.

Es sei eine Illusion zu glauben, daß man sich in einem staatlichen Ethikunterricht auf sogenannte Werte einigen könne, die über Homosexualität, Abtreibung und Euthanasie hinausgingen.

Mit dem gewollten Ethikunterricht würden die Schüler somit dazu verurteilt, ein weiteres Schwatzfach abzusitzen, das den Stundenplan sinnlos fülle.

Doch für die Kirchen würde das Problem tiefer liegen:

„Das Niveau des Religionsunterrichtes ist seit Jahren so miserabel, daß es völlig egal ist, ob Kinder den katholischen Religionsunterricht, einen staatlichen Ethikunterricht oder gar nichts besuchen.“

Es sei auch sinnlos, Kinder unterrichten zu wollen, deren Anwesenheit im Religionsunterricht nur durch die Zwänge des Schulsystems zu erklären sei.

„Pädagogisch ist es äußerst problematisch, ein Kind zu unterrichten, welches die erste Gelegenheit benützt, um diesem Unterricht zu entkommen.“

Dieser Zustand werfe zunächst ein schiefes Licht auf die inhaltliche und pädagogische Qualität des gegenwärtigen Religionsunterrichtes.

„Wenn die Kirche so sehr am eigenen Religionsunterricht oder an den katholischen Kindern zweifelt, darf sie sich nicht hinter dem Status Quo und der hohlen Fassade der Staatsreligion verstecken, sondern muß mit einer echten Aufbauarbeit anfangen, die klein beginnt und endlich zur Sache redet.“
      
54 Lesermeinungen
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#54   Hrodgar   12:57:19 | Donnerstag, 16. März 2006
@ benedikt
Werter Herr,
Die Fragen der Hist Forschung sind eigentlich klar. Doch stellt sich die frage nach der anwendung der jeweiligen Forschungsmitteln und der jeweiligen Metawissenschaft. Lesen Sie bitte mal bei Brezinka nach.
Die theologische Forschung, sobald sie sich der Hermeneutik bedient, stellt selbst die Frage nach dem Charakter der Wundererzählungen. Sind diese wahr in dem heutigen sinne einer Reportage, oder sind sie wahr in dem Sinne, daß die Menschen hier in Bilder das verpackt haben, was sie damals authentisch wahrnahmen?
Die Antwort kann uns nur die Synopse mit nicht-christlichen Quellen geben. Warum sind viele Wunder nicht bei römischen Schreibern berichtet? Klar, die Römer waren Feinde. Aber ich das der ganze grund? Oder wurden diese Dinge ausschließlich von (Früh-)Christen so wahrgenommen? Ich weiß die Antwort auch nicht. aber diese Frage verdient Beachtung. Dadurch kommt die moderne Theologie eben zu dem Schluß, daß vieles nicht wörtlich zu nehmen ist. Aber diesen Streit mögen Christen unter sich ausmachen.
Wir Heiden gehen so mit unseren Quellen um. Was uns zählt ist eh die direkte Kommunikation, die Begegnung mit den lebendigen Göttern. Ohne diese Erfahrung wären wir Darsteller, Schauspieler… Wir glauben, was wir erleben, nicht was wir lesen.
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#53   Filia_Nocte   12:44:47 | Donnerstag, 16. März 2006
Sollte nicht herausgerissen wirken
Sie haben mein Zitat über die kath Kirche so aus dem Zusammenhang gerissen, dass es scheint, ich hätte behauptet die kath Kirche sei gar keine Religion. Ich bitte Sie, derartiges künftig zu unterlassen.
Ich konnte leider nicht den ganzen Absatz mit einbringen, weil die Anzahl der Zeichen hier begrenzt ist und ich fast 700 Zeichen mehr hatte als möglich. Deswegen ja auch die drei Punkte damit man zumindenst nachlesen konnte, auf welchen Absatz es sich bezog. Ich wollte es aber keinesfalls aus dem Absatz herausreißen.
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#52   Benedikt   12:20:37 | Donnerstag, 16. März 2006
@ Filia
Meinetwegen können Sie den Satz auch umformulieren: Gott kann es verschmerzen, wenn die Heiden glauben, es gäbe mehrere Götter. Der Grundsinn ist der gleiche, darauf kam es mir an.
Wieso klappt das dann bei anderen Christen??? Ich habe Toleranz verlangt, wie auch wir sie gegenüber den Christen bringen. Oder müssen dass nur alle anderen und ihr nicht?
Was klappt auch bei anderen Christen? Toleranz können Sie verlangen, nicht aber, dass ein anderer Christ seinen Glauben verleugnet. Und nach diesem Glauben gibt es nur einen Gott, warum soll ich das nicht sagen dürfen, wovon ich überzeugt bin?
Moment mal. Forscher haben doch herausgefunden, dass Jesu gelebt hat
Ja, das hat man. Anders wäre die ganze Geschichte sowieso nicht erklärbar. Aber auch bei diesen Beweisen müssen Sie auf die Wahrheit gewisser Dinge vertrauen. Wenn Sie den Mt. Everest vermessen und kommen auf 8846 m, dann haben Sie den Beweis erbracht, dass der Berg so hoch ist. Sie mussten allerdings dabei darauf vertrauen, dass Ihre Geräte auch richtig funktionieren. So ist es auch bei historischer Forschung.
Die Wahrscheinlichkeit kann so hoch sein, dass sie an Sicherheit grenzt. Die absolute Sicherheit kann jedoch nur ein Augenzeuge haben.
Sie haben mein Zitat über die kath Kirche so aus dem Zusammenhang gerissen, dass es scheint, ich hätte behauptet die kath Kirche sei gar keine Religion. Ich bitte Sie, derartiges künftig zu unterlassen.
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#51   Hrodgar   11:57:41 | Donnerstag, 16. März 2006
@ Ritter
1)Um ehrlich zu sein, ich halte es nicht einmal für ausgeschlossen, daß Euer Gott identisch mit einem der unseren ist, oder daß die Frage nach EIN oder MEHRERE in der nichtstofflichen Welt für eine Lachnummer der Menschen gehalten wird, weil es die Zahl dort garneicht gibt.
Vielleicht treffen wir beide uns dereinst an einer Stelle, wo Sie auf dem „Weg zum Himmel“ hinfinden und ich von Walkyren geleitet werde.
2) Diese Deutungen der Wunder war nicht als „so ist es“ gemeint, sondern gibt eine häufig diskutierte Ansicht wieder.
3)Der Einrede gegen den Arianismus muß ich dagegenhalten, daß alles, wenn man es übertreibt, schlimm ausgeht.
Reden wir vom Arianismus, dürfen wir nicht die Wirkung des HEUTIGEN Islam zum Maßstab wählen.
4)Der Trend zu mehr gleichberechtigung der Frau durch Jesus ist bekannt. Doch dieser Trend wurde auf dem Stand von Paulus nahezu eingefroren. Noch heute wird die Stelle:„Das Weib schweige in der Versammlung“ gegen die Prieserschaft der Frau angeführt.
Nach meinem Empfinden waren damals die Heiden schon weiter, als es die Kirche heute ist.
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#50   Filia_Nocte   11:50:24 | Donnerstag, 16. März 2006
@ Kreuzritter
,Augenzeugen der Wunder Jesu die vom Tollkirschenessen so high waren, das sie Realität und Einbildung nicht mehr auseinanderhalten können.
Das hat nicht Hrodgar geschrieben sondern ich. Also wenn du denjenigen „zusammenfalten“ willst dann geht das auf mich und nicht auf jemanden, der es nicht geschrieben hat.
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#49   Kreuzritter   11:15:41 | Donnerstag, 16. März 2006
@ Hrodgar
Eine Relativierung / Nivilierung kann intolerant sein, wenn ich z.B. sage das euer Wodan eigentlich der Dreieine Gott ist ihr ihn aber nicht in seiner Fülle erkennt. Ihr glaubt nicht an die Wunder Jesu, in Ordnung, nur redet dann bitte nicht von auferweckten Scheintoten ,Augenzeugen der Wunder Jesu die vom Tollkirschenessen so high waren, das sie Realität und Einbildung nicht mehr auseinanderhalten können.
Im Orient war nicht nur die Witwenverbrennung gegen die Frau gerichtet, die Frau hatte so gut wie keine Rechte, sie war meistens der Willkür der Männer ausgesetzt, dieses hat das Christentum geändert. Im Katholizismus wurde kein Mensch so hoch erhoben wie die hl. Jungfrau Maria.
Den Arianismus auf die Spitze getrieben ergibt den Islam, da fällt es mir schwer von gesunder Toleranz gegenüber dem Christentum/Katholizismus zu sprechen.
Die Naturverbundenheit geht leider in der modernen Welt verloren und ich freue mich über jeden der den Bezug zur Natur wieder herstellt, den zu einem der mit offenen Augen durch die Natur wandert, zu dem sprechen die Engel.
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#48   Hrodgar   10:22:12 | Donnerstag, 16. März 2006
@Ritter
1) Nivellierung = Intoleranz.
Die Methode der historisch-Kritischen Exegese stammt aus der Katholischen Kirche selbst, ich habe sie einfach nur wiedergegeben. Das ist also ein Innerkatholischer Streit, aus dem ich mich heraushalte.
Und:Ich glaube die Wunder einfach nicht.Das ist nicht intolerant.Intolerant wäre, wenn ich einen, der sie glaubt, lächerlich machen würde.Ihr glaubt auch nicht an Wodan. eben. macht doch nichts.
Voltaire sagte: „Eure Meinung ist das genaue Gegenteil von meiner! Doch werde ich mein Leben darangeben, daß Ihr sie weiterhin sagen dürft!“ So sehe ich das auch.
2) „Befreiung“ der Frau:
Mag für andere Kulturen (z.B. mit Witwenverbrennung) gelten. Aber es freut mich, seintens eines Katholiken hier Zustimmung zu finden.
3) „Heutzutage nicht mehr vernünftig gesehen“
Ja, die Menschen haben sich von ihrer Natur sehr abgewandt. Leider.
4) Noch was zu der Ausbreitung und den Goten, die das Christentum freiwillig annahmen.
Die Goten nahmen den Arianismus an. Diese sehr tolerante Variante war besser vereinbar mit dem alten Glauben und Weltbild.
Nur: Der Arianismus wurde von der Kath. Kirche als Häresie verboten, die Anhänger oft getötet. Die Wandalen verdanken ihren schlechten Ruf der Tatsache, daß sie Arianer waren. Als Karthago von den Wandalen eingenommen wurde, stellten diese die kath. Weihestätten und Geistlichen unter ihren Schutz! Nichts wurde zerstört. Die Darstellung der katholischen Zeitzeugen klittern diese Tatsachen in das Gegenteil.
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#47   Kreuzritter   09:36:39 | Donnerstag, 16. März 2006
@ Hrodgar & Filia
Zu de Zweifeln, oder Realitivierungen der Wunder Jesu: Die schnelle Ausbreitung des Christentum ist für mich ein Beweis seiner Richtigkeit, denn die Augenzeugen der Wunder Jesu, oder ihre Kinder, konnten nur so überzeugend neue Christen gewinnen.
Jesus hat mehrere Tote auferweckt, einer war schon 3 Tage tot und er roch schon nach Verwesung, der war bestimmt nicht scheintot. Die Realitivierung der Wunder Jesu ist eigentlich intolerant, denn wird unsere Religion nicht ertragen sondern niviliert.
Die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Heidentum ist in Ordnung, nur gebe ich zu bedenken das das Christentum in den meisten anderen Ländern eine Befreiung für das weibliche Geschlecht war. Der Vergleich Eiche und Ulme find ich gut, denn Mann und Frau sind zwar gleichberechtigt aber nicht gleichartig und das wird heutzutage nicht mehr vernünftig gesehen.
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#46   Hrodgar   09:07:46 | Donnerstag, 16. März 2006
Hej Filia, Seid gegrüßt!
Werter Herr Ritter,
Die Zeilen von Filia sind eine gute Ergänzung zu dem selbstverständnis germanischen Heidentums. Ich bin ihr da sehr dankbar!
Zur Schöpfung:
Wir haben einen Schöpfungsmythos der dem Euren nicht unähnlich ist. Ich möchte mich auf die Unterschiede konzentrieren:
1) Unsere Überlieferung der Schöpfung wird als Produkt menschlicher Poesie gesehen, die – inspiriert durch die Götter – Bilder geschaffen hat, uns das Prinzip der Schöpfung nahe zu bringen.
2) Der Mensch entstammt dem Schöpfungsakt dreier Götter („Lasst uns Menschen machen…).
Das Bild spricht von Ask und Embla, zwei Bäume aus denen die Götter den Menschen machten als Mann und Frau.
Hinter diesen Holzarten verbirgt sich eine Wundervolle Ergänzung: Das harte, unbeugsame Holz und das weiche, biegsame, aber sehr zugfeste.
Wenn ich Eiche und Ulme habe, kann ich alles bauen, was aus Holz machbar ist: Häuser,Schiffe,Möbel, Spielsachen,Waffen.
So sind Mann und Frau einander gegeben, im Kampf und Ackerbau. Auf gleicher Höhe und Würde, mit Gleichen Rechten, aber unterschiedlich, sich zu ergänzen.
Die AT-Tradition spricht hingegen von „Frau aus einem Teil des Mannes“, „Mann = Haupt der Frau“, wie es im NT dann heißt.
3) Es gibt bei uns nicht „Erde=Untertan“, sondern eins sein mit der Natur. Die Erde, Midgard, war vor uns. Sie gehört uns nicht. Die Erde ist unsere Grundlage, quasi unsere Mutter.ff
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#45   Filia_Nocte   08:40:49 | Donnerstag, 16. März 2006
Ich sag doch auch nicht“Gott ist tot“ nur weil ich mit dem Christentum nix anfangen kann
Atheist ist jemand, der nur an sich glaubt. Ich glaube aber an die alten Götter. Also ist das schon mal falsch. Desweiteren habe ich nie behauptet, dass Gott tot ist. War ein Beispiel, wie man auch rauslesen kann. Ich denke schon, dass es alle Götter / Gott gibt wie z. B. euer Gott, die alten ägyptischen Götter, Budda usw. Man fühlt, zu welchen man gehört und nach welchen Lehren man leben will. Es ist eine Sache des Fühlens.
2. können Sie von einem Christen keine Anerkenntnis anderer Götter verlangen…
Wieso klappt das dann bei anderen Christen??? Ich habe Toleranz verlangt, wie auch wir sie gegenüber den Christen bringen. Oder müssen dass nur alle anderen und ihr nicht?
Zu ihren Zweifeln:…
Moment mal. Forscher haben doch herausgefunden, dass Jesu gelebt hat. Wissenschaftlich bewiesen wohlgemerkt. Ich weiß nur nicht mehr, welche Dokumentationen das waren. Ist schon ne Weile her. Kamen ungefähr letztes Jahr zur eurer Osterzeit…
Die katholische Kirche ist keine Religion…
Dann würde ich mal überprüfen, woher eigentlich eure Feiertage stammen. Die Namen der Wochentage usw.
Außerdem ist die Kirche in meinen Augen natürlich keine Religion, sondern eine Macht. Man hat ja gesehen, zu was die Kirche im Wahn fähig ist, wenn sie zuviel davon bekommt. Obwohl auch Sie natürlich (wie alles im Leben) auch ihre guten Seiten hat wenn ich mal an Menschen wie Mutter Theresa denke.
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#44   Hrodgar   08:08:02 | Donnerstag, 16. März 2006
@ Ritter
Ja, gerne.
Zunächst noch folgendes: In der Germanischen Sprache gibt es keinen Begriff für „Gehorsam“. Es gibt nur freiwillige Gefolgschaft und Ehre. Wenn Sie es so wollen, wird das Gewissen des Heiden ständig gestresst. Ich kann mich nicht auf eine spätere Vegebung zurückziehen, sondern muß Entscheidungen verantworten. Ich kann nicht Nicht-entscheiden.
Darum kann ich mit „Gebote halten=gehorsam sein“ auch nicht auf der sicheren Seite sein.
Bsp: Ich soll nicht lügen! Klar! Wenn ein Römer einen Christen vor Neros Häschern versteckt hat und gelogen, um sie zu schützen? Hätte er die Wahrheit gesagt und die Freunde verraten, so hätte er schlechte Karten bei den Ahnen.
Jesus sah das auch so: Beim Abreißen der Ähren am Shabbat, oder Heilung am Shabbat. Immer wieder die Frage: Ist der Mensch für das Gesetz da oder umgekehrt?
Es war die Rückführung des Gesetzes auf die ursprünglichen Schutzziele.
Selbst der Dekalog formuliert in dieser Art, indem er einen Futur 1 verwendet und keinen Imperativ. „Du sollst…“ ist falsch. Aramäisch: „Du wirst…“. Also eine Zielrichtung, auf die sich das persönliche und kollektive Gewissen hinentwickeln soll.
Im germanischen Heidentum hat sich das von der Uroffenbarung erhalten, in der Jahweh – Religion nicht, da bei der Verfestigung der Zentralmacht und Absoluten Königsherrschaft (Bronzezeit) die menschliche Monarchie auf die Götter übertragen wurde. Der König Befiehlt, der Untertan gehorcht. Ansonsten wird der Untertan hingerichtet! ff.
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#43   Kreuzritter   07:16:30 | Donnerstag, 16. März 2006
@ Hrodgar
Wenn einer nach den christlichen Geboten lebt und die christlichen Tugenden fördert müsste er doch ihrer Meinung nach auch gute Karten bei den Ahnen haben.
Die alten Germanen waren oder sind für mich ein Volk welches von der Uroffenbarung sich viel Gutes bewahrt hat und wenig Böses hat einsickern lassen, aber die höchste Erfüllung nur im Christentum findet.
Da sie so nett waren uns ihre Religion ein wenig zu erläutern, wäre ich froh wenn sie noch ein par Sätze zu ihrer Schöpfungslehre schreiben.
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#42   Benedikt   21:59:51 | Mittwoch, 15. März 2006
@ filia
Woher willst du das wissen? Ich sag doch auch nicht „Gott ist tot“ nur weil ich mit dem Christentum nix anfangen kann.
Die alten Götter gab es und wird es immer geben. Punkt.
1. kannst du gerne behaupten, dass Gott tot oder inexistent ist. Gott kann es verschmerzen, wenn Atheisten nicht an ihn glauben.
2. können Sie von einem Christen keine Anerkenntnis anderer Götter verlangen. Nach christlicher Lehre gibt es nur einen Gott.
Zu ihren Zweifeln: Sie können nie beweisen, ob eine historische Überlieferung wirklich wahr ist. Ob das nun der Tod Caesars ist oder der Tod Jesu. Sie können aber Rückschlüsse ziehen: Von Caesar sind Werk und Leben überliefert, viele Gelehrte berichten von ihm. Ob sie alle die Wahrheit sagen können Sie aber auch nicht wissen. Aber Sie können davon ausgehen.
Bei Jesus ist es das gleiche: Seit seinem Tod wird die Botschaft überliefert, später zur leichteren Überlieferung auch aufgeschrieben. Die katholische Kirche ist keine Religion, die irgendeine Lehre angenommen hat, sondern ist selber als Institution aus der Lehre entstanden und in soweit Schreiber der Lehre. Eine Inkongruenz zwischen der Kirche und Jesus ist nach kath. Lehre nicht denkbar.
Nochwas: Die Goten haben den Heidenkult übrigens aus freier Entscheidung abgelegt. Es gab damals auch noch gar keine staatliche Autorität, die das hätte bewerkstelligen können.
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#41   Hrodgar   17:09:27 | Mittwoch, 15. März 2006
@ Tradi
Filias Einlassungen würde ich mal nicht gleich als „Schwachsinn“ bezeichnen.
Offenbar hat die Kirche es nicht geschafft, ihre Lehre zu transportieren.
Es erlebten viele Mütter unter der Römischen Gewaltherrschaft die Kreuzigung von unschuldigen Angehöriger.
In Israel und weltweit. Auch in Germanien, wo Pilati Vorgänger Varus Statthalter war.
@ Ritter
Leben nach dem Tod: Ja, kennen wir. Die Götter halten verschiedene Orte bereit, wo Menschen in Geborgenheit sich bei ihren Ahnen wiederfinden.
Wer im Leben durch seine Taten sich von der gemeinschaft abgewandt hat, den Zwingen die Götter auch nach dem Tode nicht. Er „darf“ auf ewig in Niflheim einsam sein…
Vergebung der Sünden
Wir kennen dien Sündenbegriff nicht in dieser Art, daß etwas Verboten oder Erlaubt ist.
Etwas ist Ehrenhaft oder eben nicht. D.h., es genügt den (hohen) Anforderungen der „Tugenden“ oder nicht. Diese Tugenden sind Schutzziele. Die jeweilige Handlung ist immer an diesen Zielen zu messen.
So ist Stehlen beispielsweise eigentlich ja „untreu“. Dient es aber z.B. der Rettung eines anderen (Feuerlöscher Stehlen), dann überwiegt dieses. Wir haben so etwas auch als „Güterabwägung“ im deutschen Recht.
Die Verantwortung hat jeder für sein Handeln vor den Ahnen und Göttern.
Zeigt einer durch immer wieder kehrende ehrlosigkeit seine Abwendung von der Gemeinschaft: Niflheim.
Ist einer Dann und wann Ehrlos: Viel spass beim Begründen vor den Göttern *schluck*.
Soweit vereinfacht
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#40   Stimme aus dem Tradiland   16:01:20 | Mittwoch, 15. März 2006
Filia_Nocte – schreiben Sie bitte nicht so viel Schwachsinn in diesem Forum
Und für Christen ist eine Frau ja auch nur eine Gebärmaschine.
Das schreibt eine, die behauptet, in Einkang mit der Natur zu leben. Merke: Der Mensch ist also in seiner Natur eine Maschine. Rein physikalisch richtig, ist es ontologisch – vom Wesen her völlig falsch. Denn der Mensch kann seinen Willen dazu gebrauchen, so oder anders zu sein, eine Maschine nicht, ein Tier auch nicht.
Man sieht es ja an der „Heiligen Jungfrau“. Warum wird sie verehrt? Weil sie etwas getan hat, was Millionen andere Frauen auch tun. Ein Kind gebären. Den Rest sieht man ja am Mittelalter, wo die Frau eh nix zu sagen hatte.
Wieder ein Schwachsinn. Verehrt wird Sie wegen ihres fiat (es sei; mir geschehe nach deinem Wort), mit welchem sie nach jüdischem Verständis den Tod durch Steinigung wegen Ehebruchs bzw. unehelichem Verkehr riskierte (sie wußte ja noch nicht, wie ihr Verlobter Joseph reagieren würde). Insoferne ist sie sogar von ihrer Einstellung zum Martyrium bereit gewesen.
Weiters wird sie wegen ihrer Schmerzen geehrt – welche Mutter erlebt die Kreuzigung ihres schuldlosen Sohnes? Außerdem war sie vollkommen sündenfrei.
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#39   Hrodgar   15:30:41 | Mittwoch, 15. März 2006
Hej Filia
Wenn wir uns den Überlieferungen der Bibel, besonders des NT, mittels der auf Hermeneutik basierenden und innerhalb der Kirche oft befürworteten „historisch-kritischen“ Bibelauslegung nähern, dann werden wir genau in diese Dinge hineinkommen:
In der Bildsprache der damaligen Zeit gesehen, was heißt „Sohn des“ (Gottes).
Was verbirgt sich hinter Auferweckungswundern? Diese wurden damals von jedem bedeutenden Prediger (Rabbi) berichtet. Woher stammen die Wundererzählungen? Manche sind gar Adaptionen aus dem Heidnischen Mithras-Kult.
Da wurden bestimmte ereignisse als Stilelemente eingebaut, weil man das damals eben so gemacht hat.
Man hat damit nicht einmal gelogen! Denn dem damaligen Leser war klar, daß das ein Ausdruck für etwas anderes war, z.B. Ehrfurcht.
Wir haben so etwas Ähnliches: „Kennings“ Kein Germane würde bei „Er ritt auf seinem Mächtigen Wogenross gen Gotland“ denken, hier sei einer auf einem Pferd über die See geritten. Wir wissen „Wogenross = Ausdruck für Gutes Schiff“. Nur: wer solches fertig denkt, z.B. Eugen Drewermann, bekommt bislang noch einen Maulkorb.
Das wird unter Ratzinger nicht anders werden.
Mit Jesus hätte man leben können. Das Christentum baut FÜR MICH auf so vielen Missdeutungen auf, daß ich es nicht annehmen kann.
Sie steht lieber zu einem Gott, der zeigt: „Sieh her, ich könnte Deinen Kebskranken Vater retten…ich tu es aber nicht“
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#38   Kreuzritter   15:28:23 | Mittwoch, 15. März 2006
@ Hrodgar
Anspruch auf absoluten Wahrheitsgehalt haben nur die kanonisierten Bücher, Apokryphe können aber auch Teilwahrheiten haben und das AT sollte man nur im Licht des NT lesen, aber das wissen sie wahrscheinlich schon. Die ganze moderne Bibelexegetik lehne ich ab, die Bibel ist für mich komplett wahr und immer mit der Lehre der Kirche vereinbar.
Ich wollte nur sagen das Christ sein nicht nur Harmonie und Taborerlebnisse sind (wie die ihren in der Natur)sondern auch ein geistlichen Kampf gegen sich selbst, böse Geister und schlechte Menschen, den kann man nur führen wenn man sich stellt und sich durch Gebet und Entsagung stärkt. Friede, Freude und Harmonie sollte für einen Christen, obwohl erstrebenswert, kein Dauerzustand sein.
Wie sieht es bei einem Heiden mit ewigem Leben und Sündenvergebung aus, wurde mich mal interessieren.
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#37   Filia_Nocte   14:55:00 | Mittwoch, 15. März 2006
Zweifel
„Jesus hat Tote auferweckt, mit ein par Broten Menschenmassen gespeist, ist übers Wasser gelaufen, hat den Sturm gebändigt--- –-- und ist selber von den Toten auferstanden“
Ich bezweifle es.
Der Tote war wahrscheinlich ein Scheintoter?
Wer sagt denn, dass er übers Wasser ging und nicht die Beobachter unter der Wirkung von Trollkirsche standen? Wer sagt überhaupt, dass es alles authentisch so geschehen ist? Gibt es dafür Beweise? Die Bibel wurde meines Wissens nach 40 Jahre nach den ganzen Geschehnissen geschrieben und wer sagt überhaupt, dass alles immer korrekt Übersetzt wurde? Es ist höchstens eine Vermutung.
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#36   Hrodgar   14:32:36 | Mittwoch, 15. März 2006
@ Ritter
Nun, ich sehe, daß jemand, der solches vollbrächte, ein großer Mann wäre und ihm Ehre gebührte.
Doch sehe ich in den genannten Taten eher die Deutende Umschreibung eines Sachverhaltes als eine Reportage.
Diese Taten, so ungeheuerlich und Groß, wären außerhalb der Jesuanischen Gemeinde auch bekannt geworden, sind jedoch in den Aufzeichnungen neutraler Beobachter nicht bestätigt.
Desweiteren ist der Prozess der Kanonisierung der Schrift ein sehr langwieriger und der Willkür der Herrschenden unterworfener.
So ist nicht klar, warum beispielsweise das Markusevangelium kanonisch ist, das Thomas aber apokryph. Die wahlfreie Verwendung biblischer Vorschriften als bindend oder nicht bindend ist ebenso ein Punkt der Fragwürdigkeit.
Gehe ich nach dem Apostelkonzil, so ist das gesamte AT unwirksam bis auf „enthaltet Euch des Blutes“.
Die Kirche basiert ihre Lehre jedoch auf dem Dekalog. Andere Teile des Pentateuch (Hinrichtung eines Kindes daß den Vater entblößt sah) werden aber als unwirksam betrachtet. Ohne Nachvollziehbare Methodik. Das riecht nach Opportunitätsprinzip.
Dazu wird dies auch noch über die Zeit verändert, derweil man zu jeder Zeit behauptet, Gottes Wort sein Ewig und Unveränderlich.
Vielleicht können Sie mir ja da einen Ausweg zeigen, der das alles als glaubwürdig erscheinen lässt…
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#35   Kreuzritter   14:18:42 | Mittwoch, 15. März 2006
@ Hrodgar
Ich bin überzeugt das es aufrichtige Heiden gibt und gab, und wie es im Römerbrief steht, sind sie sich selbst das Gesetz und können zur Anschauung Gottes kommen… Werter Hrodgar, ich weiß nicht wie weit sie vom Herzen Christ waren, als sie den christlichen Glauben verließen. Der Christliche Glaube ist nicht nur Harmonie und Eintracht mit der Welt und Natur (obwohl es diese Gnadengeschenke auch zeitweise gibt), sondern auch Kampf gegen die finsteren Mächte. Wer versucht hat Christus konsequent nachzufolgen weiß wovon ich rede.
Jesus hat Tote auferweckt, mit ein par Broten Menschenmassen gespeist, ist übers Wasser gelaufen, hat den Sturm gebändigt--- –-- und ist selber von den Toten auferstanden, und damit wäre er bei den Germanen nicht aufgefallen?
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#34   Hrodgar   13:44:00 | Mittwoch, 15. März 2006
@ Filia
Nun, weißt Du, ich bin selbst als Christ aufgewachsen und habe eine nicht unbedeutende Rolle in der Kath Kirche gespielt.
Die Andacht, die Versenkung in die stille Betrachtung…als das ist im Christentum genauso echt, wie bei uns.
Die frage ist eine andere: WEM huldige ich, gebe ich mich hin und Warum?
Da habe ich so große Unstimmigkeiten gefunden, so viele Widersprüche und Lebensfeindlichkeiten, eine solche Lebensferne, daß ich nicht damit leben konnte.
Darüber gäbe es sicher noch einiges zu sagen.
Unterm Strich scheint mir der Ansatz plausibel, daß Loki letzten endes hinter der ganzen Kirche steht.
Der hist. Jeshua ben Joseph, genannt Christos, hat eigentlich auf die in seinem Landstrich präsenten „Falschgläubigen“ Samaritaner verwiesen und das Judentum zu einer Erfahrungsreligion zurückführen wollen, aus der es in der Bronzezeit mal herkam.
Mit der Theologiesierung (beginn: Paulus?) nahm diese Jesuanische Gemeinde jedoch wieder Abschied von dieser Idee.
Alles, was dann kam, war Gesetzes-Vergötzung mit anderem Anstrich.
Weißt Du, warum Jeshua nicht nach Germanien kam? Mit seiner Einstellung wäre er hier nicht aufgefallen,die Götter hatten gar keinen grund, ihn hierher zu schicken.
So, aber das von Heide zu Heidin. Ich weiß, liebe Christen, daß Ihr das völlig anders seht. Ich habe alle diese Kommentare, wie sie Euch jetzt „auf der Zunge liegen“ früher selbst verpredigt.
Lassen wir das als zwei unvereinbare meinungen hier so stehen.
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#33   Filia_Nocte   13:08:31 | Mittwoch, 15. März 2006
@Hrodgar und Christen
Da hast du ja recht. Dieses Gefühl der inneren Harmonie mit sich und der Welt ist sicherlich schwer nachvollziehbar, wenn man es nicht kennt.
Und für Christen ist eine Frau ja auch nur eine Gebärmaschine. Man sieht es ja an der „Heiligen Jungfrau“. Warum wird sie verehrt? Weil sie etwas getan hat, was Millionen andere Frauen auch tun. Ein Kind gebären. Den Rest sieht man ja am Mittelalter, wo die Frau eh nix zu sagen hatte.
Aber meine Mutter, die selber Christin ist, sagt immer wenn sie in einer Kirche betet, fühlt sie sich wohl. Also muss doch ein Christ, der sein Gott spürt doch ansatzweise verstehen? Oder empfinden sie bei Ihren Gebeten nichts???
Um beim Artikel zu bleiben finde ich es einfach nur blöd, wenn man sich im Unterricht immer für seine Religion rechtfertigen muss. Wenn im Unterricht wenigstens alle Religionen mal ein wenig erläutert würden… Es gibt ja auch schon muslimischen Religionsunterricht. Warum dann nicht auch einen, der sich mit allem befasst wie z. B. Buddismus, Islam usw.
Dass man in einer Klasse, wo die Schüler an verschiedene Religionen glauben sich über die einzelnen austauschen und nicht nur kath. Gebote lernen.
So würde schließlich toleranz anfangen zu wachsen…
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#32   Hrodgar   11:14:57 | Mittwoch, 15. März 2006
Hej Filia
nun, ich denke, daß ein Christ nicht anders kann.
Er würde sich mit der Anerkenntnis, daß auch andere menschen Wahrheit in anderen Göttern erkennen der Bestrafung im ewigen Feuer aussetzen.
Deswegen sehe ich ihnen das nach. Sie sind so.
Nicht nachsehen tue ich allerding Verunglimpfungen.
Und noch etwas:
Wie soll jemand aus christlcher Tradition je etwas gespürt haben, von der sanften Güte des Allvaters Wodan? Wie soll jemand, der nicht in freier Natur zu lauschen versteht, die zarte Stimme die lieben Frau Hulda hören? Wie soll jemand, der dem Gewitter flieht Donars kraftvolles wesen verstehen?
all diese wunderbaren erlebnisse mit den Hohen, all die momente an denen Du Spürst, daß die Hohen Dein Opfer liebevoll annehmen, die Erhabenheit, als partner von deinen göttern angenommen zu sein, daß wissen um die heiligkeit der frau und ihrer nobelsten instinkte…wie soll ein christ das je erfahren…
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#31   Filia_Nocte   09:32:05 | Mittwoch, 15. März 2006
@Sirilo
Ganz einfach: weil es diese Götter nicht gibt.
Woher willst du das wissen? Ich sag doch auch nicht „Gott ist tot“ nur weil ich mit dem Christentum nix anfangen kann.
Die alten Götter gab es und wird es immer geben. Punkt.
Da kann man mal wieder sehen, wie tolerant manche Christen sind…
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#30   Hrodgar   08:14:37 | Dienstag, 14. März 2006
@ Parzifal
Guten Morgen,
Ja, wir haben keine überlieferten Rituale!
Aber:
Die Kath. Kirche hat sich, vor vielen 100 Jahren, Rituale ausgedacht. Keines dieser ist biblisch bezeugt.
Sie hat folgendes getan: Aus tief empfundener Verehrung und Ehrfurcht das Ritual entwickelt, so wie es den Menschen richtig, angemessen erschien.
Dadurch gewinnt das Ritual Authentität. Es gibt authentisch die Verehrung wieder.
Hier hat die Pastoral gerade ihr heutiges Problem: Die Entwicklung der Ritualsprache hat den Spagat zwischen Tradition und Dynamik nicht geschafft. Heute empfinden viele Katholiken die Rituale nicht mehr als authentisch, eben WEIL es diese sind, die vor so langer Zeit festgeschrieben wurden.
Warum soll das in heutiger Zeit nicht ebenso richtig sein wie vor 1000 jahren, als der kath. Ritus entwickelt wurde? Wird eine Sache erst nach x hundert Jahren authentisch? Dann hätte die Kirche die ersten x hundert Jahren nach einem „Disneylandritus“ gelebt.
Hinzukommt, daß auch in antiker Zeit eben systemimmanent keine verbindlich vorgeschriebenen Rituale existierten. Germanisches Heidentum ist eben eine ERFAHRUNGSRELIGION. Das Sippenoberhaupt hat eben die Aufgabe der Ritualgestaltung und muß diese auch verantworten. Das bedeutet, sich zwischen Tradition und der Lebenswirklichkeit der Sippe weise zu bewegen, damit die Authentität erhalten bleibt.
Wir sind mit Absicht keine Buchreligion. Das nicht-vorhandensein eines Buches kan man nicht gegen sie ins Feld führen.
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#29   Parzifal   19:52:45 | Montag, 13. März 2006
Heidentum
Das Problem das ich sehe besteht darin dass es, wie Sie ja selbst zugeben, keine schriftlichen Überlieferungen gibt.
Mit anderen Worten: ein paar Archäologen haben hier und da ein bisschen gebuddelt haben hier und dort etwas gefunden und daraus Rückschlüsse gezogen auf den Glauben der Menschen von vor 2000 Jahren. Viele Wissenschaftler sagen aber selbst dass es heute sehr schwer und fast unmöglich ist den genauen Ablauf oder gar die Bedeutung der einzelnen Rituale die die germanischen Eingeborenen damals praktiziert haben zu entschlüsseln. Neu Heiden und Esoteriker füllen diese gewaltigen Lücken mit ihrer Phantasie oder purer Spekulation. Die meisten (oder fast alle) Rituale die heute von Neu Heiden praktiziert werden sind praktisch frei erfunden. Niemand weiß ob ujnd wie sie vor 2000 Jahren ausgesehen haben, eben weil es keine Schriftaufzeichnungen gibt. Ihr Heidentum ist also eine reine Kunstreligion, so authentisch wie Disneyland. Ein im Labor gezüchtetes Kunstgewächs. Ich selber bin kein sonderlich gläubiger Mensch, aber der Vorteil des Christentums oder des Islams oder Judentums, Buddhismus usw. besteht darin dass diese Religionen noch lenbendig sind und noch existieren. Das Heidentum ist ausgestorben und in Vergesenheit geraten, man kan es nicht wieder zum Leben erwecken. Woran sie da glauben ist durch und durch künstlich.
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#28   Hrodgar   17:23:56 | Montag, 13. März 2006
Dämonen…
…tja, Freund, mit Dämonen hatte ich auch schon meinen Schaff…erstens weiß ich wie ungemütlich die werden können, zweitens habe ich es überlebt…
Nein, wie kann man die Hohen, die Erhabenen, Den Allvater Wodan nur mit einem Dämon verwechselnßßß
Ich glaube nicht, daß Sie verstehen, wovon ich rede…wie sollte ich es auch deutlich machen???
„Wahrscheinlich ähneln Ihrer Erfahrungen…“
Verzeihen Sie, ich möchte nicht unhöflich sien, aber in der Kirche bekommt man gewissermaßen ein „Schulbuchwissen“ über nichtchristliche Riten und Kulte mit, daß sehr stark verkürzt und natürlich auch in der eigenen Sichtweise befangen ist. Da „weiß“ man dann ganz schnell zuzuordnen nach „ähnlich wie wicca“ oder so.
Ich meine das jetzt nicht abwertend, sonder eher so, daß Monotheisten da die Augen zugehalten bekommen…nur zerrbilder verkauft kriegen…
Nein, mit Dämonen hat das nichts zu tun…und mir Wicca erst recht nicht…ich wünschte, ich könnte Ihnen diesen Reichtum, dieses ursprüngliche leben und Erleben einmal zeigen…
Oh nein…jetzt komme ich doch wieder ins schwärmen…
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#27   Stimme aus dem Tradiland   17:10:26 | Montag, 13. März 2006
„Götter, die Rat geben“ beschreibt Hrodgar
Die Götter sind einfach…nahe bei mir. Ist das so schwer zu verstehen? Sie leben mit mir, sie begleiten mich…
Sie geben Rat, sie stehen mir bei…
Ich kann sie erleben…richtig erleben…ich meine, ich weiß doch, was ich erlebe…
Ja, denn Sie beschreiben die Daemonen, die – als regelmäßig namenslose böse Engel – unter allerlei „Götternamen“ auftreten. Ihre Erfahrungen ähneln wahrscheinlich denen von Wicca-Hexen und Magiern. Als Katholik kann man nur eindringlich davon abraten: Die Daemonen werden nämlich irgendwann richtig ungemütlich, spätestens, wenn man sie wieder los werden will.
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#26   Hrodgar   17:02:25 | Montag, 13. März 2006
@Sirilo
Tja, meine Erfahrung zeigt mir anderes.
Glauben Sie an JJesus, ich halte mich an Wodan, Donar, Baldur, Freyja, Hulda…
Die Götter sind einfach…nahe bei mir. Ist das so schwer zu verstehen? Sie leben mit mir, sie begleiten mich…
Sie geben Rat, sie stehen mir bei…
Ich kann sie erleben…richtig erleben…ich meine, ich weiß doch, was ich erlebe…
Ich brauche nicht Bücher und verlogenes papier…ich habe die natur, die stillen stunden zwischen abend und morgen…begebnungen mit zarten geschöpfen im rauchen der eichen…wenn ihr das doch verstehen könntet…
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#25   Sirilo   16:34:32 | Montag, 13. März 2006
@Hrodgar
„Das Ziel ist es, die Götter, die heute so Präsent sind wie damals, zu ehren, ihren Rat zu würdigen und mit ihrer Führung zu leben. Warum das nicht gehen soll ist mir schleierhaft.“
Ganz einfach: weil es diese Götter nicht gibt.
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#24   Hrodgar   15:36:57 | Montag, 13. März 2006
…aber eigentlich völlig unwichtig.
Herr Parzifal,
SIE hatten die Errungenschaften des römischen Reiches in die Diskussion eingeführt.
Jetzt sagen Sie, es sei völlig unwichtig.
Nun gut, das wußte ich zuvor schon. Aber immerhin sehen Sie es jetzt auch.
Das germanische Heidentum basiert nicht auf einem magischen Weltbild, auch wenn dieses so an den Katholischen Hochschule so gelehrt wird.
Es basiert auf der persönlichen Begegnung des Gläubigen mit den Göttern im Ritual.
Recht haben Sie damit, daß es nicht auch einer Schrift oder Dogmen basiert.
Der germanische Götterglaube wurde von den Nazis anfangs instrumentalisiert, weshalb sog. „Experten“ auch ausgesandt wurden, wie Sie schrieben.
Als man merkte, wie sehr dieser Glaube auf der Freiheit und der Toleranz beruht, drehte man den Spieß um und verbot die germanische Religion kurzerhand. Das ganze sehe ich zusammen damit, daß Hitler sich auf Jesus und die Kirche berief, aber die Ermordung aller Christen geplant hatte, wenn erst mal alle Juden weg und der „Endsieg“ errungen war.
Will sagen: was dieNazis so getrieben haben, hat für Sie und mich keine Relevanz. Die haben eh alles mißbraucht.
Sicher werden wir die Götter nicht genauso ehren wie vor 1500 jahren. Das ist auch nicht das Ziel.
das Ziel ist es, die Götter, die heute so Präsent sind wie damals, zu ehren, ihren Rat zu würdigen und mit ihrer Führung zu leben. Warum das nicht gehen soll ist mir schleierhaft.
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#23   Parzifal   14:45:17 | Montag, 13. März 2006
Das ist ja alles schön und gut
aber eigentlich völlig unwichtig.
Erstens basierte das Römische Reich prinzipiell ebenfalls auf Heidentum. Und zweitens stellt sich die Frage was daraus an Forderungen oder Konsequenzen für die heutige Geselschaft folgen soll. Wollen Sie das Heidentum wieder beleben? Das dürfte sehr schwierig werden. Solche Religionen basieren naturgemäß nicht auf Schriften oder bestimmten quasi dogmatischen Überzeugungen sondern auf einen durch und durch magischen Weltbild. So etwas kann man nicht sozusagen im Labor wieder beleben wie Dinosaurier in Jurassic Park wieder belebt werden. Das Heidentum ist tot und es gibt keine Möglichkeit es wieder zu erwecken. Selbst die Nazis die ähnliches vor hatten haben das früh erkannt und deshalb Experten losgeschickt die in Indien oder im Buddhismus Dinge finden sollten die man entsprechend (im Sinn eines Neuheidentums) verwerten konnte. Da solte also eine Art Kunstreligion geschaffen werden. Da stellt sich dann die Frage warum ich an etwas künstlich geschaffenes glauben sollte. Sie können es drehen und wenden wie sie wollen, das heutige Deutschland ist historisch, politisch und gesellschaftlich nur mit Hilfe des Christentums zu verstehen.
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#22   Hrodgar   14:12:07 | Montag, 13. März 2006
Oh, die Primitiven Bauern
Verehrter Herr Parzifal,
1) „Das Heidentum“? umfasst einige Hundert, vielleicht auch tausend verschiedene Kulte rund um den Globus. Ihre Synopse scheint Interessant zu sein. Besonders der Teil, der die Religion eines nomadisierenden Jägervolkes als Bauernreligion entlarvt.
2) Bauern sind primitiv. Gute feststellung, die nur einer Gesellschaft entspringen kann, die den Zusammenhang zwischen Natur und Ernährung verleugnet hat.
3) Die Römische „zivilisation“ hatte ihren Bestand zunächst einmal in der Errungenschaft der Sklaverei. In seiner Blütezeit beutete eine Oberschicht von nicht einmal 10% Freier eine unterschicht von 90% Sklaven aus. Es ist eine Bedeutende Errungenschaft der Hochkultur, das Recht des Stärkeren soweit über die Stärke des Rechtes zu stellen!
4) Das heidnische indogene Hethitische Großreich schaffte berteits um 1300 v.Chr. die Todesstrafe faktisch ab und unterwarf den König denselben Gesetzen wie die übrigen Bürger.
Das ist eindeutig primitiv zu nennen, gemessen an der Zivilisaton der Sklaverei.
5) Das Rom, daß Sie hier als Zivilisiert hinstellen, hat immerhin über lange zeit hinweg Ihre Glaubensbrüder verfolgt und massenweise in der Arena verbluten lassen! WOW! Das ist zivilisiert, was? Sie schänden das Gedenken an Ihre eigenen Blutzeugen! Nichts von dem, was Rom der Welt gebracht hat, hat die Welt wirklich gebraucht! Und auch dem Christentum wäre es besser bekommen, nicht von der Frucht der Macht Roms genascht zu haben.
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#21   Parzifal   13:18:21 | Montag, 13. März 2006
Deutschland ist nicht heidnisch!
Ganz abgesehen davon war das Heidentum eine Bauernreligion von Primitiven und Rückständigen. Man kann hier sicherlich Parallelen zu heutigen sog. Neoheiden sehen. Immerhin war es das Römische Reich, zu damaliger Zeit der Inbegriff von Zivilisation und Kultur dass sich zum Christentum bekehrt hat.
Darüber hinaus sollten sich Leute die Katholizismus im Widerspruch zu Menschrechten sehen, mal fragen warum Aufklärung und Menschrechte im christlichen Europa entstanden sind und nicht im Islam oder hinduistischen Indien. Tatsächlich kann man die Entwicklung von Liberalismus, Menschenrechte usw. nur vor dem Hintergrund des Christentums verstehen. Ausserhalb Europas wird das ja auch ganz selbstverständlich zusammen gedacht.
In vielen Postings hier äußert sich der blanke Selbsthass. Es ist teilweise wirklich erstaunlich mit wie viel Energie und Begeisterung manche Leute ihre eigene Geschichte und Kultur schlecht reden.
Man sollte vielleicht auch mal ein bisschen pragmatisch denken. Auch den sog. Säkularen und „Aufgeklärten“ könnte eine ordentliche Portion Pragmatismus nicht schaden. Beispiel islamische Zuwanderung: Es gibt eine gar nicht kleine Minderheit arabischer Imigranten die keineswegs am typisch europäischen Selbsthass krankt, sondern einen wesentlich unkomplizierteren Bezug zur eigenen Religion besitzt. Die interpretieren dann Säkularismus und Agnostizismus nicht als hehre Ideale irgenwelcher Menschenrechte sondern als ein Zeichen von Schwäche eine alternden Europas.
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#20   bonifatius   12:42:37 | Montag, 13. März 2006
@Hrodgar
Ihr seit 30. März erfolgtes Geschreibsel ist genug Beweis für ihr Unrecht.
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#19   Hrodgar   11:36:32 | Montag, 13. März 2006
@Bonitatius
Ist das alles, was Ihr zu bieten habt? Ist das Eure Glaubensstärke?
„Bonifatius“ heißt doch so in etwa „Täter des Guten“.
Alles was ich von Ihnen lese sind Beschimpfungen!
Sind Beschimpfungen in Ihren Augen „Gutes“?
Aber Sie bleiben Ihrem Vorbild, dem „Apostel der Deutschen“, treu… Mal sehen wie weit…
Habe ich Unrecht, so weisen Sie es nach.
Habe ich nicht unrecht, warum beschimpfen Sie mich?
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#18   bonifatius   11:23:15 | Montag, 13. März 2006
Hrodgar, der Grinser
Wenn ich ihre Postings so durchgehe, dann strotzen sie nur so von Haß auf die Katholiken. Meist ist es den von Christus abgefallenen eigen, vor allem, wenn sie noch sozusagen Funktionäre gewesen sind. Habe in meinem Leben leider so typische Beispiele erlebt.
Ansonsten interessiert mich ihr pseudophilosophisches Geplappere wenig. Es ist auch in einem katholischen Forum kaum diskussioswürdig.
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#17   Hrodgar   10:01:41 | Montag, 13. März 2006
„In einem militant antichristlichen Heidenstaat, wie es Deutschland geworden ist „
Da muß ich aber doch grinsen.
Hier verkünden Katholiken, daß sie die Demokratie für abschaffenswert halten, und beschimpfen die Heiden als militant.
Da fragen mich Katholiken in diesem Forum, wie viele Heiden es wohl gäbe, daß ich anregen könnte, heidnische Kultorte zurückzugeben, und andererseits wird Deutschland zum Heidenstaat ausgerufen…
Sagen Sie mal, lieber Bonifatius, was meinen Sie eigentlich wirklich? Was von alledem, was Sie so in verschiedenen Beiträgen an widersprüchlichem schreiben, ist Ihre echte Meinung?
Und noch etwas: Wenn Deutschland ein militanter Heidenstaat wäre, gäbe es nicht diese Seite hier.
Aber militante Durchsetzung einer Glaubensrichtung ist mir eher von den Christen bekannt als von den Heiden Nordeuropas.
Desweiteren: Welches Heidentum meinen Sie?
Keltisch?
Asatru?
Slawisch?
„Heidentum“ meint eigenlich meist „Naturreligion“.
Bitte drücken Sie sich doch einmal klar aus, damit man weiß, wovon Sie sprechen.
Oder meinten Sie „atheistisch“? das wäre dann aber unheidnisch.
oder meinten Sie „säkular“? das wäre zwar zutreffend, jedoch nicht als „militant“ zu bezeichnen.
Ich bitte um genauere Differenzierung.
Übrigens: Was hat die Privatmeinung eines Vereines, der sich auf der Grundlage schwindender mitgliederzahlen zu Abverkäufen seiner Liegenschaften gezwungen sieht, im Lehrplan zu suchen?
Wir haben auch kein Fach „SPD“, obgleich dieser Verein besser darsteht als Ihrer.
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#16   Werner †   08:05:43 | Montag, 13. März 2006
Religion
Die religiöse Infiltration von Kindern in der Schule sollte eigentlich schon lange ein Ende haben. Wenn Kinder in die Kirche gehen ist das in Ordnung. Aber im Unterricht hat Religion überhaupt nichts verloren, genausowenig wie Kreuze an den Wänden oder Volksverhetzung gegen Schwule und Lesben.
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#15   bonifatius   21:25:10 | Sonntag, 12. März 2006
@Krzzz…:
„Moralischer Verfall in Deutschland? Woran denken Sie da konkret?“
An sie und ihresgleichen!
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#14   rainer müller   20:23:33 | Sonntag, 12. März 2006
religio versus ethos
Lieber Sirilo,
bitte lesen Sie doch mal Augustinus „de vera religione“. Viel Freude damit
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#13   bonifatius   18:20:57 | Sonntag, 12. März 2006
@Navon, der Aufklärer
„Ja ich kenne die Bibel, habe sie – zu meinen religiösen Zeiten KOMPLETT gelesen“ – aber nichtverstanden. Humanismus, Aufkilärung und die Französische Revolution sind enger verwandt als sie Aufgeklärter je ahnen können.
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#12   Sirilo   17:25:33 | Sonntag, 12. März 2006
Historische Anmerkung
„Die Ethik findet ihre Grundlage in der Religion.“ Das stimmt so aber nicht, denn z.B. hat Aristoteles seine Nikomachische Ethik entwickelt, lange bevor es eine christliche Religion gab.
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#11   Navon   15:35:53 | Sonntag, 12. März 2006
@ bonifatius
Außer Namen verunstalten und Ad-Hominems verteilen scheinen Sie ja nicht viel zum Thema zu sagen zu haben.
Schon dass Sie Humanismus und die Parole der franz. Revolution in einen Topf werfen zeugt von ihren mangelnden Geschichtskenntnissen.
Anbei: Ja ich kenne die Bibel, habe sie – zu meinen religiösen Zeiten KOMPLETT gelesen. Sie auch?
Was haben Sie dagegen, wenn Eltern von ihrem Recht auf Erziehung ihrer Kinder und Religionsfreiheit Gebrauch machen? Religion ist Privatsache und hat in Schulen rein garnichts zu suchen. Wenn doch, dann sollen die Kinder ALLE Religionen gleich betrachten, was schon vom Aufwand (und dem Sinn) unmöglich ist. In Zeiten von PISA sollten fürs spätere Leben wichtige Fächer wie Deutsch, Mathematik, Geschichte, Sprachen und Naturwissenschaften an Schulen vermehrt und besser gelehrt werden. Wenn die Eltern und Schüler einen Religionsunterricht wollen, kann dieser auch nach der Schule gebracht werden. Die Schulen sind doch keine Indoktrinationsanstalt für Ihren Verein.
Navon
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#10   Krzyszek   15:24:16 | Sonntag, 12. März 2006
Konkret?
Moralischer Verfall in Deutschland? Woran denken Sie da konkret?
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#9   bonifatius   15:06:18 | Sonntag, 12. März 2006
Ethik = Feigenblatt für schlechtes Gewissen
@Navaro, der Märchenerzähler, hat von Geschichte keine Ahnung. Kennt weder die Bibel noch hat er von dem vielen Märtyrerblut, das für die Glaubensfreiheit geflossen ist, eine Ahnung. Tausende sind alleine während der Französischen Revolution unter Gejohle der „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und des Humanismus“ auf dem Schafott oder sonst wie grausam ermordet worden.
Zum Religionsunterricht: In einem militant antichristlichen Heidenstaat, wie es Deutschland geworden ist (auch große Teile der EU und der USA), ist ein staatlicher Religionsunterricht sinnlos. Den meisten Kindern fehlt jeder Bezug zum christlichen Glauben, ja großenteils besitzen sie eine Aversion. Auch sind die Religionslehrer heute kein Glaubensverkünder und damit auch fehl am Platz. Religionsunterricht kann nur im privaten Kreise einer Glaubensgemeinde erfolgreich sein. Und Ethik ist ein Feigenblatt für das schlechte Gewissen. Es kann den moralischen Verfall in Deutschland nicht aufhalten!
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#8   k_c   14:15:16 | Sonntag, 12. März 2006
Schwatzfach
Mit dem gewollten Ethikunterricht würden die Schüler somit dazu verurteilt, ein weiteres Schwatzfach abzusitzen, das den Stundenplan sinnlos fülle.
Hat der Herr Kardinal überhaupt den Hauch einer Ahnung davon, was Religion derzeit für die Schüler darstellt?
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#7   Navon   14:13:06 | Sonntag, 12. März 2006
antwortet
@ Sulpicius: Warum sollten die Menschenrechte dann wertlos sein? Wieso glaubst Du, dass Menschen nicht in der Lage sind, sich selbst Rechte und Pflichten zuzugestehen?
@ Sünder: Heutzutage spricht der Papst gegen die Toesstrafe, allderdings nicht sehr oft oder sehr laut. Und es gab Zeiten, wo das noch ganz anders war und die Todesstrafe mit der Bibel begründet wurde.
Gerade die achso christlichen USA haben die Todesstrafe noch (und genügend andere, religiös geführte Staaten). Länder wie die meisten in Europa, in denen die Kirchen kaum bis kein Mitspracherecht in der Politik haben, kennen auch keine Todesstrafe mehr.
Aber das nur nebenbei. Was genau soll denn nun an dem Ethik-Unterricht in Schulen schlecht sein? Außer dass er in direkter Konkurrenz zum Religionsunterricht steht (was nicht per se schlecht ist), kann ich keinen Nachteil erkennen. Oder sehn hier die Kirchenoberen nur wieder ihren Einfluss auf die kleinsten und eine Möglichkeit zur Indoktrinierung schwinden?
Navon
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#6   Elendester Sünder   13:36:31 | Sonntag, 12. März 2006
Der Teufel in Gestalt eines lichten Engels
Navon, stimmt alles, was du sagst, mit Ausnahme der Abschaffung der Todesstrafe.
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#5   Sulpicius   13:16:20 | Sonntag, 12. März 2006
Menschen“rechte“ …
… ohne Rückbindung an die Offenbarung sind sowieso wertlos!
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#4   Navon   12:53:26 | Sonntag, 12. März 2006
@ Sulpicius
Vielleicht können Sie ja etwas mehr bringen als ein schwaches Ad-Hominem?
Sklaverei, Todesstrafe, Religions-UN-freiheit lassen sich mit der Bibel klasse begründen, das Gegenteil nicht. Demokratie steht den hierarchischen Glaubenssystemen direkt entgegen. Menschenwürde, Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung wird in derr Bibel nicht mal ansatzweise erwähnt, im Gegenteil.
Ach und wann hat nochmal der Vatikanstaat die Menschenrechts-Encharte unterschrieben und ratifiziert?
Achso ja, bis heute nicht…
Navon
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#3   Sulpicius   12:11:50 | Sonntag, 12. März 2006
@Navon
Gehen Sie besser noch mal in den Geschichts- und Kirchengeschichtsunterricht…
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#2   Navon   11:57:53 | Sonntag, 12. März 2006
Religion = Grundlage der Ethik???
Na wenn da mal nicht der Wunsch der Vater des Gedanken war…
Das das nicht stimmt, kann man schon daran erkennen, das viele gesellschaftliche Werte, die unsere Ethik heute bestimmen, GEGEN den Willlen der Kirche erkämpft wurden:
Abschaffung der Sklaverei, Abschaffung der Todesstrafe, Demokratie, gleices Wahlrecht für alle Bürger, Studium auch für Frauen, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Menschenwürde etc. etc. etc.
All diese Dinge sind Grundpfeiler unserer Ethik und Moral und keine Idee der Kirche.
Das Ihre These nicht stimmt, kann man ja schon sehen, wenn man mal mit Nichtchristen spricht. Auch diese haben eine Ethik und eine Moral und die unterscheidet sich kaum von der der Christen.
Navon
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#1   Beobachterin   11:09:01 | Sonntag, 12. März 2006
zum Scheitern verurteilt
„Die Ethik findet ihre Grundlage in der Religion“ sagt Papst Benedikt XVI. Woher auch sonst sollte eine Ethik ihre Legitimation beziehen? Wollte es der Staat sein, der vorschreibt, wie Ethik zu sein hat, so wäre es ein totalitärer Staat.
Daher ist ein bloßer Ethik-Unterricht ohne Religionsbezug nicht möglich und zum Scheitern verurteilt. Der Vorschlag eines Ethik-Unterrichts ist bezeichnend für die rot-rote Regierung in Berlin.
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