Der Präfekt der Glaubenskongregation hat kürzlich seinem Nachfolger in San Francisco verboten, was er dort selber praktiziert hat.
(kreuz.net, San Francisco) Während seiner zehn Jahre als Erzbischof von San Francisco erlaubte Mons.
William Levada in drei Fällen, daß Kinder vom Sozialdienst seiner Erzdiözese zur Adoption an Homo-Paare
freigegeben wurden.
Jetzt sitzt Mons. Levada als Nachfolger von Kardinal Joseph Ratzinger in der Glaubenskongregation
in Rom. Sein Amt in San Francisco übernahm kürzlich der ehemalige Bischof von Salt Lake City, Mons.
George Niederauer.
Am vergangenen Donnerstag erklärte Mons. Levada von Rom aus, daß es keinem Bischof
erlaubt sei, Adoptivkinder bei Homosexuellen unterzubringen.
Diese Meinung tat der jetzige Präfekt der
Glaubenskongregation in einem Email an seine frühere Erzdiözese kund. Das berichtete die US-Tageszeitung
‘Boston Globe’ am Freitag.
Mons. Levada gesteht in seinem Schreiben, daß während seiner Amtszeit in
San Francisco drei „schwer zu plazierende“ Kinder von Homo-Paaren adoptiert wurden.
Der Präfekt der
Glaubenskongregation erklärt, daß diese Vermittlungen auf „Angemessenheitsurteilen“ über die Bedürfnisse
der Kinder, die Lehre der Kirche und die Aufgabe des Sozialdienstes beruht hätten.
Dennoch erinnert
Mons. Levada unbeirrt an ein vatikanisches Dokument aus dem Jahr 2003, das klarstelle, „daß katholische
Sozialdienste keine Adoptivkinder in Homo-Haushalte plazieren dürfen“.
Die im Dokument angegebenen Gründe
sowie das mögliche Ärgernis unter den Gläubigen, wenn die Erzdiözese gegen „die klare Lehre des kirchlichen
Lehramts“ verstoße, verlange, daß „ein katholischer Bischof in seiner Aufsicht über die katholischen
Sozialdienste die klaren Leitlinien des Heiligen Stuhles befolge“ – schreibt Erzbischof Levada überzeugt.
Ein Sprecher der Erzdiözese San Francisco erklärte jetzt, daß die gegenwärtige Praxis neu überprüft
werden solle.
Nur wenige Stunden vor dem Eintreffen des Schreibens aus der Glaubenskongregation hatte
der gleiche Sprecher die Kindervermittlungen an Homo-Paare noch verteidigt.
Die Erzdiözese San Franscisco
vermittelte in den letzten fünf Jahren fünf Kinder an Homo-Paare.
Der Direktor des katholischen Sozialdienstes
in San Francisco erklärte, daß er um die vatikanische Erklärung wisse.
Doch angesichts der Aufgabe
seiner Institution, „den Bedürfnissen verletzlicher Kinder zu dienen“, halte er Homo-Adoptionen für
angemessen.
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15 Lesermeinungen
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Adoptivkinder bei Homosexuellen unterzubringen. So schlimm ist das auch wieder nicht,man müsste die Kinder
fragen,ob sie glücklich und gesund aufwachsen dürfen und ob es Ihnen gut geht.Homosexuelle Paare haben
oft,so wie auch Hetero einen großen sozialen Freundeskreis,von da her hätten sie gute Vorrausetzungen
für eine gute Entwicklung Ihrer Persönlichkeit und für eine frohe unvoreingenommene Zukunft ohne gesellschaftlich
aufgezwungene moralische Diskreminierungen. Natürlich dürfen Hetero-Paare auch nicht übergangen werden,wenn
Sie Kinder adoptieren wollen. Es sollte darum wenn möglich kein feindlich gesinntes Konkurrenzdenken
stattfinden,wenn es um die Zukunft der Kinder geht.Ein freundliches Miteinander wär nett. Homosexuelle
Menschen sind oft sehr nett und freundlich und keineswegs leibfeindlich,im Gegenteil! Sie wollen eben
auch einfach leben,einfach auch für sich selber da sein.Wer sich selber mag ,der liebt auch seinen Nächsten
eher! Der Brief an die Römer:8:33 Wer kann die Heiligen(Auserwählten)Gottes anklagen? Gott ist es,der
gerecht macht!
#14 Dr. Otterbeck 07:31:25 | Mittwoch, 15. März 2006
Karrieren Ein Nachteil der kath. Hierarchie ist, dass Personalia noch heißer diskutiert werden als mitunter
in der Politik und viele haben Spaß daran. Sollen etwa alle dt. Kardinäle nach Rom „verbannt“ werden?
Das ist doch Unsinn. Das Problem sind doch gar nicht die dt. Bischöfe als Personen, so gern sich manche
wie Regierungspräsidenten (die bescheideneren: wie Landräte) gerieren. Die Frage ist doch: VON WAS ist
man in Dtld. Bischof? Von einer Ortskirche? Oder von einem historisch (hysterisch?) gewachsenen Konglomerat
aus Personalbeständen, Vermögensbeständen, Archivbeständen. Der Einfluss auch des wohlmeinendsten
Bischofs auf sein „geistliches Fürstentum“ ist doch, trotz im Prinzip monokratischer Struktur, erschreckend
gering. Befehlsgewohnt wie man aus Vorkonzilszeiten war, glaubte man, die Neue Gestalt der Kirche-in-Deutschland
verordnen zu können. Eine Dokumentation der „Reformproduktion“ 1965-1975 würde Regalmeter füllen! Eine
tragische Fehlanalyse. „Gemeinde bauen“ lässt sich nicht durch Runderlasse verfügen. Die „Massen“ haben
also den Machtanspruch, der sich hinter der Reformpolitik –- trotz freundlichen Gesichts –- abgelehnt;
mit Recht. Denn zwischen Klerus und Laien muss ein Vertrauensband auf Gegenseitigkeit bestehen. Solange
aber auch wohlmeinende Priester nicht erkennen, dass z.B. der Laie als Beter einen Anspruch auf liturgische
Authentizität hat, kommt ihm nicht in den Sinn, dass ihm das Allg. Priestertum der Getauften eben auch
Pflichten aufnötigt.
Unqualifizierter Ratzinger-Nachfolger Der frühere Erzbischof und jetzige Ratzinger-Nachfolger als Glaubenspräfekt
hat sich somit an „himmelschreienden Sünden“ schuldig gemacht („Sünden, die die Rache Gottes herausfordern“).
Gott möge ihm vergeben, was er den Kindern mit einer Homo-Adpotion angetan hat. Der Hl. Vater möge ihm
vergeben, aber wie konnte Er ihn zum Glaubenspräfekten ernennen?
@Irenäus Nur leider wird ein neuer Bischof in Mainz vom Domkapitel gewählt! Von diesem ist jedoch nichts
Positives zu erwarten. Dort wird katholischer Glaube ganz demokratisch unterdrückt! Anders ist es auch
nicht zu erklären, daß im Bistum Mainz kein schwuler Priester etwas zu befürchten hat, auch wenn seine
Unzucht den Oberen bekannt ist. Na in Mainz scheint eher die Homosexualität Weihevoraussetzung zu sein!
Traurig aber wahr, daß nix geschieht
Mal was Grundsätzliches zu Levada Mal abgesehen vom Thema oben: Levada ist eine Null und im Vergleich
zu seinem Vorgänger ein winziges Lichtchen. Der karrieregeile Zickzack-Kurs beweist es. Merke: Wichtige
lehramtliche Dinge entscheidet dieser Papst selbst. Für die paar Mails und Botengänge ist Levada aber
gut genug.
@ catharina Was wäre denn von kreuz.net berichtet worden, wenn der Erzbischof sich im anderen Sinne ausgesprochen
hätte. Dann müsste man sein Handeln entsprechend benennen und seinen Irrtum blosszulegen, um dem Teufel
jeden Raum wegzunehmen. ist das so schwer zu kapieren?
Gesinnungswechsel Wenn der Gesinnungswechsel wirklich nur Karieredenken war, dann wurde der Teufel ja
mit dem Beelzebul ausgetrieben und es wäre trotzdem was gutes dabei rausgekommen.
Opportunität Es kommt also Bewegung in die Sache. Opportunismus hin oder her: Wenn das paulinische „opportune –
importune“ gelten soll, darf es also auch einmal opportun sein. Und in diesem Falle ist es das: eine wirklich
opportunitas, um die Lehre der Kirche klar zu stellen. Was wäre denn von kreuz.net berichtet worde, wenn
der Erzbischof sich im anderen Sinne ausgesprochen hätte.
Lehmann nach Rom Man sollte über eine Beförderung von Kardinal Lehmann nach Rom nachdenken. Vielleicht
würden dann in Mainz keine schwulen Priester mehr geweiht!
merkwürdige Logik…? oder merkwürdige Berichterstattung?? Seid doch froh, daß sich die Zeiten ändern –
bessere Überschrift: „Umdenken in San Francisco“ … oder so ähnlich- so jedenfalls vermittelt Ihr den
Eindruck, Ihr würdet eine konsequente Weiterführung des bisherigen Weges bevorzu’gen…