…oder greifen Sie ins richtige Fettnäpfchen. Der Kalender der österreichischen Bischofskonferenz für das Jahr 2005 lockt mit praktischen Lebensweisheiten. Ein interreligiöses „Grüß Gott“ von der katholischen Kirche. Gott selbst muß man mit der Lupe suchen.
(kreuz.net) Die österreichische Bischofskonferenz hat für das kommende Jahr 2005 den Kalender „Wende.Punkt“
herausgegeben. Das letzte Blatt ist individuell auf die einzelnen Diözesen des Landes abgestimmt. Inhaber,
Herausgeber und Verleger des Kalenders ist das Kommunikationsbüro der Diözese Linz (Oberösterreich).
Der Kalender sendet einen „Gruß der katholischen Kirche“.
Wer sich die Mühe macht, wird im Kalender
zweimal das Wort „Gott“ finden. Das erste Mal gleich zu Beginn. Dort erwartet den Leser ein freundliches
„Grüß Gott“. Auch im März findet „Gott“ durch ausdrückliche Erwähnung Beachtung.
Zum Monat März
heißt es außerdem: „Viele Sterbetage werden rasch vergessen. Und damit wird auch ein Mensch endgültig
vergessen. Ganz tot eben.“ Ganz tot eben nicht. Denn das weiß die unsterbliche Seele zu verhindern, von
welcher der Kalender allerdings nichts weiß.
Im eigentlichen kalendarischen Teil sind neben den katholischen
Feier- und Gedenktagen auch orthodoxe und protestantische Feste sowie jüdische und islamische Zelebrationen
und sogar die Gedenktage der Vereinten Nationen erwähnt.
Beispielsweise kennt der Kalender am 4. Oktober
2005 neben dem hl. Franz von Assisi und der hl. Aurea folgende Feste: „Jüd. Neujahr 5766, Beginn Ramadan
(islam.), Welttierschutztag“.
Der Kalender enthält – gut katholisch – kaum Worte aus der Bibel, schon
gar keine Auszüge aus päpstlichen Dokumenten, aus dem Katechismus oder dem Leben der Heiligen.
Auf
den Rückseiten der Kalenderblätter liest man dafür „Wissenwertes“ und „Lebenstips“: „Duschen Sie kalt.“
„Richten Sie ihren Blick fünf Minuten auf einen Punkt.“, „Ist Ihnen der Vogel entschwunden, dann beobachten
Sie einen anderen.“
Nicht zuletzt gibt der „Wende.Punkt“ Ernährungsbewußten folgenden Rat: „Greifen
Sie ins richtige Fettnäpfchen.“
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6 Lesermeinungen
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@ Mag. Steier Das ist ja interessant, was Sie da zum Besten geben … ich habe mich immer schon gefragt,
woher diese Sache kommt, das auf fast allen Kalendern heutzutage die Woche mit Montag beginnt. Selbst
conservative Theologiestudenten halten mittlerweile den Sonntag für den letzten Wochentag. Interessante
Interessensfelder haben da die alten Freimaurer von der UNO … Übrigens: Wieso ist eigentlich immer
noch die alte „Feindstaatenklausel“ gegen Deutschland aufrecht?
Katholischer Kalender Beginnt die Woche im (mir nicht bekannten) Kalender mit dem ersten Tag (Sonntag)
oder mit dem ersten Werktag (Montag)? Sonntag entspricht der katholischen Lehre und Tradition, Montag
einer weltlichen UN-Übereinkunft. An solchen „Kleinigkeiten“ zeigt sich, welchen Geistes Kind die Autoren
und Gestalter sind.
@ Pelagius Welchen „bischöflichen Arzt“ in Linz-Nähe meinen Sie? Ich danke Ihnen jedenfalls für die
glasklare Analyse. So könnte es sein! Österreichs jetzige Bischofskonferenz als Superstars der Neuevangelisation
beim Jüngsten Tag!
Pelagius meint: Spielen wir bitte nicht die Skandalisierten! Ist doch nett, daß man den Menschen von
heute etwas Religiöses, vielleicht gar Spirituelles mit auf den Weg durchs Jahr geben will. Homöopathische
Dosen wirken bekanntlich stärker als Unverdünntes. Seitdem ein bischöflicher Arzt in Linz-Nähe residiert,
weiß man darum noch besser als zuvor. Am Jüngsten Tag werden wir einmal sehen, wie groß die Früchte
des Kalenders in Wirklichkeit waren. Vielleicht werden manche flammenden Propheten und glühenden Traktätchenschreiber
dann erblassen, die österreichischen Bischöfe aber vor den Augen aller beschämten Apostel der Frontal-Evangelisation
triumphieren.
Könnte durchaus auch „Made in Germany“ sein Aber was erwartet man sich noch von officiellen Schriften
der officiellen concilsgeistverseuchten Kircheninstitution? Hitlers Kirchensteuergesetz hat schließlich
doch – wenn auch mit 25 Jahren Verspätung – den erwünschten Zweck gebracht: der katholischen Kirche
zu schaden. Diese Ansammlung an häretischen Druckwerk- und „Arbeitshilfen-„Produzenten sollte kein Katholik
finanzieren müssen. Österreichs kämpferischer Volksanwalt Ewald Stadler hat schon angekündigt, dieses
Zwangssteuergesetz der österreichischen Katholiken anzufechten. Wer den katholischen Glauben liebt, und
die Häresie und Sittenlosigkeit haßt, kann diesen tapferen Recken nur unterstützen.