Nationalsozialismus
Hetze des Klerus gegen den Nationalsozialismus
Bemerkenswert ist, daß die Abtreibung behinderter Kinder im Hitlerstaat nur bis zur 22. Woche erlaubt war – im Gegensatz zu heute. Von Hubert Hecker.
(kreuz.net) Vor dreißig Jahren wurde in Deutschland von der sozial-liberalen Koalition der revidierte Paragraph 218 verabschiedet. Danach war es erlaubt und legal, aufgrund einer „eugenischen Indikation“ ein ungeborenes Kind bis zur zwölften Schwangerschaftswoche zu töten.

Eugenische Indikation war die medizinische Umschreibung dafür, daß ein Mensch nicht als lebenswert angesehen werden sollte.

Bei der Neufassung des Paragraphen 218 im Jahre 1995 hat man von dieser euphemistischen Sprache und barbarischen Begründung Abstand genommen und zugleich den Tötungsrahmen erweitert.

Dieses justizpolitische Verbrämungskunststück ist im Paragraph 218a gelungen.

Danach wird die Tötung eines ungeborenen Kindes nicht mehr mit der Behinderung und damit dem Kind begründet, sondern aus der psychischen Belastung der Mutter.

Eine Kindstötung sei ärztlich angezeigt, „um die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des … seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren abzuwenden“.

Dabei soll der Arzt auch die „zukünftigen Lebensverhältnisse der Schwangeren berücksichtigen“. Praktisch kann das so ablaufen:

Nach einer Schwangerschaftsuntersuchung eröffnet der Arzt der Frau, daß Anzeichen für eine mögliche Behinderung bei dem Kind vorliegen.

Wenn dann die Schwangere stöhnt: „Oh Gott, das schaff ich nicht!“ Oder: „Das werde ich nicht durchhalten!“ – kann der Arzt eine medizinisch-psychische Indikation ausstellen, nach der das Kind abgetrieben werden kann.

Diese ärztlich indizierte Kindstötung ist „nicht rechtswidrig“, wird von der Krankenkasse bezahlt und kann bis kurz von der regulären Geburt legal durchgeführt werden.

Die Tötung eines Menschen im späten Stadium der Schwangerschaft ist kompliziert und grausam. Einige Kinder haben ihre eigene Abtreibung überlebt.

Die staatliche Legitimierung der Behindertenabtreibung steht in einer Rechtsparallele zu dem entsprechenden NS-Gesetz.

1935 gab Reichskanzler Adolf Hitler in einer Gesetzes-Novelle zum Erbgesundheitsgesetz die Erlaubnis zur Tötung behinderter Ungeborener.

Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933 war schon ein tiefer Eingriff in die Menschenwürde und die körperliche Unversehrtheit der Menschen. Aufgrund dieses Gesetzes wurden Männer und Frauen ab einem bestimmten Behinderungsgrad zwangssterilisiert.

Am 26. Juli 1935 machte das Hitler-Kabinett die Gesetzesnovelle Paragraph 10a „rechtsgültig“:

„Hat ein Erbgesundheitsgericht rechtskräftig auf Unfruchtbarmachung einer Frau erkannt, die zur Zeit der Durchführung der Unfruchtbarmachung schwanger ist, so kann die Schwangerschaft mit Einwilligung der Schwangeren unterbrochen werden, es sei denn, daß die Frucht schon lebensfähig ist“.

Bemerkenswert ist, daß die Abtreibung behinderter Kinder im Hitlerstaat nur bis zur 22. Woche erlaubt war – im Gegensatz zu heute.

Die gesetzlich angezielte Freiwilligkeit oder Zustimmung der Schwangeren wurde allerdings vielfach mit Druckmitteln und Schikanen unterlaufen.

Der Erzbischof von Breslau, Adolf Kardinal Bertram, protestierte bei der Planung der Novelle, indem er „feierlich Verwahrung gegen die Preisgabe des Lebens Ungeborener“ einlegte. Der Kardinal erhob auch seine Stimme bei der Verabschiedung, indem er im Namen der deutschen Bischöfe seine „große Erschütterung“ zum Ausdruck brachte.

Die Begründung von Kardinal Bertram ist noch heute gültig:

„Vom christlichen Standpunkt aus kann keiner irdischen Macht das Recht eingeräumt werden, das Gebot des Schöpfers: ‘Du sollst nicht töten!’ einem Schuldlosen gegenüber außer Kraft zu setzen.“

Die nationalsozialistische Kultur des Todes traf auf eine breite Ablehnung in der Katholischen Kirche. In einem Gestapo-Bericht von 1935 heißt es:

„Der niedere Klerus lehnt das Ideengut des Nationalsozialismus, vor allem den Gedanken von Rasse und Blut, kurzer Hand als areligiös ab. Einen besonders großen Raum nimmt in den Predigten die Rassenfrage ein. Die Maßnahmen gegen das Judentum und das Sterilisationsgesetz sind daher Gegenstand dauernder Hetze von Seiten des Klerus.“

Im August 1943 bekräftige der deutsch Episkopat erneut in seinem ‘Dekalog-Hirtenbrief’ die klare Ablehnung von Abtreibung und Euthanasie.

Kardinal Bertram selbst hatte schon vorher Protest dagegen eingelegt, daß der straffreie „Schwangerschaftsabbruch“ – so der Nazi-Jargon – auf Ostarbeiterinnen ausgeweitet worden war.
      
15 Lesermeinungen
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#16   Evelin   17:31:54 | Dienstag, 14. März 2006
Es gehören zwei dazu
BossCo schrieb: Hat sich das lockere Weibsbild, bevor es sich mit einem Kerl in’s Bett gelegt hat, über die evtl. Folgen nachgedacht?
Ich hoffe wohl, dass sich das lockere Mannsbild auch Gedanken macht, bevor es sich mit einer Frau ins Bett legt.
Abgesehen davon, hat diese Aussage mit der Thematik wenig zu tun.
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#15   BossCo139   11:25:25 | Dienstag, 14. März 2006
Hetze des Klerud gegen NS
Schlimm ist, daß ich als Mitglied der Krankenkasse gezwungen bin, den Kindesmord zu finanzieren.
Die BRD-Gestzgeber haben sämtliche Skrupel abgelegt.
– BRDigung der Moral –
(Hat sich das lockere Weibsbild, bevor es sich mit einem Kerl in’s Bett gelegt hat, über die evtl. Folgen nachgedacht?)
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#14   Dr. Christoph Heger   10:07:39 | Dienstag, 14. März 2006
betr. GerdEric
Ein Subjekt, das sich GerdEric nennt verleumdet den ehrwürdigen Bischof von Breslau Adolf Kardinal Bertram als „den Nazis wohl gesonnen“ und fügt dem noch weiteren antikatholischen Unsinn hinzu.
Ich gebe zu bedenken, daß diese bekannte Masche – deren Gipfel die unverschämte Resolution des israelischen Parlaments gegen eine Kanonisierung Pius XII. ist – nicht geeignet ist, das Verhältnis zwischen katholischer Kirche und Judentum zu verbessern. Aber daran ist diesem „GerdEric“ möglicherweise auch gar nicht gelegen.
MfG
Christoph Heger
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#13   Dr. Otterbeck   08:55:58 | Dienstag, 14. März 2006
Demokratie
will gelernt sein. Wir sind in Deutdschland noch nicht so weit, dass der Parlamentarismus grundgesetzkonform funktioniert. Aber es sind ja auch erst 60 Jahre und ein bisschen seit dem 8. Mai. Oder wie Paul Kirchhof am verg. Sonntag in Köln sagte: Die Gesellschaft überfordert den Staat; der Staat kann nicht „alles“ leisten. Die Kirche würde eine gute Figur machen, gelänge ihr eine liebenswürdige Katechese von der Relativität des Staates (zentrales Thema der kath. Sozialdoktrin, für die sich Tradi gar nicht interessieren), anstatt selber, wie Tarifparteien und Verbände, vor allem einen größeren Zapfhahn im Staatsfass zu wollen.
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#12   Romulus   22:39:03 | Montag, 13. März 2006
Danke kreuz.net
Ein Dankeschön an die Redaktion von kreuz.net für Bewußtmachung des gegenwärtigen Unrechtes. Ich schließe mich in meinem Urteil dem Athanasius vorbehaltlos an!
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#11   GerdEric   22:36:15 | Montag, 13. März 2006
Tja, gibt es denn
überhaupt noch Christen,
tschuldigung,
Katholiken?
in Frankreich nicht,
in Mexico nicht,
in Europa,
nirgends…?
nur im Vatikan!
aber nicht mal mehr dort,
denn Benedikt ist ja auch nicht so richtig katholisch,
eben nur der Papst,
und wer katholisch ist,
das bestimmt Kreuz.net…
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#10   Athanasius   21:49:38 | Montag, 13. März 2006
@kreuz.net
Ein herzliches Dankeschön für diesen Artikel, der die Tyrannei der heutigen „demokratischen“ Machthaber illustriert sowie die blutigen Parallele. Von der Sowjet-Union des Stalin war es bereits bekannt, dass sie Säuglingstötung bis 15 Wochen erlaubte, weil ein „unerwünschtes“ Kind sonst dem Arbeiter- und Bauernparadies ein Paar Rubel mehr kosten könnte.
Im „Aufgeklärten“ Frankreich von 1793-1796 war die Abtreibung legalisiert, auch im Mexico der Freimaurer in den 1920er Jahren, in der Sowjet-Union, im nationalsozialistischen Dritten Reich (das das rechtmässige Deutschland der Grenzen 1931 überschattete), im kommunistischen Ostblock, und jetzt wieder im…„freien“ Europa, Westeuropa also. 1973 fielen dann auch die USA und ihre Gesetze der Anbetung des „menschlichen freien Wollens“ zum Opfer.
‘Blut will zu Blut’ (1938). 1939-1945 Krieg (Blut). Jetzt gilt’s wieder. Blut will Blut. 1980er. Was kommt jetzt?
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#9   GerdEric   21:44:26 | Montag, 13. März 2006
war das
nicht der Breslauer Bertram,
der den Nazis wohl gesonnen war?
wie war es eigentlich mit dem Schutz der „Zigeuner“,
die in Deutschland mehrheitlich Katholiken sind?
wer schützte sie vor Terror und Sterilisation?
warum will kreuz.net das Naziregime auf Kosten abgetriebener Kinder rein waschen?
(das ist Missbrauch der, wie es kreuz.net formulieren würe,
ermordeten Kleinstkinder!)
und Interessant finde ich auch,
dass in einem anderen lieben Bericht gezeigte Bild der Mittelalterlichenvorstellung der Hölle…
Juden per se im Topf der Teufel…
(wobei der Teufel der Übeltäter ist,
die Juden halt die Opfer,
wie unter den Nazis auch
(und vergesst es nicht,
auch Hitler war Katholik))
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#8   bonifatius   20:29:47 | Montag, 13. März 2006
Fall Werner
Danke kreuz.net, daß sie das „Wernerische Pamphlet“ herausgenommen haben!
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#7   Fabianus   20:19:14 | Montag, 13. März 2006
Nächstenliebe
Solche Menschen leben in keinster Weise Nächstenliebe, die gerade bei den fanatischen Katholiken – und dazu gehören auch der Papst und seine Mitstreiter
Es ist gerade ein Ausdruck der Nächstenliebe, wenn der Papst und die Kirche sich gegen die Tötung des Ungeborenen stellt. Nur weil das Kind, damit meine ich der Mensch, noch nicht sichtbar auf Erden ist, sondern sich noch wachsend und entwickelnd im Schoß der Mutter befindet, wollen viele Menschen ihnen das Recht absprechen, zu leben. Stattdessen wird die Mutter in den Vordergrund gestellt. Die Kirche predigt einen vernünftigen Umgang mit der Sexualität. Dies ist weder blutrünstig noch grausam. Grausam nur für jene, welche den Menschen als Objekt der kurzweiligen Triebbefriedigung ansehen. Ersatunlich, dass diese, der Kirche oft fernen Personen, sich dennoch oft über sie auslassen. Man könnte der Meinung sein, dass ihnen die Kirche dann doch egal sein könnte. Das ist sie aber nicht . Warum? Weil sie eventuell im Innersten ein sich selbst nicht eingestehen wollendendes Schuldgefühl empfinden, welches die rasche Triebbefriedigung bei Weitem überdauert.
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#6   bonifatius   20:06:40 | Montag, 13. März 2006
@Werner,ein niveauloser Hetzer
Lieber Herr Werner, ihre „dreckigen Finger“ sollen doch nicht auf Fehler anderer zeigen. Von Abtreibung wechseln sie jaulend auf ihr Lieblingsthema, dem Homosex. Der Papst ist für sie ein „fanatischer“ Katholik. Sie hetzen gegen unsere „bluttriefende“ Kirche und fordern die Leute auf, aus ihr auszutreten. Ihr beleidigendes Gegeifere grenzt ja schon an strafbare Gesetzeswidrigkeit. Schämen sie sich! Sollten sie so gegen Muslime oder Juden herumkaken, so glaube ich hätten diese sie sehr bald mundtot gemacht. Verstehe kreuz.net nicht, daß sie solchen Schmutz posten dürfen.
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#5   Christin   19:45:33 | Montag, 13. März 2006
hey Werner:gegen Kreuz-net darfst nicht schimpfen,da darf „ich“frei schreiben …
…ohne als „verrückt“ abgestempelt zu werden und einen psychologischen Wahnsinn aufgedichtet zu bekommen.
Hier erlebt man Gemeinschaft,wo der Geist frei sein darf von jeder Verpflichtung „ Nächstenliebe“ üben zu „müssen“ um +jeden+Preis.
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#4   Parzifal   19:42:15 | Montag, 13. März 2006
Die Überschrift und die Illustration ist misslungen
Und das ist noch vorsichtig formuliert!!!!
Man muss wohl davon ausgehen dass hier mit Absicht eine so mißverständliche Überschrift gewählt wurde und der Artikel absichtlich mit einer derart mißratenen und geschmacklosen Grafik illustriert wurde.
@ Werner
Diese Seite hier ist nicht katholisch. Die tun hier nur so.
Falls sie das noch nicht bemerkt haben sollten.
Ich persönlich bin zwar gegen die sog. Homo-Ehe, weil ich nicht verstehe aus welchem Grund man Homosexualität institutionalisieren sollte, habe aber ansonsten nichts gegen gleichgeschlechtliche Liebespaare.
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#3   apex   19:41:42 | Montag, 13. März 2006
@ Werner
Ich bin auch total gegen Abtreibung. Aber ich bin auch gegen Leute, die mit billigsten Mitteln versuchen zu polarisieren und mit Ihren dreckigen Fingern auf die Fehler anderer Menschen zu zeigen.
Wenn das so wäre, hättest du erst recht gegen die Schwuler und ihre rechtsverdrehte Mentalität schreiben müssen.
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#2   Benedikt   19:39:28 | Montag, 13. März 2006
@ Werner
Ich empfehle jedenfalls jedem: AUSTRETEN und so etwas bluttriefendes wie es die katholische Kirche geworden ist
Geworden ist? Wo trieft denn in der kath. Kirche das Blut? Machen Sie sich doch nicht lächerlich.
fanatischen Katholiken – und dazu gehören auch der Papst und seine Mitstreiter
Auch cool…Sie werfen also dem Papst(!) im Ergebnis vor, dass er katholisch ist und für den Erhalt des katholischen Glaubens eintritt? Bei solchen Gedankengängen fehlen einem wirklich die Worte. LOL.
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