kreuz.net
Die Lefebvristen unter sich?
Seitdem die Kirche die Tore zur Welt aufgestoßen hat, leben die einzelnen Katholiken meist im Ghetto und in der Isolation einer glaubenslosen Umwelt. Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.
(kreuz.net) Gestern, am 13. des Monats – dem Fatima Marientag – öffnete ein neues Internetforum seine Pforten. Es nennt sich ‘kreuzforum’ und wurde von seinen Moderatoren sogleich zur „häresiefreien Zone“ erklärt.

Die Administration der Diskussionsrunde steht unter der Leitung von „Marcel“ und „Vetter Taferl“ sowie von weiteren Moderatoren, die von ihnen ernannt werden.

Die Diskussionen im ‘kreuzforum’ sind in zwei Abschnitte – „Kirche“ und „Welt“ – unterteilt.

Unter „Kirche“ wird über aktuelle und zeitlose Themen diskutiert. Es gibt dort auch „Verlautbarungen wichtiger Kirchenmänner der Tradition“.

Unter „Welt“ geht es um Politik, Gesellschaft und alles andere. Daneben werden Technikfragen und Forumspezifisches diskutiert.

Die Moderatoren wissen sich nach eigenen Angaben geistig mit der von Erzbischof Marcel Lefebvre in den 70er Jahren gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius X. – „dem Flaggschiff der katholischen Tradition in dieser wohl größten Kirchennotzeit der Geschichte“ – verbunden.

Das ‘kreuzforum’ ist – so Administrator „Marcel“ – eine Plattform für den Gedankenaustausch von Katholiken, „die sich an der ganzen christlichen Lehre, wie sie die Kirche seit über 1900 Jahren unverfälscht überliefert hat, orientierten“.

Die Administratoren legen Wert darauf, daß keine unkatholischen Ideologien verbreitet werden. Als Beispiele werden die Freimaurerei, der Modernismus, der Liberalismus, der Sedisvakantismus, der Atheismus und die Sodomie genannt.

Es wird auch vorhergesagt, daß sich im ‘kreuzforum’ vor allem Traditionalisten versammeln werden: „Katholiken, die gut wissen: Das Zweite Vatikanum ist insgesamt ungenießbar.“

Doch offenbar hat auch das Ungenießbare seinen Reiz. Der Diskussionsstrang über das letzte Konzil ist bisher das belebteste und beliebteste Disputationsgebiet.

Die Frage eines neuen Teilnehmers, ob auch „sogenannte Neokatholiken“ mitreden dürften, beantwortet Administrator „Vetter Taferl“ mit einem tapferen „sicherlich“.

Es gibt – wie in jedem Diskussionsforum – nicht nur die Möglichkeit zur Sperrung von Teilnehmern, sondern auch zur Veränderung von Beiträgen oder zur gegenseitigen Kontaktaufnahme mittels persönlicher Nachrichten.

„Häresiefrei“ heißt – so „Vetter Taferl“ –, daß niemand Irriges verbreiten darf, nachdem er diesbezüglich aufgeklärt und gewarnt worden sei.

Besonders allergisch werde man auf Beschimpfungen aller Art sowie auf die Verteidigung der sodomistischen Unzucht reagieren.

Diese Feststellung ist ein Seitenhieb gegen die Diskussionsstränge auf dem umkämpften Nachrichtenportal ‘kreuz.net’: „Wir sind grundsätzlich Gegner von Meinungsfreiheit, weil wir in keiner Weise bereit sind, Wahrheit und Irrtum die gleichen Rechte einzuräumen.“

Die Moderatoren des ‘kreuzforum’ freuen sich, daß sie bereits von den „Traditionalistas“ im angelsächsischen Diskussionsforum ‘Angelqueen’ begrüßt worden sind. Sie erwarten auch eine gute Zusammenarbeit mit „Traditionskatholiken weltweit“.

Das Werbebanner des neuen Lefebvristen-Forums auf dem Nachrichtenportal ‘kreuz.net’ veranlaßte kleinere katholische Nachrichtendienste bereits zur Mutmaßung, daß die Nachrichtenseite ‘kreuz.net’ und das neue Diskussionsforum ‘kreuzforum.net’ von den gleichen Kreisen geleitet werden.
      
53 Lesermeinungen
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#79   Marcel   10:53:50 | Mittwoch, 22. März 2006
Forum für traditionelle Katholiken
… heißt es. Das ist der Namen.
Das Logo umschmückt nur. Obwohl ich anfangs die Idee des Graphikers skeptisch betrachtete, denke ich inzwischen, daß durch die Verbindung der Elemente „tradi-tratsch“ und „häresiefreie zone“ im Logo sich selbstironisch das Spannungsverhältnis jeder katholischen Diskussion zeigt: der möglicherweise fließende Übergang zwischen Geschwätz und sinnvoller, wahrhaft katholischer Rede, die neben konstruktiver Kritik vor allem die Glaubensbrüder stärken soll. Die Kunst ist, die erstgenannte Gattung einzudämmen und die letztgenannte zu pflegen.
Daher enthalten die Kreuzforum-Anliegen und -Regeln eine gute Darlegung durch H.H. Pater MacDonald, FSSPX Australien: Wann ist katholische Kritik gut und nützlich, wann Geschwätz? www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=12&pid=774
Die bisherige Entwicklung des Kreuzforums geht in eine erfreuliche Richtung. Dafür gebührt allen Teilnehmern guten Willens Dank.
Daß sich die Abscheu der „katholischen“ Modernisten und Verbalextremisten hier gegen Kreuzforum entlädt, spricht durch den Umweg der Untugend Neid davon, daß der Bedarf an einem katholischen Forum durchaus auch bei ihnen erkannt wird.
Wichtig ist allein, daß auch weiterhin Katholiken den Weg ins Kreuzforum finden, die sich der ganzen katholischen Lehre der Kirche verbunden fühlen. Dort werden sie entdecken, daß „Lefebvristen“ keine exotische Gattung sind, sondern Syllabus-Katholiken, angeführt von allen vorkonziliaren Päpsten.
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#77   Stimme aus dem Tradiland   10:05:44 | Mittwoch, 22. März 2006
Blinde, die von der Farbe reden
Also ich muss ja sagen, dass es keine schlechte Idee ist, das neue Forum Tradi-Tratsch zu nennen. Tratschen hat die Bedeutung von „Belangloses reden“ oder „mal miteinander quatschen“. Wie es so unter Nachbarsfrauen ist, es wird eben viel gequatsch, massenhaft schmutzige Wäsche gewaschen und viel über andere gelästert.
Ungläubige, die vom Glauben reden. Götzendienergespräche, Homoaktion, hedonistisch-liberalistische Ausschreitungen, jede Menge modernistisches und dann glaubt die Höck’sche Meute, kreuzforum.net kritisieren zu müssen. Dort gibt es zum Unterschied von hier keine Rülpser, Beschimpfungen und die Verbreitung von Irrlehren.
Deswegen bleibt die Höck’sche Meute ja auf diesem Forum, wo sie sich ungestört im eigenen Dreck suhlen kann. Eine schweinische Inzucht sozusagen…:-)
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#76   Dr. Otterbeck   06:42:42 | Mittwoch, 22. März 2006
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen;
Ausschluss also der Weg der Rechten? Wie hieß doch der, der –- ganz anders geartet, mit Zöllnern und Sündern aß? Lieber Herr Höck, Ihre eifrigen Bemühungen sind überaus respektabel, aber dieses Forum nimmt doch derart groteske Züge an, dass man sich besser sagen sollte: „pas de zèle“ (Pius XI.).
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#74   Brandenburgis   11:47:29 | Sonntag, 19. März 2006
@Höcker
ja, ja, die IMs haben auch immer nur zitiert … sollten sie ja auch, eben das war ihr Job: Zitieren!
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#73   Dr. Otterbeck   08:26:22 | Sonntag, 19. März 2006
Auctoritas et veritas facit legem
Die genauere Unterscheidung, welche Autorität führt und welche verführt, wird das Drama des XXI. Jh. werden. Das petrinische Prinzip geht dabei, dank Vatikanum II, ganz gut ins Rennen. Denn die Römer haben ihren „Saustall“ ausgemistet (wozu bereits Papst Hadrian VI. 1522 aufgefordert wurde; aber manches Gebet wird nunmal mit leichter Verzögerung erhört; erhört werden alle). Es liegt mir fern, jedweden Nostalgiker zum Maurras-Zombie zu erklären, aber die Gefahr, dem Trugbild eines kath. „Islam“ zu erliegen –- Einheit von Recht und Religion als Ideal –- zwingt zumindest zu sorgfältiger Distinktion. Es steht auch jedem frei, Stalin, Franco oder Pinochet positiver zu würdigen als es die liberale Presse tut. Heinrich Mann hatte ein positives Bild von Stalin, Don Camillo bevorzugte Franco. Aufgabe aber ist die Zukunft: „Allez l’avant!“ Und da wird es noch Überraschungen geben, auch gute Nachrichten.
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#71   Brandenburgis   20:03:58 | Samstag, 18. März 2006
@Romulus
Es war mir klar, daß so ein Spruch kommen mußte. Aber was meinen Sie damit, Romulus? Ich lebe übrigens bereits seit 1980 im Westen und habe die Freiheit des Westens in herrlicher Weise mir nutzbar gemacht … Weltreisen, Hochschulstudium, Leben in Luxus, etc. etc.
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#70   Romulus   20:00:30 | Samstag, 18. März 2006
@Brandenburgis
Ähm, kann es sein, dass die DDR Sie vielleicht unbewußt mehr geprägt hat als Ihnen lieb ist? Was waren das für Zeiten als Feindbilder noch sooo klar waren. Schade, dass Sie die Freiheit von 1989 nicht für sich nutzbar machen konnten… Tragisch, wie so viele ostdeutsche Biographien…
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#68   Brandenburgis   19:43:55 | Samstag, 18. März 2006
@Höck
Höck, falls Sie überhaupt Katholik sind, was ich abstreite, dann sind Sie jedenfalls ein Staatsschutz-Katholilk, was 1:1 dem pseudo-christlichen Klüngel entspricht, der in der DDR in der „Nationalen Front“ organisiert war und kräftig der Stasi zuarbeitete. Ich habe ihn exakt 27 JAhre lang in unmittelbarster Nähe kennengelernt und kann über den Schaum vor IHREM Munde nur lachen !!!
Wer zudem nicht den Unterschied zwischen Franko und Stalin, unabhängig von dogmatischen und überhaupt religiösen Kategorien zu erkennen vermag, der ist genau so verblödet, wie Sie es eben sind. Fahren Sie doch zu H …
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#66   Toby   17:02:45 | Samstag, 18. März 2006
Christlicher Ständestaat???
Ich habe jetzt nicht die ganze Diskussion gelesen, aber einen christlichen Ständestaat zu fordern, ist vollkommener Unsinn. Was soll das, wenn mehr als 90 % der Staatsbürger die Lehrauffassungen der katholischen Kirche nicht teilen?
Das sind doch absolut unsinnige Nebenkriegsschauplätze, die hier ständig eröffnet werden. Lasst uns doch lieber über die Schönheit der klassischen Liturgie reden und über die Möglichkeiten, das entsprechende Gottesdienstangebot Apostolat im deutschsprachigen Raum weiter auszubauen.
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#64   Brandenburgis   16:38:58 | Samstag, 18. März 2006
@Höck
Wie oft soll ich es noch sagen, selbstverständlich bin ich Anti-Demokrat und lehne die BRD-Verfassung als gottwidrig ab. Daraus habe ich nie einen Hehl gemacht, deshlab ist es dumm, mich hier mal wieder zu „entlarven“.
Mit einem christl. Ständestaat. wären wir tatsächlich bestens bedient, Sie allerdings nicht, das gebe ich zu, denn Ihnen würde umgehend das Maul gestopft in einem solchen Staatswesen.
Bevor Sie mich hier wegen Verherrlichung der Sklaverei anklagen, müssen Sie erstmal den hl. Apostel Paulus und alle anderen Heiligen anklagen. Aber das tun Sie ja wohl schon die ganze Zeit … Ich möchte mich aber nicht hinter Paulus verstecken und sage, daß christliche Leibeigenschaft tausenmal besser ist als demokratische Freiheit, die tatsächlich Dienstbarkeit des Satans ist.
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#63   Romulus   16:05:43 | Samstag, 18. März 2006
Tratschen – quatschen – beichten
Also ich muss ja sagen, dass es keine schlechte Idee ist, das neue Forum Tradi-Tratsch zu nennen. Tratschen hat die Bedeutung von „Belangloses reden“ oder „mal miteinander quatschen“. Wie es so unter Nachbarsfrauen ist, es wird eben viel gequatsch, massenhaft schmutzige Wäsche gewaschen und viel über andere gelästert. Wie dem auch sei, der Wahrheit hat Tratsch noch nie gedient. Schlimm, dass die Lefebvristen sich als Hüter der katholischen Tradition aufspielen. Das sind sie definitv nicht. Ich hoffe die Herrschaften denken an das achte Gebot bei der nächsten Beichte. Aber Achtung: Beichten sind bei FSSPX Priestern nur bedingt gültig (da die Sache mit der Inkardination nicht klar ist). Also dann doch ins nächste katholische Kloster gehen.
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#61   Brandenburgis   11:42:06 | Samstag, 18. März 2006
Meinungsfreiheit
Nur damit keine Mißverständnisse entstehen: Ich stehe zu allen Aussagen, die ich hier im Forum gemaht habe und bestätige sie nochmals:
1. Religionsfreiheit gibt es nur für die Kirche, die die Wahrheit uneingeschränkt lebt.
2. Meinungsfreiheit gibt es nur für Positionen, die mit der Wahrheit der Kirche nicht in Widerspruch stehen
3. Die Lehre der Gleichheit ist als destruktiv abzulehnen
4. Pinochet war der befreier Chiles, der das Recht ehrgestellt und nicht gebrochen hat.
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#59   Stimme aus dem Tradiland   17:56:46 | Donnerstag, 16. März 2006
Höck doch kein Fan der Menschenrechte?
dieselbe Person hat nun auch auf der Leserartikelseite des kreuz.net eine Vielzahl von Holocaust-Karikaturen zugänglich gemacht.
Na, na, na, Sie werden doch nicht auf einmal gegen die Meinungsfreiheit, die Informationsfreiheit usw. sein…?
:-)
Höck ist wirklich ein „putziges Herzchen“.
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#58   Marcel   17:45:47 | Donnerstag, 16. März 2006
Kurze Würze
Traditionsstimme schrieb: Wie schon auf einem anderen Forum zu lesen: Höck grunzt wieder einmal herum…:-)
… das ist bei Antifaschisten „normal“ und gilt offenbar auch für Antiklerikalfaschisten, die die jahrhundertelange überlieferte Lehre der Kirche beleidigen und verächtlich machen und gar nicht merken, daß sie Wasserträger der freimaurerischen 1789-Revolution sind.
Fehlende Weisheit wird mit diffamierenden Schlagworten und Verbalschlägerei kompensiert.
Am besten: großflächig ignorieren.
Es ruft im Walde aus jedem „Erdloch“: Was juckt es die Eiche, wenn sich eine Wildsau dran reibt? :-)
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#56   Stimme aus dem Tradiland   15:33:51 | Donnerstag, 16. März 2006
Höck: Antiklerikal – Anarchist
Wie schon auf einem anderen Forum zu lesen: Höck grunzt wieder einmal herum…:-)
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#54   Stimme aus dem Tradiland   14:11:47 | Donnerstag, 16. März 2006
Würzige Kürze
Hitler schlecht – Pinochet gut.
Crosslink & Maxentius schlecht – Brandenburgis gut.
Höck jenseits von gut und böse – Marcel ausgezeichnet.
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#52   Marcel   12:47:44 | Donnerstag, 16. März 2006
In der Kürze liegt die Würze
… wie Brandenburgis’ Beitrag erneut beweist. Famos. :-)
Was die FSSPX-Bischöfe an glaubensmäßger Weisheit durch ihr Echo der vorkonziliaren Kirchenlehre widerhallen lassen, verzahnt sich gut mit den von ihnen betreuten Laien. So war es schon, bevor die Kirchenführung 1965 Christus entthronte.
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#51   maxentius   11:39:56 | Donnerstag, 16. März 2006
Selbstgefällig
Na das ist wiedermal eine selbstgefällige Aktion. Aber unter Gleichgesinnten lebt man nunmal am bequemsten.
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#49   Brandenburgis   09:37:37 | Donnerstag, 16. März 2006
@Thomas A. Höck
Sie können den Beitrag der „Stimme“ nicht widerlegen, weil er dem Evangelium und der gesamten Tradition der Kirche und der Geschichte entspricht. Sachfremd ist Dignitatis Humanae, der Sie hier sinnlos nachplappern; und aus welcher Ecke die Stimme (und auch ich, mit Verlaub) kommen liegt völlig offen: der Ecke des rechtgläubigen Katholizismus, der „Ecke“ der kirchlichen Lehre von Pfingsten bis zum „neuen Pfingsten“, schlappe 1900 Jahre etwa, und der „Ecke“ des Evangeliums unseres Herren Jesus Christus, der exakt das Gegenteil von „Religionsfreiheit“ verkündet hat. Ihm sei Lob in Ewigkeit und ihm müssen sich beugen die Knie ALLER.
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#47   Stimme aus dem Tradiland   15:45:15 | Mittwoch, 15. März 2006
Höck hat wie immer keine Ahnung von irgendwas…
1) … solange nicht Rechte anderer beeinträchtigt sind oder das Sittengesetz verletzt wird.
Beides ist indessen der Fall: Abtreibung, Euthanasie, Scheidung, Wiederverheiratung, Kindererziehung hins. Sexualität, Evolutionslehre usw.
2) Der Staat überschreitet seine Wesensgrenze, wenn er die Wahrheitsansprüche einer Religion unterstützt oder leugnet.
Nein. Keine Einrichtung, die nicht der wahren Religion dient, hat ein Existenzrecht. Der neutrale Staat ist der böse Staat, der dem Bösen (der Lüge, der Ketzerei) die gleichen Rechte zubilligt wie der Wahrheit, die Christus ist.
3) Das Grundrecht auf Religionsfreiheit ist nicht zu verwechseln mit Indifferentismus …
Zwischen den Begriffen besteht eher Identität als Verwechslungsgefahr…:-)
Es hat seine Begründung in der Würde der menschlichen Person, die sich nur in freien Akten und ungehindert innerlich der Wahrheit unterordnen kann.
Genau das ist nur möglich in Staaten mit katholischer Staatsreligion. Alle anderen Staaten beeinträchtigen diese Freiheit. Sie verhindern diese freie Entscheidung, indem sie die Propaganda der Irrlehrer, Apostaten und Menschenverführer ungehindert auf die Leute los läßt.
Beeinträchtigt werden auch die Kinder, die zu solch hochtrabenden Höck’schen „Freiheiten“ noch gar nicht im Stande sind. Implizit wendet er sich damit gegen die Kindertaufe, da sich die Kinder hiefür nicht frei entscheiden.
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#46   Brandenburgis   14:13:26 | Mittwoch, 15. März 2006
@Thomas Höck
Ja, ja, … schon klar, ich weiß genau, was Sie meinen.
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#44   Brandenburgis   13:59:34 | Mittwoch, 15. März 2006
@Höck
Ja, Höck, damit haben Sie den katholischen Glauben verlassen und sich in die gnostische Welteinheitsreligion eingereiht. Viel Spaß beim „Kult“ der Freiheit!
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#42   Dr. Otterbeck   07:58:47 | Mittwoch, 15. März 2006
Katholischer Staat
Welche Terrorbande soll denn den katholischen Staat herbeibomben, welche köngliche Armee die Eurokratie „stürzen“, wenn der selbsternannte Athanasius seinen Staat haben will? Selbst der so gen. integralistische Flügel der röm. Kurie Pius X. hat keine „Christkönigspolitik“ gewollt, sondern eine Christkönigsreligion. Und genau daran erweist sich der „soziale Modernismus“, dem Ath. u.a. auf den Leim gegangen sind: Sie sind Anhänger einer politischen Sekte (ohne Aussicht auf Erfolg, wie die Hohenzollernfreunde, die es in Dtld. noch gibt oder die König-Ludwig-Fans in Bayern), religiös aber unterbelichtet. Bestimmte Züge des Traditionalismus „unterbelichten“ gerade das Christusmysterium; der Sieg war ein Sieg am Kreuz; der Messias ist anders als von den Seinen erwartet.
Ein Ayatollah Lefebvre oder Papst Pilatus (ist das der „Kreuziger“ oben links auf der Webseite??) war nie im Sinne des Erfinders der Kirche, Jesu nämlich.
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#41   Karim   22:31:04 | Dienstag, 14. März 2006
Die Bürger haben Freiheit, nicht die Religion
Lieber Iräneus, nicht die Religionen haben das Recht auf Freiheit, sondern die Staatsbürger, die ihre Religion ausüben wollen. Da der Staat als Staat für alle Bürger zuständig ist, nicht nur für Katholiken (oder vertreten Sie das Staatsmodell fundamentalistischer Islamisten?) und der Staat als Staat nicht für die Religion zuständig ist (ansonsten müßten Bürger andauernd ihre Staaten wechseln, je nachdem, welcher Religion sie angehören), darf sich auch kein Bürger vom Staat zu einer Relgionsausübung gezwungen oder an einer religiösen Praxis gehindert sehen, die dem Gemeinwohl keinerlei Schaden zufügt.
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#40   Irenäus   22:13:20 | Dienstag, 14. März 2006
@Karim
Das Problem ist aber, daß V2 jeder Religion gegenüber dem Staat ein unveräußerliches Recht auf private und öffentliche Ausübung zugesteht.
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#39   Karim   21:59:50 | Dienstag, 14. März 2006
Religionsfreiheit und die Päpste
Da scheinen einige im Forum die Geschichte nicht zu kennen. So haben seit Jahrhunderten die Päpste keine Einwände dagegen gehabt, daß z.B. in der Verfassung des katholischen Bayern das Recht auf Religionsfreiheit verankert ist. Weiters haben Pius IX. und Leo XIII. nur eine Religionsfreiheit auf dem Hintergrund des Indifferentismus abgelehnt, nicht aber eine Religionsfreiheit, die sich aus dem Recht der menschlichen Person vor einer Nichteinmischung des Staates (natürlich innerhalb der Grenzen des Naturrechts, ein z.B. Kinder opfern wollender Sektenbruder kann sich nicht auf „Religionsfreiheit“ berufen) ergibt, wie sie vom II.Vatikanum gelehrt wurde. Übrigens hat bereits Leo XIII. die „Freiheit der Gewissen“ verteidigt.
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#38   Gotthard   20:48:54 | Dienstag, 14. März 2006
@athanasius
Der Staat hat das Recht Religionen zu verbieten in bestimmter Weise.
Ich bin froh, dass ich in einem Staat leben darf, der sich nicht erdreistet, Religionen bzw Glaubensbekenntnisse abzulehnen. So kann ich meinen Glauben ohne jede staatliche Repression leben.
Woher sollte ein Staat ein solches Recht haben? Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht, ein dem Menschen von Gott verliehenes Recht. Gott sucht die freie Zustimmung und Liebe zu ihm … Glaube und Zwang schließen sich aus!
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#37   Athanasius   20:14:55 | Dienstag, 14. März 2006
@Höck
Gerade dás von Dignitatis Humanae, Par. 3 womit Sie angeblich völlig indoktriniert wurden, verwerfe ich, da es einen atheistischen oder nichtkatholischen Staat fordert und dem Staat die Anerkennung der wahren Religion abspricht. Es geht dabei nicht sosehr um die Verhinderung, als wohl um die Förderung oder Blockierung bestimmter Religionen. Der Staat hat das Recht Religionen zu verbieten in bestimmter Weise. Wenn Sie das ablehnen und mich dáfür als Häretiker wegsetzen wollen, dann sei es so. Ich stehe gerne mit dem seligen Pius IX. in der ‘Häretikerecke’ der progressistisch orientierten Neo-Vat. II-Katholiken.
DH ist nicht verbindlich, nicht de fide divina.
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#36   Irenäus   16:56:25 | Dienstag, 14. März 2006
@Brandenburgis
Glauben Sie ernsthaft, daß man mit diesem Tonfall irgendwelche Leute für sich gewinnen kann?
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#35   ottaviani   16:56:22 | Dienstag, 14. März 2006
Meine Lieben
Ich darf mich auch mal in einer kleinen analyse ergehen ja?
Die unruhe und die Mutmaßungen sind nur zu verständlich
mit Kreuznet wurde ja ein praktisaces monopol gebrochen daß sich der hochwürdige herr aus kleinhain gemeinsam mit einem canonisten der bei den st.pöltner ereignissen der letzten jahre von sich reden machte, und kathnet aufgebaut hatten und kreuznet hielt sich auch nicht an die vorgegebenen spielregeln nur ja nicht die „konservativen bischöfe „ kritisdieren und nicht den bauchfleck vor der gospa von medjugorje vergessen also plötzlich gabs da eine frisch fröhlich freche kongurenz die nicht interessiert was üblich ist ja und jetzt gehts weiter jetzt gibts auch plötzlich ein forum das ja im gegensatz zu kathnet .wo ein zauberer aus mittelerde seine spielwiese hat, direkt offen ist und auch da werden plötzlich nicht grundsätze des KKK angewendet sonder so veraltete dinge wie der syllabus vom sel. pius IX (meinngsfreiheit ist kein göttliches gebot) die richtschnur sind da verstehe ich das der Jünger des hl .joseph versucht auf den spuren von poriot zu wandeln
die traditionalisten sind so selbstbewußt geworden das mag er halt nicht ja und der zauberer von mitelerde sieht einmal mehr er ist nicht der mittelpunkt des kath internets im deutschsprachigen raum
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#33   Irenäus   16:44:05 | Dienstag, 14. März 2006
Bemerkung
Ich denke, ich habe von Höck schon niveauvollere Beiträge gelesen…
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#32   Evelin   16:34:59 | Dienstag, 14. März 2006
Ich kann mich nicht entsinnen, über einen Diskussionsstrang so herzlich gelacht zu haben!
Otterbecksche Erfindungen der Marke „Marcelliten“ und „Ghettoliten“, Höckscher Ärger über die – technisch unentbehrliche – Löschtastenfunktion, Rockys horror Ärgershow zum Thema Papalismus. Gewürzt mit Detektivspielereien mit Adressensuche und Logovergleich von Hw. Catholicus – das sind alles Humoresken vom Feinsten!
Catholicus kann man empfehlen, auf Kosten der Bischofskonferenz einen Außendienst im sonnigen Californien zu veranstalten und daselbst das Sodalicium for ‘Religion and Information’, 1018 E. Mariposa Ave, El Segundo, CA 90245-3114 U.S.A., zu besuchen.
Anschließend kann er uns wieder via stjosef.at/simpnews Beobachtungen und Mutmaßungen in bunter Mischung servieren. Vielleicht gibt es dann wieder einen so lustigen Beitrag wie über Sherlock Holmes-Catholicus…;-)
Der Gatte der Evelin
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#30   Athanasius   15:34:25 | Dienstag, 14. März 2006
@höck
Und gerade Hw. Milch verwarf die Religionsfreiheit aber unterstützte die religiöse Toleranz.
Ich fürchte aber, daß Sie „Religionsfreiheit“ mit Toleranz gleichsetzen, während es doch ganz anders ist in der Realität. Toleranz ist katholisch, prinzipielle Freiheit nicht. Zwang darf es nicht geben. Aber der Staat muss wenigstens die katholische Kirche als wahr anerkennen, fördern, beistehen und überall wo nötig helfen, und dieses verbietet Dignitatis Humanae. Só katholisch sein und trotzdem demokratisch, konnte auch etwa der Kanton Wallis, bis es in den 1970er Jahren von Paul VI. persönlich gezwungen wurde den Katholizismus aus ihr Grundgesetz als Staatsreligion zu entfernen. Nicht umsonst waren so viele konservative Politiker darüber enttäuscht. Der heutige Minister für Wirtschaft und Sicherheit in Wallis/Valais, ist übrigens mit seiner Familie Gläubiger in der röm.-kath. Seminarkirche Coeur Immaculé de Marie in Ecône (FSSPX).
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#29   Rocky   15:29:11 | Dienstag, 14. März 2006
Sulpicius
charismatisch-medjugorje-geschwängerten Papalisten von kath.net und Co.langsam Muffensausen…
Ist das alles, was du über den Katholizuismus weist? Du bist sehr weit weg vom thema und ergehst dich – aus scheinbar purem Unvermögen – in Lästerungen! Küng+C0 lassen grüssen! (Was spielt’s schon eine Rolle, von welcher Seite die Kirche gelästert wird?)
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#27   Dr. Otterbeck   14:31:37 | Dienstag, 14. März 2006
Einverstanden!
Dieses Forum führt sich mehr und mehr selbst ad absurdum; deshalb wird ja das „neue Fass“ aufgemacht.
Da die Marcelliten vorgeben, im Kern an der Liturgie interessiert zu seimn (was ich ihnen nicht abnehme), sei abermals daran erinnert: Das Bedürfnis einer Liturgiereform haben die Konzilsväter –- inklusive Msgr. Lefebvre –- fast einstimmig erkannt und die Reform erlaubt. Die theologisch heikle Frage, ob ein Papst die Liturgie „ändern“ darf, wurde insoweit entschärft, dass ein Papst als authentischer Interpret eines Konzils „mehr“ darf als ein Papst ohne diesen background. Pius V. durfte zu seiner Zeit als Interpret des Tridentinums eine notwendige Zentralisierung durchsetzen. Nach Wiedergewinnung eines klareren Bildes dessen, was Liturgie im eschatoloischen Kontext der wirklich universal geworden Kirche „leisten muss“, war die entgegengesetzte Reform nicht nur erlaubt, sondern sogar geboten. Im Detail wird es noch Korrekturen geben. Aber im ganzen wird die Quadratur des Kreises gelingen: Mehr Vielfalt durch Mehr Einheit, sowohl das Recht des Ortsbischofs (nicht des einzelnen Priesters) auf eine konkrete Gestalt der kath. Liturgie vor Ort als auch Omnipräsenz des Missale Romanum 2002; und in diesem dynamischen Gefüge neu zu gewinnenden liturgischen Sinns ist auch die so gen. „Tradition“ nicht rechtlos, sondern wird an Orten und auf der Basis von Gläubigen, die das leisten wollen, lebendig gefeiert.
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#26   Marcel   14:26:47 | Dienstag, 14. März 2006
In einem „Erdloch“ da wohnte ein … Hobbit
Höck schrieb: In den Katakomben saßen Opfer eines staatlichen Religionszwanges!
Herrr Höck, Ihr Puls! Sie drohen zu platzen, wie so oft. Das ist ungesund. Lassen Sie es doch gemütlich und gelassen angehen, traditionell katholisch, nicht so verweltlicht gehetzt. Trinken wir erst einmal eine Tasse Tee!
Die „Religions“zwänge unserer demokratischen Idelogiestaaten nehmen jedes Jahr zu – also ihrer Ersatzreligionen. Die Ersatzreligion namens Staatsatheismus, die politische, historische Korrektheit, usw.
Der Zeitpunkt der in Fatima angekündigten blutigen Kirchenverfolgung nähert sich. Nicht für jene V.II-Würdenträger freilich, die sich bis zur Unkenntlichkeit der Welt angebiedert haben: diese werden gelobt. Unser Heiland sagte Alles über dieses Welt-Lob.
Athanasius hat ganz recht: Ihr Mythos von der überlieferten katholischen Toleranz als „gewalttätige Zwangsreligion“ ist eine Beleidigung der überlieferten katholischen Lehre der römischen Päpste.
Priester und Laien der katholischen Tradition werden verfolgt, auch oder gerade innerhalb der Konzilskirche. Die traurigen Beispiele sind Legion, innerhalb und außerhalb der FSSPX.
daß es niemanden interessiert
Ihr „Desinteresse“ an der Tradition verpacken Sie zwar mit vielen, durchaus auch gehässigen Worten, doch sachlich können Sie der überlieferten Lehre eben nicht am Zeug flicken.
Bei so viel „Desinteresse“ möchte ich nun damit schließen, daß Sie mich sehr desinteressieren. :-)
P.S. Rocky, Sie irren.
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#24   Athanasius   14:20:07 | Dienstag, 14. März 2006
@Höck und Otterbeck
Ihr habt die Lehre der vielen Päpste verwechselt mit ihrer weltlichen Politik. Aber der Anti-Liberalismus wandte sich nicht gegen andere Religion in einem Terrorprinzip (die meisten Juden lebten etwa ruhig in den päpstlichen Staaten, davon zeugt das jüdische Viertel in Rom mit seinen prächtigen Bauten). Die Ablehnung der Religions-„freiheit“ schützt aber vor dem Indifferentismus des Staates der wahren Religion gegenüber. Religiöse Toleranz und ein subsidiaristischer Staat sind die Lösung, dies wurde von Pius XII. gut erkannt. Das Irrtum hat kein Recht, der Irrende schon. Es gibt keine prinzipielle Gewissensfreiheit, in dem jeder Mensch freiwillig etwa Christus innerlich verwerfen darf. Aber der Mensch kann es tun, und seine leibliche Würde muss respektiert werden. Die ‘liberalen’ und ‘freien’ Staaten, etwa Frankreich, respektierten aber keineswegs die Katholische Kirche, da ihre Heilsexklusivität sich mit dem staatlichen Indifferentismus (‘Religionsfreiheit’) nicht versöhnen läßt.
‘Wer sagt, daß der christliche Staat von der Kirche [und vice versa] zu scheiden ist, der ist ein Häretiker’. Dr. P. Jone O.M.Cap., Katholische Moraltheologie, Berlin, 1931. Approbiert.
So klar war man darüber vor dem ‘großen’ Konzil [Synode] der ‘Erneuerung’.
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#23   Dr. Otterbeck   14:02:37 | Dienstag, 14. März 2006
Sola scriptura
Wie auch der Journalist H.J. Fischer (FAZ) treffend bemerkte, überzeugten die Päpste Leo XII, Pius VIII und Gregor XVI nicht sonderlich; weder in ihrer Zeit, noch im Blick zurück. Der Wiederaufstieg des Papsttums im universalen Horizont begann mit dem Verlust des Kirchenstaates; seither ist diese Institution spirituell von Pontifikatswechsel zu Pontifikatswechsel zu immer neuen Höhen aufgestiegen. „Damit die Welt glaube…“
Wer sich dazu hinreissen lässt, Einzelzitate aus dem 19. Jh. zu verabsolutieren, wendet ein gefährliches Sola Scriptura auf römische Texte an. In einem bestimmten Sinne ist „Religionsfreiheit“ und „Demokratie“ auch heute noch gefährlich. Aber das Zeitalter hat hinzugelernt; beides ist im Kern ein Instrumentarium zur Beschränkung der totalen Staatsidee gereift, Gott und den Menschen zur Ehre. Die konfessionelle Staatsidee war besser als es der totalitäre Staat ist, aber künftig möglich und notwendig ist nur noch der vor der Rechtsidee relativierte Staat; und diese Idee ist römisch, wenn auch nicht immer astrein römisch-katholisch.
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#21   Sulpicius   13:04:18 | Dienstag, 14. März 2006
Aha, bekommen die…
… charismatisch-medjugorje-geschwängerten Papalisten von kath.net und Co.langsam Muffensausen…
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#20   Rocky   12:53:37 | Dienstag, 14. März 2006
Marcel: Herzlichen Dank
[…] Und merke dir für alle Zeiten: UBI PETRUS, IBI ECCLESIA! Wenn du deinen /geistigen?) Onkel MARCEL als unfehlbar, den Stellvertreter Christi aber als fehlbar hälst, dann schaue mal das diesbezügliche Dogma an – und gegen Ende des Dogmas steht auch etwas für dich, nämlich „anathema sit“! Ich freue mich aber für dich, dass du jetzt Monologe deiner Antikirchlichkeit in einem Forum austoben kannst! Und wenn hier einer von „Papalisten“ spricht, dann möge er bitte schön auch das eben erwähnte Dogmna durchlesen…
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#19   Athanasius   12:43:59 | Dienstag, 14. März 2006
@Höck
Die Christen der römischen Katakomben waren Opfer einer ökumenischen, sogar synkretistischen Staatsreligion, die andere Religionen – wenn sie heidnisch waren – zu inkorporieren versuchte. Nur bei den Juden schaffte sie es im 1. Jahrhundert vor Christus nicht. Und danach nicht bei den Christen.
Sie wollen etwa hier den Mythos verbreiten die einzige Alternative zur prinzipiellen „Religionsfreiheit“ (verurteiltes Irrtum, sieh SH Pius IX. & Pius XII. in Quanta Cura und Ce Riesce, 1867 u. 1954) sei Zwangsreligion und gewalttätige Staatsreligion. Eine Beleidigung der überlieferten katholischen Lehre der römischen Päpste.
Kardinal Ottaviani und Erzbischof Lefebvre verkündeten aber anstatt die religiöse Toleranz als Ideal, nicht die freimaurerische Religionsfreiheit. Toleranz also. Anstatt falsche „Zulassung“ die indifferentistisch ist.
Kreuz.net hat immerhin schon längst die meisten Leser im deutschen Sprachraum, was römisch-katholsichen Webseiten angeht zumindest. Mehr als Medjugorje.net eeehh kath.net und sogar stjosef.at.
Es würde mich nicht wundern, wenn hinter kreuz.net diözesane Priester stünden, die eigentlich der FSSPX sehr nahe stehen. Und ein paar Laien, paar Akademiker.
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#17   Evelin   12:10:45 | Dienstag, 14. März 2006
Ich lach mich schief!
Dass kreuz.net und kreuzforum.net nicht „über kreuz“ sind, haben die p.t Diskutanten wohl nicht zu Unrecht vermutet. Völlig verschieden ist nach meiner Kenntnis aber das handelnde Personal. Warum sollte kreuzforum.net nicht das gelungene Logo – teilweise – von kreuz.net übernehmen?
Nur noch ein Hinweis: Meinungsfreiheit ist nicht katholisch. Es muß nicht jeder Mist, der auf kreuz.net geduldet wird, auch auf kreuzforum.net geduldet werden! Tradis und alle anderen, die sich den wahren sensus catholicus bewahrt haben, sind dort gewiß willkommen!
Der Gatte der Evelin
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#15   jolie   11:52:28 | Dienstag, 14. März 2006
danke für ihr engagement.
den neokonservativen und papalistischen kreisen wirds langsam mulmig, was man aus der seit monaten tobenden kampagne gegen kreuz.net entnehmen kann.
viele grüße von jolie
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#14   Marcel   11:41:34 | Dienstag, 14. März 2006
Herzlichen Dank
… an die werte Kreuznet-Redaktion für die humorvolle Kurzvorstellung.
Beim erwähnten „kleineren katholischen Nachrichtendienst“ scheint zu viel Nur-Scheinbares, wie so oft im Charismatismus.
Auch zum Father Brown ist nicht jeder Hochwürden geboren.
Wer das große angelsächsische Forum traditionstreuer Katholiken kennt, Angelqueen www.angelqueen.org/, weiß, was das Kreuzforum in etwa nachzuahmen trachtet für den deutschen Sprachraum: katholische Diskussion unter katholischen Verhältnissen. Die ideale Ergänzungs- und Vertiefungsmöglichkeit für traditionell – d.h. normal! – Katholisches, das über die naturgemäß wenigen 1500 Zeichen des Kommentarbereichs hinausgeht.
Nach Jahrzehnten des Vergessens der katholischen traditionellen Lehre ist es an der Zeit, auch im deutschen Internet-Sprachraum die wunderschönen Klarheit der ewigen Kirche und der sie perfekt ausdrückenden hl. Messe aller Zeiten mehr Raum zu geben.
V.II ist doch Schnee von gestern. Konstruktiver ist es, bekannte und weniger bekannte Theologen und Würdenträger der Tradition sprechen zu lassen. Sicherlich gehören dazu an vorderer Front die Lefebvre-Bischöfe. Doch diese lassen „nur“ die überlieferte Lehre der Kirche widerhallen und fallen dadurch so sehr auf.
Ein Ziel könnte also sein: ein kleines Lesebuch der kirchlichen Tradition. Und vieles mehr.
P.S. Manchmal muß man eben Katakomben-Christ sein. Syllabus-Katholik ist man jedoch immer.
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#12   Athanasius   11:18:26 | Dienstag, 14. März 2006
Sehr gut!
Die Sperrung und die Monopolisierung der Römisch-katholischen Nachrichtenerstattung im deutschen Sprachraum sind jetzt aufgehoben.
Da doch kreuz.net sich über viele zig-Tausende von Lesern erfreuen mag, ein richtiger Sieg für die Katholische Tradition.
Endlich free speech in einem freien Lande.
Ohne kirchenpolitische Korrektheit.
Übrigens wird auch mit Respekt auf Bischof De Castro Mayer von der Diözese Campos gehört, und sogar auf Bischof Fernando Areâs Rifan, Apostolischen Administrator der Päpstlichen Personaladministration Sankt Johannes-Maria Vianney (Hl. Pfarrer von Ars).
Schön, daß kreuz.net, das normalerweise etwas positiver zum heutigen Rom steht als die Erztradis ‘Marcel’ und Vetterl, so etwas bestätigen und verbreiten will. Das ist korrekter Journalismus und Meinungsfreiheit, fast schon zu „liberal“ in den Augen der ‘Tradis’?
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#11   k_c   11:09:51 | Dienstag, 14. März 2006
Sodomie
ist eine Ideologie? So wie Auto fahren? Oder doch eher wie Zeitung lesen?:-)
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#9   Peccator   10:25:15 | Dienstag, 14. März 2006
@Filip Jovic
eine kleine Anmerkung zu Ihrem Beitrag:
1. Es ist Lehre der Kirche (auch Thomas von Aquin), daß Wahrheit und Unwahrheit nicht die gleichen Rechte besitzen können.
2. Dies schließt nicht aus, sondern nach dem Gebot der Nächstenliebe ein, daß man die Unwahrheit tollerieren kann.
3. Toleranz und Recht sind nicht identisch. Die Wahrheit hat ein Recht auf Verbreitung usw., die tolerierte Unwahrheit aber nicht.
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#8   Catholicus   10:15:39 | Dienstag, 14. März 2006
kreuz.net und sein kreuzforum.net
Dieser kreuz.net-Artikel, der sich wie eine Distanzierung vom besagten Forum liest, ist in Wirklichkeit eine Werbung dafür. Wollen uns die Verantwortlichen von kreuz.net wirklich weismachen, dass sie mit besagtem kreuz.net – Forum nichts zu tun haben? Dass es sich also nur um „entlaufene Kinder“ aus diesem Anmerkungsbereich handle, die nun endlich ihre lefebvristische Spielwiese gefunden hätten? Dass sie zwar das kreuz.net – Logo verwenden und kreuz.net umgekehrt brav darauf hin verlinkt, aber im übrigen die Mutter nicht wisse, was das Kind tue? O sancta simplicitas! Wie lange wollt Ihr uns noch ein X für ein U verkaufen?
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#7   Filip Jovic   09:49:18 | Dienstag, 14. März 2006
Wahrheit oder Willkür
kreuznetforum: „Wir sind grundsätzlich Gegner von Meinungsfreiheit, weil wir in keiner Weise bereit sind, Wahrheit und Irrtum die gleichen Rechte einzuräumen.“
Wer so argumentiert, hat nicht die Absicht, sich der Diskussion zu stellen und Andersdenkende durch Überzeugungsarbeit zu gewinnen.
Die Wahrheit kann da kraftvoll verteidigt werden, wo auch die andere Meinung, der Irrtum zugelassen wird (solange sie keine Beleidigungen, Schmähungen beinhaltet).
Christus hat Menschen mit irrigen Auffassungen klar und überzeugend widersprochen, aber ihnen nicht verboten, sich zu äußern.
Wer hält den im neuen Kreuznetforum „Gericht“ über Wahrheit und Irrtum? Etwas der sakrosankte „Marcel“?
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#5   Rocky   09:17:10 | Dienstag, 14. März 2006
die sich an der ganzen christlichen Lehre, wie sie die Kirche seit über 1900 Jahren
Nur kurz drei bemerkungen:
1) Herr „Marcel“ (sicherlich kein direkter „Enkel“ des GROSSEN, über alle Päpste und Vorsehung Gottes erhabenen MARCEL…): Hier eine kleine Korrektur: Wir scheiben das Jahr 2006 (und nicht 1900!!!) Also doch Sedisvakantist? Oder gar „Altkatholisch*??? 1900 war die Blütezeit der Letzteren!
2) Häresiefrei! dazu gratuliere ich Ihnen, Herr Marcel und Herr Vetter! Aber dann bitte auch Hassfrei! Denn die von Ihnen so reichlich attackierte V2 Kirche wird vom FELSEN PETRI geleitet und zwar IN DER VORSEHUNG GOTTES! Ich schätze mal, dass auch Sie Letzteres nicht schon im Voraus kennen und es Gott zutrauen, SEINE KIRCHE zu leiten!
3) Wird hier Theater gespielt? „kreuz.net“ und „kreuznet.forum“ haben denselben Seitenkopf!!! Will man den Inhalt des obigen Artikels ernst nehmen, geht es aber eher um Konkurrenz zwischen den Lefebnvristen einerseits („Forum“) und kreuz.net (Nachrichtenagentur) andererseits. Warum lässt die Agentur es zu, dass weltfremde und gegen den FELSEN PETRI rebellierende Gruppen dasselbe Sujet tragen??? „Da stinkt was im Lande Dänemark“!!! Ehrlichkeit, liebe chrisltlichen Mitbrüder, Ehrlichkeit!
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#4   Dr. Otterbeck   09:05:40 | Dienstag, 14. März 2006
S. Carlo al corso
Sorry, ich bin nicht unfehlbar. Aber Ihnen, werter Dr. Carlo, „reicht’s“ ja immer dann, wenn man ihre esoterische Religionsauffassung ein bisschen „aufmischt“. Wenden wir uns dem Kern der Frage zu:
C.P. Thiede hat ausgeführt, dass auf dem I.N.R.I.-Schild vom Hl. Kreuz zu Jerusalem („Jesus Nazarinus Rex Iudaeorum“), aufbewahrt in S. Croce zu Rom, auch eine griech. und eine hebr. Version nachweisbar sind; die hebr. Version von INRI lautet JHWH. Damit ist das zentrale Rätselwort der Geschichte Israels entschlüsselt. Oder wie der Herr selbst sagte: „Ich bin es!“
Je mehr wir Sein Angesicht suchen, werden wir auch untereinander zu mehr Recht kommen –- und nicht nur Recht haben (wie ich es „habe“ in meinem Urteil über „il fumo di satana“).
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#3   Agiafortuni   08:50:27 | Dienstag, 14. März 2006
Dr. Otterbeck: Jetzt reicht’s
Woher nehmen Sie sich das Recht Ihre Besserwisserei als katholisch zu verkaufen? Natürlich sind weder die heilige There von Avila, noch die heilige Katharina von Siena nicht ausgeschlossen
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#1   Dr. Otterbeck   08:33:25 | Dienstag, 14. März 2006
Ghettoliken
Marcel („Administrator“) will im Neuen Forum für Eingeweihte auch Verlautbarungen großer Kirchenmänner der Tradition veröffentlichen. Dann sind Schriften der Catharina von Siena, Teresa von Avila oder auch der Kirchenlehrerin Thérèse Martin davon ausgeschlossen? Bemisst sich die Größe der Männer der Tradition nach der Höhe der Mitra oder dem Weissheitsgrad der Pontifikalhandschuhe?
Oder nach der Schwere des Goldbrokats, das sie während eines „klassischen“ Levitenamts tragen konnten ohne Schweißperlen abzusondern?
Wenn Kardinal Oddi –- den ich in Kevelaer 1983 kennen lernte, am Grabe Ihres Religionsstifters 1991 heiße Tränen vergossen hat, so sei ihm diese Emotion gegönnt. Ein großer Mann der Tradition wird er dadurch nicht.
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