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Wieder daheim + Kein Grund zum Zahlen? + Gegenseitige Durchdringung + Wie geht’s Deinem Erzeuger A? + Gaskammer in Synagoge
Wieder daheim

Deutschland. Mons. Georg Ratzinger (82), der ältere Bruder von Papst Benedikt XVI., hat am gestrigen Montag die Klinik der Barmherzigen Brüder in Regensburg wieder verlassen. Der ehemalige Dirigent der Regensburger Domspatzen war am Donnerstag wegen Herz-Rhythmusstörungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte sei der Zwischenfall ungefährlich und für sein Alter nicht ungewöhnlich gewesen.

Kein Grund zum Zahlen?

Österreich. Im Vorfeld der Österreichischen Bischofskonferenz kündigte der Bischof von St. Pölten, Mons. Klaus Küng, ein kulanteres Vorgehen beim Einklagen von Kirchensteuer-Rückständen an. Der Beitrag dürfe kein Anlaß für einen Austritt aus der Kirche sein. Es sei allerdings gerecht, daß jeder seinem Einkommen entsprechend einen Beitrag leiste. Die Österreichische Bischofskonferenz tagt seit gestern im Bildungshaus auf dem Sonntagberg. Es befindet sich in der gleichnamigen niederösterreichischen Gemeinde.

Gegenseitige Durchdringung

Vatikan. Der päpstliche Zeremonienmeister Erzbischof Piero Marini hat das Fernsehen zu mehr Respekt vor Papstmessen aufgefordert. Die Medien würden Gefahr laufen, die päpstliche Liturgie bloß als Zeremonie und Spektakel abzutun, erklärte der Erzbischof laut der ‘Katholischen Nachrichtenagentur’ am gestrigen Montag bei einem Symposium in St. Georgen bei Frankfurt. Es bedürfe einer gegenseitigen Durchdringung der audiovisuellen Bildersprache und der Bilder- und Symbolsprache der Liturgie.

Wie geht’s Deinem Erzeuger A?

Spanien. Die spanische Regierung hat einen weiteren Vorstoß zur Aushöhlung der Familie und zur Förderung von Homo-Konkubinaten gemacht. Laut einer Ankündigung im staatlichen Amtsblatt wird das Wort „Vater“ in Texten der Verwaltung künftig durch die Bezeichnung „Erzeuger A“ [„Progenitor“ A] ersetzt. Anstelle von „Mutter“ rückt der Begriff „Erzeuger B“ [„Progenitor B“]. Die Wortänderungen seien unter Berücksichtigung des neues Homo-Gesetzes vorgenommen worden.

Gaskammer in Synagoge

Deutschland. Eine Synagoge in der Nähe von Köln soll bis zum 30. April jeden Sonntag – mit Ausnahme des Ostersonntages – in eine Gaskammer umgewandelt werden. Die Idee stammt von Santiago Sierra, einem sogenannten Künstler aus Spanien. Sierra leitet die Abgase von sechs Autos über Schläuche in die Synagoge, sodaß im Raum eine hochgiftige Kohlenmonoxidkonzentration entsteht. Besucher können die Gaskammer auf eigene Gefahr mit einer Schutzmaske betreten. Die Idee richtet sich „gegen die Banalisierung der Erinnerung an den Holocaust“. Der Generalsekretär des ‘Zentralrats der Juden in Deutschland’, Stephan Kramer, kritisierte die Aktion als „Beleidigung der Opfer“.
      
11 Lesermeinungen
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#11   Irenäus   13:13:54 | Mittwoch, 15. März 2006
Otterbeck im V2-lirium
Er ist anscheinend nur in der Lage, Parolen zu klopfen; argumentativ kommt natürlich nichts.
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#10   Dr. Otterbeck   07:00:05 | Mittwoch, 15. März 2006
Tippfehler
Es sollte nicht heißen: „est l’ obeissance“ sondern „et“… Mir ist klar, dass Gehorsam immer schwierig wird, wenn es eine konkrete Weisung gibt. Exz. Lefebvre hat auf die päpstlichen Briefe von 1975 nicht einmal geantwortet!
Warum steht ihm eine „höhere Wahrheit“ zu Diensten als etwa Bestsellerautor H. Küng oder Ex-Pater L. Boff? Es war im Verlauf sehr, sehr unglücklich, dass die alte Messe zwar nicht abgeschafft wurde (das geht gar nicht), aber faktisch so sehr unterdrückt, dass dies wie ein Verbot aussah. Die Zeiten waren so turbulent wie wir es heute kaum noch rekonstruieren können (so sehr hat sich der Wind zugunsten der Tradition im kath. Sinne bereits gedreht); was aber unterscheidet den Katholizismus von jeder anderen Konfession, wenn jede/r dann, wenn es ihn/sie trifft, „ausnahmsweise“ rebelliert?
Das Tradi-Problem gehört also zum Komplex der Integration eines Subjektivismus (im Namen der Tradition) in das gemeinsame Bekenntnis; insoweit berühren sich Altkatholiken (wenn auch in anderen Gewändern) und Traditionalisten.
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#9   Petrus Radii   01:42:12 | Mittwoch, 15. März 2006
@ Dr. Otterbeck
Der Katholizismus ist nicht mit dem Gehorsam gleichzusetzen! Zunächst, überhaupt nicht mit oboedientia servili, wie Sie es anscheinend wollen. Man darf nicht gehorchen, wenn der Befehl unmoral ist, egal ob vom Papst her.
Im Bezug auf den Erzketzer Marini ist zu sagen, daß er die gotteslästerlichen und abtrünnigen, heidnischen Gebräuche während Papstmessen persönlich angeordnet hatte. Das ist, weil er geistiger Erbsohn seines „Großmeisters“, Erzfreimaurer Bugnini, ist. Das Heidentum (d.h., die Greuel der Verwüstung) vor das Allerheiligste auf dem Altar zu holen, sei nach Marini die „vom Konzil gewollten“ „rechtmäßige Inkulturation“.
Und Bischof Fellay hat wohl recht, Korrekturen an das Kompendium der KKK einzureichen. Selbst der große Weltkatechismus ist nicht einwandfrei, und beinhaltet---auch auf Latein---sogar ausgesprochene Häresie. Denn dort heißt es, daß die zur Zelebration der hl. Messe eingetroffene Gemeinde „der Liturge“ (Griechisch: leitourgos) dieser hl. Messe sei. Richtig und katholisch ist, daß allein Jesus Christus der einzige Liturge (d.h., [kursive]offiziellerTräger der Liturgie und Opfernder des Sakrifiziums) des hl. Meßopfers ist, und der geweihte Priester, indem erin persona Christi[kursiv] handelt und opfert. Wenn der KKK behauptet obige Irrlehre bezüglich der Gemeinde, die selber vom damaligen Kard. Ratzinger vertreten und „gutgeheißen“ wurde, ist dies nichts anderes als lutheranische Ketzerei.
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#8   Irenäus   16:49:40 | Dienstag, 14. März 2006
@Otterbeck
Ich habe auf Widersprüche zwischen dem Ott und dem Weltkatechismus hingewiesen; anstatt sich aber mit der Thematik auseinanderzusetzen, scheinen Sie es aber mal wieder als Vorwand für Hetze zu mißbrauchen.
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#7   Beobachterin   16:45:45 | Dienstag, 14. März 2006
Erzeuger
Ich würde mal wetten, daß die spanische Regierung jetzt darauf wartet, daß ein Kind mit zweimal „Erzeuger B“ zur Welt kommt.
Der Optimismus kennt keine Grenzen! *grins*
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#6   Dr. Otterbeck   15:02:37 | Dienstag, 14. März 2006
Le catholicisme
el l’obeissance: So richtig es ist, dass J.H. Newman das Gewissen im Zweifel über den Papst stellte, so muss doch ein Bischof im Zweifelsfall: dem Papst gehorchen. Wer denn sonst?
Das „Satanische“ der Marcelliten ist nicht die liturg. Frage und nicht einmal das „altfranzösische“ (Nicht-)Verständnis der Religionsfreiheit, sondern dass ihr Religionsstifter auf konkrete Anforderung seines Papstes nicht gehorcht hat und das im Namen des Papsttums!
Das ist eine groteske Fehlkonstruktion. Im Namen welches Herrn ist denn diese Rebellion unterlaufen?
Und M. Fellat schickt dem heutigen Papst „Korrekturen“ zum Katechismus-Kompendium ins Büro. Ein Katholizismus ohne Papsttum bedeutet: So viele Schismen wie Priester!
Und im Vergleich zu diesem Horrorszenario wäre „so viele Liturgien wie Ortsbischöfe“ (nicht: wie Priester) fast noch eine Wohltat. Auf dieser Basis könnte sich M. Fellay
noch als „Prälat“ eingliedern; aber auch er hält ja Gehorsam für Selbstmord; nimmt also mehr Gewissensfreiheit (und Religionsfreiheit) für sich in Anspruch als selbst J.H. Newman gebilligt hätte.
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#5   Athanasius   14:08:27 | Dienstag, 14. März 2006
Naiv…
…sind Sie wirklich, denn wenn die Praxis des Exz. Marini, also die Konstruktion von Hinduisierten Ritualen in Papstmessen wie z.Zt. JP II, und wenn die Indianer-Grand-Pawnee-Messe in Südamerika keine Bastelei ist, weiss ich es nicht mehr. Sie, Otterbeck, verschliessen die Augen vor alles negativem im Vatikan, denn da scheint in ihrer Illusionären Idealwelt noch „immer die Sonne“. Auch schön, wenn Sie den hl. Pius X., der doch großen Wert gerade auf die tridentinischen Stillmessen und die Stufengebete legte, damit anschuldigen, er brabbele die Messe durch. Der hl. Theresia von Lisieux sagte z.Zt. Leo XIII.: ‘Fur den kleinsten Brauch in unserer [tridentinischen] Messe, würde ich ohne Nachdenken mein Leben opfern.’
Karnevalmesse von Lehmann ist ebenso eine Neuschaffung, wie die Hindumessen Marinis.
Aber vielleicht fühlt der letztere einen neuen Wind im liturgisch-chaotischen Vatikan.
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#4   Dr. Otterbeck   13:18:10 | Dienstag, 14. März 2006
Vertrauen auf Gegenseitigkeit
Es gibt Liturgie-Bastler, fraglos, aber Exz. Marini ist das ja wohl nicht. Das Vertrauen der Beter in die Liturgie ist eines der wichtigsten Themen für eine Kirche, die Zukunft haben soll. Deshalb kann es nicht genügen, eine Liturgie zu feiern, die nur den feierlichen Rahmen für weltanschauliche Ressentiments hergibt. Der von Pius X. formulierte Grundgedanke der participatio actuosa ist wahrscheinlich noch nicht voll „ausgeleuchtet“. Der moderne, liberale Priester, der eine Liturgie „bastelt“ vereitelt diese fromme Teilnahme des Beters genauso wie der brabbelnde „Tridentiner“, der, mit einem Ministranten ausgestattet, an irgendeinem Seitenaltar „sein Opfer“ in 23 Min. vollzog.
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#3   Sulpicius   12:30:04 | Dienstag, 14. März 2006
O wei, o wei…
Der päpstliche Zeremonienmeister Erzbischof Piero Marini hat das Fernsehen zu mehr Respekt vor Papstmessen aufgefordert.
Das sagt der richtige Liturgie-Bastler!
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#2   Benedikt   11:18:18 | Dienstag, 14. März 2006
Gaskammer in Synagoge
Was sich heutzutage alles Kunst nennen darf…es wird immer absurder.
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#1   Christin   09:33:09 | Dienstag, 14. März 2006
Alles gute Brüderchen!
Wir haben schon ehrliche „Angst“gehabt um Dich.
Aber ein treues Herz aus Fleich und Blut das verdient dass alle wissenschaftlich erarbeitete künstliche Intelligenz ihm dienlich ist!
Hoffnungsfrohe Zukunft!
Der Herr sei mit Dir!
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