14:30:45 | Dienstag, 14. März 2006
Die jüngsten Maßnahmen des Papstes scheinen nur der Beginn einer schon lange notwendigen Reform der Römischen Kurie zu sein.
(kreuz.net, Vatikan) Papst Benedikt XVI. ist offenbar entschlossen, seiner Kurie in der diesjährigen
Fastenzeit eine Abmagerungskur zu verordnen.
Erst am vergangenen Samstag hat der Papst den ‘Rat für
den interreligiösen Dialog’ und den Migrantenrat
de facto abgeschafft.
Jetzt werden auch die übrigen
Päpstlichen Räte unter die Lupe genommen. Das berichtete die konservative römische Tageszeitung ‘Il
Tempo’ am Sonntag.
Das Hauptanliegen der Kurienreform bestehe offiziell darin, die Zusammenarbeit zwischen
diesen Räten zu verbessern. In Wirklichkeit dürfte es auch darum gehen, die häufig leerlaufende kuriale
Bürokratie, die in den letzten Jahrzehnten ins Kraut geschossen ist und sinnloses Papier produziert,
zu redimensionieren.
Ein nächster Reformschub könnte den Päpstlichen Rat ‘Cor Unum’ betreffen, der
eine Art vatikanisches Hilfswerk ist und gegenwärtig vom deutschen Kurienerzbischof Joseph Cordes (71)
geleitet wird.
Erzbischof Cordes könnte auf einen neuen Posten befördert und sein bisheriger Arbeitsbereich
dem Päpstlichen Sozialrat eingegliedert werden. Dieser befaßt sich mit Fragen der katholischen Soziallehre
und wird vom rührigen italienischen Kurienkardinal Renato Raffaele Martino geleitet.
In den Wind der
Reformen werden vermutlich auch der Laienrat, der Familienrat, der Gesundheitsrat sowie der Medienrat
geraten.
Besonders bei den vatikanischen Medien und Pressebüros bedarf es der Straffung und Zusammenfassung.
Das könnte die Pressestelle, das Fernsehzentrum, die Tageszeitung ‘L’Osservatore Romano’ und Radio Vatikan
betreffen.
Das vatikanische Radio dürfte um einschneidende Reformen nicht herumkommen. Es gilt im Zeitalter
der elektronischen Medien als völlig überdimensioniert und ist außerdem für den Vatikan eine schwere
finanzielle Belastung.
Der Wunsch nach einer Straffung der Römischen Kurie ist kein Privatanliegen des
Papstes. Bereits während der Kardinalsversammlungen im Präkonklave des vergangen Aprils seien entsprechende
Vorschläge zu hören gewesen.
Jetzt schreitet der Papst zur Tat. Er geht dabei offenbar schrittweise
und vorsichtig – aber mit Methode – vor.
Es heißt auch, daß er die bisherigen und zukünftigen Maßnahmen
mit den Leitern der vatikanischen Dikasterien besprochen habe.
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#6
Dr. Otterbeck 06:52:51 | Mittwoch, 22. März 2006
#5
Breze 18:39:08 | Mittwoch, 15. März 2006
#4
Benedikt78 11:25:15 | Mittwoch, 15. März 2006
#3
Hrodgar 09:40:14 | Mittwoch, 15. März 2006
#2
Seminarist 18:39:18 | Dienstag, 14. März 2006
#1
Dr. Otterbeck 14:42:05 | Dienstag, 14. März 2006