„Stellt sich Bischof Williamson gegen eine Aussöhnung?“
Der Generalobere der Piusbruderschaft sprach kürzlich mit verhaltenem Optimismus von einer Versöhnung mit dem Heiligen Stuhl. Das Interview.
(kreuz.net) Am vergangenen Sonntag publizierte die konservative römische Tageszeitung ‘Il Tempo’ ein
Kurzinterview mit dem Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X., Mons. Bernard Fellay.
Mons.
Fellay, am kommenden 23. März – am Tag, welcher der ersten Kardinalsernennung vorausgeht – wird Benedikt
XVI. das Kollegium der Kardinäle treffen. Auf der Tagesordnung stehen angeblich neben der Kurienreform
auch die Verhandlungen, die zu einer vollen Gemeinschaft ihrer Bruderschaft mit Rom führen könnten.
Wissen Sie etwas davon?
„Ich weiß das, was die Zeitungen schreiben. Ich habe von den Zeitungen erfahren,
daß der Papst am kommenden 23. März vielleicht von uns sprechen wird.“
Sie können also nicht sagen,
ob der Papst bald entscheiden wird, die Exkommunikationen aufzuheben?
„Nein, aber in Wahrheit haben wir
uns nie außerhalb der Katholischen Kirche begeben.“
In welchem Sinn
„Wir leben die Tradition der Kirche.
Wir zelebrieren die Messe mit dem alten Ritus und deshalb können wir uns nicht außerhalb der Kirche
fühlen, auch darum, weil die Kirche mit ihrer Vergangenheit nicht brechen kann.“
Aber Ihr seid exkommuniziert
worden?
„Rom hat nur die Bischöfe exkommuniziert, die von Lefebvre ohne römischen Auftrag geweiht wurden.“
Wann sind Sie dem Papst das letzte Mal begegnet?
„Im vergangenen Sommer in Castel Gandolfo.“
Habt Ihr
euch später noch einmal gehört?
„Nein, nie. Jemand hat geschrieben und gesagt, daß ich mit ihm in
telefonischem Kontakt sei. Aber das ist falsch.“
Haben Sie bei den Unterredungen im August den Eindruck
bekommen, daß der Papst nach vielen Jahren den Riß wieder heilen möchte, der durch die Entscheidung
von Lefebvre entstanden ist, ohne einen römischen Auftrag Bischöfe zu weihen?
„Das Problem liegt nicht
hier. Die Bischofskonsekrationen, die von Mons. Lefebvre durchgeführt wurden – eine sehr schwerwiegende
Maßnahme – war ein Akt, welcher der Situation, in der die Kirche lebte, angemessen war. Die wahre Lösung
der Probleme der Bruderschaft mit Rom wird es geben, wenn man sich bemühen wird, die Krise zu überwinden,
in der sich die Kirche befindet.“
Wie sehen Sie Ihre Bruderschaft, wenn die Sache mit Rom in Zukunft
zu einer definitiven Aussöhnung führen sollte? Könnte sie eine Personalprälatur oder eine Apostolische
Administration werden?
„Ich kann Ihnen keine genaue Antwort geben. Es wird die Angelegenheit Roms sein,
uns Vorschläge zu unterbreiten.“
Glauben Sie, daß sie heute dem Papst unterstehen?
„Wir anerkennen
den Papst, weil er der Stellvertreter Christi ist. In diesem Sinne anerkennen wir die oberste Leitungsgewalt
des Papstes.“
Wieviele Male sind Sie Johannes Paul II. begegnet?
„Ein einziges Mal.“
Wann?
„Am 30.
Dezember 2000 im Vatikan. Es handelte sich um einen sehr kurzen Besuch, ein Ringkuß und nichts weiter.
Er hat mir nichts Besonderes gesagt, außer daß er zufrieden sei, daß sich zwischen Rom und uns ein
Dialog eröffnet hat. Wir haben uns in seiner Privatkapelle getroffen.“
Stimmt es, daß Mons. Richard
Williamson innerhalb Ihrer Bruderschaft eine Versöhnung mit Rom nicht annehmen will?
„Das würde ich
so nicht sagen. Ich würde eher sagen, daß Williamson diesbezüglich pessimistischer ist und ich optimistischer.“
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Staat und Kirche Offenbar ist der sel. Pius IX. anderer Ansicht. Wenn sein Syllabus die Ansicht verurteilt,
der gemäß es nicht dienlich sei, die kath. Religion als einzige Staatsreligion anzuerkennen und alle
übrigen Formen der Gottesverehrung auszuschließen (77); die Religionsfreiheit trägt nämlich dazu bei,
die Sitten und Herzen der Völker leichter zu verderben und die Pest des Indifferentismus zu verbreiten
(s. 79). B. Pius IX. setzt ganz offensichtlich voraus, daß der Staat die kath. Religion als die einzig
wahre erkennen kann: Die Kirche ist ja so einzigartig, daß jeder, der sehen will, dies einsieht (s. vier
Kennzeichen, Bestätigung durch Wunder). Darum verurteilt der Syllabus auch die Ansicht, der Staat sei
von der Kirche zu trennen (55). Freilich ist die Sorge für den Menschen auf zwei Gewalten verteilt –
doch geht es beiden um denselben Menschen, seine zeitliche Wohlfahrt und sein ewiges Heil, so daß sich
die Zuständigkeiten überschneiden können, wie Leo XIII. in Immortale Dei feststellt; und er fährt
fort: „Deshalb muß (necesse est) zwischen beiden Gewalten eine gewisse Verbindung bestehen, [und] diese
wird sicherlich nicht zu Unrecht mit der Verbindung verglichen, durch die Seele und Leib im Menschen verknüpft
werden.“
@ Höck B) Jede Religion (als Gemeinschaft von Individuen) hat ein gleiches Recht (vor dem Gesetz) Der
Satz ist unsinnig. Genauso könnte man behaupten, dass eine Gemeinschaft von Individuen, die gesundheitsfördernde
Medikamente verbreitet, vor dem Gesetz die gleichen Rechte hat wie eine Gemeinschaft von Individuen, die
tödliche Bakterien verbreitet. Ihr B)-Satz würde nur unter folgender Prämisse greifen: Der Staat hat
keine Möglichkeit der Wahrheitserkenntnis. Da aber jedes Individuum diese Möglichkeit hat und der Staat
sich aus Individuen zusammensetzt, trifft die Voraussetzung nicht zu. Also müssen Sie auch hier wieder
verschiedene „Ebenen“ einführen: Der Amtsträger darf auf privater Ebene religiöse Überzeugungen haben.
In Ausübung seines öffentlichen Amtes muss er diese Überzeugungen aber verleugnen. Die Schizophrenie
ist die unausweichliche Folge. Viel Spass beim Klötzchendoktor!
Ziffern, Zahlen, Zusammenhänge Jetzt muß ich wegen Ihnen „noch’n Gedicht“ liefern, wie Heinz Erhardt
sagte. Ein Krieg, besonders ein Bürgerkrieg, beginnt nicht an einem Nachmittag. Chesterton hat 1935 als
Zeitzeuge erlebt, wie die spanischen Sozialisten die Wahlen nicht respektierten, den Bürgerkrieg eröffneten
und die Greueltaten der Priestermorde und Kirchenschändungen begannen. Das ist der Krieg, den manche
an einer Zahl aufhängen. Krieg auch bei uns heute: der Kindermord in den Bäuchen ihrer „Mütter“ ist
der lautloseste und grausamste Krieg, den es je gab. Auch der Zweite Weltkrieg begann vor dem 3. September
1939. Der Himmel sagte es. In Fatima sprach Unsere Liebe Frau 1917, daß ein noch schlimmerer Krieg beginnen
werde unter dem Pontifikat Papst Pius XI. Dieser starb am 10. Februar 1939! Lügt der Himmel oder unsere
Zahlendreher? Ohne Ribbentrop-Vertrag kein Krieg. Unterzeichnet am 23. August 1939, doch entschieden –
von Stalin – durch das berüchtigte Rakovsky-Verhöhr am 25. Januar 1938: genau an dem Abend, als der
Himmel über Europa und Nordamerika so blutrot war wie von Unserer Lieben Frau als Zeichen für den nächsten
großen Krieg definiert. In vielen Städten rückte die Feuerwehr aus, weil sie Brände vermutete. Nur
die ewige Kirche ist im Besitz der Wahrheit. Als Chesterton am 14. Juni 1936 starb, erhielt er vom Papst
den Titel „defensor fidei“ verliehen. Sein Urteil über den Fall Spaniens und die wahren Ursachen des
Bürgerkrieges wägen schwerer als das einiger Hemmingway-Konzilskirchler.
Historische Korrektur Marcel, der sich Besitz aller und jeder Wahrheit wähnt, schreibt, Chesterton habe
schon 1935 ein Buch über den Spanischen Bürgerkrieg geschrieben. Das ist schlicht unmöglich, da der
Spanische Bürgerkrieg erst am 17.7.1936 begann. Im übrigen hat mich Marcel gelehrt, daß ein Dialog
mit ideologisch so verbohrten Menschen leider nicht möglich ist.
Botschaften Die Symbiose von Thron und Altar findet hier also durch Maria ihre göttliche Bestätigung.
jetzt weißt Du, warum ich mich mit solchen „Offenbarungen“ nicht aufhalte…
Es gibt nur die Kirche – und ihre Feinde Chesterton schrieb über den Spanien-„Bürger“krieg im 1935 erschienenen
„The Well and the Shallows“ unter dem Titel „My Six Conversions: VI. The Case of Spain.“ Er war Zeitzeuge,
daß die Sozialisten die Wahlen nicht respektierten, die Sozialisten den Bürgerkrieg eröffneten und
die Sozialisten die Greueltaten der Priestermorde und Kirchenschändungen begannen. Er schrieb: Sie benahmen
sich genau wie Mussolini; oder, besser gesagt, sie taten das Allerschlimmste, das man Mussolini je nachgesagt
hat: und dies ohne einen Hauch seiner theoretischen Entschuldigungen. Chesterton erkannte, daß der Liberalismus
den Faschismus hochschätzte, solange er nur sozialistisch ist. Diese barbarische Einstellung war ein
Zeichen der Zeit, ein Zeichen der Linken – und ist es noch heute, siehe hier. Doch dieses lenkt nur vom
Thema ab. Das da ist, von Chesterton als die Summe aller Politik in kurze Worte gefaßt: Es gibt keine
Faschisten; es gibt keine Sozialisten; es gibt keine Liberalen; es gibt keine Parlamentaristen. Es gibt
die eine höchst inspirierende und irritierende Institution der katholischen Kirche in der Welt; und es
gibt ihre Feinde. Damit belasse ich diese unsinnige „Diskussion“ hier auf sich beruhen (natürlich abgesehen
von ein paar exzellenten Beiträgen wie von Santa Rita, Virobliationis, Evelin, …) und lese lieber Father
Brown. Auf wiaderluaga.
@ Höck Ich empfehle Ihnen die Lektüre der von der Kirche anerkannten grossen Botschaft von La Salette.
Dort sagt Maria u. a. : „Die bürgerlichen Regierungen werden alle dasselbe Ziel haben, das da ist, die
religiösen Grundsätze abzuschaffen und verschwinden zu lassen, um für den Materialismus, Atheismus,
Spiritismus und alle Arten von Lastern Platz zu schaffen.“ Nach Darstellung der apokalyptischen Konsequenzen
einer solchen Politik heisst es dann: „Die neuen Könige werden der rechte Arm der heiligen Kirche sein…“
Die Symbiose von Thron und Altar findet hier also durch Maria ihre göttliche Bestätigung.
@ Höck Prima Diskussion @ Kirche von vor 1789 Einer der wenigen, die hier wirklich sauber argumentieren
ist Thomas A. Höck. Prima Diskussionsstrang, den sich wirklich jeder Lefebvrist des Forums bookmarken
sollte. Ich unterscheide die Wahrheit der Religion und das Recht im bürgerlichen Staat. Diese beiden
Sphären sind unterschieden und auch in einer katholischen Erbmonarchie wären sie nur irrtümlich ununterscheidbar.
Dem ist zuzustimmen. Hierzu ein Beispiel: Die Lefebvristen des Forums verklären die Situation der Kirche
von vor 1789, also vor der Franz. Revolution. Tatsächlich aber war die Kirche zu Zeiten des Barock mehr
Gefangene der europäischen Adelsgeschlechter, die sie in ihren Verwandschaftsklüngeln und Machtspielchen
regelrecht zu ersticken drohten (z.B. Verbot des Jesuitenordens, u. der damit verbundenen Folgen). Die
moralische Macht der römischen Kirche begang erst dann zu wachsen, als die weltliche Macht weniger wurde
und die Verquickung mit dem Adel auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen wurde. Das Pontifikat Pius
VI. zeugt tragisch davon.
@ Höck Höck vertritt den materialistischen und naturalistischen Staatsbegriff der Neuzeit, den die stolzen
Philosophen der „Aufklärung“ geprägt haben. Man kann ihm das nicht übelnehmen, da diese Auffassung
heute überall verbreitet ist und selbst von der kath. Kirche auf dem II Vat. Konzil übernommen wurde.
Bei dem Versuch Wahrheit und Irrtum, Licht und Finsterniss zu vereinigen, ist Höck gezwungen verschiedene
„Ebenen“ einzuführen, weil es auf derselben Ebene sofort knallen würde. So unterscheidet er Wahrheit
vor Gott und Wahrheit vor dem Gesetz und übersieht doch, dass Gott der oberste Gesetzgeber ist und der
irdische Gesetzgeber nur das Recht hat Gesetze zu erlassen, die mit dem Wesen Gottes als absoluter Wahrheit
übereinstimmen. Jedes „Recht“ hat seinen letzten Grund in Gott. Der Irrtum, die Lüge und das Böse können
daher keine Rechte besitzen, da sie ihnen von Gott verliehen sein müssten, was wiederum dem Wesen Gottes
widerspricht. Eine falsche Religion als System von Irrtümern kann daher weder vor Gott noch vor dem irdischen
Gesetz Rechte besitzen. Ebenso hat kein Mensch das Recht dem Irrtum anzuhangen, der Lüge zu folgen oder
das Böse zu tun. Der Mensch hat nur das Recht auf die Wahrheit und auf die wahre Religion. Auch die Willensfreiheit
gibt dem Menschen kein Recht auf Irrtum. Er hat zwar die Möglichkeit das Irrige zu tun oder zu glauben,
er hat aber kein Recht dazu, da ein solches Recht letztlich in Gott wurzeln müsste, was aber wie gesehen
unmöglich ist.
@Marcel: Bitte keine historischen Verdehungen! Sie behaupten, Franco hätte zu den Waffen gegriffen, um
das Wüten Satans im Spanischen Bürgerkrieg zu beenden. Das stellt die Dinge auf den Kopf, denn der Spanische
Bürgerkrieg wurde genau von eben diesem Franco überhaupt ausgelöst (am 17.7.1936), und es ging ihm
dabei nicht um die Rettung der spanischen Kirche, sondern um einen Aufstand nationalistischer, autoritärer
und militärischer Kreise gegen die rechtmäßige spanische Regierung, der dann die wütende Gegenwehr
der Republikaner provozierte. Was die angerichteten Greuel angeht, standen die Aufständischen hinter
den Taten der Republikaner nicht zurück (Guernika!).
ABSCHLIEßEND – An alle Leser Jetzt noch meine große Bitte an Sie, geneigte Leser: Machen Sie aus diesem
kleinen Lesebuch Ihr ganz persönliches Arbeitsbuch. Also nicht „nur mal schnell“ lesen, ins Regal stellen
und vergessen, sondern meinen Ratgeber regelmäßig zur Hand nehmen – lesen – und – anwenden, anwenden,
anwenden… Und weil das Wohlbefinden nicht bei den Füßen aufhört, haben wir im Lauf der Jahre uns
nach oben gearbeitet, um Ihnen ein ganzheitliches Rundum-Wohlfühl-Pflegeprogramm in absoluter Qualität
anbieten zu können. Herzlichst Ihr Dirk Zacharias
Nicht-getroffene Nicht-Hunde bellen nicht an Höck: Ihr Liberalismus-Extremismus verhindert, das Gesamtbild
maßvoll einzuordnen und den Wald vor lauter Bäumen zu erkennen. Seit dem Erscheinen des „Schwarzbuch
des Kommunismus“ wird über den europäischen Stellvertreterkrieg und die Rolle des russischen Kommunismus
offen debattiert. Im spanischen „Bürgerkrieg“, der das Wüten Satans gegen die Kirche Gottes durch genau
jene 1789-Revolutionäre war, die Sie heute verteidigen! – wurden von der unheiligen Allianz der Revolutionäre,
Kommunisten, Anarchisten usw. 12 Bischöfe umgebracht, 4.184 Priester hingerichtet, 2.365 Mönche exekutiert,
283 Nonnen getötet, zehntausende von Katholiken ermordet und Tausende von Kirchen geschändet. Mit Methoden,
die direkt der Hölle entsprangen. Franco griff zu den Waffen, um das zu beenden. Deswegen hatte unser
Papst Pius XII. am 16.4.1939 folgende Botschaft an ganz Spanien gesandt: „Mit großer Freude wenden wir
uns an euch, sehr teure Söhne des katholischen Spanien, um euch unsere väterlichen Glückwünsche auszusprechen
für das Geschenk des Friedens und des Sieges“. Sie bezichtigen Pius XII. auch einer „faschistoiden Gesinnung“,
wie Ihre beständige Hetze gegen die vorkonziliaren Päpste der letzten 1958 minus 33 Jahre beweist. Nicht
nur Athanasius sah das klar. mordsbeleidigt, daß man den faschistoiden Charakter Ihr pathologisches Verwenden
der Faschismuskeule in einem katholischen Forum zeigt, daß Sie weder intellektuell noch moralisch intakt
sind.
Höck und sein Gesinnungsterror, der in Christenverfolgung ausartet @ VirOblationis: Ganz hervorragend
herausgearbeitet! Die Aufspaltung der Welt in Bereiche, in denen Gott herrschen darf und andere, wo er
unerwünscht ist, ist auf die falschen Philosophien zurückzuführen, besonders verstärkt seit der Aufklärung.
Das erinnert an die „modernen Katholiken“: Gott ist mir Recht, solange er lieb ist (Christkind; Gott als
Quelle der Barmherzigkeit für die Sünder), aber in meinem Schlafzimmer regiere ich. So schauen auch
die „katholischen“ Familien aus. An ihren Früchten, der Kinderzahl, leicht zu erkennen (Ausnahmen bestätigen
die Regel). @ Marcel volle Zustimmung! @ Höck: Wenn Sie den Begriff Massenmörder für sämtliche heutige
Politiker, die nicht für die Strafbarkeit der Abtreibung eintreten, verwenden, wäre Ihr Vergleich mit
Pinochet zulässig, aber maßlos; sollte ersteres nicht zutreffen, ist zweiteres schlicht falsch. Außer
Sie spalten wieder einmal auf in „guten Mord“ und „schlechten Mord“. Theologisch ist der Mord an einem
ungetauften Ungeborenen i.d.R. jedenfalls schlimmer als der an einem getauften Erwachsenen. Letzterer
kann noch in der Todesstunde seine Sünden bereuen. Erstere werden von Ihrer Erbsünde nicht befreit.
Was Sie tun, ist nichts anderes als perfider Gesinnungsterror, Denunziation gegen Andersdenkende, unqualifizierte
Verleumdung. Zusammengefaßt: Sie sind ein Christenverfolger!
noch einmal: Religionsfreiheit Wenn man (hinsichtlich der Religionsfreiheit) die „Ebene einer gesellschaftlichen
und historischen Notwendigkeit“ von der „Ebene der Metaphysik“ trennt, droht man der lutherischen Irrlehre
anheimzufallen (Zwei-Reiche-Lehre). Christus ist aber Herr der gesamten, durch Ihn geschaffenen Wirklichkeit,
nicht nur der „metaphysischen Ebene“. Mit welchem Recht also dürfte man die Wirklichkeit aufspalten und
die liberal verstandene Freiheit der Religion nur in einem Teilbereich gelten lassen! – Wenn demnach gilt:
B) Jede Religion (als Gemeinschaft von Individuen) hat ein gleiches Recht (vor dem Gesetz), dann gilt
auch: A) Jede Religion (als System von Wahrheiten) hat ein gleiches Recht (auf Anerkennung). Die dagegen
angeführte Aufspaltung der Wirklichkeit weist (wie ich schon einmal angemerkt habe) auf den Irrtum des
Siger von Brabant zurück (doppelte Wahrheit: philosophisch – theologisch), der von St. Thomas korrigiert
wurde und sich von seinem Irrtum abwandte. Es ist also völlig klar, daß man weder A) akzeptieren, noch
B) anerkennen kann. Was aber die von mir einander gegenübergestellten Zitate betrifft: Wer die (reformatorischen)
„Kirchen und Gemeinschaften“ als „Mittel des Heiles“ einschätzt, wird ihnen gern volle Freiheit im Staate
gewähren; anders derjenige, der sie vom „Geist des Teufels geleitet“ sieht.
Wahrheit (Kirche) und Irrtum (1789) lassen sich nicht vermählen Evelin: Der Vater von Erzbischof Lefebvre
wurde als „Integralist“ bezeichnet, worunter man einfach versteht, dass der Katholizismus in der Gesellschaft
eine gestaltende Rolle spielen muß. Weswegen er als Widerstandkämpfer am Ende vom NS-Regime in ein Konzentrationslager
gesteckt und ermordet wurde: von den faschistischen Antikatholiken, die von den Revolutionsfreunden hier
mit der Familie Lefebvre – und der ganzen FSSPX – verknüpft werden. Das ist keine redliche Diskussion –
war sie nie, seit die Herren auftauchten und das Forum zu vergiften anfingen –, sondern unterstes Niveau,
wie man es von Antifa-Extremisten auf der Straße kennt. Die feurigen konzilskatholischen Revolutionsfreunde
diffamieren beständig jene, die in bester kirchlicher Tradition anti-revolutionär und anti-liberal denken,
und stempeln diese zu Quasi-Mitgliedern der Action française, Nazis, Faschisten, usw. ab, oder kürzer:
„braune Brühe“. Das sind Folgen fehlender Moderation, daher nun das moderierte Forum. Wie in der Politik
auch schon, „putzen“ die Verbalschläger die weniger Brutalen vom Tisch. Wie überall in allen nichtmoderierten
Bereichen im Internet, seit es dieses gab. Das ist „Meinungsfreiheit“. Stellt sich Höck tatsächlich
hinter die französische Revolution mit ihren Völkermorden, Justizmorden, Kriegstreiberei in ganz Europa
und der „Religion der Vernunft“ mit Huren am Altar? So deutlich werden sie das nicht zugeben, aber es
ist die Konsequenz der Umarmung von 1789.
Höck schöpft aus trüben Quellen Den Hinweis von Dr. Otterbeck auf die Action francaise als der Mutter
des Lefebvrismus bestätigt sich überall, wo man „Lefebvristen unter sich“ erlebt! Der Vater von Erzbischof
Lefebvre wurde als „Integralist“ bezeichnet, worunter man einfach versteht, dass der Katholizismus in
der Gesellschaft eine gestaltende Rolle spielen muß. „Die Ideologie der Action française war nicht nur
eine beliebige Anhäufung von Vorurteilen, sondern besaß einen antihumanitären, antiaufklärerischen
und konterrevolutionären Fundamentalismus.“ Schlagworte, Propagandavokabeln, die offenkundig eher den
Kritisierten als den Kritikern zu Ehre gereichen. „Humanitär“ im Sinne von masonisch-humanozentrisch
bei Ablehnung der Offenbarung; „Aufklärung“ = die Menschen gegen die Hl. Kirche aufzuhetzen; „Konterrevolution“:
Soll das ein Witz sein? Stellt sich Höck tatsächlich hinter die französische Revolution mit ihren Völkermorden,
Justizmorden, Kriegstreiberei in ganz Europa und der „Religion der Vernunft“ mit Huren am Altar? Dieses
Konglomerat aus Nationalismus, Rassismus bzw. Antisemitismus und Führerprinzip sowie eine aus vorgeblicher
Ungleichheit abgeleitete Elitekonzeption … machte aus der Action française eine präfaschistische Vorform
einer faschistischen Bewegung.“ Die Kritik im Satz davor hat offenkundig mit den Angriffen im nächsten
keinen Zusammenhang. Der Gatte der Evelin
Diskontinuität Hier ein Beispiel für die „scheinbare(n) Diskontinuität“, die tatsächlich die „wahre
Natur und … Identität bewahrt und vertieft“ hat: Im Römischen Katechismus des Trienter Konzils heißt
es im Zusammenhang mit den Kennzeichen der Kirche: „Aber wie diese eine Kirche … vom Heiligen Geist
regiert wird, so sind notwendigerweise alle übrigen, welche sich den Namen ‘Kirche’ anmaßen, … vom
Geiste des Teufels geleitet …“ (Cat. rom. I, 10). Demgegenüber meint Unitatis redintegratio 3: „…
Ebenso sind diese getrennten Kirchen und Gemeinschaften trotz der Mängel, die ihnen nach unserem Glauben
anhaften, nicht ohne Bedeutung und Gewicht im Geheimnis des Heiles. Denn der Geist Christi hat sich gewürdigt,
sie als Mittel des Heiles zu gebrauchen, (deren Wirksamkeit sich von der der katholischen Kirche anvertrauen
Fülle der Gnade und Wahrheit herleitet)…“
Raptim transit Cher Marcel, am 29.01.1914 hatte sich Pius X. entschieden, die action francaise zu verurteilen.
Die Publikation wurde aufgeschoben und war während des Krieges inopportun. Pius XI. beschränkte sich
lange auf „väterliche Ermahnungen, die leider vergeblich blieben“ (cf. Carlo Confalonieri, Pius XI aus
der Nähe gesehen, 1958, S. 191). „Wir haben dort geendet, wo Pius X. angefangen hatte“, begründete Pius
XI am 20.12.1926 seine schließliche Verurteilung der von Charles Maurras und Léon Daudet inspirierten
Bewegung. Confalonieri, der Kardinaldekan, der 1978 zwei Päpste beerdigen musste, liefert so den Beweis
dafür, dass Ihre C.M.-Bewegung sich nicht auf Pius X. berufen darf. Die „vorkonziliare“ Kirche war nicht
der harmonische, triumphale Bau, den Sie sich suggerieren, sondern auch schon „nachkonziliare“ Kirche
des I. Vatikanum. Die Tradition verhält sich nicht wie eine Kette von Bauarbeitern, die sich Ziegelsteine
zuwerfen, sondern sie ist „el camino“.
Romulanum II Romulus schrieb: so ist die Demokratie und die Religionsfreiheit heute in unserer Zeit eine
Grundvoraussetzung, um überhaupt in derlei Ländern missionarisch tätig werden zu können. a) Inwiefern
grundlegt ein Staat, der der demokratischen Ideologie und Kultfreiheit und also dem Staats-Atheismus fröhnt,
das Missionieren in islamischen Staaten? „Überspitzt gesagt“: Missioniert es sich besser in Indien, wenn
in Deutschland die Kühe lila krank sind? Doch wohl nicht, denn der gesunden Kühe Milch machte den deutschen
müden Missionar munter und also erfolgreicher auch in Indien. {…} wenn es das Vat. 2 nicht gegeben
hätte {…} Dies letzendlich hätte zur Schwächung der Strahlkraft des Evangeliums geführt und hätte
die Kirche in eine Defensive gebracht, die alles andere als zuträglich gewesen wäre. b) Wo, bitteschön,
ist die Kirche nicht in der Defensive, sondern in der Offensive? Sagen Sie nicht Medjugorje. c) Wo sieht
man die „Strahlkraft des Evangeliums“? Abgesehen natürlich von den üblichen FSSPX-Kapellen und einigen
wenigen anderen mehr? War es der Double-Thinker des Romulus – Romulus II? –, der just heute genau dies
sagte hier auf Kreuznet: „Bis man heute mal ne gute Predigt zu hören kriegt, muss man manchmal ganz schön
weit fahren. Es ist definitiv so, dass die meisten Pfarrer ihre Predigt nicht sonderlich gut vorbereiten.
Denen ist anderes wichtiger.
@ Thomas A. Höck Danke für die klärenden Worte. An verschiedenen Stellen habe ich ja gerade das aufzuzeigen
versucht, dass genau dieser Denkfehler in islamischen Staaten verwirklicht ist, siehe Iran, siehe Saudi
Arabien. In diesen Ländern gibt es auch eine Religionspolizei und deswegen sind alle nicht islamischen
Kulte verboten… Nimmt man den Tauf- und Missionsbefehl Jesu heute ernst, so ist die Demokratie und die
Religionsfreiheit heute in unserer Zeit eine Grundvoraussetzung, um überhaupt in derlei Ländern missionarisch
tätig werden zu können. Übersptitz gesagt, bin ich sogar der Meinung, wenn es das Vat. 2 nicht gegeben
hätte, wäre die Katholische Kirche heute weitgehend mit dem sich jeder Modernisierung widersetzenden
Islam ähnlich. Mit allen Nachteilen. Dies letzendlich hätte zur Schwächung der Strahlkraft des Evangeliums
geführt und hätte die Kirche in eine Defensive gebracht, die alles andere als zuträglich gewesen wäre.
Kläff mal hier nicht so rum Sie, lieber Romulus, betreiben hier Hetze und Rufmord, was straflich ist
vor dem Sanhedrin (vgl. Evangelium zu ‘Raka’). Wenn Sie meine Beiträge gelesen hätten, wüssten Sie,
dass ich wie Pius XII. durchaus die religiöse Toleranz garantiert sehen will. Jetzt kläff mal hier nicht
so rum, wie ein verrückt gewordenes Schoßhündchen. Ich habe Ihre Beiträge NICHT gelesen, so viel Zeit
habe ich nicht und so toll sind die nun auch wieder nicht. Wenn ich fundiertes Wissen will, dann konsultiere
ich die entsprechende Literatur selber und warte nicht auf einen selbsternannten Athanasius.
#37 Athanasius 07:54:29 | Donnerstag, 16. März 2006
Wer ist… …schon an ein ungültiges Motu-Proprio gebunden. Der Hauptspezialist in dieser Sache, Dario
Kardinal Castrillón Hoyos offensichtlich nicht, denn dieser erklärte, daß es sich nie um ein formales
Schisma gehandelt habe, und es somit um ein „internes“ Problem der römisch-katholischen Kirche handele.
Aber vielleicht weiss FioreGraz es ja auch besser als dieser Präsident der Kommission „Ecclesia Dei“
selbst. Alles unter dem Motto: „Was der FSSPX schadet, ist erlaubt. Egal was.“ Damit operieren hier auch
bestimmte anderen.
#36 FioreGraz 07:32:51 | Donnerstag, 16. März 2006
Das verstehe ich net ganz „Rom hat nur die Bischöfe exkommuniziert, die von Lefebvre ohne römischen
Auftrag geweiht wurden.“ Wenn ich dazu nun „Ekklessia Dei“ lese steht dort was ganz anderes „… Darum
stellt dieser Ungehorsam, der eine wirkliche Ablehnung des Römischen Primats in sich schließt, einen
schismatischen Akt dar. Da sie diesen Akt trotz des offiziellen Monitums vollzogen, das ihnen durch den
Kardinalpräfekten der Kongregation für die Bischöfe am vergangenen 17. Juni übermittelt wurde, sind
Msgr. Lefebvre und die Priester Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson und Alfonso
de Galarreta der schweren Strafe der Exkommunikation verfallen, wie die kirchliche Disziplin vorsieht…Vor
allem möchten wir unter den vorliegenden Umständen einen zugleich feierlichen und tief empfundenen,
väterlichen und brüderlichen Aufruf an all jene richten, die bisher in irgendeiner Weise mit der Bewegung
des Erzbischofs Lefebvre in Verbindung standen: daß sie ihre ernste Pflicht erfüllen, mit dem Stellvertreter
Christi in der Einheit der katholischen Kirche verbunden zu bleiben und in keiner Weise jene Bewegung
weiter zu unterstützen. Alle müssen wissen, daß die formale Zustimmung zu einem Schisma eine schwere
Beleidigung Gottes ist und die Exkommunikation mit sich bringt, wie im Kirchenrecht festgesetzt ist.“
LG Fiore
Thomas A. Höck Die Verquickung von Staat und Kirche ist immer von Belang. Atheistische Staaten und Gebilde
wie BRD sind völlig von Gott gelöst – wenn auch hier und da einer der Politiker noch den Gottbezug im
Amtseid erwähnt. Deutschland ist wg. seiner EU-Mitgleidschaft und völligen Gottlosigkeit zum Untergang
verurteilt. Das ebnet auch den irrgläubigen (islamisten, budhisten etc.) immer wieder Tür und Tor. Wann
werden die Katholiken endlich wach?? Eng in der Tradition! Dann sind auch Begriffe wie „Ehre“, „Anstand“
etc. keine banalen Worthülsen sondern, auf Gott fußend, belastbare und verbindliche Aussagen! Gelobt
sei Jesus Christus!
#33 virOblationis 22:25:22 | Mittwoch, 15. März 2006
1. Kor. 15 (Fortsetzung) … und hier der Rest: 27 Alles ist [Ihm] unterworfen, [dann ist] ohne Zweifel
[gemeint]: außer jenem, der Ihm alles unterworfen hat. [Natürlich wird der Vater nicht der Königsherrschaft
des Sohnes unterworfen, sd. Er vollendet sie.] 28 Wenn jenem aber alles unterworfen sein wird, dann wird
sich der Sohn jenem unterwerfen, der Ihm alles unterworfen hat, damit Gott (sc. der Vater) sei alles in
allem. [Das ist dann sozusagen die Überhöhung der Vollendung.]
@Romulus Hinsichtlich ihrer Staatsdoktrin und der damit verknüpften Feindbilder stehen die hier schreibenden
Anhänger der FSSPX den Mullahs im Iran und Saudi Arabien . staatliche Religionspolizei hat sich nur noch
keiner getraut auszusprechen, aber latent vorhanden ist er. Sie, lieber Romulus, betreiben hier Hetze
und Rufmord, was straflich ist vor dem Sanhedrin (vgl. Evangelium zu ‘Raka’). Wenn Sie meine Beiträge
gelesen hätten, wüssten Sie, dass ich wie Pius XII. durchaus die religiöse Toleranz garantiert sehen
will. Der Vergleich mit den unterdrückenden Regierungen des Islams ist also nicht nur unpassend, sondern
faktisch falsch und eine Lüge. Sie haben wohl eine Agenda hier Leute zu verdächtigen? Prima. Aber Christlich
ist sowas nicht, geschweige denn katholisch. Rufmord heisst in meinem Pius X.-Katechismus (1910) noch
immer eine Todsünde. Wie Höck, wollen Sie wahrscheinlich nicht akzeptieren, dass es einen Unterschied
zwischen Religiöser Toleranz und die prinzipielle „Religionsfreiheit“ gibt. Nach Quas Primas muss der
Staat Jesu Christo ‘Ehre beweisen’ und zwar ‘öffentlich’ (par. 32). Klagen Sie bei Papst Pius XI. Den
haben Sie ja so eben mit Worten wie „Mullah“ und „Ayatollah“ beschimpft. In medio stat virtus, Romulus.
Diese abendländische Weisheit ist bei Ihnen nicht zu finden. Und von katholischer politischer Lehre haben
Sie offensichtlich wenig Käse gegessen.
#31 virOblationis 22:02:50 | Mittwoch, 15. März 2006
1. Kor. 15 Ich habe mich mit dem angeführten Text aus 1. Kor. 15 noch nicht eingehender befaßt, doch
auf den ersten Blick scheint er doch sehr klar die Königsherrschaft Christi im Sinne der Tradition zu
stützen: 22 … Es werden alle in Christus lebendig gemacht werden. [Die allg. Auferstehung der Toten.]
23 Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als erster Christus; dann die, die, wenn Christus [wieder]kommt,
zu ihm gehören. [Die Christen der letzten Generation.] 24 Dann kommt das Ende, wenn Er das Reich / die
Königsherrschaft dem Gott und Vater übergeben wird, wenn er abgesetzt haben wird jede [englische] Gewalt,
Macht und Kraft. [Erst am jüngsten Tag übergibt der Heiland das Regnum Gott; bis dahin wird Er als König
herrschen – wenn auch beeinträchtigt z.B. durch gottfeindliche Engelmächte.] 25 Denn Er (sc. der Heiland)
muß herrschen, bis Er (sc. der Vater) Ihm alle Feinde unter die Füße legt. [Noch einmal: Es ist sogar
notwendig, daß der Heiland bis zum jüngsten Tag als König herrscht. Alle, die dem widerstreben, wird
der Vater Ihm schließlich unterwerfen.] 26 Als letzter Feind wird der Tod vernichtet. Alles nämlich
unterwirft Er (sc. der Vater) unter Seine (sc. des Heilands) Füße. Wenn es aber heißt: … [gekürzt
wegen 1500-Zeichen-Limit.]
Die hier schreibenden FSSPX’ler sind eigentlich Feinde der Tradition Hinsichtlich ihrer Staatsdoktrin
und der damit verknüpften Feindbilder stehen die hier schreibenden Anhänger der FSSPX den Mullahs im
Iran und Saudi Arabien näher als der abendländischen Tradition, wie sie sich in den drei Städten Jerusalem-Athen-Rom
ausdrücken läßt. Den Gedanken an eine staatliche Religionspolizei hat sich nur noch keiner getraut
auszusprechen, aber latent vorhanden ist er.
Quas Primas… …lernt, aber das zitiert der Rechthabenwollende Thomas Höck nicht (weil er seine Niederlage
vor Pius IX. nicht zugeben will), dass es ein „Irrtum wäre“ zu behaupten die Herrschaft Christi habe
keine Rechte in „gesellschaftlichen Angelegenheiten“. Sieh unten. Dies ist alles só klar, und der Verweis
auf die online Enzyklika steht unten. Man soll lesen, wie Pius XI. (auch bekannt von ‘Ubi arcano’, in
der er die religio-politische Lehre die von Höck verworfen wird nochmal lehrte) oft auf Leo XIII.s Enzyklikas
hinweist, in denen die Religions-„freiheit“ verurteilt wurde. Pius XI. verbindet das geistliche Reich
Christi an die weltliche Anerkennung der Kirche („Reich Jesu Christi“) durch die zeitgenössischen Staaten.
Er knüpft dies zusammen, während ein gewisser Höck behauptet, Pius XI. habe nur ein religiöses Kirchenfest
mit Messformular in Kraft gesetzt. Und der Hinweis auf I Kor 15, 25 und die ständige Verknüpfung dieser
geistigen Herrschaft mit der Anerkennung der Katholischen Kirche durch den heutigen Staat, sind ja einfach
Tatsache. Das kann jeder in Quas Primas lesen. Wer dies leugnet, ist ein Lügner.
Zu Hoeckchen Also bevorzugt er lieber eine Erklaerung einer Pastoraliasynode des Vatikans, ueber Jahrhunderte
von paepstlichen Schriften. Uebrigens meinte ich Fussnote 19 in Quas Primas von Pius XI., und I Kor 15,
25 natuerlich. Nochmal fuer die Hartnaeckigen Verweigeren: Papst Pius XI. schrieb Quas Primas, nicht ich,
der ach so reaktionaerlich boese Athanasius. Ich kenne so noch eine historische Person, der den hl. Paulus,
also einige seiner Briefe, missbrauchte um die katholische dogmatische Lehre zur Rechtfertigung zu unterminieren…
Martin L. Hier Quas Primas (klick). www.catholictradition.org/…cyclicals/primas.htm Mit Dank an Exeget
Hoeck, der wieder in der Ablehnung paepstlicher, verbindlicher, Exegese, gipfelte. Auch noch meine herzlichen
Gruesse an De Loisy uebrigens.
Der Leser… …mag hier selber entscheiden, wás Papst Pius XI. in seiner Christkoenigsenzyklika Quas
Primas meinte. § 32 ‘Herrscher und Prinzen sind also verpflichtet oeffentliche Ehre und Gehorsam Christus
gegenueber zu zeigen (…) nicht nur Privatpersonen.’ § 14 ‘Es waere aber andererseits ein grosses Irrtum
zu sagen, dass Christus keine Autoritaet in gesellschaftlichen Angelegenheiten hat.’ Nach Pius XI. und
alle Paepste ist zwar das Koenigreich Jesu Christi geistlich und ewig, aber trotzdem zugleich auch weltlich
und gueltig fuer jedes Land. Und was zitiert dieser heilige Pontifex Romanus um die Koenigsherrschaft
Christi in der staatlichen Gesellschaft zu ‘beweisen’? Ja, I. Kor 6, 15. (Sieh Fussnote 23 der Enzyklika)
Nun ist es dem hochverehrten individuellen Leser ueberlassen wem sie in exegetischer Hinsicht vertrauen.
Seine Heiligkeit Papst Pius XI. oder einem gewissen Schreiberlein Thomas Hoeck…
Ersatzreligion Demokratie Unter diesem Titel gibt es im anderen Kreuzforum www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=35
schon seit einiger Zeit eine sachte Diskussion, in der es um die Ideologie der Demokratie geht, die unvereinbar
mit der kirchlichen überlieferten Lehre ist, wobei letztere dort natürlich ausführlich Raum erhält.
an eine Person Die Lehre der ‘Wandel’ und ‘Evolution’ der katholischen Glaubenslehre ist essentieller
Merkmal des Modernismus, wie St. Pius X. in ‘Pascendi dominici gregis’ lernt. Diese Person Hock macht
eine Karikatur, mit der Hilfe der ungluecklichen Aussagen einer Stimme gegen eine moderne Staatsform,
aus der staendigen Lehre der vorkonziliaren Paepste, aber versucht nachher zu behaupten, er sei doch mit
den vorkonz. Paepsten einverstanden. Wissen Sie was solche ‘Kontinuitaet’ ist? Das ist reiner Hegelianismus
und Thesis (Tradition, Pius IX., Leo XIII.), Antithesis (Liberalismus), Synthesis (Dignitatis Humanae).
Katholisch ist das nicht. Falsche Philosophien, davor warnte Pius XII. ausdruecklich in ‘Humani generis’
(1950). Das diametral gegenuebergestellte der ewigen Lehre, soll jetzt auf einmal wahr sein. Dies ist
Irrtum, aber die Irrende wollen es oft nicht zugeben. Irrtum mit ‘katholischer’ Sosse bleibt Irrtum.
@FiliusDei Ich verweigere ab jetzt mit Höck weiter zu diskutieren, weil er quasi-Protestant ist und das
Christkönigtum verwirfgt. ‘Oportet’ ist Imperativ, aber nach Höck, brauchen wir uns darum nicht zu kümmern.
Etwa wie Luther die Werke aus der Bibel ‘verabschiedete’, in dem er in den Geboten keinen Imperativ mehr
sah, sondern lediglich ‘Richtschnuren’. Wir verstehen einander, und Höck verwirft die politische Lehre
der Päpste bis hinauf zu 1963. Lassen wir ihn in seiner Illusion. Ich habe reichlich illustriert, dass
das geistige Königtum Jesu Christi von jedem Christen, also auch vom christlichen Staat anerkannt werden
muss. Höck verwandelt mit seiner neuen Liberalismuslehre das ‘Oportet’ in ein ‘Non licet’. Sogar das
‘licet’, dass sogar die progressiveren Konzilsbischöfe 1965 noch anerkannten, verwirft er jetzt. Anders
gesagt: Die Römisch-katholische Kirche war nach Höck 1932 Jahre (33-1965) im Irrtum und die vorkonziliare
Päpste wie der hl. Pius X. hätten eigentlich weder die Bibel noch die Politische Lehre Jesu Christi
verstanden. Hört sich doch irgendwie wie Martin Luther an. Der war übrigens auch Pfarrer, geweihter
Priester, der die tridentinische hl. Messe in seinen jungen Jahren las. Wie Jean Cauvin (Calvin) und Menno
Simonsz. Wie Hans Küng und weitere Nouvelle-Theologie-aner. Sacerdos in aeternum, aber keine Katholiken
für immer.
@T. A. Höck: Päpste gegen die Bibel Eine beständige päpstliche Lehre gegen die Hl. Bibel ausspielen
zu wollen, das geht natürlich nicht: 1 – Der Evangeliumsbericht über die Versuchungen Christi lehrt
an erster Stelle, daß sich der Satan in spitzfindiger Weise biblischer Textstellen bedient, um Christus
von Seiner göttlichen Mission abzubringen. 2 – Die Reaktion Christi ist, dem Satan eine andere Bibelstelle
vorzuhalten. Es ist eine wichtige Lektion, die der Hl. Geist den Gläubigen durch diese Episode im Leben
Christi lehrt: Der Teufel bedient sich gerne der Schriftstellen, um die Gläubigen vom Herrn und der Kirche
abzubringen: Ganze Länder sind im Laufe der Kirchengeschichte dem Protestantismus verfallen! Würden
die protestantischen Sektierer nur diese eine Schriftstelle verstehen!
@ Mr Höck Sie dürfen ruhig zitieren. Ich behaupte ja auch nicht, man könne mit weltlicher Gewalt das
Königreich Gottes, oder den Himmel auf Erden, schaffen und herabrufen. Das wäre ja ein New-Age-Gedanke,
der heute regiert. Ich sage nur, dass ein weltliches Reich (egal welcher Staatsform), das geistliche Reich
Jesu Christi anerkennen muss. So meinte es Pius XI. und auch Pius IX. Und in der PRINZIPIELLEN Religions-‘freiheit’
ist dies unmöglich, da es damit keine Anerkennung geben kann des wahren Königtums Jesu Christi. Klagen
Sie bitte bei Papst Pius IX., Pius XI., St. Pius X., Pius XII., Gregor dem Grossen (I.), und beim Hl.
Apostel Paulus, der schrieb: Oportet illum regnare, donec ponat omnes inimicos sub pedibus eius (1 Cor
15, 25) Er muss herrschen, bis Er alle seiner Feinde unter seinen Füssen legen wird. Schreiben Sie bitte
Ihre neo-liberal-‘katholischen’ Klagen an San Paulo fuori le Muri oder Tre Fontane, oder lassen Sie eine
Posttaube mit Ihrem Ärgenis über diese „politische Sekte“ (also known as Roman Catholic Church) in den
Himmel auffliegen. Vielleicht nimmt der hl. Paulus Sie ernst und ändert seine apostolischen Briefe.
Übrigens… …besteht zwischen Bischöfen der Priesterbruderschaft St. Pius X., wie Gerüchte aus dem
Munde von Neokonservativen und Indult-Messe-Traditionalisten läuteten, keinerlei Meinungsverschiedenheit
bezüglich des Inhaltes der Verhandlungen mit den derzeitigen Vatikanischen Autoritäten. Nur zur Opportunität.
Für die Römisch-Katholische Kirche machte es keinen Unterschied, da diese besteht in allen rechtgläubigen
Mitgliedern dieser einzigen Kirche Jesu-Christi (und sich zum selben Glaubensdogma bekennen), dazu gehörte
ja die historischerweise ultra-päpstlich orientierte Priesterbruderschaft St. Pius X. immer, wenn auch
nicht alleine sie. Gerade aber bestimmte Hierarchen – auch, und wahrscheinlich vor allem in Rom – wollen
seit 1965 offensichtlich zu dieser wahren römischen Kirche nicht gehören, in dem diese etwa öffentlich
die leibliche Auferstehung Jesu Christi und etwa dem Dogma Mariä-Himmelfahrt anzweifeln. Segen wäre
die endgültige Restaurierung der hl. römischen Kirche, die ja u.a. von der FSSPX eingeleitet werden
muss. Dafür besteht aber so wie es jetzt ausschaut in den kommenden entscheidenenden fünf Jahren, auch
im Falle einer FSSPX-APostolische Administration, keine grosse Chance.
Israel… Ach so. Gut, Höck, wenn Sie Dr. Otterbeck bevorzugen, ist das Ihr gutes Recht. Aber ärgere
mich nicht damit. Ja, ich gehöre ganz gerne zur Sekte vom Sel. Pius IX., Hl. Pius X., ven. Pius XI.,
und ehrwürdigem Pius XII. Sie wären als „erleuchteter“ Jude (wir Katholiken sind ja nach 33 A.D. die
Neujuden) auch aus dem Königreich Davids emigriert, da das ja ‘ne Theokratie war. Mit Gottes Segen. Wenn
Sie ehrlich wären, hätten Sie längst verstanden, warum ich für Toleranz, aber gegen prinzipielle Religions-‘freiheit’
bin. Christi Königreich ist nicht von dieser Welt, aber dennoch ín dieser Welt und soll in den Staaten
verwirklicht werden. Lesen Sie doch ‘Quas primas’ von 1925, mit der Pius XI. dieses Fest einstellte!
@Stimme Nein, auch in den modernen Staaten, und Demokratien, von denen ja etwa die Schweiz die älteste
ist, kann der katholische Glaube geschützt und gefördert werden. Natürlich hat Herr Höck eine falsche
Vorstellung, in dem er, trotz der Verurteilungen Pius’ IX., sagt, daß der Staat nicht einmal die katholische
Kirche als wahre anerkennen dürfe und nicht einmal fördern dürfe (alles nach seinem ‘Dogma’ von ‘Dignitatis
humanae’). Aber Seine Heiligkeit Papst Leo XIII. hat schon festgestellt, daß die Kirche keine Staatsform
ablehnt, und, daß auch in der Demokratie und im modernen Bürgerstaat den katholischen Glauben gefördert
und geschützt werden kann. Dies war und ist ja fast 150 Jahre der Fall gewesen in etwa Belgien, in der
Republik Irland, in Malta, auf Rhodos und in San Marino. In den katholischen Kantonen der Schweiz hat
diese Symbiose von Katholizismus und Volksabstimmung noch längere Geschichte, bis sie von Paul VI. in
den 1970er zerstört wurde durch die vatikanische ‘Dignitatis Humanae’ Diplomatie. Natürlich müssen
Sie mein Plädoyer für die Demokratie in dieser Hinsicht, nicht als Ablehnung der Monarchie verstehen!
@ Höck Wenn der Staat ein Grundrecht auf Freiheit der Religionsbetätigung („civil right“) formuliert,
dann sei dies gleichzusetzen damit, daß die Religion und jedes einzelne Dogma generell („in general“)
untergraben werde. Die Religion der Wahrheit Gottes werde durch eine Religion der Menschenfreiheit untermauert
und der Mensch setze sich an die Stelle Gottes usw. Genauso ist es auch: Kristallklar und nachvollziehbar.
Jede Wahrheit, jeder Glaube, jede katholische Lehre wird durch die Meinungs- und Religionsfreiheit untergraben,
ebenso auch durch andere Freiheiten wie „Gleichheit vor dem Gesetz“. Der Mensch setzt sich an die Stelle
Gottes, wenn er dessen Gebote systematisch mißachtet, wie dies in den modernen Staaten aufgrund ihres
Rechtssystems geschieht.
Angesichts fast jeder Äusserung des Horst Eckner stellt sich die Frage: Stellt sich Horst Eckner gegen
den katholischen Glauben und die katholische Lehre?
Angesichts fast jeder Äußerung der FSSPX… …vor allem betreffend der Verkündigung des 2. Vatikanischen
Konzils schlage ich als Überschrift vor: „Stellt sich die FSSPX gegen eine Aussöhnung?“
Historische Chance… Ich denke der FSSPX hat eine historische Chance und sollte sie nutzen. Es ist unverkennbar
das die katholische Kirche und auch der FSSPX sehr viel gewinnen würden. Denn die Zukunft des FSSPX wäre
gesichert und hätte nun auch wieder mehr Einfluß auf die Weltkirche.
Mgr Fellay sagt ganz klar worunm es geht Rom ist am Zug Mgr. Williamson zeigt klar die inhaltlichen probleme
solange die bedenken von mgr williamson nicht ausgeröumt sind bleibt einfach alles wie es ist im überigen
ich sage es nochmals kann der hl. vater ja jederzeit alle wohltaten die für die FSSPX. virgesehen sind
den Indultgemeinschaften zukommen lassen was man im bezug auf letzere seit 1988 erlebt hat stellt klar
‘Mgr williamson sieht die Realität sehr klar
Die Gedanken des scharfsinnigen Bischof Williamson … hat er auf Angelqueen-Tradlist für den März 2006
www.angelqueen.org/forum/viewtopic.php?t=6247 just dargelegt. Wie immer hervorragend: Ein Denken so klar
wie Quellwasser. Demnächst gibt es den Text auch in deutsch auf Kreuzforum www.kreuzforum.net/. Allerdings
ist die Überschrift des Kreuznet-Artikels in der Tat unpassend. Mein werter Vorredner hat völlig recht:
man versuche bitte nicht, die Bischöfe gegeneinander auszuspielen. In jeder Führungsriege gibt es diplomatischere
und weniger diplomatische Menschen. Auf den Inhalt kommt es an und der ist gleich: Treue zur katholischen
Tradition. Man sieht, daß der bekannte hochwürdige Möchtgern-„Sherlock Holmes“ www.kreuz.net/article.2864.html
mit seiner jüngsten „Analyse“ von der „wahren Idendität“ dieses Nachrichtenportals wieder einmal nur
heiße Luft produzierte, die auch noch prompt von den armen Erscheinungssüchtigen des „kleineren katholischen
Nachrichtendienstes“ weiter aufgepumpt wurde. Das allen mit unseren Kirchensteuergeldern. Das ist das
eigentliche Problem: die Konzilskirche geht elend zugrunde und … die eine Seite der Würdenträger biedert
sich den Feinden der Kirche an, während die andere Seite vor allem jene verfolgt, die kompromißlos katholisch
bleiben und den blinden Gehorsam als das vorführen, was er ist: unkatholisch.
Williamson vs. Fellay Die Piusbruderschaft ist kein Verein von Robotern, sondern lebendiger Persönlichkeiten.
Beide Bischöfe sind starke Persönlichkeiten mit einer soliden Verankerung in der katholischen Tradition.
Keiner von beiden vertritt einen Minimalkatholizismus. Es ist deshalb verfehlt beide gegeneinander ausspielen
zu wollen