Kinderverhütung und Kinderabtreibung fordern ihren Tribut. Die jüngst veröffentlichten Statistiken zum Geburtenmangel orten die Zukunft der Bundesrepublik in den Altenheimen.
(kreuz.net, Berlin) Nirgends auf der Welt ist die Geburtenrate so tief wie in Deutschland. Dies berichteten
in den letzten Tagen fast alle deutschen Medien.
Den Anfang machte am Dienstag die Tageszeitung ‘Die
Welt’ mit einem Bericht über Prognosen des ‘Statistischen Bundesamtes’
2004 registrierten die Statistiker
für Deutschland 8,5 Geburten pro 1000 Einwohner.
Damit unterbot die Bundesrepublik sogar das krisengeschüttelte
Bosnien-Herzegowina mit 8,9 Geburten oder das von der Auswanderung vieler geburtsfähiger Frauen betroffene
Bulgarien mit 9,0 Kindern.
Ganz zu schweigen von den Niederlanden mit 11,9 Geburten, Großbritannien
mit 12,0, Frankreich mit 12,7 und Irland mit 15,2 Geburten pro 1000 Einwohner.
Die Zahl der Neugeborenen
ist im letzten Jahr erstmals seit der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges unter die Marke von 700.000
gesunken. Nach Prognosen des Statistischen Bundesamtes erblickten 2005 nur rund 676.000 Kinder das Licht
der Welt.
Gegenüber dem Vorjahr – als es noch knapp 706.000 Geburten waren – bedeutet das ein Minus
von über vier Prozent. Das ist der gewaltigste Einbruch der letzten 15 Jahre.
Im schlimmen Nachkriegs-
und Hungerjahr 1946 gab es rund 922.000 Geburten.
Im Vergleich zum fruchtbaren Jahr 1964 – als in der
Bundesrepublik und in der DDR mit insgesamt 1,36 Millionen Kindern ein Geburtenrekord erreicht wurde –,
hat sich die Zahl der Babys jetzt halbiert.
Seit Einführung von Abtreibung und Anti-Kinder-Pille ging
es abwärts. 1980 brachte jede ostdeutsche Frau im Schnitt fast zwei Kinder – in Westdeutschland sogar
nur 1,4 Kinder zur Welt.
Heute gebiert eine deutsche Frau durchschnittlich 1,36 Kinder.
Während 1988
in der DDR noch 222.000 Kinder geboren wurden, erreichte dieses Gebiet 1994 mit 79.000 Kindern den absoluten
Tiefpunkt. Damit gebar jede Frau 0,77 Kinder – der niedrigste Wert, der weltweit jemals erfaßt wurde.
In den alten Bundesländern – ohne die Gebiete der ehemaligen DDR und Berlin – wurden 2004 nur noch 577.000
Kinder geboren. Demgegenüber waren es 1990 noch 705.000 Babys.
Damit wurden damals im Westen mehr Kinder
geboren als heute im gesamten Gebiet von Deutschland.
Statt derzeit gut 82 Millionen werden im Jahr 2050
in der Bundesrepublik weniger als 75 Millionen – vorwiegend altersschwache – Deutsche leben.
Im gesamten
Gebiet der Europäischen Union wird die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2050 – bei einem gleichzeitigen Anstieg
des Durchschnittsalters – um voraussichtlich 1,5 Prozent schrumpfen.
Anders ausgedrückt: Die knapp 450
Millionen EU-Bürger werden sich dann um sieben Millionen verringert haben und grau geworden sein.
In
der deutsche Tageszeitung ‘Welt’ wurde der Kindermangel mit einem Vergleich aus dem Tierreich kommentiert:
„Wer Schweine aufzieht, gilt als produktiver Teil der Gesellschaft. Wer dagegen Kinder aufzieht, gilt
als unproduktiver Teil.“
Im August 1968 publizierten die deutschen Bischöfe sogenannte Königsteiner
Erklärung. Darin distanzierten sich die Prälaten von der Enzyklika ‘Humanae Vitae’, in der sich Papst
Paul VI. gegen die Unfruchtbarmachung des ehelichen Aktes aussprach, die am Anfang der gegenwärtigen
Bevölkerungskatastrophe stand.
Spätestens nach den verheerenden Folgen der damals geborenen Verhütungsmentalität
wäre es für die Bischöfe an der Zeit, diese Erklärung zurückzunehmen und sich dafür öffentlich
zu schämen, erklärte ein früherer Mitarbeiter der Römischen Kurie auf Anfrage.
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14 Lesermeinungen
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…keine Antworten Quatsch, das Weib gehört hinter den Herd oder ins Kloster. Sonst gar nichts. Verheiratet
und am Herd darf es sich dann auch ‘Frau’ nennen.
…viele Fragen, paar Antworten; du siehst,Yerisinia, die Sache zu kurzsichtig. Ich habe nicht behauptet,
die Frauen sollen keinen Beruf ausüben. Wenn die Frauen arbeiten wollen, dann sollen sie es auch tun.
Nun, nicht alle Frauen können eine Arbeit bekommen, was bedauerlich ist- wie zB. meine Frau. Trotz dem;
sehr viele „moderne“ Frauen wollen eben keine Kinder kriegen, was eindeutig zu ihren Beruf gehört, aber
dafür ihre Kariere. Solche erleben wir viel. Mir gefallen jedoch die Frauen die Beruf und Famielie vereinbaren
können, und notfals für die Kinder ihren Beruf aufopfern!
@28., du meisnt also, dass Frauen grundsätzlich keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen sollten bzw wenn
schon, dann nur bis zur Geburt eines Kindes? wieviele Frauen kennst du, die Karriere machen wollen? hast
du selbst Kinder, bist du verheiratet? wie erlebst du selbst Frauen aus deiner Umgebung, die arbeiten?
was soll eine Frau tun, die keine materielle Basis hat, die nicht durch einen Mann versorgt wird? was
soll eine Frau tun, deren Mann ganz einfach zu wenig verdient oder arbeitslos ist? kannst du arbeitslos
werden?
Katastrophe Im August 1968 publizierten die deutschen Bischöfe sogenannte Königssteiner Erklärung.
Darin distanzierten sich die Prälaten von der Enzyklika ‘Humanae Vitae’, in der sich Papst Paul VI. gegen
die Unfruchtbarmachung des ehelichen Aktes aussprach, die am Anfang der gegenwärtigen Bevölkerungskatastrophe
stand. Die Weltbevölkerung wird bis 2050 auf 9 075 903 000 Menschen anwachsen nach heute 6 842 923 000
Menschen. Quelle: WAS Nr 12 / 19.3.2006 – Forum 13
Ja Yresinia, das ist auch dein Problem. Die Frauen wollen lieber die Kariere machen, als Kinder kriegen.
Sie haben vergessen, daß sie Frauen sind, und nur Frauen Kinder gebären können. Hoffentlich wird dir
im Alter jemand helfen, den Löffel Supe in den Mund zu stecken!
@Kroate: „heutigen „modernen“ Frauen lieber die Karriere und hohe Absätze“ wieviele Frauen machen denn
„Karriere“? hast du schon einmal erlebt, wie sehr allein die Tatsache, dass Frauen Kinder kriegen können,
ein Hindernis ist, überhaupt eine qualifizierte Arbeit zu bekommen? und solange Frauen die ganze Last
von Kindererziehung, existentieller Unsicherheit und Arbeitswelt tragen müßen, ist es nur vernünftig,
den vorhandenen Kinderwusnch nicht zu realisieren; zu Kroatien: alle Länder patriachalisch-traditionalistischer
Kultur haben nachvollziehbar dieselben Probleme, sobald Frauen einen höheren Bildungsstand und bessere
Aussichten am Arbeitsmarkt haben; umgekehrt funktioniert die Vereinbarkeit von Beruf, Ehe und Familienleben
(für beide Geschlechter) in Skandinavien am besten – und dort haben sie die höchste Geburtenraten Europas!
Schweine versus Kinder „Wer Schweine aufzieht, gilt als produktiver Teil der Gesellschaft. Wer dagegen
Kinder aufzieht, gilt als unproduktiver Teil.“ Ein deftiger, aber leider zutreffender Vergleich. Dass
er nicht vom für seine mitunter deftige Wortwahl bekannten KREUZ.NET stammt, sondern aus einer deutschen
Tageszeitung, macht ihn nur noch authentischer.
Rätsel Was haben eigentlich die aus Asien (China? Honkong? Japan? Singapur?) stammenden Fotos von Hängebauchschweinen
mit der deutschen Geburtenrate zu tun?
kinder Warum Deutschland weniger Kinder bekommt hat viele Ursachen aber meiner Meinung ist es ein großer
grund das die heutigen „modernen“ Frauen lieber die Karriere und hohe Absätze wollen als sich um die
Kinder zukümmern bzw.zubekommen. Ich komme aus den ehemaligen Jugoslawien ,bin selbst Katholisch und
bei uns ist es so das die Frauen mind.2-3 durchschnittlich haben und das ist auch gut so aber in den letzten
Jahren verringert sich die Geburtsrate. Wieso ? Aus dem obengenanten Grund! Danke
#5 Satansbraten 12:38:53 | Donnerstag, 16. März 2006
Blubb Ich denke der Geburtenrückgang spiegelt vor allem die derzeitige negative Grundstimmung in Deutschland
wieder. Da helfen auch keine aufwendig inszenierten Werbekampagnen. Ich denke nicht, dass die Verhütung
oder Abtreibung etwas damit zu tun haben. In der DDR wurde auch verhütet und abgetrieben, die Frauen
arbeiteten und trotzdem kamen mehr Kinder auf die Welt. Warum? Weil die soziale Sicherung gegeben war.
Und ich will damit den Sozialismus nicht schön reden, aber in Bezug auf Kinderbetreuung und Schule, kann
man sich ruhig einige Beispiele nehmen. Achja, ich hab übrigens auch Haustiere. Zwar keine Schweine,
sondern Farbratten, aber das heißt noch lange nicht, dass diese „Kinderersatz“ darstellen. Man sollte
nich alle über einen Kamm scheren. Tierfreunde sind nicht gleich Kinderfeinde, wie dieser Artikel gerne
suggerieren möchte ;).
#4 28.IX-28.X 10:23:57 | Donnerstag, 16. März 2006
QParsifal; ich kenne persönlich Frauen (auch verheiratete), die sich gerne Tierchen anschafen. Auf meine
Frage: wie wär’s mit ‘nem Kind? kommt nur: bist du blöd…, oder Ähnliches. Das Bild zeigt nur einen
Aspekt unser demographischen Katastrofe.
Abgesehen davon: Tierschutz Schweine sind für eine Haltung im Haus bzw. in der Wohnung als Haustier nicht
geeignet und leiden unter solchen Haltungsbedingungen. – Schweine brauchen einen abseits gelegenen Kot-
u. Harnplatz und gehen sicher nicht wie die Katze aufs Kistchen – sie brauchen eine Möglichkeit, sich
im Schlamm zu suhlen (wer hat schon ein Schlammbecken in der Wohnung?) – sie brauchen eine Möglichkeit,
sich zu scheuern (z.B. an einem Baumstamm) – für Einzelhaltung ungeeignet, da Gruppentiere – Liegeplatz
mit Streu notwendig (wer hat und will Stroh in einer Wohnung?) – Schweine brauchen Auslauf Die Mode, kleinere
Schweinearten als Haustier zu halten, ist eine tierquälerische Dummheit, die wahrscheinlich mit dem Kindermangel
in psychologischem Zusammenhang steht. Schweine sind Nutztiere, die artgerecht gehalten gehören (also
Biobauernhof mit Auslauf und Suhle etc.).
#2 28.IX-28.X 10:13:20 | Donnerstag, 16. März 2006
Frage; sagen die Statistiken was über alle Frauen in BRD, die Kinder geboren haben (dh. auch Frauen „mit
Migrationshintergrund“), oder beziehen sie sich nur auf deutsche Staatsangehörige?
Goldene Himbeere für den schlechtesten Artikel Herzlichen Glückwunsch zu dieser hervorragen Illustration.
Ist doch klar: Jeder der kein Ghettokatholik ist, ist mindestens pervers. Oder was sonst soll diese Grafik
suggerieren?