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Freitag, 17. März 2006 08:53
kreuzmeldungen
Der Glaube an einen Gott + Verrückt und abstrus + Tragischer Irrtum + Heute gibt’s Fleisch und grünes Bier + Ausgezeichnete Toleranz + Nur mehr anständige Werbungen?
Der Glaube an einen Gott

Vatikan. Papst Benedikt XVI. hat Juden und Christen zur Zusammenarbeit mit den Moslems aufgerufen. Die drei monotheistischen Religionen seien in ihrem Glauben an einen Gott dazu berufen, sich gemeinsam für Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen, erklärte der Heilige Vater heute bei einer Audienz für Mitglieder des ‘American Jewish Comitee’. Heute müsse dringender Respekt vor Gott, vor den Religionen und ihren Symbolen gelehrt werden – „vor heiligen Stätten und Orten der Anbetung“, so der Papst weiter.

Verrückt und abstrus

Deutschland. Die katastrophale Geburtenrate in Deutschland hat eine Diskussion über das Rentensystem ausgelöst. Der Kölner Wirtschaftswissenschaftler Johann Eekhoff und mehrere Abgeordnete der Christdemokraten hatten sich in der ‘Bild’-Zeitung für Einschnitte bei der Rente von Versicherten ohne Kinder, beziehungsweise für eine Erhöhung der Altersgelder für Eltern ausgesprochen. Der sozialdemokratische Arbeitsminister Franz Müntefering tat diese Vorschläge als eine „Verrücktheit“, als einen „abstrusen Vorschlag, so wie er immer mal wieder hochkommt“ ab.

Tragischer Irrtum

Tschechien. Am Mittwoch abend überstimmte das tschechische Parlament das von Präsident Vaclav Klaus eingelegte Veto gegen das Homo-Konkubinat. Demnach sollen Homo-Paare in Erbschafts- und Unterhaltsangelegenheiten wie Ehepaare behandelt werden. Präsident Klaus hatte das Gesetz als „tragischen Irrtum“ kritisiert. Man könne nicht die Zerschlagung der traditionellen Institutionen legalisieren, auf denen die Gesellschaft basiere.

Heute gibt’s Fleisch und grünes Bier

USA. Mindestens 76 US-Bischöfe haben ihre Schäfchen vom heutigen Abstinenzverbot dispensiert. Grund: Der 17. März ist das Fest des irischen Nationalheilige Sankt Patrick. Sein Festtag wird in allen irisch beeinflußten katholischen Gebieten der Welt mit großen Paraden und Festessen gefeiert. In den USA kommen dabei Corned Beef, Kohl und grünes Bier auf den Tisch. Darum sind viele dortige Diözesen dazu übergegangen, vom Abstinenzgebot zu dispensieren, wenn der Tag auf einen Freitag in der Fastenzeit fällt.

Ausgezeichnete Toleranz

Deutschland. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, erhält den diesjährigen Abraham-Geiger Preis. Der Kardinal soll mit dem Preis für sein langjähriges Eintreten für „Toleranz und Freiheit des Denkens“ gewürdigt werden, heißt es in der Begründung. Auch seine Entschlossenheit für das Gespräch mit dem Judentum wird positiv hervorgestrichen. Der Abraham-Geiger Preis wurde im Jahr 2000 anläßlich der Eröffnung des Abraham Geiger Kollegs – des ersten deutschen Rabbinerseminars seit dem Zweiten Weltkrieg – gestiftet.

Nur mehr anständige Werbungen?

Deutschland. Laut dem Vorsitzenden des ‘Deutschen Werberates’, Jürgen Schrader, sind im Jahr 2005 bei seinem Rat nur zehn Anzeigen wegen Verletzung religiöser Gefühle eingegangen. Dies berichtete die protestantische Nachrichtenagentur ‘idea’. Fünf Fälle seien aus Sicht des Rates unbegründet gewesen, in den anderen fünf Fällen hätten die Unternehmer die Werbungen freiwillig zurückgezogen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 9 Lesermeinungen:
Dienstag, 21. März 2006 09:42
Hrodgar: wie man sich irren kann
bislang hatte ich immer geglaubt, die Kirche wäre das eine, und die Moslems das andere.
So wie bei Naturreligionen Asatru unvereinbar ist mit Aztekischem Menschenopferwahn.
Jetzt belehrt mich der „heilige Vater“ daß seine Kirche doch dem Islam näher steht als befürchtet.

Wie werden wohl die Juden auf diese „Einladung“ reagieren angesichts der Intifada???

Oh, sie werden sich geschmeichelt fühlen und endlich einsehen, das Jeshua der Messias ist!
Dienstag, 21. März 2006 09:07
Filia_Nocte: Guten morgen
Heute müsse dringender Respekt vor Gott, vor den Religionenund ihren Symbolen gelehrt werden – „vor heiligen Stätten und Orten der Anbetung“, so der Papst weiter.

Also ihr Christen. Dann tut mal, was euer Oberhaupt sagt und

1. hört auf, uns Heiden immer bekehren zu wollen

2. hört auf, unseren Glauben als „Satanswerk“ zu verteufeln

3. ihr müsst ja nicht an die alten Götter galuben, aber tolleriert es wenigstens.
Dienstag, 21. März 2006 08:47
Hrodgar: an den Früchten…
…erkennt man den Baum.

Ist ja toll, Herr Ratzinger! Solidarität mit dem Islam! Vielleicht sollte man mal Rinder zur Solidarität mit dem Schlachter aufrufen!

Die guten Leutz verbrennen unsere Fahnen, Spucken auf unsere Staatsform, verweigern Frauen einfache Menschenrechte, führen religiös bedingte Hinrichtungen durch! Die Idealen Bündnispartner! fragt sich bloß, für wen!
Christen gelten den Muslimen übrigens als Ungläubige…

Wenn Herr ratzinger hier Kuschelkurs sucht, offenbart er seine eigene Meinung…
Sonntag, 19. März 2006 14:02
Gillibrand: Cathcon
My blog is now back on line. blogger.com had a big problem with many blogs.
Sonntag, 19. März 2006 06:35
Thaddäus: @Benedicta
Ja, dürfte nur eine temporäre Störung gewesen sein… http://cathcon.blogspot.com zeigt nun auch bei mir korrekt (neben anderen Inhalten) „Bilder, die Sie in Erstaunen setzen“ an!
Samstag, 18. März 2006 10:48
Karl Murx: Auch mit den Anglikanern wird die Eintracht gepflegt
One leading theologian has told friends how he emerged from a recent meeting with Pope Benedict XVI surprised and impressed by his enthusiasm to build bridges with the Anglicans.

TIMES

Canterbury and Rome on road to heal rift of centuries

By Ruth Gledhill, Religion Correspondent

DR ROWAN WILLIAMS, the Archbishop of Canterbury, is expected to make his first formal visit to Pope Benedict XVI in Rome this year in an attempt to heal the centuries-old rift between the Roman Catholic and Anglican churches.

The two church leaders are expected to attend at least one service together, probably vespers at the basilica of St Paul’s-Without-The-Walls.

The meeting, which awaits confirmation from Rome, is being organised to celebrate the 40th anniversary of the meeting in 1966 between Pope Paul VI and Archbishop Michael Ramsey, the 100th Archbishop of Canterbury. Dr Williams still wears the ring given by the Pope to Lord Ramsey on that visit.
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