Österreich
Sorgen und Freuden
Auf einer Pressekonferenz zu ihrer Frühjahrsvollversammlung sorgten sich die österreichischen Bischöfe vor allem um die Familienpastoral. Geschiedene sollen vermehrt auf die Möglichkeiten einer Annullierung hingewiesen werden.
(kreuz.net, Wien) In einer heute veröffentlichten Erklärung der österreichischen Bischofskonferenz sprechen sich die Oberhirten für eine „breitere Allianz“ zugunsten der „Familie auf der Basis der Ehe zwischen Mann und Frau“ aus.

Die Bischöfe trafen sich in den vergangenen Tagen auf dem Sonntagberg in Niederösterreich zu ihrer Frühjahrsvollversammlung.

Durch eine Intensivierung der Ehevorbereitung und der Familienseelsorge wollen sie dazu beitragen, daß viele junge Menschen „den Weg zur christlichen Ehe finden, die für neues Leben offen ist“.

Aus diesem Grund soll die Ehevorbereitung in den nächsten drei Jahren reformiert und ausgebaut werden. Auch die Familienpastoral in den Pfarren sei zu verstärken, um Familien eine echte Hilfe anbieten zu können.

In der Presseerklärung wird auch auf „Familien in der Krise“ hingewiesen.

Eine „besondere Hilfe und Unterstützung“ bräuchten Geschiedene – sind die Bischöfe überzeugt. Sie sollen nach der Meinung der Bischöfe auch vermehrt auf die Möglichkeit einer kirchlichen Erklärung der Nichtigkeit ihrer Ehe hingewiesen werden.

In der Jugendpastoral wolle man sich verstärkt für eine christliche Partnerschafts- und Sexualerziehung einsetzen.

In diesem Sinn appellieren die Bischöfe Österreichs auch an Politik und Gesellschaft, die Familien zu fördern und die Rahmenbedingungen für Ehe und Familie zu verbessern.

Die Wirtschaft fordern die Bischöfe auf, vermehrt Rücksicht auf Eltern zu nehmen.

Eine Gesellschaft könne nur auf der Grundlage von Solidarität funktionieren. Dieser bedürfe auch die Familien.

Wenn Kinder in der Geborgenheit einer stabilen Familie zu reifen Persönlichkeiten heranwüchsen, werde damit eine große Leistung für die Gesellschaft erbracht.

Deswegen sollten Erziehungsleistungen „ideell und finanziell“ belohnt werden.

Freude herrscht bei den Bischöfen Österreichs über die geplante Reise von Papst Benedikt XVI. zum Hauptfest des Heiligtums in Mariazell am 8. September 2007.

Der Papstbesuch solle die Impulse des Mitteleuropäischen Katholikentags und seiner „Wallfahrt der Völker“ aufgreifen und vertiefen.
      
4 Lesermeinungen
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#5   FiliusDei   17:46:38 | Montag, 20. März 2006
@Gotthard
1. Bischöfe haben mit Ehe-Annullierungsverfahren nichts zu tun, sondern die Offizialate … und zwar in 2 Instanzen!
Voll daneben!
Wer nimmt in dem besprochenen Artikel Stellung? – Die Diözesanbischöfe!
Und wer ist derjenige, der die Alleinverantwortung für seine Diözese hat? Der Diözesanbischof!
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#3   Frl.Ilse   17:17:01 | Freitag, 17. März 2006
@Spanien
Wenn mich nicht alles täuscht, ist die Eheannulierung nach einer staatlichen Scheidung in Spanien üblich – oder war es zumindest bis vor 20 Jahren. Da fragt man sich schon, warum das so ist. Leben in Spanien andere Katholiken, haben die Spanier eine andere Auffassung in dieser Angelegenheit oder wie ist das zu bewerten.
Ich meine mich auch erinnern zu können, dass Jesus sehr wohl von der Unauflöslichkeit der Ehe spricht, daran ist nichts zu rütteln; aber gleichzeitig als große Ausnahme den Ehebruch nennt. Wird ein Partner also betrogen, so ist es für Jesus gerechtfertigt, die Ehe zu scheiden. Ich denke mir, im realen Leben kommt der Betrug recht häufig vor (traurig genug!), also müsste es eigentlich viel häufiger auch Eheannulierungen geben.
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#2   Gotthard   16:46:21 | Freitag, 17. März 2006
Verfahren
Höchste Prälaten und Bischöfe verraten das Ehesakrament!
1. Bischöfe haben mit Ehe-Annullierungsverfahren nichts zu tun, sondern die Offizialate … und zwar in 2 Instanzen!
2. Woher willst Du Kenntnisse von den Inhalten der Verfahren der erwähnten Personen haben?
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#1   FiliusDei   16:29:45 | Freitag, 17. März 2006
Ein Aufruf zu Betrug und Ehebruch!
„Sie sollen nach der Meinung der Bischöfe auch vermehrt auf die Möglichkeit einer kirchlichen Erklärung der Nichtigkeit ihrer Ehe hingewiesen werden.“
Daß es in der kirchlichen Eheannullierungspraxis seit langem schon nicht mit rechten Dingen zugeht, ist allgemein bekannt.
Johannes Paul II. und auch bereits Benedikt XVI. haben ihre Eherichter wiederholt darauf hingewiesen, daß es – auf gut Deutsch – keine Betrügereien in diesen Causen geben darf.
Wenn die Bischöfe nun ihre geschiedenen Schützlinge darauf hinweisen, diesen „pastoralen Weg“ zu gehen, so ist das ein Hohn für alle, die die katholische Ehe so leben, wie Christus dies gelehrt hat.
Die prominentesten Fälle, wo man den Verdacht auf Betrug ruhig äußern darf, sind die Eheannullierungen der ÖVP-Politikerinnen Maria Rauch-Kallat (sie behielt sogar den Namen aus ihrer ersten Ehe) und auch Benita Ferrero-Waldner.
Ferreo-Waldners erster katholischer Gatte, ein Bayer, sagte klipp und klar, was von dieser Annulierung zu halten ist.
Höchste Prälaten und Bischöfe verraten das Ehesakrament!
Eine Verspottung für alle, die den „Kreuzweg“ der Unauflöslichkeit der Ehe tatsächlich auf sich nehmen!
Doch der Lohn im Himmel wird letzteren gewiß sein!
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