Muselmanen
Prostitution oder Passionsspiel?
Wenige Monate vor dem Papstbesuch in Istanbul gibt es in der Türkei besorgniserregende Überfalle auf Geistliche und noch bedenklichere Berichte darüber in den Medien.
(kreuz.net, Mersin) Der jüngste Vorfall ereignete sich am vergangenen Samstag um 19.00 in der katholischen Pfarrei der türkischen Stadt Mersin.

Die Stadt Mersin befindet sich im Süden der Türkei an der Mittelmeerküste.

Die Pfarrei wird von Kapuzinern betreut, die in einem Konvent leben, der direkt an die Pfarrei angeschlossenen ist.

„Wir übten mit den Jugendlichen im Saal des Konventes für ein Passionsspiel“, schrieb der Pfarrer, Pater Hanri Leylek, in einem Bericht für den Nachrichtendienst ‘AsiaNews’.

„Da erschien ein etwa 22jähriger Bursche an der Eingangstüre zum Saal und mischte sich unter die Pfarrjugend. Dann drängte er sich nach vorne.“

Im Saal befanden sich etwa 25 Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren.

„Einer der Burschen rief mich und erklärte, daß es einen Fremden gab, der Schwierigkeiten machte und mit einem Priester reden wollte“, erklärt der Geistliche.

Pater Leylek verließ daraufhin den Saal und begann, mit dem Fremden im Korridor zu sprechen:

„Als ich bemerkte, daß er unzusammenhängende Dinge von sich gab und Drohungen aussprach, fordert ich ihn auf, wegzugehen“ – so Pater Leylek.

Der Eindringling weigerte sich und stieß noch mehr Drohungen und Verwünschungen aus.

In der Zwischenzeit waren auch die Jugendlichen in den Korridor geströmt. Die Situation war so angespannt, daß der Pater beschloß, die Polizei zu rufen.

Dazu begab er sich in eine Telefonkabine, die sich ebenfalls im Korridor befand:

„Ich nahm den Hörer ab und wählte die Nummer der Polizei. Da sah ich plötzlich, wie die Jugendlichen auseinander rannten und der fremde Bursche mit einem 80 bis 90 Zentimeter langen Kebab-Messer, das er hinter seinem Rücken versteckt hatte, auf mich zukam und mich bedrohte.“

Er habe sofort den Hörer niedergelegt und versucht, den Angreifer zu beruhigen. Es sei ihm auch gelungen aus der engen Telefonzelle herauszukommen.

In der Zwischenzeit betrat ein zweiter Kapuziner, Pater Robert, den Korridor. Der Angreifer wandte sich diesem Pater zu und bedrohte ihn. Pater Robert versuchte ebenfalls, den Angreifer zu beruhigen.

Pater Leylek: „Es gelang mir, mich aus dem Haus zu schleichen und zur Polizeistation in der Nähe der Kirche zu gehen.“

In der Zwischenzeit ließ der Angreifer von Pater Robert ab und begab sich zurück in den Saal, wohin sich die Jugendlichen geflüchtet hatten.

Er öffnete die von den Jugendlichen zugesperrte Türe, indem er mit seinem Messer deren Glasfenster zerbrach. Im Saal durchstöberte er die dort aufgehängten Jacken und stahl ein Mobiltelephon.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Jugendlichen den Saal bereits durch andere Ausgänge verlassen und sich in Zimmer und Toiletten geflüchtet.

Der Angreifer schrie und drohte weiter.

„Nach fünf Minuten kehrte ich mit drei oder vier Polizisten ins Kloster zurück“ – setzt Pater Leylek seinen Bericht fort:

„Die Vollzugsbeamten trafen den Burschen im Treppenhaus des Klosters. Er bedrohte auch die Polizisten, die versuchten, ihn zu beruhigen.“

In der Zwischenzeit erreichten Journalisten und ein Dutzend Polizisten die Szene.

Nach einem ungefähr 15minütigen Hin und Her mit der Polizei ergab sich der Messerträger schließlich. Er wurde in Gewahrsam genommen und später wieder freigelassen.

Nicht weniger bedrohlich als der Angriff ist die Art, wie türkische Medien über den Zwischenfall berichteten.

Für einige Fernsehstationen bestand die Hauptmeldung darin, daß der Bursche den Konvent betreten habe, um der Kirche vorzuwerfen, Jungen und Mädchen, die zur Kirche kommen, miteinander zu verkuppeln. Der Messerangriff wurde bei dieser Art von Berichterstattung unterschlagen.

Nach Angaben der Kapuziner gibt es in der Türkei Stimmen, die den Leuten erzählen, daß die Kirche Moslems konvertiere und eine Gefahr für sie darstelle.

So berichtete die Tageszeitung ‘Vatan’ nur einen Monat nach der Ermordung des italienischen Priesters, Don Andrea Santoro, daß dieser Dollars verteilt habe, um Jugendliche in die Kirche zu locken.

Hinter solchen Meldungen scheint ein politischer Kampf religiöser Gruppen zu stehen, die gegen den EU-Beitritt der Türkei Stimmung machen.

Bereits vor zwei Monaten war die katholische Pfarrei in Mersin Schauplatz eines Besuchs durch einen Vandalen geworden, der ebenfalls von der Polizei verhaftet wurde.
      
24 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#27   Stimme aus dem Tradiland   14:24:26 | Montag, 20. März 2006
@ Ansgar
Erlauben Sie mal: Murx nennt doch Roß und Reiter. Jetzt ist es an den Pius-Brüdern, die Enthüllungen als falsch zu widerlegen. Eine voreingenommene Anti-FSSPX-Position, die nur auf Argumente von sedisvakantistischer Seite gewartet hätte, können Sie mir nicht vorwerfen. Ich habe vielmehr immer wieder ungläubig nachgefragt.
Sie meinen, die FSSPX ist verpflichtet, auf Zurufe aus einem Diskussionsforum zu reagieren? Ganz logisch, darum antworten ja auch der Hl. Vater und die V2-Bischöfe immer auf diesem Forum…:-)
Roß und Reiter kann ich nicht erkennen. Roß wäre der Grund für eine – allfällige – Wiederweihe eines Priesters; Reiter der weihende Bischof. Beweise wurden ohnedies nicht genannt.
Redaktion benachrichtigen
#26   Benedikt   14:16:43 | Montag, 20. März 2006
Halb…
Überaus wirksam ist auch: „Nein, du bist kein Halbidiot…“ War früher beliebt unter uns Schülern. Genug aber von der Kunst der Beleidigung.
Im übrigen kann es die bedingungsweise Wiederholung eines an sich nur einmaligen Sakraments geben(…)
Z.B. hat die bedingungsweise Wiedertaufe von Calvinern Tradition in der kath. Kirche.
Das mag sein. Aber die Calviner gehören auch nicht zur Kirche, im Gegensatz zur FSSPX. Das mindeste, was die Bruderschaft haben muss ist das gleiche Sakramentsverständnis und die Anerkennung, dass durch die approbierten Bücher gültig geweiht wird. Daran Zweifel zu säen hat ganz sicher schismatische Tendenzen.
Redaktion benachrichtigen
#25   Marcel   13:00:58 | Montag, 20. März 2006
Halb…
Das Etikett „halbkonservativ“ ist mir noch nie aufgeklebt worden
Wenn im deftigen Allemannischen jemand jemanden einen Dackel nennt, so wird dies nur noch überboten dadurch, daß jemand jemanden einen Halbdackel nennt.
(Es soll auch noch „Grasdackel“ geben. Allerdings hörte ich noch nie von Graskonservativen. :-)
Man sieht: „halb“ kann manchmal auch doppelt so viel meinen. Die ambivalenten Verwandschaften zwischen dem Germanischen und dem Angel-Sächsischen…
Redaktion benachrichtigen
#24   matti110   11:53:03 | Montag, 20. März 2006
Belege der FSSPX
Belege: Pater Janetti, auf einem Foto, in einem Mitteilungsblatt der Piusbruderschaft, letzten Jahres (glaub Berichte aus dem Leben der Bruderschaft), in Winona/USA, bei einer Diakonatsweihe, als einziger geweihter Neupriester? mit Bischof…
Redaktion benachrichtigen
#23   Josefus   11:41:31 | Montag, 20. März 2006
„sub conditione“
Wenn es solche Nachweihen gegeben hat, sind sie mit Sicherheit „sub conditione“ erfolgt, dass heißt, sie sind nur gültig unter der Bedingung, dass die für die Piusbruderschaft in manchen Fällen nicht ganz sichere Spendung beim erstenmal ungültig wäre. Dies habe ich schon bei Nachfirmungen der Piusbruderschaft erlebt. Und meines Wissens erfolgt dies bisweilen auch bei der Konversation von Protestanten bestimmter Richtungen, deren Taufritus nicht immer ganz zweifelsfrei ist, bisweilen auch in der „modernen“ katholischen Kirche und war jedenfalls in der Kirche schon lange vor Gründung der Piusbruderschaft immer üblich. Es wird also in keinem Fall das Sakrament ein zweites Mal gespendet, sondern es wäre beim 2.mal nur gültig, wenn es beim 1.-mal nicht korrekt vollzogen worden wäre. Daran kann in der heutigen Kirche bisweilen Zweifel angebracht sein, z. B. wenn ohne Not ein Regionaldekan das Sakrament der Firmung spendet anstatt ein Bischof oder Weihbischof wie in meinem Fall und dies ohne wenigstens die Anordnungen der heutigen Kirche im Vollzug des Ritus dazu genau zu beachten und die Firmlinge auf die Bedeutung des Sakramentes überhaupt vorzubereiten.
Redaktion benachrichtigen
#22   Ansgar   10:51:37 | Montag, 20. März 2006
@ Tradiland
Erlauben Sie mal: Murx nennt doch Roß und Reiter. Jetzt ist es an den Pius-Brüdern, die Enthüllungen als falsch zu widerlegen. Eine voreingenommene Anti-FSSPX-Position, die nur auf Argumente von sedisvakantistischer Seite gewartet hätte, können Sie mir nicht vorwerfen. Ich habe vielmehr immer wieder ungläubig nachgefragt.
Das Etikett „halbkonservativ“ ist mir noch nie aufgeklebt worden; ich fasse es als Beleidigung auf.
Der Hinweis auf Reformierten-Neutaufen ist hingegen interessant.
Redaktion benachrichtigen
#21   Stimme aus dem Tradiland   10:04:34 | Montag, 20. März 2006
Es ist interessant, wie bereitwillig die FSSPX-phoben
Halbkonservativen auf die Aussagen von Sedisvakantisten stürzen. Ich hatte einmal eine längere – über E-mail – geführte Diskussione über das konkrete Verhalten eines FSSPX-Priesters. Letzteren konfrontierte ich mit den Anschuldigungen, dann leitete ich die Klarstellungen an den sedisvakantistischen Herausgeber einer Webseite, der selbst Priester ist, weiter. Dessen Äusserungen dann wieder an den Priester und so ein paar mal hin und her.
Ich ging nicht davon aus, dass die Sedisvakantisten lügen. Im Ergebnis war es so, dass die Vorwürfe nahezu gänzlich falsch waren und der Rest verzerrte Interpretation. Seither weiß ich, dass den Sedisvakantisten jede trübe Quelle Recht ist, der FSSPX zu schaden.
Diese Eigenschaften haben Sie mit den Halbkonservativen wie z.B. Ansgar und Höck gemeinsam.
Im übrigen kann es die bedingungsweise Wiederholung eines an sich nur einmaligen Sakraments geben (Taufe, Eheschließung, Priesterweihe, Firmung). Ob eine solche gespendet wird, hängt von der Prüfung der Umstände ab.
Z.B. hat die bedingungsweise Wiedertaufe von Calvinern Tradition in der kath. Kirche. Denn aufgrund von deren absoluter Prädestination (es gibt Menschen, die zum Heil berufen sind und andere, die zur Verdammung bestimmt sind und zwar von Beginn ihrer Existenz ohne dies ändern zu können) kann von einem katholischen Verständnis des Taufsakraments nicht gesprochen werden.
Redaktion benachrichtigen
#19   virOblationis   08:02:34 | Montag, 20. März 2006
Priesterweihe
Es wird zwar die Nachweihe mehrerer Priester behauptet, Namen werden genannt – aber wo bleiben Belege dafür? Solange keine (nicht-sedisvakantistischen) Quellen angegeben werden, ist dies für mich nichts, als der Versuch, die Bruderschaft anzuschwärzen.
Redaktion benachrichtigen
#17   ttoni   18:11:52 | Sonntag, 19. März 2006
?????
herr murxs, sie scheinen aber sehr sedisvakantist zu sein, oder?
Redaktion benachrichtigen
#16   Karl Murx   12:27:40 | Sonntag, 19. März 2006
Sie haben die Inkonsequenz nicht ganz begriffen
Ist ja auch unbegreifbar.
Also, das geht so:
Wir brauchen einen Papst, auch wenn er Häretiker ist, deswegen sind die neuen Riten im Falle von Prof.Ratzinger gültig und er ist Bischof und Papst. Im Falle von Pater Mader, der ja direkt Mitglied der FSSPX wurde, gilt dann wie beim Bauern und seinem Dünger: „Viel hilft viel, also immer kräftig Hände auflegen!“
Aber vielleicht ist damit ja jetzt Schluß? Seit die Dominikaner von Avrillé bewiesen haben wollen, daß die neuen Weiheriten „apriori keinerlei Gefahr für den Glauben“ seien, müßte man sie nicht nur als sakramental gültig anerkennen, nein, man müßte sie doch selbst praktizieren. Jedenfalls, wenn man konsequent ist. Oder wie kann man eine gültige Reform von Paul VI., der doch Papst gewesen sein soll, dann ablehnen? Die Bischöfe der Bruderschaft müßten für sakrilegische Nachweihen doch jetzt Buße tun, oder?
Redaktion benachrichtigen
#15   Ansgar   12:16:59 | Sonntag, 19. März 2006
Was denn nun?
Die Pius-Bruderschaft ist nicht auf dem Weg in den Sedisvakantismus, aber der amtierende Papst ist keiner…
Ich bin verwirrt. Was sollen wir Schäfchen, die doch auf all die Weisheiten, die von den piusbrüderschaftlichen Lippen tropfen, so angewwiesen sind, nun denken?
Die Pius-Brüder müssen dringend wieder in den Schoß der Hl. Kirche, damit man sie dort tüchtig züchtigen kann. Falls sie dann immer noch nicht zu Verstand kommen – Lamberti-Turm ;-)
Redaktion benachrichtigen
#14   Karl Murx   11:50:31 | Sonntag, 19. März 2006
Die Bruderschaft ist nicht auf dem Marsch in den Sedisvakantismus
Sie ist einfach so inkonsequent, wie sie es immer war, fertig!
Die Priesterbruderschaft ist laut Abbé Guépin, ehemaliger Chauffeur von Mgr. Lefèbvre, die institutionalisierte Inkonsequenz. Was ein Nachweihe von Prof.Ratzinger angeht, so ist er nach Can.188, Absatz 4 des CIC von 1917, der auf die §§ 3 und 6 der Bulle Pauls IV. verweist, nicht papabile. Diese Bulle www.dailycatholic.org/cumexapo.htm soll laut Paul IV. auf ewige Zeiten Gültigkeit haben. Aber in der amerikanischen Internetseite der Bruderschaft wird behauptet, Pius X. habe sie abgeschafft. Wie kann er sie abgeschafft haben, wenn Benedikt XV. im Jahre 1917 ein Kirchenrecht herausgibt, welches 14 Mal auf diese Bulle bezug nimmt? Welches Dekret soll das denn gewesen sein? Angeblich der neue Wahlmodus des Konklave. Aber beides, Wahlmodus und Bulle Pauls IV. finden sich im CIC. Wer das nachprüfen will, braucht eine Ausgabe mit offiziellen Fußnoten, ansonsten den Extraband mit den Quellen.
Redaktion benachrichtigen
#12   Karl Murx   11:27:59 | Sonntag, 19. März 2006
Ja, sie hat nachgeweiht
Ich hatte eigentlich schon im vorigen Beitrag antworten wollen, er war aber zu lang und ich mußte die Häfte streichen. An alle Meckerer hier:
Ich kann verstehen, wenn man es als inkonsequent ansieht, wenn der eine nachgeweiht wird und der andere nicht. So geschehen im Falle Mader, nachgeweiht; im Falle Goesche, nicht nachgeweiht! Beiden aber hatte ein und derselbe Pseudo-Bischof der Konzilskirche die Hände aufgelegt. Ich selbst bin übrigens von Erzbischof Lefèbvre nachgefirmt worden. Weiterhin hatte sich P.Morgan vor Jahren geweigert, Mgr.Lazo zu bischöflichen Funktionen heranzuziehen. Dann ersetzte ihn P.Couture und ließ durch Lazo firmen. Mgr.Tissier de Mallerais zweifelte daraufhin die Gültigkeit an und forderte nachzufirmen. Gleichzeitig arbeiten mit der FSSPX nicht nachgeweihte, P.Cottard, P.Bellwood, Don Gabriele. Was die Bruderschaft da macht ist lupenreiner Pragmatismus. Was Ihre andere Frage angeht: ja, diese Praxis ist Prof.Ratzinger bekannt. Um Verhandlungen zu rechtfertigen, muß er ja Bischof sein, während man sonst diskret nachweiht. So ist die Lage.
Redaktion benachrichtigen
#11   Ansgar   10:50:04 | Sonntag, 19. März 2006
@ Karl Murx
Bitte um Vergebung für meine geistige Schlichtheit, aber ich werde daraus nicht schlau. Nochmals meine Frage: Hat die Pius-Bruderschaft geweihte katholische Priester, die in ihre Reihen eingetreten sind, nach-geweiht? Ja oder nein? Im Falle „ja“: Weiß der Papst davon?
Wieder-Weihen ist wie Wiedertaufen. Wer sowas tut, den verweise ich auf die Dinge, die am Münsteraner Lamberti-Kirchturm hängen…
Redaktion benachrichtigen
#10   Karl Murx   10:33:50 | Sonntag, 19. März 2006
Komische Bischöfe
Guten Morgen allen hier,
Dokumente, auch auf deutsch gibt es hier www.rore-sanctifica.org/ zum Thema. Als kurzen Einstieg vielleicht die Studie von Pater Athanasius Kröger OSB www.rore-sanctifica.org/…schofsweihe_1978.pdf, die 1978 in der UNA VOCE Korresepondenz erschienen war. Übrigens irrt Pater Kröger, wenn er meint, daß sich die neue Form der Bischofsweihe so im syrischen und koptischen Ritus finde. Am nächsten verwandt ist die neue Form mit einer Formulierung (nicht Form), die sich in der Inthronisierung des syrischen Patriarchen findet, aber der ist ja schon Bischof. Die Vorlage, die zudem mit der neuen Form nicht identisch ist, stammt also aus einem Sakramentale, nicht einem Sakrament. Der syrische Text selbst geht auf ein apokryphes Vorbild zurück (Testamentum Domini). Für den Fall, daß in sehr alter Zeit der Kandidat für das Amt des Patriarchen nur Priester war, sah der Ritus drei Handauflegungen mit drei Gebeten vor. Wenn man wissen will, was an dieser sakramentalen Version das Sakrament ausmachte, muß man also wirklich ins Detail gehen. Die vollständige, ehemalig sakramentale Version mit allen Handauflegungen www.rore-sanctifica.org/…re-Tomo3-Annexes.pdf in der syrisch-lateinischen Ausgabe der Assemani-Sammlung ist in diesem PDF-Dokument abzurufen.
Redaktion benachrichtigen
#9   ttoni   00:47:15 | Sonntag, 19. März 2006
unglaublich
eigentlich finde ich es unglaublich, daß zu solch einem tragischen vorfall (gott sei’s gedankt, daß er gut ausging), jemand eine diskussion beginnt, ob denn der angegriffene denn „wirklich“ priester ist. herr murks, warum können sie dieses thema nicht irgenwo anders ansiedeln? und wer sich wirklich erkoren fühlt, bei diesem thema ohne ziel (was wäre, wenn wirklich alle weihen ungültig sein sollten? wie sollte dann jemals wieder wirklich kirche sein, wo doch seit 40 jahren niemand mehr gültig …) mitzutun, soll sich in seiner sekte oder seinem elfenbeiturm verwirklichen!
du aber herr, erbarme dich unser
Redaktion benachrichtigen
#8   matti110   22:25:49 | Samstag, 18. März 2006
Großzügigkeit der FSSPX
Vielleicht kriegt ja der Heilige Vater zum 80zigsten eine richtige Bischofsweihe von Bischof Fellay geschenkt…
Redaktion benachrichtigen
#7   Ansgar   22:05:52 | Samstag, 18. März 2006
@ Gotthard
In der Tat. Ich höre das zum ersten Mal und bin etwas schockiert. Handelt es sich bei den Nach-Weihern tatsächlich um jene Pius-Bruderschaft, auf die der Papst so großherzig zugeht? Von der bislang fast nur Unverschämtheiten kommen (wie der mit Korrekturen zugeschickte Katechismus)? Ich muß sagen, dann sind es doch nur sektiererische Schwachköpfe, denen viel zu lange mit Großmut und Interesse begegnet wurde.
Ich verlange augenblicklich ein Dementi der Pius-Brüder, daß es Nach-Weihen gab.
Redaktion benachrichtigen
#6   Gotthard   21:51:07 | Samstag, 18. März 2006
Sekte
ich sage doch schon immer: das ist eine Sekte!!!!!!!
Wer Priester „nachweiht“ … gehört zu einer Sondergruppe = Sekte.
Diese Bruderschaft nennt sich katholisch und lebt im Schisma … und erkennt katholische Priesterweihen nicht an?
Jetzt erhebt sich bei mir ein endloser lauter Lacher … ich habe die schon immer für nicht ganz koscher gehalten … doch mit dieser Info sind die so was von abgedreht …
Redaktion benachrichtigen
#5   matti110   21:36:12 | Samstag, 18. März 2006
Komische Bischöfe?!
Ja, komische Bschöfe! Manche werden nachgeweiht und manche nicht!
Wieso hat man Janetti nicht in Econe oder Zaitzkofen nachgeweiht, sondern fliegt deshalb extra in die USA???
Wieso diese Verschleierung, sonst wird ja auch jede Kleinigkeit an Ereignissen kundgetan!
Pater Seraphim ist übrigens von der FSSPX schon lange weg und hat ähnlich wie Pater Trytek eine „eigene Kirche“ aufgemacht.
Redaktion benachrichtigen
#4   Karl Murx   21:14:02 | Samstag, 18. März 2006
Verwirrt? Bestimmt!
Mit Sicherheit sind die Bischöfe der Bruderschaft daran schuldig, die so viele Überläufer nachgeweiht haben. Gerade erst letztes Jahr, Pater Janetti aus der Diözese Augsburg. Aber auch Pater Mader, Pater Michael Maria Sim, den Oberen der traditionellen Redemptoristen in Schottland, den Franziskaner Pater Benedikt, den Zisterzienser Pater Seraphim. Ein weiterer Fall, kürzlich nachgeweiht, ist mir aus den USA bekannt.
Redaktion benachrichtigen
#3   matti110   19:31:48 | Samstag, 18. März 2006
Don Santoro Priester hier betimmt nicht
Warum kommen Sie bei einem solchen Artikel schon wieder auf das Weihethema?
Es ist doch jeden in diesem Forum klar das ein 60 jähriger (wichtig zum errechnen der Priesterweihe), der in seiner Kirche vor dem Tabernakel betet und von einem verwirrten Muslim getötet wird, nicht Priester sein kann…
Ach und inkarniert war der Missionar, auch noch im Bistum Rom und nicht bei der Piusbruderschaft…
na dann kann er erstmal kein Priester sein und selbst wenn er es wäre bestimmt kein guter…ist doch woll klar oder??…
Redaktion benachrichtigen
#2   Gotthard   19:25:58 | Samstag, 18. März 2006
verwirrt
Du scheinst mit dem jungen Türken viele Ähnlichkeiten zu haben …
Redaktion benachrichtigen
#1   Karl Murx   18:13:50 | Samstag, 18. März 2006
War der Mann denn Priester?
So bestürzend diese Mordversuche sind, ich befürchte leider, daß hier eine ganze Generation von Idealisten um ihre Berufung betrogen worden ist.
Alle diese fürchterlichen Terrorakte können aber die drängende Frage nicht auslöschen: „Sind die neuen Weiheriten gültig, insbesondere die Bischofsweihe?“
Pfarrer Schoonbroodt von der Internetseite Rore Sanctifica www.rore-sanctifica.org/ wird sicherlich bereit sein, diese Frage ausgiebig zu erörtern.
Für den Bestand der Kirche und die Neuorientierung jener, die sich aus Liebe zum Herrn nach dem Martyrium im Priestertum sehnen, ist das die alles entscheidende Frage. Oberflächliche Sentimentalität, „es kann doch nicht sein, daß meine Omma nicht gültig die Krankensalbung erhalten hat und ohne Lossprechung gestorben ist“, führt hier zu nichts. Erst recht nicht die Erschütterung über den Mord an jemandem, den man für einen Priester hielt.
Es ist nutzlos dieses Thema auf Dauer unter dem Deckel halten zu wollen.
In Xto et M,
K.M.
Redaktion benachrichtigen
Es wurden 3 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
Weiterlesen:
MuselmanenDie Taufe für Moslems und Juden MuselmanenDie westlichen Werte MuselmanenEin langsames und stilles Massaker MuselmanenDie Staatsbürgerschaft über die religiöse Überzeugung stellen MuselmanenSeien wir ehrlich: Wir erleben eine lächerliche Farce! MuselmanenWarum Christus verschont wurde MuselmanenAuch die Presse muß die Menschenwürde respektieren MuselmanenVon wem wird die Meinungsfreiheit bedroht? MuselmanenEs wird keine Untersuchung der Bomben in London geben MuselmanenGesegneter Ramadan! MuselmanenEin Kardinal bittet Allah MuselmanenWas der Schleier alles aufdeckt Muselmanen„Eine an einem Stück Holz hängende nackte Leiche“ MuselmanenDas Problem ist nicht der Inhalt – sondern die Form MuselmanenIslamischer Haßprediger siegt vor italienischem Gericht
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net