Spanien
In der Zange der Neomarxisten
Der Erzbischof von Toledo und designierte Kardinal drückt sich nicht um einen verständliche Beurteilung der gegenwärtigen politischen Situation in Spanien.
(kreuz.net) Der Erzbischof von Toledo, Mons. Antonio Cañizares, ist in Spanien wegen seiner Gesichtszüge und theologischen Einstellungen auch als „Kleiner Ratzinger“ bekannt.

Anfang März benützte der designierte Kardinal in einem Interview mit der spanischen Tageszeitung ‘La Razón’ deutliche Worte.

Gegenwärtig sei in Spanien ein nihilistischer, laizistischer, neomarxistischer und relativistischer Prozeß im Gange, erklärte der Prälat.

Im Land würden die Fundamente für einen „revolutionären Prozeß“ gelegt. Es mache den Anschein, daß sich diese Anstrengungen zur Zeit sogar noch verschärfen würden.

Das Ziel dieses Prozesses sei ein totaler Umbau und Umsturz dessen, „was bisher und historisch die Grundlagen unserer Gesellschaft gewesen ist.“

Als Beispiel nennt der Erzbischof das Schulgesetz, das in Spanien unter dem Kürzel ‘Logse’ – Gesetz zur Neuordnung des Schulsystems – bekannt ist.

Diese Reformen hätten zum Zusammenbruch der Schulen geführt und seien unfähig, eine normale Erziehung der Kinder zu garantieren.

Das neue Gesetz enthalte verkürzte und ungenügende anthropologische und pädagogische Konzepte.

Es reflektiere ein kulturelles Projekt einer „vom Staat geleiteten laizistischen und neutralen Schule“, die im Dienst einer Kulturrevolution stehe, mit der man nicht einverstanden sein könne.

Mons. Cañizares unterstrich, daß seine Ernennung zum Kardinal eine Unterstützung der Spanischen Bischofskonferenz darstelle und daß er sich durch sie „gestärkt und bestätigt“ fühle.
      
35 Lesermeinungen
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#36   Sozialkatholisch   21:27:15 | Samstag, 8. April 2006
@ Brandenburgis
Als Westfale hab ich einen dicken Kopf, der kann so manchen Stein vertragen (notfalls hab ich ja noch nen Sicherheitshelm vonne Arbeit). Die Osterbeichte wird ich machen, denn ich hab sie wie immer nötig. Zum nicht mehr sündigen möge Gott barmherzig sein und mir diese Gnade schenken.
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#35   Brandenburgis   21:21:41 | Samstag, 8. April 2006
@Sozialkatholisch
Ich will Sie ja nicht steinigen. Gehen Sie einfach zur Osterbeichte und sündigen nicht weiter!
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#34   Sozialkatholisch   20:59:00 | Samstag, 8. April 2006
@ Brandenburgis
Wer ohne Sünde ist nehme den ersten Stein und werfe (aber bitte nicht auf die Gewerkschaften)
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#33   Brandenburgis   20:49:02 | Samstag, 8. April 2006
@Sozialkatholisch
Ich spüre bei Ihnen einen gewissen Sozialneid, was Sünde wäre!
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#32   Sozialkatholisch   20:47:12 | Samstag, 8. April 2006
@ Brandenburgis
Ich persönlich muss mich als Leiharbeiter verdingen und jeden morgen für ein Appel und ein Ei zur Arbeit gehen. Überstunden werden einen Aufgezwungen und ich habe es schon oft gehört: „Sie als Leiharbeiter könnten sofort gehen (wenn ich in meiner Allmacht als von Gottes Gnaden festangestellter Manager das will)“, dann sehe ich die allerheiligsten Manager mit ihrem harten 14 Stundentag wovon zweidrittel aus hochwichtigen Gesprächen mit Keksfressen und Kaffeetrinken besteht, den Rest stolzieren sie durch die Hallen und das man ihnen nicht zujubeln muss ist auch alles. Dann hört man nebenbei in den Medien das die Zahl der Milliardäre in Deutschland noch steigt, dann kann man fast nur noch eines sagen: „Vive la France“
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#31   Brandenburgis   20:23:58 | Samstag, 8. April 2006
@Sozialkatholisch
Es sind auschließlich die Gewerkschaften, die um den GÖtzen „Euro“ herumtanzen. Alle anderen müssen sich notgedrungen beim Arbeits- und Sozialamt brav anstellen, ohne auch nur die geringste Chance des „Tanzens“ um irgend etwas herum.
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#30   Sozialkatholisch   15:17:46 | Mittwoch, 5. April 2006
@ Brandenburgis
Da bin ich anderer Meinung, ohne Gewerkschaften würde der Arbeiter noch mehr ausgebeutet. Natürlich sind nicht alle Manager vollgefressen und unsozial, aber der Anteil unter ihnen die sich gnadenlos auf Kosten der Arbeiter bereichen ist sehr groß. Ohne Führungspersonal geht es nicht, zugegeben, aber den Arbeitern die Willkür der Führungsriege aussetzen sorgt für soziale Unruhen.
Wenn alle Manager ein soziales Herz hätten und für das Wohl ihrer Arbeiter mehr oder weniger selbstlos sorgen würden bräuchten wir keine Gewerkschaften. Aber der Tanz um das goldene Kalb bzw. das anbeten des Neogötzen Euro wird immer schlimmer. Gewerkschaftsparasiten sind genauso unsozial wie Ausbeuterparasiten.
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#29   Brandenburgis   15:06:02 | Mittwoch, 5. April 2006
@Sozialkatholisch
Ich denke, daß die Gewerkschaften eher zur Ver4elendung beitragen. Eine gerechte Wirtschaftsordnung kommt bestens ohne sie aus, da sie meist mit der organisierten Kriminalität verbunden sind (oft identisch) und den Arbeitsmarkt durch Monopolisierung zerstören, d.h. dazu beitragen, daß ganze Schichten verelenden. Jesus hat zeit seines Lebens hart gearbeitet und von seiner Hände arbeit gelebt, als Mitbesitzer eines Kleinbetriebes. Daß Manager „vollgefressen“ sind streite ich ab, ich kenne etliche und die Arbeiten hart zum Wohle ihrer Belegschaft. Das Verstaatlichen von Großbetrieben ist so dumm, daß nicht einmal Hitler auf diese Idee kam. Gewinnmaximierung kann nur funktionieren, wenn auch die Arbeiter ihren verdienten Anteil bekommen, – in de BRD sind es wohl vor allem die Gewerkschaftsparasiten (Monatseinkommen ohne jede Arbeit ca. € 15.000) die das allgemeine Elend bauen.
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#28   Yersinia   08:28:24 | Samstag, 1. April 2006
@Brand: weißt eh, es gibt die sogenannte „schöne Armut“
also unverschuldet in Not und trotzdem anstädnig und ordentlich (kommt selten vor); dann die reale Armut – persönliche und sozial bedingte Einflüße in einem Konglomerat; und dann noch die lächerliche Armut – das ist jene der Kleriker: solcher einer kann arm sein, wie er will – existentielle Not und Armut ohne freie Entscheidung sind Mönchen und Co zuallermeist fremd;
was die Großkonzerne angeht: erst durch die Vernichtung des ländlichen Lebens in den armen Ländern des Südens kommt es zum Anwachsen der Slums bei den Städten und zu den großen Migrationsbewegungen in den Westen – aber jeder, wie er glaubt; ich befaß mich auch schon einige Jahrzehnte mit Entwiclungszusammenarbeit und -politik;
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#27   Sozialkatholisch   19:31:06 | Montag, 27. März 2006
Grauskonzerne
Wenn die großen Firmen als Gegenkraft nicht die Gewerkschaft hätten sähe es für den Arbeiter schlecht aus. Die Herren Manager horten ihr Geld als wenn sie es mit ins Jenseits nehmen könnten. Ehe geht ein Kamel durch das Öhr der Nadel, als das ein reicher in den Himmel kommt. Jesus im Stall zu Bethlehem geboren, als Kleinkind als Asylant in Ägypten gewesen hat bestimmt vollstes Verständnis für die vollgefressenen fetten Manager.
Großkonzerne gehören meiner Meinung nach verstaatlicht um den Ackermännern und Co das Handwerk zu legen. Es gibt Länder wo die Großkonzerne wegen der gottlosen Gewinnmaximierung so sparen das es auf die Kosten der Arbeiter geht. Aber keine Angst bei uns sind wir auch auf dem besten Weg dahin.
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#26   Brandenburgis   17:55:51 | Montag, 27. März 2006
Großkonzerne
Mönche sind arm, weil sie die Früchte ihrer Arbeit freiwilllig teilen. Wer arbeiten kann und das auch tut, kann niemals arm sein, weil er durch seine Arbeit am Reichtum, den immerhin Gott spendet, teilhat.
Die segensreiche Wirkung von Großkonzernen kann man durch Augenschein beurteilen, da braucht man kein Hochschulstudium. In vielen Ländern der Welt haben nur diejenigen zu essen, die bei Großkonzernen oder anderen Arbeitgebern arbeiten, das ist fakt.
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#25   Yersinia   04:40:16 | Montag, 27. März 2006
„„Besitzlosen“ sind im allgemeinen an Arbeit nicht interessiert“
hast das schon diversen Mönchen gesagt? (nb ist es schlicht Blödsinn, armen Menschen aller Länder „Arbeitsunwilligkeit“ zu unterstellen; genau das würdest in vielen Ländern gar nicht überleben) – und die Sache mit den Großkonzernen ist ja nicht einseitig und schon gar nicht vereinfachend zu betrachten – außer, du wärest unendlich naiv (was man aus deiner Wortmeldung durchaus folgern könnte);
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#24   Brandenburgis   14:03:38 | Sonntag, 26. März 2006
@Sozialkatholisch
Die „Besitzlosen“ sind im allgemeinen an Arbeit nicht interessiert, sonst würden sie ja etwas besitzen, die Früchte ihrer Arbeit nämlich. PDS zähle ich selbstverständlich dazu, ebenfalls grins.
@Yersinia
Da ich die Welt kenne, sage ich: Wohl den Ländern, wo Großkonzerne wirken und Wohlstand und Arbeitsplätze schaffen, im Nebenprodukt politische Freiheit dazu. Leider ist unsere heutige politische Kultur sehr marktfeindlich, es würde allen besser gehen, wenn die Märkte freier wären.
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#23   Yersinia   19:35:33 | Samstag, 25. März 2006
@bonifaz: na, ich hoffe, du bist zufrieden
@brandenburgis: was ist mit den ausgebeuteten und ruinierten Ländern, die von Großkonzernen heimgesucht wurden und werden? was mit der heute dominanten „Kultur“, alles und jedes dem Konsum und dem „Götzen Markt“ zu unterwerfen?
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#22   Sozialkatholisch   18:26:00 | Samstag, 25. März 2006
@ Brandenburgis
Hat es eine Bewandtnis das sie in ihrer Aufzählung die PDS vergessen haben *grins*?
Nein ich bin auch für Privateigentum, weil man auch Verantwortung für seine Sachen übernehmen muss, aber Eigentum darf nicht zum Ausnutzen der Besitzlosen führen. Ihre Ansicht über die politischen Parteien teile ich, denn im Grunde sind sie alle gleich, egoistisch, machgeil und verlogen.
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#21   Brandenburgis   18:14:57 | Samstag, 25. März 2006
@Sozialkatholisch
Gottlos wäre es zweifellos, wenn Sie dem Sozialismus huldigen würden, das heißt z.B.durch Mißbrauch des Staates Dritten etwas wegnehmen etc. Gottlos ist es auch SPD, CDU, FDP, Volkspartei, die Grünen oder ähnliches zu wählen
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#20   Sozialkatholisch   18:09:26 | Samstag, 25. März 2006
@ Brandenburgis
Ich weiß nicht ob meine Ideen gottlos sind (hoffentlich nicht so doll), aber als Katholik bin ich doch auch meinem Gewissen verpflichtet. Alles verkaufe, die absolute Caritas, wäre natürlich das Ideal, aber so weit bin ich noch nicht (arbeite aber daran ). Nächstenliebe kann man nicht genug haben und uns allen (fast) mangelt es daran. Die Lehre unseres Heilandes z.B. Bergpredigt finde ich stellenweise sehr sozial und ist die absolute Erfüllung der 10 Gebote.
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#19   Brandenburgis   17:56:30 | Samstag, 25. März 2006
Nächstenliebe
Gehen Sie hinaus und geben Sie das, was SIE besitzen den Armen. Widmen Sie ihr Leben der Nächstenliebe. Dann folgen Sie der Lehre des Heilands, des hl. Petrus und der Kirche. Lassen Sie ab von ihren gottlosen Ideen!
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#18   Sozialkatholisch   17:53:26 | Samstag, 25. März 2006
@ Brandenburgis
Alle gottlosen Regime, Ideologien sind der Kirche entgegengesetzt. Den gottlosen Sozialismus verurteile ich auch, weil durch ihn keine Gerechtigkeit zu erzielen ist. Der hl. Petrus hat schon mal einen christlichen Sozialismus probiert, wahrscheinlich auch gescheitert.
Die absolute Gerechtigkeit oder das Paradies gar werden wir hier auf der Erde nicht erreichen, aber für die Armen und Notleidenden sollen wir ein Herz haben.
Mit den Leuten die sie aus der Herde Christie ausgrenzen wäre ich vorsichtig, denn wer zu seinem Bruder gottloser Narr sagt sei dem Feuer der Hölle verfallen
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#17   Brandenburgis   17:45:34 | Samstag, 25. März 2006
Sozialistische Umverteilung
Die sozialistische Umverteilung hat bereits ganze Kontinente und Kulturen verwüstet und für immer zerstört. Dies können Sie überall sehen, wo Sozialisten, Sozialdemokraten und Kommunisten je herrschten, egal ob „demokratisch“ oder „diktatorisch“. Der Sozialismus dieser Art ist zudem von der Kirche kategorisch verurteilt worden, d.h. er ist mit der Zugehörigkeit zur Katholischen Kirche absolut unvereinbar. Linkskatholiken sind also keine Katholiken, sondern falsche Brüder, mit denen der Herr geboten hat, keinen Umgang zu pflegen, ja nicht einmal zu sprechen.
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#16   Sozialkatholisch   17:33:59 | Samstag, 25. März 2006
@ brandenburgis
Mit ihrer Ausdrucksweise bestätigen sie die Richtigkeit ihres denken in keinster Weise
Man sollte für sie beten!
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#14   Sozialkatholisch   17:22:30 | Samstag, 25. März 2006
@Bonifatius
Ich denke doch das das sozialistische umverteilen dem einen oder anderen armen, hoffnungslosen Menschen schon geholfen hat. Wenn man in unserer heutigen fast gottlosen Welt die Herren Manager machen lassen würde wie wollen würde der Hunger die Arbeiter zur Arbeit treiben. Haben sie schon gewusst das die Zahl der Milliardäre in Deutschland noch steigt? Das sie 45 Stunden gearbeitet haben ehrt sie, aber kennen sie das auch, das trotz Sparsamkeit am Ende des Monats nichts mehr übrigbleibt? Für mich ist der gottlose Kapitalismus schlimmer als der gottlose Sozialismus, denn die moralischen Defizite des Sozialismus finde ich mittlerweile genauso gut im Kapitalismus. Übrigens war der Tanz ums goldene Kalb in unserem Land noch nie so schlimm wie heute.
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#13   Brandenburgis   12:50:40 | Samstag, 25. März 2006
Spanier
Die Heiligen Spaniens sprechen eine andere Sprache.
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#12   bonifatius   12:45:39 | Samstag, 25. März 2006
Antworten
@Sozialkatholisch: Beten sie deshlb darum, daß nicht zu viele den Mammon zum Goldenen Kalb werden lassen. Aber denken sie auch daran, daß das sozialistisch gerechte (sozialkatholische?) Verteilen der Armut noch niemanden geholfen und meistens in Elend und Unfreiheit geendet hat.
@Yersinia: Übrigens habe ich durch körperliche und geistige Arbeit jahrzehntelang nicht unter 45 Stunden Wochenarbeitszeit im In – und Ausland meinen Lebensunterhalt verdient. Nun zufrieden?
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#11   Yersinia   18:51:53 | Freitag, 24. März 2006
@bonifaz: vielen Dank für die Belehrung, wär mir nicht
in den Sinn gekommen, ganz ehrlich; allerdings muß ich grosso modo doch eher dem @sozialkatholisch recht geben; übrigens: wie und womit verdienst du deinen Lebensunterhalt?
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#10   Sirilo   09:57:57 | Freitag, 24. März 2006
@Ansgar
Das weiß ich aus den Erzählungen eines Deutschen, der sich schon vor dem Bürgerkrieg in Spanien niedergelassen und eine Spanierin geheiratet hatte, sowie einer Spanierin, die einen deutschen Freund von mir heiratete; überdies aus den Briefen katalanischer Brieffreunde und auch aus diversen Reisebeschreibungen, u.a. in der Autobiographie von Giacomo Casanova, der seine Beobachtungen (aus den Jahren 1767/68) so zusammenfaßt: „Übrigens besteht die spanische Religiosität weniger in innerer wahrer Frömmigkeit als in der Ausübung äußerlichen Kults.“ (Da Casanova Theologie studiert und die niederen Weihen empfangen hatte, darf er wohl als Fachmann angesehen werden.)
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#9   Ansgar   22:40:13 | Donnerstag, 23. März 2006
@ Sirilo
Naja, ich war nur in den 90ern des letzten Jahrhunderts da, wäre aber gespannt, mehr über Ihre Beobachtungen aus den anderen Jahrhunderten zu erfahren, o Senex serenissimus Sirilo!
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#8   Sirilo   22:05:56 | Donnerstag, 23. März 2006
@Ansgar
„In den spanischen Messen wedeln alte Frauen hektisch mit Fächern. Die Priester leiern, die Glocken sind gesprungen, es wird umhergegangen. In vielen Kathedralen steht aus irgendeiner Epoche liturgischer Umnachtung mitten im Schiff eine Art Heiliges Grab, das den Blick auf den Hochaltar versperrt.“
Das war aber in Spanien schon immer so, schon in vergangenen Jahrhunderten. (In der Zeit vor der Republik besuchten übrigen nur 20 % der Bevölkerung die Sonntagsmesse.)
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#7   Sozialkatholisch   21:58:57 | Donnerstag, 23. März 2006
@ Bonifatius
2.Stunde: Die Gewinne streichen sich nur 5% der Leute ein, für 95% Armut + soziale Unruhen irgentwann. Bei allem Verständnis, wenn zuviele anfangen gnadenlos den Mamon anzubeten kommt nur schlechtes bei raus
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#6   bonifatius   21:41:48 | Donnerstag, 23. März 2006
@Yersinia: Volkswirtschaftslehre
1. Stunde: Ohne Gewinne keine Beschäftigung. Ohne Beschäftigung Armut.
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#5   Ansgar   21:35:41 | Donnerstag, 23. März 2006
@ mk28
Das ist mir auch aufgefallen. In den spanischen Messen wedeln alte Frauen hektisch mit Fächern. Die Priester leiern, die Glocken sind gesprungen, es wird umhergegangen. In vielen Kathedralen steht aus irgendeiner Epoche liturgischer Umnachtung mitten im Schiff eine Art Heiliges Grab, das den Blick auf den Hochaltar versperrt.
Andererseits: Welch eine tief gelebte Volksfrömmigkeit in Prozessionen, durch Bruderschaften, in der Karwoche, in der allgegenwärtigen Marienverehrung. In Spanien lebt der Katholizismus mehr im Volk als in der Amtskirche.
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#4   Yersinia   20:05:37 | Donnerstag, 23. März 2006
@binfatius: ja, er soll sich um Kohl und
sonstiges Gemüse kümmern – interessant, wie du die Sache im ersten Satz verdrehst – und im zweiten gleich nochmal und zugleich doch die relevante Seite des Themas ansprichst; ob du die derzeitige spanische Regierung als „neomarxistisch“ bezeichnest, sei deinem Geschmäckchen überlassen; wenn der Bischof allerdings „gesellschaftliche Zustände“ anspricht, dann erklärt er sich damit auch für diese zuständig – und damit auch für die Bedingungen, unter denen in Spanien zB Gemüse produziert, Golfplätze angelegt, Menschen beschäftigt und Gewinn gemacht wird;
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#3   bonifatius   19:37:40 | Donnerstag, 23. März 2006
@Yersinia, oh mei,
was es nicht alles in ihrem schlauen Köpfchen gibt?!
Ein Priester soll sich plötzlich um Wirsing, Spinat, Gurken und Golfplätze kümmern. Ja, liebe Yersinia, dachte, daß die Neomarxisten in Spanien am Ruder sind. Diese gestalten doch den Umgang mit Flüchtlingen und wären deshalb ihre ihnen bekannten Ansprechpartner.
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#2   MK28   19:25:28 | Donnerstag, 23. März 2006
Spanien ist ein Trauerspiel
Der geistige Niedergang Spaniens ist ein Trauerspiel. Die Republik wollte die Kirche vernichten, was zum Bürgerkrieg führte und durch den Sieg Francos verhindert werden konnte. Es kam zum Aufblühen des Glaubens, nachdem in den rep. Gebieten teilweise 90 Prozent des Diözesanklerus und alle Bischöfe bestialisch ermordet wurden. Nirgendwo im 20. Jhd hat die Kirche einen derartigen Blutzoll geleistet.
Kaum war das Konzil um, hat die Mehrheit einer Synode einen Beschluß gefaßt, in dem sich die Kirche für ihre Parteilichkeit im Bürgerkrieg entschuldigt. Nur wegen eines 2/3-Mehrheitserfordernisses wurde er nicht ausgefertigt, aber das Symbol war da. Absoluter Wahnsinn! Die Kirche hat sich selbst erledigt, wer mal in Spanien in die Messe geht, weiß, wovon ich spreche. So lustlos wie da wird der NOM selbst in Dtl nicht gelesen.
Nun vollenden die Sozialisten das, woran sie von Franco gehindert wurde: die vollständige Vernichtung der katholischen Wurzeln Spaniens. Nur, daß keiner mehr da ist, der dagegen zu den Waffen greift. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz ist ein Freund des Premiers und von Karl Lehmann. Der Erzbischof von Toledo und der von Madrid stehen in der Minderheit, an Aktionen gegen die Regierung beteiligen sich die Bischöfe von der Küste zB nicht.
Der einzige Lichtblick ist, daß es dem OD gelungen ist, an einigen Schaltstellen Leute zu postieren. Von da aus könnte noch einmal die Wende gelingen. Aber zuvor muß die Kirche wieder zu sich finden.
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#1   Yersinia   19:07:04 | Donnerstag, 23. März 2006
„ein nihilistischer, laizistischer, neomarxistischer und relativistischer Prozeß „
was es nicht alles gibt – und das, obwohl sich diese (unterstellten) Welt- und Seinsanschauungen bei Lichte betrachtet durchaus gegenseitig ausschließen – was sagt der Herr Erzbischof eigentlich zur spanischen Gemüseproduktion? zur wundersamen Golfplatzvermehrung? zum Umgang Spaniens mit Flüchtlingen?
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