Gentechnik
Ging der Preis an einen Schwindler?
Ein wichtiger deutscher Wissenschaftspreis hat Schaden genommen. Er wurde nämlich an einen Briten verliehen, der sich mit in Deutschland illegalen Menschenversuchen beschäftigt. Jetzt weitet sich der Schaden aus.
(kreuz.net/CDL, Münster) „Ian Wilmut soll den 2005 an ihn verliehenen Paul-Ehrlich- und Ludwig-Darmstädter-Preis zurückgeben“.

Das fordert die Medienbeauftragte der ‘Christdemokraten für das Leben’, Monika Hoffmann.

Preisträger Wilmut hat kürzlich vor einem Untersuchungsausschuß in Edinburgh in Schottland zugeben müssen, nicht Urheber des berühmten Klon-Schafes Dolly zu sein.

Doch genau dafür war ihm im vergangenen März der mit 100.000 Euro dotierte Ehrlich/Darmstädter-Preis verliehen worden.

Der umstrittene Wilmut ist Lizenzträger für das Klonen menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken. Er wollte den zu über 40 Prozent aus Steuergeldern finanzierten Ehrlich/Darmstädter-Preis auch für seine Menschenversuche verwenden.

Klonexperimente mit menschlichen Embryonen sind in Deutschland strafbar.

Im letzten Jahr votierte auch die Vollversammlung der Vereinten Nationen mit der Stimme Deutschlands gegen jedes Klonen menschlicher Embryonen.

„Die Verleihung des angesehenen Wissenschaftspreises an Ian Wilmut ist nicht erst nach seinem Geständnis ein Skandal und ein verheerendes Signal.“

„Menschenverbrauchende Forschung darf nicht mit deutschen Steuergeldern geehrt werden“, so Frau Hoffmann.

Auch wenn Bundespräsident Horst Köhler – der Ehrenpräsident der Paul-Ehrlich-Stiftung – im letzten Jahr nicht zur Preisverleihung erschien, bleibt diese Preisverleihung eine höchst undemokratische Handlung.

Sie verstößt gegen die Entscheidungen des Deutschen Bundestages gegen jede Art des Klonens von Menschen.

Es bleibt zu hoffen, daß die ‘Paul-Ehrlich-Stiftung’ in ihren heutigen Beratungen eine Aberkennung des Preises im Falle Wilmut beschließt.

Die ‘Christdemokraten für das Leben’ sind eine Lebensrechtsinitiative innerhalb der CDU/CSU.
      
6 Lesermeinungen
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#6   MK28   12:31:14 | Freitag, 24. März 2006
CDU linksliberal?
Die CDU ist vieles, aber linksliberal?
Wer wissen will, wieso die CDU heute ein so diffuser Haufen ist, der findet die Antwort in der Kirche selbst. Sie spiegelt den Zustand des katholischen Milieus, aus dem sie stammt, wider. Mehr nicht. Wählbar ist sie – von Ausnhamen abgesehen – gleichwohl, weil sie das kleinere Übel ist. Und das kleinere Übel ist bekanntlich eine moraltheologische Kategorie.
Was Hohmann angeht: Der Ausschluß war eine Sauerei. Seine Rede war freilich auch kein Kampf für die Wahrheit, sondern reichlich dümmlich. Insofern taugt er nur begenzt zum Martyrer.
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#5   Maledica   14:52:49 | Mittwoch, 22. März 2006
Sinnlos
Es ist sinnlos und vertane Zeit in einer linksliberalen Wirtschaftspartei versuchen etwas ändern zu können.
Herr Hohmann hatte sich nichts zu Schulden kommen gelassen, außer das er eine Meinung vertreten hat die das „C“ im Namen verdient. Er wurde jämmerlich im Stich gelassen und rausgeschmissen. So wird es jedem aufrechten Christen gehen. Wenn ich diese Partei auch nur mit einer Sekunde unterstütze mache ich mich Schuldig vor Gott und mitverantwortlich für deren Kurs!
Die Politiker der CDL haben Namen und würden gewählt werden und wenn diese austreten würden sie ernst genommen. Die CDU wie auch die SPD nimmt keiner mehr ernst, daß zeigen die Wahlergebnisse. Und das Merkel hat ja auch der Jungen Union einen Maulkorb verpaßt als diese eine Grundsatzdiskussion auf Grund der Wahlergebnisse vorschlug…
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#4   Filip Jovic   11:57:55 | Mittwoch, 22. März 2006
@Maledica
Maledica: „Warum tritt die CDL eigentlich nicht aus der CDU aus? Dann würde es wieder eine Partei geben, die wählbar wäre! In der CDU aber hat der christliche Glaube keine Chance und die CDL ist durch diese Verbindung an das Kollektiv der gottlosen Wirtschaftspartei gebunden!
Was mit aufrechten Politikern geschieht zeigt der Fall Hohmann, diese werden von dem Merkel jämmerlich im Stich gelassen!“
Soll man „den Laden“ durch bequemen Austritt ganz den Linksliberalisten überlassen, die doch nur warten, dass die unbequeme CDL sich durch Austritt aus CDU bzw. CSU von selbst erledigt? Besser wäre es doch, in die Unionsparteien einzutreten, den verkommenden Laden langfristig zu übernehmen und ihn auf einen christlichen Pfad zu lenken. Auch wenn Geißler, Süßmuth und Konsorten einiges dran gesetzt haben, den CDL-Stachel im eigenen Fleische zu entfernen, tat die CDL ihnen diesen Gefallen nicht. Allerdings nehmen die CDL als einzige Initiative in der CDU/CSU auch Nichtparteimitglieder auf.
Warum werden die tapferen Kämpfer innerhalb der Union im Stich gelassen?
Martin Hohmann, dieser aufrechte Kämpfer, wollte nie aus der CDU austreten. Als er aus Fraktion und Partei 2003/04 hinausgeschmissen wurde, wehrte er sich lange dagegen. Er wollte weiter in der CDU – seiner „Heimat“ – bleiben und seine christliche Stimme erheben, wie das auch die CDL will, statt wegzurennen, wenn es zu heiß (zu linksliberal und antichristlich) wird!
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#3   Gotthard   00:50:07 | Mittwoch, 22. März 2006
Demokratisch?
bleibt diese Preisverleihung eine höchst undemokratische Handlung.
Diese Dame hat leider keine Ahnung. Keine Preisverleihung ist eine demokratische Handlung. Sie ist immer eine Handlun g des den Preis Verleihenden allein.
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#2   richard   20:54:32 | Dienstag, 21. März 2006
Völlig richtig,
schließe mich Ihren Ausführungen an: CDU ist unwählbar und dem Wirtschaftsliberalismus verhaftet.
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#1   Maledica   17:29:52 | Dienstag, 21. März 2006
Christdemokraten für das Leben
Warum tritt die CDL eigentlich nicht aus der CDU aus?
Dann würde es wieder eine Partei geben, die wählbar wäre!
In der CDU aber hat der christliche Glaube keine Chance und die CDL ist durch diese Verbindung an das Kollektiv der gottlosen Wirtschaftspartei gebunden!
Was mit aufrechten Politikern geschieht zeigt der Fall Hohmann, diese werden von dem Merkel jämmerlich im Stich gelassen!
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