Im Vatikan wird das Wort „Liturgie“ wieder großgeschrieben
Der päpstliche Zeremonienmeister gestand kürzlich in einem Interview, daß ihm Papst Johannes Paul II. viel mehr Freiheiten bei der Gestaltung der Liturgie erlaubte als der gegenwärtige Inhaber des Stuhles Petri.
Im Vergleich zu Papst Johannes Paul II. sei Benedikt
XVI. viel anspruchsvoller. Er schenke den Entwürfen für liturgische Feierlichkeiten viel mehr Aufmerksamkeit:
„Bei Johannes Paul II. hatte ich ein bißchen mehr Freiheiten“, erklärte der Erzbischof gegenüber der
Webseite.
„Zwischen uns gab es eine ungeschriebene Abmachung. Johannes Paul II. war ein Mann des Gebetes
und kein Liturgiker“. Bei dem neuen Papst müsse er etwas vorsichtiger sein, weil Benedikt XVI. sich in
der Liturgie gut auskenne.
Der päpstliche Zeremonienmeister erklärte auch, daß der Papst die Entwürfe
für die päpstlichen Zeremonien durcharbeite.
Mons. Marini sendet seine Aufzeichnungen dem Heiligen
Vater in den Apostolischen Palast. Der Papst schicke seine Entwürfe anschließend mit Korrekturen, Vorschlägen
oder mit einer Bestätigung zurück.
Bereits seit 1987 ist Erzbischof Marini für die päpstlichen Zeremonien
verantwortlich.
Im Vatikan ist er jedoch nicht unumstritten. Seine liturgischen Inszenierungen zur Zeit
von Papst Johannes Paul II. schienen dem Charakter der Zelebrationen nicht immer angemessen zu sein.
Heftig kritisiert wurde Mons. Marini wegen der Verwendung afrikanischer und indischer
Tanzelemente während päpstlicher Liturgien.
Bei der Heiligsprechung von drei Missionaren am 5. Oktober
2003 wurden während der Opferung afrikanische Tänze und während der Wandlung indische Tänze aufgeführt.
Francis Kardinal Arinze, der aus Nigera stammende Präfekt der Gottesdienstkongregation, rügte den Zeremonienmeister
damals für seine „unkontrollierte Kreativität“ und seine „zu lebhafte Vorstellungskraft“.
Auch mit
seinem musikalischen Geschmack hat sich Erzbischof Marini nicht nur Freunde geschaffen. So ist der Gebrauch
des Gregorianischen Chorals und der Polyphonie während seiner Amtszeit im Petersdom sehr zurückgegangen.
Statt dessen erlebte eine relativ anspruchslose Popularmusik bei den päpstlichen Zeremonien einen großen
Aufschwung.
Erzbischof Marini kam schon in jungen Jahren mit der Liturgie in Kontakt.
Als junger Priester
war er der persönliche Sekretär des umstrittenen Erzbischof Annibale Bugnini, des Hauptverantwortlichen
für die Ausarbeitung des sogenannten Neuen Meßritus. Mons. Bugnini wurde später von Papst Paul VI.
als Apostolischer Nuntius in den Iran versetzt. Seine Arbeit wurde auch vom späteren Kardinal Joseph
Ratzinger teilweise kritisiert.
In der jüngsten Vergangenheit hat es Spekulationen zu angeblichen liturgischen
Differenzen zwischen Papst Benedikt XVI. und Erzbischof Marini gegeben. Stimmen wurden laut, daß der
Heilige Vater seinen Zeremonienmeister schon bald durch einen traditionelleren Liturgiker ersetzen werden.
Aber bis jetzt – fast ein Jahr nach seiner Amtseinführung – hat Benedikt XVI. diesbezüglich nichts
unternommen. Eine Versetzung von Mons. Marini wäre allerdings auch unabhängig von seinen liturgischen
Präferenz aufgrund seiner langen Amtszeit nicht ungewöhnlich.
Im Interview mit ‘Affari Italiani’ nahm
Erzbischof Marini auch zur Versöhnung zwischen der Priesterbruderschaft St. Pius X. und dem Vatikan Stellung.
Das „Schisma“ könne behoben werden, meinte er. Aber nur „wenn die Lefebvristen das Zweite Vatikanische
Konzil und seine Lehren vollständig anerkennen“. Ansonsten könne gar nichts getan werden.
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26 Lesermeinungen
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@ Stimme aus dem Tradiland Weil lt. Quo Primum wörtlich genommen gar nichts zulässig wäre. Können
Sie das beweisen? Wohl kaum. Soweit ich weiß gab es im 17. Jh. noch gar keine Volksmessbücher. Das Übersetzen
der liturgischen Texte war unerlaubt. Keine Ahnung, wo sich die Päpste da entschuldigt haben. Und wenn –
warum es geschah ist damit immer noch nicht geklärt. Belegen Sie doch einmal anhand einer kirchenrechtlichen
Analyse, dass einfache päpstliche Bullen jeden Nachfolger binden. Wenn ein Papst eine Bulle veröffentlicht,
nach welcher nur noch Italiener Papst werden dürfen und er gleichzeitig verbietet, dass jemand hieran
rüttelt, ist das dann gültig? Wenn nein, warum nicht? Mit Quo Primum konnte kein Papst gebunden werden!
Pius V. wollte vermutlich nur verhindern, dass irgendwelche Priester gezwungenermaßen die Luturgien der
Protestanten lesen müssen, Quo Primum war mithin ein Mittel der Gegenreformation. Auf keinen Fall konnte
er damit liturgische Änderungen seiner Nachfolger verbieten. Die Heilige Kirche hat immer das Recht gehabt
und wird es immer behalten, die heiligen Riten zu verändern. Alles andere ist mE bloße Behauptung im
Kampf um liturgischen Historizismus und Archäologismus. Päpstliche Bullen sind feierliche Erlasse, die
jeder Papst einfach revidieren kann, eben nur Erlasse, keine Dogmen und auch keine sonstigen Lehrmeinungen.
was hat sich dieser Papst eingebildet? Welch eine Anmaßung hat dieser Papst sich eigentlich erlaubt?
ER reformiert die Liturgie und sagt dann: DAS war es für alle Zeiten? So ein Unfug… Die Bulle jenes
Papstes hatte mit den Glaubensinhalten nichts zu tun … damit ist sie historisch interessant, aber nicht
mehr aktuell. PUNKT!
#24 Laurentius2 22:50:50 | Donnerstag, 23. März 2006
@toby Können Sie mir eine Quelle – wenigstens ungefähr – nennen ? Ich benötige das dringend in einer
Diskussion mit zwei feministischen Damen, die ja persönlich sehr nett sind, aber in der Sache … zum
Heulen …
@ Benedikt Interessant, dass Sie nachzuweisen versuchen, wie Quo Primum im 20. Jahrhundert interpretiert
wurde. Recht könnten Sie allerdings nur haben, wenn Sie beweisen würden, dass dies durchgehend auch
im 17., 18. und 19. Jahrhundert so gesehen wurde, wie Sie behaupten. Sie werden dabei Probleme bekommen:
Die Päpste jener Jahrhunderte entschuldigen sich in allen damaligen Ausgaben des Römischen Meßbuchs
für die Hinzufügung von Festen udgl.!! Warum: Weil lt. Quo Primum wörtlich genommen gar nichts zulässig
wäre. Die Interpretation der Päpste des 16., 17., 18. und 19. und der Mehrheit der Päpste der ersten
Hälfte des 20. Jahrhunderts lautet zusammengefaßt: Es sind keine Signifikanzänderungen zulässig! Ob
hw. Sarto hin und Hl. Vater Pius X. her…
@ Stimme aus dem Tradiland Die von Ihnen zitierten Ausführungen enthalten mindestens einen Fehler, nämlich
den, dass Quo Primum als unabänderlich weder abgeschafft werden konnte noch wurde. Insb. deswegen ist
der NOM ja auch illegitim Das von Ihnen Gesagte enthält mindestens einen Fehler, nämlich diesen, dass
die Unabänderlichkeitserklärung der Liturgie durch eine einfache Bulle auf alle Päpste durchwirkt.
Das stimmt nicht und korrespondiert auch nicht mit tatsächlichen Änderungen. Hätte Quo Primum diesen
Status gehabt, so hätte nicht später ein weiteres Dokument zu diesem Thema erscheinen müssen, noch
wären die liturgischen Änderungen schon vor dem Konzil möglich gewesen, der 8.12. wäre ein nicht gebotener
Gedenktag und jeder müsste immer und für alle Zeiten das Messbuch von 1570, und zwar genau dieses verwenden,
die Liturgie wäre ein für alle Mal eingefroren und das alles wegen einer Bulle, haha. Mit einer Bulle
kann kein Papst seine Nachfolger binden, das ist eben so. Alles andere entspringt nur dem Wunschdenken
und dem von vorkonziliaren Päpsten verurteilten Historizismus. Ein großer Förderer der liturgischen
Bewegung war übrigens ein gewisser Guiseppe Sarto, allerdings unter anderem Namen . Sogar ein bekannter
französischer Erzbischof und Afrika-Missionar machte Vorschläge zu liturgischen Änderungen. Vermutlich
kannten sie alle Quo Primum nicht, wie schade )).
Liturgie ist göttliches Schauspiel: Hingabe und Kontrolle Ich will meine Augen weiden, mein Hören hingeben
können, auch mein Spüren und Riechen dürfen nicht zu kurz kommen. Mein Schmecken und mein sechste Sinn
mögen durch die Transzendenz befriedigt werden. Ähnliches hat schon Johan Tralau, Politikwissenschafter
an der Universität Uppsala, als ehemaliger American Football-Spieler über Hingabe und Kontrolle geschrieben. …w.franken-timberwolves.de/…s_spiel/football.php Das Zusammenspiel zwischen Hingabe und Kontrolle
setzt daher voraus, dass Letztere nicht reflektiert ist. Der Spieler denkt nicht kritisch über erworbene
Bewegungen nach: Er spielt. Ein gelungener explosiver Angriff ist schön. Aber die spontane Schönheit
ist, genau wie bei anderen ästhetischen Tätigkeiten, von einem erworbenen und unüberlegten Verhalten
abhängig. Genau wie der Tänzer muss der Spieler seine Positionen kennen. Dieses merkwürdige Spiel erläutert
eine der Grundvoraussetzungen menschlicher Kultur und Tätigkeit . Der Mensch als historisches Geschöpf
besitzt die Fähigkeit, sich kritisch mit der eigenen Stellung auseinander zu setzen,durch das Aufgeben
des Denkens auf gewissen Gebieten. Wenn der Geste zur Institution wird, wird unsere Geistestätigkeit
entlastet und unser Nachdenken für etwas anderes frei als bloß den ephemeren Augenblick. Das bedeutet,
dass wir eine wirkliche Freiheit lediglich gewinnen können durch die Normen und Verhalten, die wir uns
angeeignet haben.
Ministrantinnen Dabei hatte Kardinal Ratzinger 1991 vor dem Linzer Priesterkreis in Aigen noch betont,
dass der Dienst von Mädchen und Frauen am Altar unvereinbar sei mit der Struktur auch der neuen (!) Liturgie.
Der Ministrant fungiert ursprünglich als Ersatzkleriker und nicht als normaler Laiendienst, er ist also
eigentlich nur auf potentielle Kleriker übertragbar.
Ministrantinnen und Messdienerinnen @Laurentius2 infantiles Gegacker und Gekicher (vor allem Meßdienerinnen)
Stimmt, das ist mir auch schon aufgefallen. Es war der größte Schmarrn, dass Rom seinerzeit dem Drängen
der deutschen Bischöfe nachgegeben hat und damit die Ministranten-Weiber überall fest installiert hat.
Seitdem ministrieren eh kaum noch Jungen. War ja klar, dass es so kommen mußte. Wer sich mit Erziehung
auskennt weiß, dass es Phasen gibt, wo Jungs sich lieber von den Mädchen absondern und unter sich sind.
Und da jetzt meistens Mädchen ministrieren, bleiben die Buben weg. Die Quaselweiber kommen eh nur so
lange wie die Eisdiele nicht interessanter ist. Dann sind sie eh weg zum Gackern.
@ Laurentius2 / Ostkirche Sehr richtig, von den Orthodoxen kann man lernen, daß das Beharren auf der
Tradition selbst den langen, tödlichen Winter des Kommunismus überleben ließ. Wo hat man da Annäherungen
an irgendwelche sozialistischen Symboliken gesehen? Heute stehen die Orthodoxen trotz langer Verfolgung
wegen ihrer Formtreue halbwegs stabil da. Und unsere Kirche knickt ohne Not (!) vor der Formwelt des Relativismus
ein und macht diesem Zugeständnisse. Wen will man damit locken? Wen halten? Ja, Laurentius, Sie haben
Recht: Die Zukunft gewinnt die Kirche nur, wenn sie sich stolz und selbstbewußt auf ihre liturgischen
und spitituellen Schätze und Reichtümer besinnt!
#16 Laurentius2 18:15:02 | Mittwoch, 22. März 2006
@Ansgar / „anmaßend“ Anmaßend ist genau das richtige Wort. Einige schräge Prälaten meinen ja, sich
über den „naiven Kinderglauben“ unserer Großeltern arrogant hinwegsetzen zu können. Unterstützt werden
sie dabei von neunmalklugen meist de-facto-lutherischen Professoren. Dasselbe gilt auch in der Liturgie.
Wenn meine Großeltern, die mir den Glauben mit Gottes Gnade wirksam vermittelt haben, ihren Glauben aus
einer Heiligen Liturgie geschöpft haben, welche heute als „verboten“ oder zumindest anrüchig gilt, dann
wundert mich doch auch nicht, daß heute soviele Katholiken abdriften … Ich denke unser Papst hat das
wunderbar auf den Punkt gebracht, als er von der Bugnini-Marini-Messe als plattem Produkt des Augenblicks
sprach. Das muß einfach korrigiert werden – die 70er Jahre mit ihrem übernüchternen Funktionalismus
und den orangefarbenen Lampen im Altarraum sind VORBEI !!! Das wäre auch ganz im Sinne einer Ökumene
mit der Kirche, die uns bei weitem am nächsten steht: der orthodoxen.
Natürlich ist der NOM illegitim Aber Cekada geht es erst einmal um rechtliche Formalia, von denen immer
behauptet wird, sie seien nicht vorhanden. Aber sie sind eben da, inkl. der Abschaffung von Quo Primum.
Cekadas Standpunkt ist klar: Paul VI. war nicht Papst, also sind seine Akte sowieso rechtsungültig. Aber
die Argumente jener, die behaupten, Montini sei Papst gewesen und hätte auch keine Vorschrift erlassen,
die Quo Primum abschaffen wollte, kann Cekada leicht widerlegen.
@ Laurentius2 So schlimm wie Sie erlebe ich die katholische Realität in Deutschland nicht, lebe allerdings
in Köln mit einem weltweit wohl einmalig breitem Angebot an Messen. Recht haben Sie, daß die ganz simple,
meinetwegen platte, Ebene der Ausgestaltung und der Form ESSENTIELL für einen fromm gelebten Glauben
ist. Deshalb meine Kritik am neunmalklugen Bischof Williamson, der hemdsärmelige Kandidaten firmt. Was
mir aber am Artikel wirklich übelst aufgestoßen ist, ist der unverschämte Ton jenes Zeremonienmeisters:
„Bei dem neuen Papst müsse er etwas vorsichtiger sein, weil Benedikt XVI. sich in der Liturgie gut auskenne.“
Auf so ein Lob der One-World-Knackwurst Marini wird der Heilige Vater wohl verzichten können! Was maßt
sich der Mann an? Gibt es noch einige in der Sahara versunkene Bistümer, an die man ihn versetzen kann?
#13 Laurentius2 17:28:17 | Mittwoch, 22. März 2006
Angesichts der hiesigen Mißstände … … waren selbst die progressivsten Marini-Bugnini-Messen in Rom
das reinste Balsam … Ich fürchte die meissten unserer Männer in Rom wissen gar nicht, wie alltäglich
hierzulande schon Profanisierungen, Laienpredigten, gedankenloses Kommunizieren, infantiles Gegacker und
Gekicher (vor allem Meßdienerinnen) und augenscheinliche Zurücksetzung des Priesters durch hemdsärmelige
Laien in kurzen Hosen, Schluffen etc. am Tabernakel geworden sind … Jeder homo religiosus mit Sinn für
Ästhetik wird doch dadurch zu den Esoterikern etc. getrieben ! Ich bete für die Durchsetzungskraft und
eine „Reform der Reform“ unseres Papstes … (und für die Freigabe des überlieferten Meßritus).
@ Murx Die von Ihnen zitierten Ausführungen enthalten mindestens einen Fehler, nämlich den, dass Quo
Primum als unabänderlich weder abgeschafft werden konnte noch wurde. Insb. deswegen ist der NOM ja auch
illegitim
Pater Cekada räumt mit einigen Ansichten der FSSPX auf Pater Cekada, einer jener Priester, die seinerzeit
Mgr Lefèbvre in den USA verließen, weil sie nicht „una cum“ sein wollten, zeigt in diesem Artikel www.traditionalmass.org/articles/article.php?id=19&catname=…,
daß rein formalrechtlich Paul VI. alles beachtet hatte, was zur Einführung des N.O.M. nötig war, inkl.
Abschaffung von „Quo Primum“. Gesetzt den Fall, Paul VI. wäre Papst gewesen, so hätte er tatsächlich
seinen gesetzgeberischen Willen kundgetan.
Lefebvrianer??? @Filip Jovic Oh übernehmen Sie auch schon die Ausdrucksweise der Medjugorje-Sekte!!??
Diese geben nämlich die Lehre der katholischen Kirche zugunsten eines Speichelleckkurses gegenüber der
Lehmann/Schönborn“kirche“ auf und bezeichnen dann die Priesterbruderschaft St. Pius X. als Lefebvrianer,
als ob diese einzig und allein auf deren Gründer fixiert sei. Kath.net bekommt schon Muffensausen, daß
sie vielleicht bald den Kürzeren ziehen könnten…
eine längst fällige Massnahme So lange Benedikt XVI nicht die längst fällige Massnahme gegen Bischof
Marini trifft und ihn aus dem Petersdom verbannt, sind die Aussichten auf eine Rückkehr der Lefebvristen
in die Konzilskirche gleich null. Eine Gemeinschaft so jemandem, nein danke
Fragt sich nur … warum der Hl. Vater Erzbischof Marini nicht einfach ablöst. Darüber war ja bereits
mehrfach spekuliert werden. Eine „gesichtswahrende Lösung“ wird sich doch irgendwie arrangieren lassen.
Es muss auch nicht unbedingt der Nuntiusposten in Teheran sein …
Eine These? Das ist in Westeuropa leider eine traurige Mehrheitssituation geworden. Priester, die sich
noch genau ans Meßbuch halten und gleichzeitig noch an das Meßopfer (Darbringung des Opfers für sich
und die Gläubigen in Persona Christi, zur Sühne für unsere Sünden und nicht etwa als bloßes Gedächtnis),
dass Gotthardt finden Sie nur noch in sehr wenigen Fällen. Ich weiß, wovon ich rede
richtig glauben Was dabei herauskommt, wenn gleichzeitig die Mehrzahl der Priester nicht mehr richtig
an Gott glaubt, kann man heute allerorten beobachten. Was soll denn diese kühne These? Das ist eine unverschämte
Verleumdung der Priester.
Genau Filip, einerseits lehnt er die alte, tridentinische Messe nach einer Meldung von Kath.net von heute
11:28 mit folgender fadenscheiniger Begründung ab: „Wenn die Liturgie ein Zeichen der Einheit für die
Kirche ist, dann kann man nicht Gruppen von Gläubigen schaffen, die genau an diesem Tag zu dieser Stunde
auf genau diese Art beten, und dann kommt eine andere Gruppe, die ganz anders betet.“ Man könnte nun
meinen, er habe nur eine Abneigung gegen das Missale von 1962, wolle aber ansonsten eine einheitliche,
mißbrauchsfreie Liturgie. Weit gefehlt. Dann widerspricht er sich selbst, um ja einen solchen Verdacht
nicht aufkommen zu lassen: „Marini wandte sich auch gegen einen „„Neoritualismus““. Es sei zu wenig, wenn
ein Priester die Messe mit dem Gedanken feiere „„Na gut, ich feiere meine Messe buchstabengetreu, also
ist alles in Ordnung.““ Marini: „„Das ist nicht gut. Die Messfeier bedeutet nicht einen sklavischen Respekt
für liturgische Normen.““ Was dabei herauskommt, wenn gleichzeitig die Mehrzahl der Priester nicht mehr
richtig an Gott glaubt, kann man heute allerorten beobachten.
Marini und die Lefebvrianer Marini hat sich in dem besagten Interview auch zu den Lefebvrianern und zum
überlieferten Meßritus geäußert (kathnet, heute 11:28 Uhr). Schon übel, was Marini da von sich gibt!
Wozu macht ein Zeremonienmeister Entwürfe? Früher setzte ein Zeremoniar Rubriken um und beachtete deren
Einhaltung. Wenn der gute Zeremonienmeister jetzt weniger Freiheiten für sein Choreographien genießt,
ist das eine reine Geschmacksfrage von Seiten Paparazzis. Anglikanische Gottesdienste können sehr schön
sein. Ich kenne in Braunschweig eine Kirche, da werden wirklich schöne lutherische „Hochmessen“ nach
den Agenden von 1954 gefeiert. Der Pastor trägt ein gotisches Messgewand, es gibt Weihrauch und deutschen
Choral. Wirklich schön!
Ob es sich bei diesen Ausschreitungen von „Santo Subito JoPaII.“ wohl um dessen authentische Interpretation
von Missale und Rituale des NOM handelt? Falls nicht, warum nicht?