Ein kleines Madonnenwunder
Die Gottesmutter und der Papst, Jerusalem und Guadalupe, Erinnerungen und das Abbild. Auszüge aus dem Buch „Maria von Guadalupe“ von Paul Badde.
(kreuz.net) Am 12. Dezember 1531 prägte die Muttergottes ihr Abbild wundersam auf den Mantel Juan Diegos,
eines kleines Indios. Heute, knapp 500 Jahre später, steht dieses Bild am Fest der Jungfrau von Guadalupe
im Zentrum des Geschehens.Doch nicht nur Amerika hat diese Szene geprägt, sondern auch Paul Badde, einen Journalisten der deutschen Zeitung „Die Welt“.
Ein Auszug aus „Maria von Guadalupe“. Der letzte Wohnort der Muttergottes
Es war der 25. März 2000. Am Morgen war sie [eine Journalistin] noch mit ihm [dem Heiligen Vater] in Nazareth gewesen, bei dem feierlichen Gedächtnis „der Verkündigung“ der Schwangerschaft Marias durch den Erzengel Gabriel.
„Ja“, sagte sie, überlegte kurz, „diese Reise ist wirklich etwas Besonderes. Jerusalem, Bethlehem, Nazareth, Kafarnaum, wie sollte es anders sein?!“ Dann lächelte sie noch wärmer: „Doch vielleicht hat mich sein letzter Besuch in Mexiko noch mehr berührt. Die Mexikaner haben all diese Orte nicht. Die meisten von ihnen sind arm. Aber sie haben dieses Bild der Jungfrau und Fantasie.
Als der Papst damals über der Stadt einflog, hatten sich Millionen von ihnen in den Straßen versammelt und blinkten ihm mit Spiegeln und Glasscherben zur Begrüßung aus dem Häusermeer einen ersten Gruß entgegen. Keiner kann so etwas befehlen. Können sie sich das vorstellen? Kein Regisseur kann das nachstellen oder inszenieren! Es war fast ein kleines Madonnenwunder. Es war ganz wunderbar.“
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