St. Pölten
Mördergeschichten
Gegenwärtig streut die Boulevardpresse in Österreich schlüpfrige Anklagen gegen einen St. Pöltner Priester. Um diese zu verstehen, muß man auch den Ankläger und seine kriminelle Vergangenheit kennen.
(kreuz.net, St. Pölten) Gegenwärtig läuft in Österreich eine Pressekampagne gegen den Vizeoffizial der Diözese St. Pölten, Hw. Reinhard Knittel. Der Priester ist auch Leiter der Indultpfarrei in der Stadt St. Pölten. Er stammt ursprünglich aus Vorarlberg im Westen des Landes.

Grund für die Kampagne sind die Vorwürfe eines suspendierten Priesters und Ex-Prämonstratensers, dessen Zwangslaiisierung gegenwärtig von der Diözese St. Pölten angestrebt wird.

Der Ex-Prämonstratenser beschuldigt Hw. Knittel homosexueller Übergriffe gegen ihn.

Um diese Vorwürfe einordnen zu können, muß man die Hintergründe des Anklägers kennen. Dieser stammt aus Deutschland war früher Prämonstratenser im niederösterreichischen Stift Geras unweit der tschechischen Grenze.

Vor seinen ewigen Gelübden bat der damalige Leiter des Stiftes, Abt Joachim Angerer, den damaligen Diözesanbischof Franz Žak († 2004), den Ordensmann auf die Diözese St. Pölten zu weihen. Bischof Žak entsprach dem Begehren des Abtes.

Vor den Ewigen Gelübden entschied sich der Prämonstratenser aber, sein Stift zu verlassen und als Diözesanpriester des Bistums St. Pölten zu arbeiten.

Schon während der Zeit im Kloster wurde deutlich, daß mit dem
Ex-Prämonstratenser etwas nicht ganz in Ordnung sein konnte.

So soll er einmal seine Notdurft vor der Tür des Abtes verrichtet haben. Eine damals in Auftrag gegebene Stuhlprobe überführte ihn.

Während seines Dienstes in der Pfarrei versank der zweifelhafte Priester schnell und gründlich in der Drogen- und Homo-Szene.

Sein Absturz erreichte den Tiefpunkt, als er an einem Abend einen Homo-Prostituierten aus Wien zu sich in sein Pfarrhaus holte. Die beiden gerieten einander in die Haare. Dabei ergriff der Homo-Priester ein Messer und stach auf den Prostituierten ein, der mit seinem Leben davonkam.

Vor Gericht wurde der Priester des versuchten Mordes schuldiggesprochen und zu rund zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Den ersten Teil seiner Strafe büßte er in der niederösterreichischen Vollzugsanstalt Stein ab.

Später bat er um eine Haftverlegung nach Deutschland, wo er den Rest seiner Strafe absaß. Nach seiner Haftentlassung blieb er in Deutschland.

Bei einem so gravierenden Fehlverhalten eines Priester ist die Diözese gehalten, einen kanonischen Strafprozeß durchzuführen. Der Prozeß wurde jedoch eingestellt und erst von Bischof Klaus Küng neu aufgerollt.

Die Sache geriet erneut ins Stocken, als sich der verantwortliche Offizial – der Leiter des Diözesangerichtes – vor einigen Monaten wegen schwerer gesundheitlicher Probleme beurlauben lassen mußte.

Der Fall mußte somit vom Vizeoffizial übernommen werden. Dieses Amt übt gegenwärtig der vom Angeklagten beschuldigte Hw. Reinhard Knittel aus.

Offenbar witterte der messerstechende Ex-Prämonstratenser kurz vor dem lange erwarteten Entscheid – der ihn mit großer Wahrscheinlichkeit einer Zwangslaiisierung zuführen wird – Morgenluft.

Vielleicht um den Prozeß aufzuhalten, reichte der Ex-Prämonstratenser beim Diözesangericht Einspruch gegen den Vizeoffizial ein – wegen einer angeblichen Befangenheit.

Hw. Knittel hat seine richterliche Funktion in dem Fall auf Anraten des Bischofs zurückgelegt. Ein neues Richterkollegium wurde gebildet.

Der Ex-Prämonstratenser verband seinen Einspruch mit schwersten Vorwürfen gegen Hw. Knittel.

Nicht genug. Der Messerstecher übergab den Text seines Schreibens offensichtlich auch der Presse, die heute daraus Auszüge veröffentlichte.

Darin beschuldigt der Ex-Messerstecher in einer detailreichen obszönen Ausmalung den Vizeoffizial einer homosexuellen Belästigung, die vor Jahren stattgefunden haben soll.

Er behauptet auch, weitere Zeugen für angebliche homosexuelle Aktivitäten des Vizeoffizials benennen zu können. Diese Zeugen scheinen sich aber – trotz Aufforderung des Bischofs – bislang nicht gemeldet zu haben.

Der Vizeoffizial selber dementierte vor der österreichischen Tageszeitung ‘Kurier’ die massiven Vorwürfe. Sie seien ein Phantasiekonstrukt:

„Das ist völlig erstunken und erlogen. Es handelt sich um infame Anschuldigungen eines Mannes, dessen Vergangenheit mehr als fragwürdig ist.“

Von dem Ex-Messerstecher sei bekannt, daß er aggressiv werde, sobald er unter Druck gerate.

Hw. Knittel kündigte an, gegen das Boulevardmagazin mit medienrechtlichen Schritten vorzugehen.

Der St. Pöltner Bischofssekretär und Opus Dei-Priester, Hw. Bernhard Augustin, erklärte, daß die Anschuldigungen unbewiesen seien: „Aber man kann davon ausgehen, daß wir die Sache genau untersuchen werden.“

Der Bischof wolle ganz gewiß keine Leichen im Keller. Es seien einige Probleme aus der Krenn-Ära offen, aber das brauche Zeit.

Die Punkteliste sei noch nicht abgehakt.
      
20 Lesermeinungen
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#24   fridolin   22:06:01 | Donnerstag, 23. März 2006
typisch
man sieht natürlich – anscheinend hoch gebildete personen – nur die fehler der anderen.
ob etwas kanonisch oder kath. rechtmäßig ist oder nicht, tut nichts zur sache. käme jesus heute würden wir mit ihm wahrscheinlich genauso umspringen wie vor 2000 jahren, aber er würde wahrscheinlich auch die priester und scheinheilig grinsende bischöfe aus den kirchen treiben, so wie es bereits in der bibel steht.
das wichtigste auf dieser erde ist, dass man andere in den dreck ziehen kann.
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#23   souffleur   21:22:05 | Donnerstag, 23. März 2006
Ex-Priester
Volker Schnell wurde bereits im Priesterseminar, dessen Priesteramtskandidat der aus Bergen-Enkheim stammende in den 1980 er JAhren war, nicht zu den Hl. Weihen zugelassen.
Zu klären wäre wieso er in Geras bzw. in der Diözese St. Pölten überhaupt geweiht wurde, denn er wurde auf den Titeld er Diözese geweiht, da er noch keine ewige Profess abgelegt hatte.
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#22   turk   20:55:33 | Donnerstag, 23. März 2006
Diözese, Rechtsanwalt und Dr. Dr. Knittel haben geklärt
kath.net 1 www.kath.net/detail.php?id=13210
kath.net 2 www.kath.net/detail.php?id=13211
kathpress www.kathpress.co.at/…e/database/4388.html?SWS=72460a871c…
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#20   _Ungläubig-   20:07:03 | Donnerstag, 23. März 2006
Schon wieder in St. Pölten?
Was in der katholischen Kirche doch so alles passiert. Aber es ist ja kein Einzelfall, man kennt ja die Berichte zb von vor zwei Jahren.
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#19   Karl Murx   19:33:25 | Donnerstag, 23. März 2006
@Mahner
Lieber Herr Mahner,
es geht bei der Frage der Promulgation nicht nur um Dogmatik, sondern auch um den juristischen Aspekt, ob der mutmaßliche Gesetzgeber in der Promulgation „in Forma specifica“ seinem gesetzgeberischen Willen Ausdruck verliehen hat. Hier hat die Form auf Punkt, Komma, Bindestrich, Majuskel und Minuskel genau zu sein. Sonst wäre es ja „in Forma generica“, was keine jursitische Festlegung wäre. Lesen Sie nur die Ausführungen zur Form der Messe im Vorspann des alten Messbuches. So gesehen unterscheidet sich rechtlich die Form von Pius XII. zur Priesterweihe (-ut-), von jener in der Promulgation Pauls VI. und diese wieder von seiner Editio typica. Ich kann Ihnen auch die französische, deutsche und spanische Form liefern, wenn Sie wollen. Nicht eine davon ist eine wörtliche Übersetzung der Promulgation. Gemäß Can.9 auch des neuen Kirchenrechts, wird ein Gesetz rechtmäßig durch Einrückung in die AAS promulgiert. Offensichtlich wollte Paul VI. diese Methode wählen. Nun stimmt das, was in den AAS und der Editio typica steht, aber nicht überein. Was ist nun an der neuen Form der Priesterweihe promulgiert?
Abendgrüße, K.M.
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#18   Karl   19:30:59 | Donnerstag, 23. März 2006
Anzeige vor anderthalb Jahren
Ich glaube zwar auch nicht, dass das stimmt, nur jetzt werden neue Vorwürfe erhoben, so soll vor anderthalb Jahren der hw. Rektor schon einmal wegen eines ähnlichen Vorwurfs angezeigt worden sein:
derstandard.at/?url=/?id=23883…
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#17   ottaviani   19:22:27 | Donnerstag, 23. März 2006
ja in st. pölten
wurde diesmalsehr gut reagiert einige freunde und ich durften ein klein wenig dazu beitragen:-)
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#16   Leopold   19:12:27 | Donnerstag, 23. März 2006
–----
In bester Erinnerung von ~1975-1985, theologisch kontroversiell, absolut korrekt, beste Grüße
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#15   st. polterer   18:54:02 | Donnerstag, 23. März 2006
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
An dieser Stelle sollte Dr. Knittel für die Feier einer sehr, sehr schönen Liturgie gedankt sein.
Herr Dr. Knittel, lassen Sie sich auch durch weit verbreitete Lügenmärchen nicht unterkriegen. Der liebe Gott sorgt.
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#14   Karl Murx   18:44:56 | Donnerstag, 23. März 2006
Warum?
Sie wiederholen ja auch ständig die bürgerliche Entrüstung Ihres Synonyms, „Mahner“. Mahnen Sie ruhig weiter.
Ich frage hier an dieser Stelle, wo finde ich eigentlich die Promulgierung der Form zur Priesterweiheform Pauls VI.? Die Form in der Promulgation Pontificalis Romani www.vatican.va/…calis-romani_lt.html, eingerückt in die AAS, stimmt nicht mit der Editio typica www.angelfire.com/…s/pr1968priests.html überein. Einmal steht da „his famulis tuis“ im Dativ und in der Editio typica „in hos famulos tuos“. Ist das rein juristisch eine Promulgation „in forma specifica“? Welche Form ist den promulgiert? Und der englische Text erst, der in einem Brief von Kardinal Medina-Estevez www.angelfire.com/…leus/CDW_letter.html als unrechtmäßig abgelehnt und unkanonisch worden war. Die englische Form www.carr.org/…r/faith/o-priest.htm finden sie hier. Damit müßten Sie zugeben, daß der gesamte englischsprachige Klerus seit 1968 wenigstens unkanonisch geweiht ist. Zur Katholizität gehört aber die Kanonizität.
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#13   mahner   18:21:41 | Donnerstag, 23. März 2006
@ Karl Murx
Frankenchurch Priester…finden Sie die ständigen Wiederholungen Ihrer irren Thesen nicht schon langsam langweilig?? – ich schon!! – richtiger werden sie dadurch nicht !!
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#12   chrysant   17:39:48 | Donnerstag, 23. März 2006
Es lebe die Zensur!
…Danke liebe Redaktion!
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#10   turk   17:16:04 | Donnerstag, 23. März 2006
Link: www.kath.net/detail.php?id=13210
Bei kath.net www.kath.net/detail.php?id=13210 kann man unter dem Artikel St. Pölten: Kirchenrektor wehrt sich gegen ,psychotische Projektionen? www.kath.net/detail.php?id=13210 die rasche und professionelle Reaktion des Rechtsanwaltes von Dr. Dr. Knittel nachlesen. News und Standard usw. haben im Internet ihre Artikel daraufhin sofort gelöscht. Das ist der Unterschied zum photographischen Skandalfall des Jahres 2004. Wie überhaupt derart rasche Verteidigung wie von Dr. Dr. Knittel vorgenommen bereits für sich allein eine erhöhte Glaubwürdigkeit verbuchen kann.
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#9   Nikolaus   17:15:47 | Donnerstag, 23. März 2006
Diözesangerichte
Ich frage mich nur, wer in Zukunft noch in einem Diözesangericht arbeiten will, wenn er permanent damit rechnen muss, derartigen öffentlichen Vorwürfen von jenen Leuten ausgesetzt zu sein, gegen die gerade ein Strafprozess läuft. So abstrus können Vorwürfe ja nicht sein, dass nicht doch etwas am Beschuldigten hängen bleibt.
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#8   Karl Murx   17:15:31 | Donnerstag, 23. März 2006
Welcher Priester?
Das Problem bleibt doch, daß weder der Prämonstratenser, noch sein Verleumdungsopfer Priester sind. Frankenchurch-Kleriker haben Probleme unter sich, was geht das den Katholiken an?
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#7   mahner   17:07:42 | Donnerstag, 23. März 2006
@ Horst Eckner
Alles klar . war aber auch verwirrend, Ihr posting.
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#6   Horst Eckner †   17:04:39 | Donnerstag, 23. März 2006
@Mahner:
Ich sprach nicht von Knittel, sondern von dem anderen Priester, dessen Zwangslaisierung offenbar von Kurt Krenn verschleppt wurde.
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#4   mahner   16:50:11 | Donnerstag, 23. März 2006
@ Horst Eckner
…schämen Sie sich sie Schmutzfink. Ich kenne Hw Knittel persönlich über lange Jahre – nie und nimmer sind diese Vorwürfe wahr. Wer unter Krenn keine Chance hatte, waren Subjekte wie diese gescheiterte Kreatur, die nun versucht den letzten romtreuen Priester in St. Pölten anzupatzen. Die Masche hat ja bis jetzt hervorragend funktioniert – nur ist Hw. Knittel recht kämpferisch – dieser Schuß dürfte nach hinten loßgehen…
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#2   ottaviani   16:11:31 | Donnerstag, 23. März 2006
wie ich gerade
am weg ins kaffeehaus (ich lebe in wien) habe ich erfahren daß der hochwürdige herr vizeoffizial bereits einen anwalt beauftragt hat klage gegen das medium zu erheben das die geschichte gebracht hat
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#1   Horst Eckner †   16:02:15 | Donnerstag, 23. März 2006
Tja, unter Krenn…
…hatten es „Homo-Priester“ offenbar deutlich leichter als unter seinem Nachfolger, S.E. Bischof Klaus Küng.
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Es wurden 4 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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