Der neue christliche Minister im palästinensischen Kabinett wird sich künftig um Tourismusangelegenheiten kümmern.
(kreuz.net, Jerusalem) Dem neuen von der islamischen Bewegung ‘Hamas’ gebildeten palästinensischen Kabinett
gehören 14 Minister aus dem Westjordanland und zehn aus dem Gazastreifen an.
Der neue Premierminister
heißt Ismail Hanija.
Unter den Ministern gibt es eine Frau und einen Christen. Das teilte der designierte
Ministerpräsident Ismail Hanija vor Journalisten mit.
Der christliche Minister heißt Tanas Abu Aita
(58). Er wird dem palästinensischen Tourismusministerium vorstehen. Abu Aita ist griechisch-orthodox.
Er besitzt das „Paradise“-Hotel und anderer touristische Unternehmen in und um Bethlehem.
Bethlehem befindet
sich 10 Kilometer südlich von Jerusalem.
Abu Aita wurde dem christlichen Dorf Beth Sahour unweit von
Betlehem geboren, hat aber sein ganzes Leben im früher ebenfalls christlichen Bethlehem verbracht. Er
ist verheiratet und Vater von drei Söhnen.
Der neue Tourismusminister spricht gut Englisch und ein wenig
Deutsch. Er betonte, nicht Mitglied der ‘Hamas’ zu sein und die Bewegung auch nicht gewählt zu haben.
Zu Israel pflegt er gute Kontakte, vor allem mit dem israelischen Tourismusministerium, von dem er auch
eine Sondergenehmigung erhielt, frei nach Israel reisen zu können.
In seinem ersten Presseinterview
seit seiner Ernennung sagte Abu Aita, daß sein Anliegen nicht die Politik sondern die Förderung des
Tourismus in den Palästinenser-Gebieten sei. Er wolle der Welt auch „eine Botschaft des Friedens“ schicken.
Seine Ernennung zum Regierungsmitglied habe ihn „überrascht“.
Die einzige Frau im neuen Kabinett heißt
Dr. Mariam Saleh. Sie ist zuständig für Frauenangelegenheiten und stammt aus Ramallah 13 Kilometer nördlich
von Jerusalem.
Eine wichtige Position wird dem Minister für Flüchtlingsangelegenheiten beigemessen,
weil viele Palästinenser in der Diaspora leben.
Die zukünftige palästinensische Regierung enthält
viele Technokraten sowie Minister, die nicht zu ‘Hamas’ gehören. Die meisten sind auch keine Parlamentsabgeordneten.
Die Minister sind generell jünger als die Mitglieder der bisherigen Regierung.
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