St. Pölten
Ohne Haß und Bitterkeit
Ein straffällig gewordener Priester wird einem kanonischen Strafprozeß unterworfen, der vermutlich zu seiner Zwangslaisierung führen wird. Doch dann findet der Bedrängte eine Lösung. Interview.
(kreuz.net, St. Pölten) Gestern hat ein vorbestrafter, suspendierter Priester schwere Anschuldigungen gegen den für seinen Strafprozeß verantwortlichen Vizeoffizial der Diözese St. Pölten, Hw. Reinhard Knittel, an die Presse gebracht.

Das Boulevardmagazin ‘News’ kolportierte die Unterstellungen, ohne sich im geringsten zu bemühen, sie zu verifizieren. Heute sprach ‘kreuz.net’ mit dem durch die Anschuldigungen geschädigten Priester.

kreuz.net: Wie lange und wie gut haben Sie Ihren Ankläger Volker S. gekannt? Wie würden Sie seine Persönlichkeit beschreiben?

Hw. Reinhard Knittel: Die angebliche Begebenheit soll Anfang der neunziger Jahre geschehen sein. Soweit ich mich daran erinnere, wollte sich dieser Priester zur Erlernung des Römischen Meßritus einige Male treffen.

Seit Herbst 1991 war ich dann unter dem neuen Diözesanbischof Dr. Kurt Krenn in St. Pölten tätig. Dort habe ich Volker S. im Jahr 1992 oder 1993 nochmals gesehen, als er mich im Sekretariat des Bischofs auf eine Erlaubnis zur Freistellung zu einem Doktoratsstudium ansprach.

Würde sein jetzt den Medien zugespielter Belästigungsbericht auch nur ansatzweise zutreffen, hätte er mich wohl damals kaum noch um etwas bitten wollen.

Von ihm selber wußte ich nur, daß er Kontakte zum Institut von Gricigliano besaß und sich wohl mit Abbé betiteln ließ. Sein Interesse für den traditionellen Meßritus hielt ich persönlich eher für aufgesetzt. Ich habe Volker S. also nur oberflächlich gekannt. Von näherer Freundschaft kann keine Rede sein.

kreuz.net: Können Sie sich vorstellen, was ihn zu der massiven Beschuldigung der homosexuellen Übergriffe veranlaßt hat?

Hw. Reinhard Knittel: Ich kann hier nur Vermutungen äußern. Einmal jene, daß ich Ende Jänner 2006 von Diözesanbischof Dr. Dr. Klaus Küng zum Vorsitzenden im kanonischen Strafprozeß gegen Volker S. bestellt wurde. Dieser Prozeß ist für seine weitere innerkirchliche Existenz als Priester natürlich entscheidend. So ergeben sich für mich Hinweise einer Reaktionsweise unter Streß.

Ich vermute aber auch, daß eine kleine Gruppe mit dieser Aktion den Bischof von St. Pölten unter Druck setzen und die ordnungsgemäße Apostolische Visitation des Jahres 2004 als vermeintlich unvollständige Untersuchung desavouieren will.

kreuz.net: Sie veröffentlichten in Ihrer Stellungnahme eine Anspielung auf mögliche Anstifter. Könnte Volker S. Ihrer Meinung nach benützt worden sein, um Ihrer Person gezielt zu schaden?

Hw. Reinhard Knittel: Es ergeben sich für mich tatsächlich wichtige Indizien, daß diese infamen Anschuldigungen zumindest nicht nur im Gehirn von Volker S. entstanden sein können: einmal die in seinem Schreiben aus dem Kontext gerissene, unvollständige und auch sachlich unkorrekt bewertete Bezugnahme auf kirchliche Untersuchungen meine Person betreffend, die nur im innersten Diözesanbereich bekannt waren und meines Erachtens dem Amtsgeheimnis unterlagen, die also Volker S., der damals noch in Deutschland in Haft war, nur durch Mitteilung anderer kennen konnte.

Ferner erreichte mich auch der glaubwürdige Hinweis, wonach ein Priester, der selber in unmittelbarem Zusammenhang mit den ehemaligen Problemen des deswegen geschlossenen St. Pöltner Priesterseminars steht und der Volker S. gut kennt, ihn auch heute kirchenrechtlich berate und mir – falls ich in der Diözese irgend etwas werde – „Vernichtung“ angedroht habe.

Mehrfach sind von dieser Seite schon Verdächtigungen homosexueller Art gegen mich ausgestreut worden, sodaß ich mich langsam frage, wie solche Projektionen entstehen können.

kreuz.net: Was erwarten Sie von Bischof Klaus Küng in dieser Angelegenheit?

Hw. Reinhard Knittel: Ich glaube, daß Bischof Küng ein gerechter Mann ist, der bedächtig, aber genau handelt. Seine bisherigen Stellungnahmen waren in diesem Stil. Er hat mich von keinem Amt entbunden.

Ich hoffe einfach, daß er alle Maßnahmen setzt, um die verletzte Gerechtigkeit wiederherzustellen und auch die noch offenen Fälle im Klerus unserer Diözese mit Bedacht, aber doch zielstrebig und zur vollen Zufriedenheit des Apostolischen Stuhles und der Katholischen Kirche in Österreich abschließen wird.

kreuz.net: Glauben Sie, daß die gegen Sie geführte Presse-Kampagne auch damit zusammenhängen könnte, daß Sie die Alte Messe zelebrieren?

Hw. Reinhard Knittel: Nein, das glaube ich eher nicht. Durch Papst Benedikt XVI. ist eine weitere positive Stabilisierung des Bürgerrechtes für den Römischen Meßritus älterer Ausprägung eingetreten. Das Verständnis für eine legitime liturgische Vielfalt ist im Wachsen.

Das erkennen wir auch an vielen jüngeren Priesteramtskandidaten, denen die Ehrfurcht im liturgischen Dienst sehr wichtig ist, wenn wir auch immer aufpassen müssen, daß nicht sittlich problematische oder nur am Äußeren hängende Personen ausgerechnet die alte lateinische Liturgie mißbrauchen, um sie als ghettomäßiges Schutzgerüst zu mißbrauchen.

Aber gut. Wer das alles noch nicht erkannt hat, wird unter Umständen noch im 68er-Stil gegen die Alte Messe und alle seine Zelebranten hetzen.

kreuz.net: Eine persönliche Frage: Wie lebt ein Priester damit, in der Öffentlichkeit als Homo-Triebtäter bezichtigt zu werden? Was war für Sie der schlimmste Moment?

Hw. Reinhard Knittel: Ich versuche diesen Schmerz als persönliche Nachfolge des Gekreuzigten anzunehmen, ohne Haß und Bitterkeit. Ein Fastenopfer der besonderen Art. Aber es ist sicher ein schwerer Brocken, der auf mir liegt.

Am schlimmsten war die erste Nachricht, daß ein innergerichtliches Befangenheitsschreiben an die Medien gekommen sei.

Mich tröstet aber die ehrliche Hilfe und der Beistand vieler guter Menschen in diesen Tagen. Erst, wenn Gefahr droht, stehen viele Katholiken zusammen. So war es auch hier. Zum Teil gab es wirklich rührende Gesten des Beistands, sodaß mir noch heute die Tränen kommen.

kreuz.net: Die Skandalpresse benützte die Gelegenheit, um auch gegen das neue Altarbild in der von Ihnen betreuten Rektoratskirche zu polemisieren. Warum?

Hw. Reinhard Knittel: Der Grund ist schnell erklärt. An den beiden unteren Seitenteilen des neuen Wandbildes neben und über dem Altar befindet sich eine bildliche Darstellung der wechselhaften Geschichte der Prandtauerkirche.

Da dieser vorher profanierte Bau 1934 unter Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß wieder zum Gotteshaus werden konnte, findet sich sein Bild als Nebenfigur neben jenem des damaligen Bischofs und des St. Pöltner Bürgermeisters.

Dr. Dollfuß ist meines Erachtens der Stein des Anstoßes für jene, die doch einen Geschichtsmythos vertreten, wonach ihr eigenes Lager an der damals schwierigen und vom Parteienstreit zerrissenen Lage Österreichs gänzlich unschuldig, hingegen Dr. Dollfuß – der jedenfalls für die Unabhängigkeit Österreichs sein Leben lassen mußte – der „Pfuiteufel“ für alles sei.

Es geht mir um keine Heiligsprechung, aber um Gerechtigkeit diesem Staatsmann gegenüber, der zudem ein Sohn Niederösterreichs war.
      
23 Lesermeinungen
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#24   turk   21:59:36 | Sonntag, 26. März 2006
Wenn wahr, ginge es um Doppelmoral
Der Vorfall wäre deshalb ein Skandal, weil die Kirche eine klare Lehre vertritt, die in besonderer Weise von ihren klerikalen Amtsträgern auch zu leben ist. Von daher sind Medien sehr wohl berechtigt, eine Doppelmoral aufzudecken. Voraussetzung ist allerdings ein schwerwiegender Grund und die Wahrheit des Berichteten, was offenbar im konkreten Fall überhaupt nicht zutrifft.
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#22   expressio   13:12:24 | Sonntag, 26. März 2006
Ihren Glauben möcht ich haben!
einmal die in seinem Schreiben aus dem Kontext gerissene, unvollständige und auch sachlich unkorrekt bewertete Bezugnahme auf kirchliche Untersuchungen meine Person betreffend, die nur im innersten Diözesanbereich bekannt waren
… ach, wirklich? scheint aber sehr weit zu reichen der „innerste Diözesanbereich“!!!
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#21   turk   12:36:05 | Samstag, 25. März 2006
Richtig: Lagerdenken ist falsch
Diese Einseitigkeit, von der Sie, Pünktchen, ausgehen, könnte auch abhängen von den jeweiligen Einsendungen, die kreuz.net erhält. Sie können ja einmal den Test machen, wenn wieder – Gott möge es abwenden – Fälle wie im Jahr 2004 auffliegen. Exemplarisch verweise ich jedenfalls auf diesbezüglich m. E. nicht einseitige, sondern ausgewogene und zum Thema passende Kommentare:
(WAS) KANN AUS DEM FALL ST. PÖLTEN GELERNT WERDEN? www.internetpfarre.de/blog/item/30/
GEDANKEN ZUR GEFAHR HOMOSEXUELLER UNTERWANDERUNG DES KLERUS www.internetpfarre.de/blog/item/40/
INSTRUKTION ZUR NICHTZULASSUNG HOMOSEXUELLER IST ABSOLUT GELUNGENER WURF DES VATIKAN: PASTORALE LIEBE UND DISZIPLINÄRE KLARHEIT www.internetpfarre.de/blog/item/100/
JA ZUR LIEBE, NEIN ZUR HOMOPHILIE – RÜCKBLICKENDER KOMMENTAR ZUM VALENTINSTAG www.internetpfarre.de/blog/item/113/
Wenn wir alle gegen verblödetes Lagerdenken arbeiten und bei Mißständen darauf keine Rücksicht mehr nehmen, sondern gemeinsam zur Heilung beitragen, wird es gut sein.
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#20   Pünktchen   12:07:39 | Samstag, 25. März 2006
_Turk
Ok, Turk, warten wir das Weitere ab! Ich unterstelle Kreuz.net beim Thema Klerikerhomosexualität ein Messen mit zweierlei Maß, je nachdem aus welcher theologischen Himmelsrichtung (traditionell – liberal) der Beschuldigte kommt. Ich hoffe, daß Hw. Dr.Knittel sauber ist und gehen wir bis zum Erweis des Gegenteils auch davon aus!
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#19   Schnakel   12:03:36 | Samstag, 25. März 2006
Was soll man dazu sagen?
Wir Gläubigen hätten dringend nötig, daß die Geistlichkeit mit bestem Beispiel vorangeht, Einigkeit und Einheit im Glauben und in der Verkündigung! Doch was geschieht?
Ich bin immer wieder schwer irritiert und entsetzt ob der Dinge, die da ans Licht der Öffentlichkeit gelangen. Daß sie an die Öffentlichkeit gelangen ist nicht das Schlechte, sondern das was sich da inmitten der hohen geistlichen Herren abspielt. Ein gefundenes Fressen abermals für die übelgesonnenen Medien und für unsereinen alles andere denn Orientierungshilfe!
„Wohin soll ich mich wenden“ angesichts all dessen?
Sagt es mir endlich!
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#18   st. polterer   12:00:40 | Samstag, 25. März 2006
Auf der Höhe der Zeit
„Knittel ist fachlich und methodisch einfach nicht auf der Höhe der Zeit.“
Nein, wenn die Höhe der Zeit den gegenwärtigen Tiefpunkt der Menschheitsgeschichte bezeichnet, ist Dr. Knittel wirklich nicht dort.
Aus seinem Mund wird man einfach keine noch so zeitgemäße Häresie hören – auch nicht für eine Prüfungserlaubnis.
Im übrigen unterrichtet er die gesunde Lehre auch noch interessant und ist bei den Studenten sehr beliebt.
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#17   turk   12:00:13 | Samstag, 25. März 2006
Genauer informieren
Hallo Pünktchen!
Wenn ein Heimatbischof einen Kandidaten ablehnt, heißt dies noch lange nicht, daß er nicht berufen ist. Gerade in der vom liturgisch-dogmatischen Modernismus und von homosexueller Unterwanderung getragenen Krise der Kirche in den letzten Jahrzehnten war es für einzelne Kandidaten oft nicht leicht, ihrer göttlichen Berufung Folge zu leisten. Nicht wenige haben stattdessen normale Berufe ergriffen und eine Familie gegründet.
Zwischen Schnell und Knittel liegen Welten, wie man ja am Verlauf der jeweiligen Biographie leicht erkennen kann. Nicht Krenn hat aktiv Leute geholt, sondern sie sind ihm aufgrund seines medial aufgebauten Rufes ein wenig zugelaufen. Dabei besteht immer die Gefahr, daß ein solcher Bischof auch von sittlich untauglichen Typen angefragt wird. Hier geht es um die Menschenkenntnis. Dr. Dr. Knittel hat bis heute glaubwürdig darstellen können, daß in seinem Fall kein solcher unsittlicher Hintergrund bestand oder besteht. Solange nicht das Gegenteil erwiesen ist, gilt mindestens die Unschuldsvermutung. Er hat jedenfalls frühzeitig Irrtümer beim Engelwerk erkannt, er hat aber auch Jahre vor einigen nachträglichen Besserwissern erkannt, daß Bischof Kurt Krenn zwar oft das Richtige sagte, aber wenig Regierungshandlungen in diese Richtung setzte. Das mit der Uni Wien ist längst geklärt und war ein MIßverständnis sowie eine dumme Intrige. Informieren wir uns also umfassend!
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#16   Pünktchen   11:34:55 | Samstag, 25. März 2006
Volker Schnell, Reimhard Knittel
In einer interessanten Quelle ist über den Werdegang von Pfarrer Knittel zu erfahren, daß er von seinem Heimatbischof als weiheungeeignet abgelehnt wurde und daß er einen ähnlich gewundenen Werdegang zum Priestertum in St. Pölten hatte wie Hw. Schnell:
>> Da es vorkonziliare Typen von Priestern nur in äußerst beschränkter Zahl gibt, begann Krenn von überallher, hauptsächlich aber aus dem benachbarten Ausland, dort bereits von den zuständigen Bischöfen aussortierte und für den Priesterberuf ungeeignet befundene Einzelexemplare von Klerikern zu sammeln. Der bischöfliche Secondhand-Laden schien zunächst sehr gut zu funktionieren. Als ersten holte sich Krenn seinen späteren theologischen Ratgeber Dr. Reinhold Knittel in die Diözese. Knittel, ein gebürtiger Vorarlberger, wurde seinerzeit von seinem Heimatbischof Wechner als ungeeignet für den Priesterberuf befunden. Worauf dieser in die erzkonservative brasilianische Engelwerks-Hochburg Anápolis wechselte, dort seine Studien beendete und die Priesterweihe erhielt. Krenn berief ihn zum Dozenten an der Theologischen Hochschule in St. Pölten. Die Prüfungen, die Knittel abnimmt, werden allerdings nicht anerkannt, weil ihm die Theologische Fakultät in Wien die Prüfungsvollmacht verweigert. Univ.-Prof. Dr. Johann Figl, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Uni Wien, zur Begründung: „Knittel ist fachlich und methodisch einfach nicht auf der Höhe der Zeit.“ <<
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#15   souffleur   00:48:21 | Samstag, 25. März 2006
Studium Volker Schnell
Volker Schnell hat 09.1982-07.1984 in Fulda als Priesteramtskandidat studiert, Externjahr in Rom, da hat er die Kontakte geknüpft, 1986-1987 wieder in Fulda als Priesteramtskandidat studiert. Seine Diplomarbeit hat er in Kirchenrecht bei Prof. Ludwig Schick dem etzigen EB von Bamberg geschrieben.
So weit ich weiss war er dann erst kurz in Schlägl ehe er nach Geras ist.
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#14   turk   00:46:54 | Samstag, 25. März 2006
Gratulation zur glaubwürdigen Verteidigung Dr. Dr. Knittels
Zunächst ist dem Vizeoffizial der Diözese St. Pölten zu seinem bisher überaus glaubwürdigen Verteidigungsengagement herzlich zu gratulieren. Bischof Küng, Rechtsanwalt Dr. Dr. Klötzl und Dr. Dr. Knittel selbst haben die Sache extrem rasch aufgeklärt.
Zur Diskussion: wer hat also jetzt bitte Volker S. geweiht? MIr scheint, daß dies nicht in der Zeit von Bischof Dr. Kurt Krenn passierte. Trotzdem war der Fall Volker S. der wohl der erste unter der Regierung Krenns medial beachtete Fall, da seine Reaktion darauf am meisten interessierte. Krenn damals im News-Interview auf die Frage, warum er Volker S. im Gefängnis ein Zelebrationsverbot gegeben hätte: „[I]Ja, weil ich ihm helfen will. Er braucht seine Kraft jetzt dazu, die Sünde zu überwinden. Und das dauert eben. Im weltlichen Leben würde ich sagen, er ist derzeit suspendiert. Selbst wenn er freigesprochen werden sollte, ist die Sache für mich nicht vorbei. Denn ich bin sozusagen sein höchster Richter. Und ich weiß, daß er geheilt werden muß.[/I]“ Nun, der Priester wurde dann verurteilt…
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#13   Sulpicius   00:37:25 | Samstag, 25. März 2006
Hmmmm…,
Von ihm selber wußte ich nur, daß er Kontakte zum Institut von Gricigliano
Das kann man sehr gut verstehen…
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#12   souffleur   00:03:02 | Samstag, 25. März 2006
betr. Schnell
Volker hat 1987 im Juli in Fulda sein Diplom gemacht und ist dann nach Österreich.
Als er geweiht wurde war Bischof Krenn schon Diözsanbischof in St. Pölten,
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#11   Nikolaus   23:32:53 | Freitag, 24. März 2006
Pünktchen
Soviel ich weiß, konnte das Opfer nicht besucht werden, weil jener Mann in die Slowakei verschwunden ist (war illegal in Österreich) und nicht einmal zur Gerichtsverhandlung gegen Schenll erschien.
Schnell ist bereits lange vor dem Amtsantritt von Bischof Krenn in die Diözese gewechselt.
Vielleicht sollte Abt Angerer sich einmal die Frage stellen, ob nicht gerade seinetwegen die Leute weggegangen sind. (Aussage von einem seiner Mitbrüder: Manche von uns fahren nur dann ins Stift zurück, wenn wir uns zuvor vergewissert haben, dass Abt Angerer nicht da ist.)
Abt Angerer würde ich nicht unbedingt zitieren, wenn man sich anschaut, was er sich in Geras geleistet hat.
Wie soll sich übrigens jemand dagegen wehren, wenn jemand behauptet, er hätte eine Nahebeziehung. Hat diese Nahebeziehung auf Gegenseitigkeit beruht?
Wenn kreuz.net verschweigen hätte wollen, dass Schnell zur Traditionalistenszene gehörte, dann hätte der Redakteur diese Passage aus dem Interview streichen müssen.
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#10   Pünktchen   23:19:12 | Freitag, 24. März 2006
Nikolaus
Sie verschweigen, was nun auch in dem Interview mit Pfarrer Knittel zum Vorschein kommt: daß nämlich Volker Schnell zur Traditionalistenszene gehörte! Man hätte gerne gewußt, warum auch Kreuz.net dies unter den Tisch fallen läßt! Wenn Sie so gut unterrichtet und von den auschließlich pastoralen Motiven des Bischofs überzeugt sind, werden Sie uns sicher auch mitteilen können, wann und wie schnell der Bischof das priesterliche Mißbrauchs- und Anschlagsopfer im Krankenhaus besucht hat. Ich bitte um Mitteilung! Warum verschweigen Sie, daß Volker Schnell – lt. Zeitungsbericht – sich seiner nahen Beziehung zu „Kurt“ gerühmt und damit geprahlt hatte und das dies mit der Bemerkung Angerers übereinstimmt, einige Stiftmitglieder seien in Richtung St. Pölten stiften gegangen wegen „vorkonziliarer Strömungen“…
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#9   Nikolaus   23:01:00 | Freitag, 24. März 2006
Pünktchen
Pünktchen schrieb bei einem anderen Beitrag zu diesem Thema:
Wenn man sich nun den offenbar verheerenden Leumund des Kandidaten Schnell anschaut, dann verwundert es noch mehr, wie und durch wen und warum er zur Priesterweihe zugelassen wurde!
Wie wurde Schnell zur Weihe zugelassen: er war im Stift Geras, hatte noch nicht die ewige Profess abgelegt und wurde deshalb auf die Diözese geweiht. Mit der Ablegung der Profess wäre er automatisch auf das Stift inkardiniert worden.
Durch wen wurde er geweiht: sein Weihebischof war Bischof Zak (ist in einem anderen Artikel nachzulesen:www.kreuz.net/article.2917.html) bereits in den 80-ern. Bischof Krenn kam am 14. Sept. 1991 nach St. Pölten.
Warum wurde er zur Weihe zugelassen: weil ihn Abt Angerer präsentierte.
Im Übrigen sind Sie auf meine Einwände mit keinem Wort eingegangen (z. B. „Ich war im Gefängnis und ihr habt mich (nicht) besucht“).
Wenn Sie schon Abt Angerer zitieren, dann sollten Sie zuvor einmal die Frage stellen, warum er Schnell zur Weihe präsentierte.
N.B. Wenn Sie die Hintergründe nicht kennen, sollten Sie nicht so großspurig daherschreiben.
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#8   Pünktchen   22:21:27 | Freitag, 24. März 2006
Souffleur
Teilen Sie uns doch mit, was Kreuz.net hier verschweigt!
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#7   souffleur   22:02:45 | Freitag, 24. März 2006
Linz = Schwulenkirche
Es gibt in der Diözese Linz sicher nicht mehr homosexuelle Priester als in anderen Diözesen, und Pfarrer Franz Benezeder, der zwar als schwuler geoutet wurde, aber diese Veranlagung nicht auslebt ist ein grossartiger priester.
Er geht jetzt leider nach Kloster Aich ab Herbst, so dass die pfarre ihn verliert
Deine Behauptung Evelyn ist ja fast verleumdung
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#6   Evelin   21:55:01 | Freitag, 24. März 2006
@ Soufleur
Gott sei Dank sind in der Diözese Linz nicht diese Typen von Priestern aufgenommen worden.
Darum ist die Diözese Linz ja auch die PastoralassistenInnen- und Schwulenkirche in Österreich, womit die beiden Personengruppen bezeichnet sind, die dort den meisten Einfluß genießen…
Das mit Gott in Verbindung zu bringen, kann nur blanker Irrsinn sein. Soufleur hat offenbar die falsche Lektüre zum Einsagen in die Hand genommen…:-)
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#5   souffleur   21:51:41 | Freitag, 24. März 2006
Knittel
Die Lebensgeschichte des Herrn Knittel wird hier nicht beleuchtet, dass er auch zur Weihe nciht zugelassen wurde etc.
Die Kath. Kirche braucht aufgeschlossene Priester und nicht solche a la Knittel.
Gott sei Dank sind in der Diözese Linz nicht diese Typen von Priestern aufgenommen worden.
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#4   Pünktchen   20:58:06 | Freitag, 24. März 2006
Ansgar
Lieber Ansgar, hier ein sympathischeres Bild www.pitzinger.at/…os/rektorkind.jpgdes Hochw. Herrn!
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#3   Ansgar   20:36:05 | Freitag, 24. März 2006
Zeigt das…
… Foto den inkriminierten Bösewicht oder Hochwürden Knittel? Im zweiten Fall hätte man ein etwas weniger Al-Capone-mäßiges Lichtbild auswählen können
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#2   kurt usar   20:21:43 | Freitag, 24. März 2006
der staatsmann dr dollfuß…
…ließ mit kanonen auf gemeindebauten schießen und hat
schwerverletzte schutzbündler wie etwa koloman wallisch aufknüpfen lassen;
auf diesen sohn braucht niederösterreich nicht stolz zu sein.
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#1   wolfgang e.   18:34:46 | Freitag, 24. März 2006
Es gibt also
auch Priester, die der Tradition und der alten Messe verbunden sind, und trotzdem treu zum Papst und zu ihrem Bischof stehen…
Vor etlichen Jahren kam Dr. Knittel als junger, bescheidener Kaplan in meine Heimatpfarre. Zuvor war die Pfarre von einem ultramodernistischem Pfarrer und seiner eingeschworenen Laienclique geführt worden, was uns dazu nötigte in andere Kirchen auszuweichen.
Von den übriggebliebenen Laien gab es einige, die sich weigerten, dem neuen Kaplan überhaupt die Hand zu geben.
Gute Priester haben es manchmal nicht leicht…
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