09:39:52 | Montag, 27. März 2006
Die Herbert-Haag-Stiftung hat wieder zugeschlagen und ihren legendär-pathetischen Preis „Für Freiheit in der Kirche“ verliehen. Ein Nachruf.
(kreuz.net) Die Herbert Haag-Stiftung „Für Freiheit in der Kirche“ glaubt sich „im Dienste eines aufgeschlossenen
und ökumenisch gesinnten katholischen Glaubens“.
In Wahrheit handelt es sich um einen antikirchlichen
Verein von unbelehrbaren Alt-68ern, die Leute mit Aggressionen gegen die Kirche auszeichnen.
Die Stiftung
wurde vom in Deutschland geborenen und für das Bistum Basel geweihten Priester und ehemaligen Tübinger
Alttestamentler Herbert Haag (1915-2001) begründet.
In den 50er Jahren vertrat Hw. Haag einen engen
und frömmlerischen Lehramtspositivismus. Nach dem letzten Konzil rutsche er im Sturm der Zeiten von diesem
Extrem in das genau Gegenteil.
Nach seiner Emeritierung gab sich Haag durch die Publikation verliebter
Kommentare zum Hohenlied der Lächerlichkeit preis.
Präsident des Stiftungsrates ist gegenwärtig der
Haag-Freund und ehemalige Tübinger Professor Hans Küng (77).
Hw. Küng wurde in den 70er Jahren durch
seine Polemik gegen den Papst und seine zwei inzwischen vergessenen Bestseller „Christ sein“ und „Existiert
Gott?“ bekannt.
Auf der Homepage der Herbert-Haag-Stiftung wird er als „einer der herausragenden Denker
unserer Zeit“ gepriesen.
Als Vizepräsident der Stiftung amtet der inzwischen pensionierte Schweizer
TV-Journalist, Erwin Koller (65). Auf der Homepage der Stiftung wird unterschlagen, daß er ein laisierter
Priester ist. Aus den daraus bei ihm entstandenen Ressentiments gegen die Kirche hat er nie einen Hehl
gemacht.
Dieses Jahr ging der Herbert Haag-Preis an vier antikirchliche Journalisten aus dem deutschen
Sprachraum: die Wiener Journalistin und ehemalige ÖVP-Abgeordnete Dolores Bauer (71); den Redaktor an
der „Süddeutschen Zeitung“ und ehemaligen Mitarbeiter der neukatholischen Zeitschrift ‘Publik-Forum’
Matthias Drobinski (42); den Journalisten der kirchenfeindlichen Zürcher Tageszeitung ‘Tages-Anzeiger’
Michael Meier und den Basler Radiojournalisten Hansjörg Schultz.
Eine weitere Auszeichung wurde der
ehemaligen katholischen Kirchgemeinde Röschenz zugesprochen, die inzwischen einen sektierischen Sonderweg
gegen Kirche und Bischof geht.
Die Liste der Preisträger der vergangenen Jahre liest sich wie das ‘Who
is Who’ des kirchlichen Glaubensabfalls.
2005 wurde der Schweizer Franziskaner
Josef Imbach für einen
angeblich „freimütigen Katholizismus“ geehrt.
Unter den Preisträgern befindet sich auch der umstrittene
‘Schweizerische Katholische Frauenbund’, der sich in der Vergangenheit offen für die Kinderabtreibung
eingesetzt hat.
Auch Skurrilitäten wurden ausgezeichnet: so der sogenannte „Verein der vom Zölibat
betroffenen Frauen“ oder eine „Loyale Opposition im Bistum Chur“.
Das deutsche kirchenfeindliche Magazin
‘Publik Forum’ sowie der österreichische Priester und Herausgeber des österreichischen Parallelblattes
‘Kirche Intern’ gehörten in der Vergangenheit ebenfalls zu den Preisträgern.
Daß der abgesetzte Bischof
von Evreux, Mons. Jacques Gaillot, der aus der Kirche ausgetretene Theologe
Eugen Drewermann oder der
laisierte brasilianische Priester und Franziskaner
Leonardo Boff beim Herbert-Haag-Preis zum Zuge kamen,
versteht sich von selber.
An dieses Gruselkabinett des kirchlichen Niederganges seit dem Zweiten Vatikanischen
Konzil fügen sich jetzt neue Namen.
Einer der Preisträger – der antikirchliche Journalist Michael Meier –
wurde schon vor drei Jahren von keinem geringeren als dem Bischof von Basel für sein Wirken hervorgehoben.
Damals bezeichnete der Bischof einen von Meier verfaßten Artikel als
„reißerisch“ und „bewußt irreführend“.
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#7
methusalix † 23:26:55 | Donnerstag, 30. März 2006
#6
Gotthard 22:12:28 | Dienstag, 28. März 2006
#5
Schüttel 22:04:56 | Dienstag, 28. März 2006
#3
bonifatius 22:44:14 | Montag, 27. März 2006
#2
methusalix † 17:43:15 | Montag, 27. März 2006