Gomorrhismus
Jesuitische Fasten-Betrachtung
Ein Pater der Gesellschaft Jesu empfahl den Kirchgängern in einer Predigt am Aschermittwoch als geistlichen Ansporn einen Homo-Propagandafilm.
(kreuz.net) Kürzlich wurde der Homo-Propagandafilm ‘Brokeback Mountain’ mit drei Oscars ausgezeichnet. Der Streifen handelt von einer homosexuellen Beziehung zwischen zwei Männern im Westen der USA. Er spielt in den 60er bis 80er Jahren.

Inzwischen hat sich gezeigt, daß der Film auch ein geeignetes Instrument ist, um innerkirchliche Homo-Ideologen zu entlarven.

Denn während katholische Experten darauf hingewiesen haben, daß ‘Brokeback Mountain’ ein gefährliches Instrument ist, um die homosexuelle Unzucht als normal hinzustellen, loben Vertreter der sexuellen Revolution – auch innerhalb der Kirche – den Film in höchsten Tönen.

Einer von ihnen war der neue Erzbischof von San Francisco, dessen Ernennung von der Homo-Lobby der Stadt offensichtlich nicht zu Unrecht begrüßt wurde. Der Erzbischof nannte den Film „very powerful“.

Ein weiteres Beispiel lieferte jüngst der US-amerikanische Jesuitenpater John Allan Loftus. Pater Loftus ist Direktor des ‘Jesuit Urban Center’, das an die Kirche der Unbefleckten Empfängnis in der Stadt Boston angeschlossen ist.

Die Stadt Boston befindet sich im US-Bundesstaat Massachusetts 300 Kilometer nordöstlich von Neu York.

Während seiner Predigt am Aschermittwoch empfahl Pater Loftus den Homo-Film aufs wärmste.

„Ich vermute, daß viele von euch ‘Brokeback Mountain’ bereits gesehen haben“, erklärte er:

„Wenn nicht, dann müssen sie sich den Film anschauen. Wenn sie den Streifen schon gesehen haben, dann schauen sie ihn noch einmal an. Denken sie dabei nach, welche Folgen es hat, wenn man innerlich nicht frei ist, wenn man nicht weiß, wer man wirklich ist. Denken sie über die tragischen Konsequenzen und die nachfolgende Verwüstung nach, die sich aus einem Leben ergibt, das sich in einer Scheinwelt abspielt.“

Der Jesuitenpater predigten seinen Gläubigen auch, daß die Sünde des Fleisches keine wirkliche Sünde sei, während es dagegen eine Sünde sei, seinen „Sehnsüchten“ nicht nachzugeben.

Bei zu vielen von uns reduziere sich das, was wir als »unsere Sündhaftigkeit« betrachteten auf einen „jämmerlichen und billigen Katalog von Sündchen“, die gewöhnlich etwas mit Sex oder mit „einander gegenüber nicht Liebsein“ zu tun hätten.

„Diese sogenannten »Sünden« sind es kaum wert, daß man für sie jedes Jahr 40 Tage reserviert, um darüber nachzudenken. Diese meine oder eure Sünden sind eigentlich kaum der Rede wert. Wirklich.“

„Es gibt hier etwas viel Entscheidenderes als meine kleine Sündhaftigkeit, meine Unfreundlichkeit, mein frustriertes Sexualleben oder mein Liebesleben, das zum Wahnsinnigwerden ist.“

„Die Sünde, die wir immer vor uns haben, ist unsere Weigerung, in die Freiheit hineinzuwachsen, für die wir geboren wurden.“
      
11 Lesermeinungen
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#11   Krzyszek   11:08:54 | Montag, 27. März 2006
Erzbischöflicher Experte?
Was, liebe Redaktion, macht denn jemanden zu einem „katholischen Experten“? Und was muss z.B. ein katholischer Erzbischof oder ein katholischer Pater getan haben, um nicht als solcher zu gelten? Reicht es schon, ganz einfach nicht mit der Meinung des (wie immer bei kreuz.net) anonymen Artikelschreibers übereinzustimmen?
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#10   _Ungläubig-   10:54:08 | Montag, 27. März 2006
Pater Loftus
hat den Film anscheinend verstanden und wirklich ein respektables Wort gesprochen.
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#9   Parzifal   09:35:39 | Montag, 27. März 2006
Wenn das die beste aller möglichen Welten ist, wie sind dann erst die anderen?
Candide wird von südamerikanischen Eingeborenen gefangen genommen und soll am Spieß geröstet werden weil er für einen Jesuiten gehalten wird. Dabei singen die Ureinwohner:„Heute braten wir uns einen leckeren Jesuiten!“.
Erst als er nachweisen kann dass er wegen eines Mordes an einem Jesuiten fliehen musste, lassen die Eingborenen ihn frei.
Hätte der große Voltaire sein Buch heute geschrieben hätte er vielleicht statt von Jesuiten vom Opus Dei oder gar von der Pius Bruderschaft geredet? Wer weiß?
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#8   Sulpicius   02:44:55 | Montag, 27. März 2006
Wolf im Schafspelz
während die rechtgläubigen weiter den römischen Kragen tragen
Leider nicht unbedingt immer.
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#7   Gotthard   22:51:27 | Sonntag, 26. März 2006
@Frank
Was denn eine Kleidungs-Art mit einer inneren Einstellung zu tun?
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#6   bonifatius   21:31:59 | Sonntag, 26. März 2006
SJ-quo vadis?
Was bedeutet SJ wohl gar?
Als Jesus in der Krippe war,
Stand links der Esel, rechts die Kuh
Das war die societas Jesu.
Spaß beiseite. Liebe Fliegen auf dem Fliegenfänger, ein Hinweis:
Freut euch nicht zu früh,
auch die Jesuiten sind bald hie.
Frankfurter (Jesuiten) Schule
Ist keine Hilfe für das Schwule.
Denn ihr Unglauben ist’n totgeborenes Kind.
Gott bläst sie jetzt schon in den Wind.
Nichts für Ungut
bonifatius
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#5   Frank   20:30:20 | Sonntag, 26. März 2006
@ institoris
Danke für das treffende Zitat. So verfehlt es auch zu einer Zeit war, als die Jesuiten die stärkste Stütze der Kirche darstellten, so berechtigt ist es heute. Die Entwicklung der Jesuiten seit dem Konzil ist wirklich ein Trauerspiel. Das einzig Positive ist, daß die modernistischen Jesuiten die geistliche Kleidung abgelegt haben, während die rechtgläubigen weiter den römischen Kragen tragen – so kann man die Modernisten schon optisch besser von den Romtreuen unterscheiden.
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#4   Christianus   20:08:14 | Sonntag, 26. März 2006
Mutige Worte
Dieser Mann hat für einen katholischen Priester sehr mutige, und auch wahre Worte gefunden.
Mich hat Brokeback Mountain, der hier als „Homopropaganda“ verunglimpft wird, sehr berührt.
Ennis steht am Ende als gebrochener Mann dar, weil
er aus inneren und äußeren Zwängen nicht im Stande
war, sein für ihn passendes Leben zu leben. Sein Scheitern ist universell zu verstehen und nachzuvollziehen, und das ist die große Qualität dieses Filmes.
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#3   Amy_Jolly †   19:05:30 | Sonntag, 26. März 2006
Na also, geht doch!
Da sind doch einige richtig gute Aussagen dabei. Das zeigt doch mal zur Abwechslung, dass es selbst unter den Geistlichen noch einige Menschen mit Würde, Herz und Verstand gibt.
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#2   methusalix †   18:57:46 | Sonntag, 26. März 2006
Interessante Wiederholung einer uralt-Forderung,
die sich bereits als falsch herausgestellt hat. Aber manche Leute sind ja unbelehrbar und wollen partout alle Fehler immer wieder machen.
Wie dem auch sei, ich fürchte der Mann hat recht, wenn er sagt: „Die Sünde, die wir immer vor uns haben, ist unsere Weigerung, in die Freiheit hineinzuwachsen, für die wir geboren wurden.“
Ohne Freiheit (ich weiss, ich weiss, dieses Wort ist in erzreaktionären Kreisen ein Unwort) keine Sünde und die grösste Sünde, die wir Gott, uns selbst und unseren Mitmenschen gegenüber begehen, ist doch die Sünde der absoluten Lieblosigkeit. Nicht umsonst hat uns Jesus Christus das alte Gebot seines Glaubens erneut eingeschärft: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“
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#1   Institoris   18:08:33 | Sonntag, 26. März 2006
Dominus ac redemptor noster
Interessant wie aktuell die Worte Clemens XIV. klingen
„In Erwägung, daß die genannte Gesellschaft die Frucht, wozu sie gestiftet war, nicht mehr bringen kann, … ja daß es kaum mehr möglich ist, daß, solange sie besteht, der wahre und dauerhafte Friede in der Kirche wiederhergestellt werden kann, … hebe ich mit reifer Überlegung, aus gewisser Erkenntnis und aus der Fülle apostolischer Macht die erwähnte Gesellschaft auf, unterdrücke sie, lösche sie aus, schaffe sie ab.“
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