Die Weihnachtskrippe + Ein Blick in die Ursprünge + Heidenland Großbritannien + Ein Schalk auf der Kanzel + Wirbelsturm in Florida predigt
Die Weihnachtskrippe
Vatikan. Der Heilige Vater, Papst Johannes Paul II., sprach beim gestrigen Angelusgebet
auch über die Weihnachtskrippe. Die Krippe sei ein fester Bestandteil unserer Kultur und der Kunst, aber
vor allem ein Zeichen des Glaubens an den, der unter uns gewohnt hat. Wie jedes Jahr segnete der Papst
am gestrigen Gaudete-Sonntag die ‘Bambinelli’, die Darstellungen des Jesuskindes in den Krippen. Maria
und Joseph seien im Stall als stille Zeugen des großartigen Mysteriums. Ihr Blick der Liebe fordere uns
auf, zu wachen und zu beten, denn „der göttliche Heiland kommt, um der Welt die Weihnachtsfreude zu schenken“.
Ein Blick in die Ursprünge
Rußland. Die russische Nachrichtenagentur ‘Nowosti’ berichtet von einer
Koproduktion zwischen der russisch-orthodoxen Kirche und dem Vatikan. In fünf Teilen soll der Dokumentarfilm
„Wallfahrt in die Ewige Stadt“ Einblick in das Leben der ersten Christen gewähren. Der Patriarch von
Moskau und Rußland und Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche, Alexi II., erklärte, daß der Film
an das Christentum als Wiege der europäischen Kultur erinnern solle. Die Unterzeichnung der EU-Verfassung,
die keinen Bezug zu Gott enthält, verlange nicht nur eine politische, sondern auch eine geistlich-künstlerische
Antwort. „Millionen Christen in der ganzen Welt fühlten sich durch das Totschweigen der historischen
Grundlagen der Welt von heute beleidigt.“
Heidenland Großbritannien
Großbritannien. David Hope, der
anglikanische Bischof von York (Nordengland), erklärte in einer Fernsehsendung des britischen Senders
BBC, daß England nicht länger als christliches Land bezeichnet werden könne. Auf die Frage, ob er glaube,
daß Großbritannien christlich sei, antwortete der Bischof: „Das stelle ich in Frage. Eine große Zahl
der Briten behauptet von sich, an Gott zu glauben. Eine große Zahl sagt, sie sei christlich.“ Doch dann
redeten sie von einem ganz anderen Christentum. Der Bischof nannte säkulare Tendenzen als Ursache für
den Abfall des Landes vom Christentum. York ist der zweitwichtigste anglikanische Bischofssitz nach Canterbury.
Hope möchte kommendes Frühjahr sein Bischofsamt zurücklegen und in die Pfarrseelsorge gehen.
Ein Schalk
auf der Kanzel
Deutschland. Der deutsche Entertainer Thomas Gottschalk (54) verlor am vergangenen Samstag
in Nürnberg bei der ZDF-Fernsehshow „Wetten daß …“ eine Wette. Der Einsatz: Er werde predigen, wenn
zumindest 300 Bürger als leuchtende Christbäume verkleidet den Kirchenplatz füllten. Gestern löste
der katholische Moderator sein Versprechen ein. Die Nürnberger Pfarrei St. Elisabeth öffnete dem Showmaster
ihre Pforten. 12 Minuten dauerte die ‘Predigt’ von Gottschalk während des Gottesdienstes um 9.30 Uhr.
Das Thema: ‘Gott ohne Schalk’.
Wirbelsturm in Florida predigt
USA. Die evangelische Nachrichtenagentur
‘idea’ berichtete von einem Werbeplakat, das dem Hurrikan Charley erfolgreich getrotzt hat. Der Hurrikan
verwüstete im vergangenen August Orlando im US-amerikanischen Bundesstaat Florida. Der tropische Wirbelsturm
zerstörte zahlreiche Gebäude und machte sich auch am besagten Plakatständer zu schaffen. Der Sturm
riß die obersten Werbeschichten mit sich, sodaß darunter – unversehrt – ein alter Werbeslogan zum Vorschein
kam: „Wir müssen miteinander reden. Gott.“
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