[ « 320 321 322 323 324 » ]
Dienstag, 28. März 2006 08:32
kreuzmeldungen
Mehr Kardinalversammlungen + Rahman freigelassen + Beschleunigte Eiligsprechung + Das katholische Irland wird zum Homo-Staat + Zum Jahrestag + Die widerliche Lehre von der Transubstantiation
Mehr Kardinal- versammlungen

Vatikan. Papst Benedikt XVI. empfing am gestrigen Montag morgen die 15 neuen Kardinäle und ihre Angehörigen in Audienz. Dies berichtete ‘Radio Vatikan’. Er versicherte dabei seine Unterstützung für die Purpurträger und erklärte, daß er ebenso auf ihre Mitarbeit baue. Der Papst wünscht, daß Treffen des Kardinalkollegiums – wie die Zusammenkunft am letzten Donnerstag vor dem Konsistorium -in Zukunft öfter stattfinden sollten.

Rahman freigelassen

Afghanistan. Nach massivem internationalen Druck ist der zum Christentum konvertierte Afghane Abdul Rahman in der vergangenen Nacht aus dem Gefängnis bei Kabul entlassen worden. Der afghanische Justizminister Sarwar Danish nennt für diesen Schritt „mehrere Gründe“. Einerseits hätten „technische Pannen“ die Unterbrechung des Prozesses notwendig gemacht. Andererseits hätten Rahmans Verwandte auf Rahmans „mentale Probleme“ hingewiesen, sagte der Justizminister.

Beschleunigte Eiligsprechung

China. Der Postulator im Seligsprechungsprozeß von Johannes Paul II. berichtet jüngst von neuen Wundern, die auf die Fürsprache des im letzten April verstorbenen Papstes bekanntgeworden sind. In China und den USA seien Wunder geschehen, die auf die Fürsprache des polnischen Heiligen Vaters zurückgeführt werden. Postulator Slawomir Oder meinte, die neuen Fälle könnten den Eiligsprechungsprozeß stark beschleunigen.

Das katholische Irland wird zum Homo-Staat

Irland. Der Premierminister von Irland, Bertie Ahern, wird sich am 3. April hochoffiziell an der Eröffnungszeremonie eines Büros von Homo-Ideologen beteiligen. Das berichtete die kanadische Lebensrechtshomepage ‘LifeSiteNews’. Damit wird ein Regierungsmitglied zum ersten Mal in der Geschichte Irlands die Gesellschaftsfähigkeit der Sodomie fördern. Bereits im Januar billigte der Premierminister den Vorschlag, Homo-Konkubinate staatlich anzuerkennen. Es wird erwartet, daß die irische Regierung Homo-Paaren noch in diesem Jahr Privilegien zusprechen wird.

Treffen zwischen Paul VI. und dem Erzbischof von Canterbury 1966
Treffen zwischen Paul VI. und dem Erzbischof von Canterbury 1966
Zum Jahrestag

Vatikan. Papst Benedikt XVI. wird im Herbst den Primas der anglikanischen Weltgemeinschaft und Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, empfangen. Das berichtete ‘Radio Vatikan’. Bei der Zusammenkunft sollen Fortschritte und Rückschläge in der Ökumene besprochen werden. Anlaß der Audienz ist der 40. Jahrestag des Treffens zwischen dem damaligen Erzbischof von Canterbury, Michael Ramsay († 1988), und Papst Paul VI. († 1978) im Jahr 1966. Bei dem damaligen Zusammentreffen handelte es sich um die erste päpstliche Audienz für den Primas von England seit dem Schisma der Anglikanischen Kirche im Jahr 1536.

Die widerliche Lehre von der Transubstantiation

„Die 39 Artikel der [anglikanischen] ‘Kirche von England’ leugnen die objektive Gegenwart Christi in der Eucharistie und lassen seine Gegenwart von einem »richtigen, würdigen und gläubigen« Empfang der anglikanischen Kommunion abhängen. Weiter nennen sie die Lehre von der Transubstantiation »widerlich«. Vor langer Zeit – im Jahr 1841 – kam John Henry Newman in seinem bekannten 90. Traktat zu Schluß, daß es unmöglich sei, auch nur einen der 39 Artikel auf eine katholische Weise zu interpretieren. Newman wurde 1845 in die Katholische Kirche aufgenommen.“

Der Herausgeber des Webblogs ‘Cathcon’ am 25. März in der englischen Tageszeitung ‘The Times’.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 40 Lesermeinungen:
Donnerstag, 30. März 2006 08:12
Xixax: @papstmacher
ich möchte mich Ihrem post anschliessen. hier auf kreuz.net habe ich ehrlich zu überlegen begonnen, ob ich in so einer gemeinschaft bleiben möchte…aber Sie haben recht, zum glück ist das nicht die mehrheit der katholischen christen.
es ist ein hohn, wenn man immer wieder zu hören bekommt, dass man sich seine homosexualität ausgesucht hat, das habe ich nicht, ich habe lange dagegen gekämpft.
es ist weder eine freie entscheidung, noch sexuelle experimentierfreudigkeit, dass ich mich zu frauen hingzogen fühle. unglücklich sind die homosexuellen, die sich nicht annehmen können, wie sie sind (und die gesellschaft trägt leider immer noch einiges dazu bei).
ich sehe nicht ein, dass mich einige hier „heilen“ wollen, ich tue niemandem was zuleide und habe ein recht wie jeder andere, ein glückliches leben zu führen.
mir kann keiner einreden, dass gott den menschen zwingt, entgegen seiner art ein leben der lüge zu führen. gott hat mich geschaffen und ich bin stolz darauf.
Mittwoch, 29. März 2006 22:52
Papstmacher: Liebe heterosexuellen und homosexuelen Leser!
Zugegeben, das Thema „Homosexualität bzw. Schwulsein“ ist ein Reizthema, aber ich bin so etwas von froh, dass die meisten Meinungen hier nur Meinungen einer radikalen christlichen Randgruppe sind.

Wären alle Christen, die sich katholische Christen nennen, so, wie die, die sich hier als Richter zwischen Gut und Böse, Krank und Gesund, Gott und Mensch aufspielen, dann wüsste ich dass ich spätestens morgen offiziell meinen Austritt aus der Kirche vornehmen würde. (Und dabei würde ich Gott den Rücken nicht kehren, denn sein Herz ist größer als das Herz der Menschen. Und Gott ist gerecht! – Auch wenn ich schwul bin – Er schaut in mein Herz, und nicht irgend jemand anderes.)

Danke, dass Ihr es immer wieder schafft, denen, die auf der Suche nach Gott sind, den Mut zu nehmen und mit Hardlinerkommentaren alle anderen Meinungen tot macht.

Ich wünsche Euch Gottes Segen! Und vor Allem den Heiligen Geist, dass er Eure Herzen erleuchte und Eure Augen öffne im Angesicht einer Welt, die auf wunderbare Weise Gottes Schöpfung wiederspiegelt.

Danke!
Mittwoch, 29. März 2006 20:43
FELLO †: Das ist schon klar,
dass ein Schwuler, der Herrn L. in seiner Nähe hat, nicht ganz glücklich sein wird…
Mittwoch, 29. März 2006 19:31
Laurentius2: Liebe Schwule,
ich habe selbst zwei gute Freunde, die schwul sind und lasse mich niemals in die Schublade von Menschverachtern oder Nazis stecken, ABER:
das hier ist ein katholisches Forum; nach christ-katholischer Lehre aller Zeiten ist Homosexualität eine ebenso bedauernswerte wie zu mißbilligende geistige Abirrung. So, mir persönlich wäre es auch ganz lieb, wenn man es nun damit bewenden sein lassen könnte, ich finde das Thema im übrigen einfach peinlich, ABER:
Unser Herrgott hat diese Form der Sexualität eindeutig als ein „Greuel“ (Hl.Schrift)bezeichnet. Ich kann als Christ also diese Sünde keinesfalls akzeptieren und bin mir nach vielen Gesprächen mit homosexuellen Freunden und Bekannten auch ganz sicher: sie sind nicht glücklich damit! Ein Fingerzeiug darauf, daß auch hier Gottes Urteil (nicht meins, ich bin ebenfalls ein elender Sünder !) dem Menschen entsprechend ist. Diese Menschen müssen genauso enthaltsam leben wie ein Ehemann, der mit seiner Frau (z.B aus Krankheitsgründen) nicht mehr schlafen kann oder ein ebenso geisteskranker Mensch, der sexsüchtig ist und andauernd neue junge Frauen kennenlernen möchte oder einer, der sich zu Kindern hingezogen fühlt oder zu Tieren oder oder oder …
Mittwoch, 29. März 2006 14:24
Pünktchen: Ansgar
Die faktische Ebene (Prozentzahlen, Generativität usw.) und die normative Ebene (du sollst – du sollst nicht!) dürfen jedoch nicht allzu einfach ineinander übersetzt werden. Aus der Tatsache, daß nur eine Minderheit rothaarig ist oder linkshändig folgt ja auch nicht so ohne weiteres, daß Rothaarigkeit und Linkshändigkeit abzulehnen seien. Aus der statistischen Anormalität folgt noch keine normative! Der Homosexuelle wird sich im Klaren darüber sein, daß seine Veranlagung nicht generalisierungsfähig ist. (Er kann nicht wollen, daß alle so sind wie er!) Eine „Generalisierung“ seines Verhaltens steht aber auch gar nicht zur Debatte, sondern nur dessen Tolerierung. Die katholische Kirche legt ihm nahe, seine innersten Bestrebungen als „sündhaft“ zu begreifen und ein Leben in Keuschheit zu führen. In der Bundesrepublik träfe dies zwischen 4 bis 8 Millionen Menschen, die quasi zölibatär leben müßten! (Schauen Sie bitte, wie weit es die Tausenden Kleriker und Ordensleute – trotz jahrelangen spirituellen und theologischen Trainings – mit dem Zölibat gebracht haben! Nicht gerade ermutigend für die Millionen, oder?)
Mittwoch, 29. März 2006 14:16
Krzyszek: Endlich!
Die Heterosexualität ist die Norm. Daß man Ihnen und anderen das wirklich erklären muß…

Genau! Endlich scheinen Sie es verstanden zu haben! Das ist die Norm – aber das macht das, was von dieser Norm abweicht, doch nicht unnatürlich, sondern bestenfalls „nicht der Norm entsprechend“. Natürlich ist die Homosexualität ebenso wie die Heterosexualität und die Bisexualität.
Alle Lesermeinungen anzeigen 34 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net