Orthodoxie
In Moskau macht man sich über Kardinal Kasper lustig
Kürzlich äußerte sich Kardinal Kasper optimistisch über die Beziehungen der Kirche zu den Russisch-Orthodoxen. Doch seine Worte wurden vom Moskauer Patriarchat umgehend abgeschmettert.
(kreuz.net, Moskau) Das orthodoxe Patriarchat in Moskau teilt den Optimismus von Kardinal Walter Kasper hinsichtlich eines angeblichen Fortschritts in den Beziehungen der Kirche mit den Orthodoxen nicht.

Das berichtete die russische Nachrichtenagentur ‘Interfax’ am Dienstag.

„Die Position unserer Kirche hat sich nicht verändert“, erklärte Erzpriester Wsewolod Tschaplin, der im Moskauer Patriarchat für die Außenbeziehungen verantwortlich ist.

Tschaplin kommentierte eine Erklärung, die Kurienkardinal Walter Kasper am vergangenen Montag abgegeben hatte. Kardinal Kasper ist der Präsident des vatikanischen Einheitsrates.

Der Kardinal hatte dabei von sich schnell entwickelnden Beziehungen zwischen den Russisch Orthodoxen und der Römischen Kirche gesprochen.

Auch eine Reise des Papstes nach Moskau sei in der nahen Zukunft möglich.

Dagegen erklärt der Vertreter des Patriarchates, daß eine mögliche Reise des Papstes nach Rußland in den jüngsten Kontakten mit der katholischen Kirche gar nicht zur Sprache gekommen sei.

Diakon Andrej Kurajew, ein bekannter orthodoxer Theologe und Professor an der Theologischen Akademie in Moskau widersprach dem Kardinal ebenfalls und zitierte dabei dessen Aussage über einen „neuen Geist“ in den Beziehungen zwischen dem Vatikan und den Russisch Orthodoxen:

„Mein Geruchssinn ist nicht so empfindlich, daß er diesen Geist riechen könnte. Als gewöhnlicher Kleriker kann ich in den Beziehungen zwischen der russischen Kirche und dem Vatikan keine Verbesserung feststellen“, meinte der Diakon am Dienstag vor ‘Interfax’.

Er bezweifelte auch die Aussage von Kardinal Kasper, wonach das Problem einer angeblichen Missionsarbeit von katholischer Seite in Rußland „leicht gelöst“ werden könne.

„Bezüglich des Problems des Proselytismus kann die kürzliche Übertragung des Sitzes der ukrainischen Unierten von Lemberg nach Kiew, die vom Vatikan gutgeheißen wurde, keinesfalls als freundliche Geste bezeichnet werden“, meinte Kurajew.
      
11 Lesermeinungen
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#11   nightlight20022001   14:26:04 | Freitag, 29. Dezember 2006
Ein jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt!
Wie könnt ihr Katholiken verlangen,dass das ganze Christentum nach eurer Pfeife tanzt.Also ich kann auch die russisch orthodoxe Kirche verstehen,wenn sie an dieser Annäherung an die römische Kirche nicht mitmacht.
Ihr beruft euch auf das Wort von Christus an Petrus“Auf diesen Fels will ich meine Kirche bauen!„Damit ist der Berg Zion gemeint und nicht der vatikanische Hügel.„Es werden Hügel weichen müssen,aber mein Wort nicht!“
Galater Kapitel 2 Als aber Kephas nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht,denn es war Grund zur Klage gegen ihn.Denn bevor einige von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden;als sie aber kamen,zog er sich zurück und sonderte sich ab,weil er die aus dem Judentum fürchtete.(Petrus beging auch Fehler wie jeder Mensch.)Wisst ihr Katholiken überhaupt ob Petrus einer Meinung mit euch ist?
Dan 7,11 Ich merkte auf um der großen Reden willen, die das Horn redete, und ich sah, wie das Tier getötet wurde und sein Leib umkam und ins Feuer geworfen wurde.
Dan 7,20 und über die zehn Hörner auf seinem Haupt(Offenbarung Kapitel 17) und über das andere Horn, das hervorbrach,vor dem drei ausfielen; und es hatte Augen und ein Maul, das große Dinge redete, und war größer als die Hörner, die neben ihm waren.
Mit dem Tier ist nicht das heidnische römische Reich gemeint,wie es die Katholiken verstehen und die Weisen dieser Welt,sondern das vierte letzte Tier ist damit gemeint.Lest:Daniel 7,8/7,11/7,20/7,21/8,8/8,9/8,12/8,21/Sacharia 2,4=Babylonier
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#10   Maledica   18:19:58 | Montag, 3. April 2006
unam sanctam catholicam et apostolicam Ecclesiam
Der Name von diesem Kardinal ist wahrlich Programm.
Nur leider ist die Lage nicht so lustig:
Während die unierten Katholiken von diesem kasper jämmerlich im Stich gelassen werden, kriecht dieser den orthodoxen Häretikern förmlich in den Hintern!
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#9   markos evgenikos   19:39:00 | Donnerstag, 30. März 2006
Wir sind wir waren und werden bleiben KATHOLISCH
So wie die hl. Vaeter es definiert haben.Nicht wie die heutige post-schisma kath. Kirche behauptet will.Gott sei dank,dass viele Kardinaele es so sehen.Auch der Papst kommt bald Richtung Orthodoxie.Es freut mich sehr…
Uebrigens:Die selben Aposteln haben unsere Kirchen ergruendet.Der Petros hat nicht nur die Kirche Roms ergruendet und war Bischoff auch bei unseren Kirchen(Antiochea usw).
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#8   zwobbel   09:19:16 | Donnerstag, 30. März 2006
Die Moskauer sollten die Ukrainer endlich ernstnehmen.
Adenauer sagte mal:„Machen Sie sich erstmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernstgenommen.“
Auf die ukrainisch-katholische Kirche bezogen heißt das: Die Verlegung des Sitzes nach Kiew macht die russ.-orth. zwar wütend, aber wohl vor allem wegen ihres schlechten Gewissens. Soviele Kirchen haben die genommen und immer noch nicht zurück gegeben. Was wollen die denn? Die sollten erstmal von ihrer überheblich Art wegkommen. Sie sollten weniger auf Macht als auf Einheit in der Wahrheit wertlegen.
Die kath. Kirche ist die eine heilige apostolische und die ukrainisch-Unierten gehören dazu. Die russ.-orth. nicht. Die Moskauer sollten die Ukrainer endlich ernstnehmen.
Ein Lob auf die heldenhafte Märtyrerkirche der Ukraine!
Möge ihre Treue zu Christus Vorbild sein für das deutsche Volk.
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#7   Peccator   08:24:52 | Donnerstag, 30. März 2006
@Robert Ketelhohn
Die katholische Kirche kann ihre Sitze verlegen wohin sie will und muß dazu nicht zuvor irgendwelche Schismatiker fragen. Die orthodoxen Schismatiker müssen sich zuerst bekehren, bevor es zu „ökomenischen Gesprächen“ kommen kann.
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#6   Romulus   20:35:39 | Mittwoch, 29. März 2006
So ist das nun mal
NOMEN EST OMEN, wie die Römer so schön zu sagen pflegten… :-)
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#5   MK28   17:49:48 | Mittwoch, 29. März 2006
Nicht nur in Moskau
macht man sich über Walter den Kasper lustig. Wer nimmt den denn überhaupt ernst?
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#4   Robert Ketelhohn   17:38:10 | Mittwoch, 29. März 2006
Kasper
Eckner: Das bedeutet, daß kreuz.net aus einer amerikanischen Quelle abgeschrieben (bzw. übersetzt) hat.
Der kürzliche Briefwechsel zwischen Benedikt und Alexij klang weitaus freundlicher. Kein Zufall, daß der Papst dabei Kardinal Etchegaray nach Moskau entsandt hatte und nicht den Kasper.
Völlig zurecht weist Diakon Andrej Kurajew übrigens auf die völlig absurde und provokative Verlegung des Lemberger Sitzes nach Kiew hin. Bedauerlich, daß man das in Rom während des Pontifikatswechsels nicht verhindern konnte.
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#3   mrnka   17:36:50 | Mittwoch, 29. März 2006
Der Kasper
Der Kasper ist, wie alle Modernisten und wie alle Linken, ein Wunschträumer.
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#2   Horst Eckner †   17:05:39 | Mittwoch, 29. März 2006
Was bitte…
…bedeutet der Titel „Rev.“ bei einem orthodoxen Geistlichen?
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#1   ottaviani   16:34:35 | Mittwoch, 29. März 2006
und der kasper
träumt weiter
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