15:34:50 | Mittwoch, 29. März 2006
Kürzlich äußerte sich Kardinal Kasper optimistisch über die Beziehungen der Kirche zu den Russisch-Orthodoxen. Doch seine Worte wurden vom Moskauer Patriarchat umgehend abgeschmettert.
(kreuz.net, Moskau) Das orthodoxe Patriarchat in Moskau teilt den Optimismus von Kardinal Walter Kasper
hinsichtlich eines angeblichen Fortschritts in den Beziehungen der Kirche mit den Orthodoxen nicht.
Das
berichtete die russische Nachrichtenagentur ‘Interfax’ am Dienstag.
„Die Position unserer Kirche hat
sich nicht verändert“, erklärte Erzpriester Wsewolod Tschaplin, der im Moskauer Patriarchat für die
Außenbeziehungen verantwortlich ist.
Tschaplin kommentierte eine Erklärung, die Kurienkardinal Walter
Kasper am vergangenen Montag abgegeben hatte. Kardinal Kasper ist der Präsident des vatikanischen Einheitsrates.
Der Kardinal hatte dabei von sich schnell entwickelnden Beziehungen zwischen den Russisch Orthodoxen
und der Römischen Kirche gesprochen.
Auch eine Reise des Papstes nach Moskau sei in der nahen Zukunft
möglich.
Dagegen erklärt der Vertreter des Patriarchates, daß eine mögliche Reise des Papstes nach
Rußland in den jüngsten Kontakten mit der katholischen Kirche gar nicht zur Sprache gekommen sei.
Diakon
Andrej Kurajew, ein bekannter orthodoxer Theologe und Professor an der Theologischen Akademie in Moskau
widersprach dem Kardinal ebenfalls und zitierte dabei dessen Aussage über einen „neuen Geist“ in den
Beziehungen zwischen dem Vatikan und den Russisch Orthodoxen:
„Mein Geruchssinn ist nicht so empfindlich,
daß er diesen Geist riechen könnte. Als gewöhnlicher Kleriker kann ich in den Beziehungen zwischen
der russischen Kirche und dem Vatikan keine Verbesserung feststellen“, meinte der Diakon am Dienstag vor
‘Interfax’.
Er bezweifelte auch die Aussage von Kardinal Kasper, wonach das Problem einer angeblichen
Missionsarbeit von katholischer Seite in Rußland „leicht gelöst“ werden könne.
„Bezüglich des Problems
des Proselytismus kann die kürzliche
Übertragung des Sitzes der ukrainischen Unierten von Lemberg nach
Kiew, die vom Vatikan gutgeheißen wurde, keinesfalls als freundliche Geste bezeichnet werden“, meinte
Kurajew.
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#11
nightlight20022001 14:26:04 | Freitag, 29. Dezember 2006
#10
Maledica 18:19:58 | Montag, 3. April 2006
#9
markos evgenikos 19:39:00 | Donnerstag, 30. März 2006
#8
zwobbel 09:19:16 | Donnerstag, 30. März 2006
#7
Peccator 08:24:52 | Donnerstag, 30. März 2006
#6
Romulus 20:35:39 | Mittwoch, 29. März 2006
#5
MK28 17:49:48 | Mittwoch, 29. März 2006
#4
Robert Ketelhohn 17:38:10 | Mittwoch, 29. März 2006
#3
mrnka 17:36:50 | Mittwoch, 29. März 2006
#2
Horst Eckner † 17:05:39 | Mittwoch, 29. März 2006
#1
ottaviani 16:34:35 | Mittwoch, 29. März 2006