10:44:07 | Freitag, 31. März 2006
Ein Jahr nach dem Hungertod der Wachkomapatientin Terri Schiavo werden erschreckende Details über ihre letzten Jahre und über ihr klägliches Verenden bekannt.
(kreuz.net)
Vor einem Jahr, am 31. März 2005, starb Terri Schiavo in einem Pflegeheim in Florida. Ein
Gericht hatte ihr Wasser und Nahrung verboten. Terri überlebte danach noch 13 Tage. Kürzlich hielt ihr
leiblicher Bruder Bobby Schindler einen Vortrag, in dem er brutale Fakten auftischte.Terri war eine
wunderschöne Frau. Besonders unvergeßlich ist ihr Humor. Sie war die leichtgläubigste Person der Welt.
Man konnte ihr fast alles erzählen, und sie hatte es immer geglaubt. Wenn sie später herausfand, daß
es nur ein Scherz gewesen war, lachte sie am allerlautesten.
Terri war immer sehr fürsorglich und hatte
ein großes Herz für andere – besonders auch für Tiere.
Ich erinnere mich auch, wieviel es Terri bedeutete,
unsere Großmutter zu besuchen, die in einem Pflegeheim lebte. Terri fuhr fast täglich zu ihr, ohne sich
darüber zu beschweren, wie umständlich die Fahrt für sie war.
Am 25. Februar 1990 brach Terri unter
mysteriösen Umständen zusammen. Die Gründe dafür wurden nie genau untersucht – und leider sieht es
nicht danach aus, daß wir je herausfinden werden, was oder wer für Terris ursprüngliche Verletzung
verantwortlich war.
Sie wissen vielleicht nicht, daß meine Familie den Kampf um Terris Leben im Jahr
1993 begann.
Ab 1997 – als wir merkten, daß Michael Schivo versuchte,
Terris Nahrungssonde zu entfernen – unternahm meine Familie alles, um ihn daran zu hindern, seine Rolle
als Terris Vormund zu mißbrauchen und sie in den Hunger- und Dursttod zu treiben.
Es ist Ihnen wohl
aufgefallen, daß die Medien in diesem Kampf eine bedeutende Rolle gespielt haben. Seit Beginn haben sie
wiederholt Fakten verdreht, wichtige Details weggelassen und es versäumt, die Stellungnahmen von Michael
Schiavo und seinem Anwalt zu überprüfen.
Es ist äußerst alarmierend, wie die Medien weiterhin ihren
Einfluß ausnutzen, um die apathische Öffentlichkeit davon zu überzeugen, daß der unfreiwillige Hilflosenmord
erlaubt werden soll. Auf gefährliche Art und Weise treiben sie die Argumente der Todesbewegung voran,
die unser Land ergriffen hat.
Erlauben Sie mir, Ihnen einige Fakten über Terri kundzutun. Einige wurden
von den Medien erwähnt. Aber über die meisten wurde in der Durchschnittspresse selten bis nie berichtet.
Wie ich schon sagte: am 25. Februar 1990 brach Terri zusammen:
· Terri hat nie eine Patientenverfügung
verfaßt.
· Terri brauchte zum Leben nur einen Ernährungsschlauch sonst nichts. Sie konnte selbständig
atmen, und war an keine Maschine angeschlossen. Abgesehen von ihrem Hirnschaden war meine Schwester eine
körperlich gesunde junge Frau. Tatsächlich hätte meine Schwester nur einen Rollstuhl gebraucht. Dann
hätte sie überall herumgefahren werden können – wenn ihr rechtlicher Ehemann die Erlaubnis dazu gegeben
hätte.
· Im Jahr 1992 gewann Michael Schiavo einen Prozeß gegen Terris Ärzte wegen Falschdiagnosen.
· Während dieses Prozesses erneuerte Michael Schiavo sein Eheversprechen. Er schwor dabei, Terri zu
lieben und bis zu ihrem Lebensende für sie zu sorgen. Es war keine Rede davon, daß Terri jemals angebliche
Todeswünsche geäußert hätte.
· Als Ergebnis des gewonnenen Prozesses von 1992 – der zum größten
Teil auf Michael Schiavos Aussage gründete – bekam er 1,2 Millionen Dollar [rund 980.000 Euro] für Terris
lebenslange Pflege und fast eine halbe Million Dollar [fast 400.000 Euro] für ihn persönlich zugesprochen.
· Seit dem Prozeß von 1992 – und im Gegensatz zu dem, was Michael geschworen hat, mit dem eingeklagten
Geld machen zu wollen – wurde Terri mehr als 13 Jahre lang an ihr Bett gefesselt, von ihm vernachlässigt.
Sie erhielt keinerlei Therapien.
· Im Jahr 1993 versuchte Michael Schiavo zum ersten Mal, Terri zu töten,
indem er sich weigerte, sie für eine Infektion behandeln zu lassen. Die Infektion wäre tödlich gewesen,
hätte nicht das Pflegeheim, in dem sie wohnte, eingegriffen. Dasselbe versuchte er noch einmal im Jahr
1995.
· Irgendwann im Jahr 1995 entdeckt meine Familie, daß Michael Schiavo mit einer anderen Frau
im Konkubinat lebt.
Bobby Schindler:
Meine Mutter wurde gerügt, weil sie Terri Lipgloss aufgetragen hatte.
· Im Jahr 1997 – sieben Jahre, nach Terris Zusammenbruch – und nachdem Michael Schiavo ankündigte,
daß er seine Konkubine heiraten wollte – erinnerte er sich plötzlich, daß Terri nicht als geistig Behinderte
leben wollte. Darum verlangte er bei einem Gericht die Erlaubnis, ihren Ernährungsschlauch entfernen
zu dürfen. Nebenbei zeugte Michael Schiavo zwei Kinder mit dieser Frau.
· Bei einer Gerichtsverhandlung
im Januar 2000, bei der es darum ging, den Ernährungsschlauch meiner Schwester zu entfernen, haben Terris
beste Arbeitsfreundin und ich bezeugt, daß sich Terri unmittelbar vor ihrem Zusammenbruch von Michael
Schiavo scheiden lassen wollte und daß Terri und Michael in der Nacht vor ihrem Zusammenbruch einen schrecklichen
Streit hatten.
· Terri hat ihrer Familie und ihren engen Freunden nie erzählt, daß sie keine Nahrung
und kein Wasser zum Überleben haben wollte, für den Fall, daß sie einmal geistig behindert sein würde.
Die einzige gegenteilige Aussage kam von Michael, dem Bruder von Michael und von seiner Schwägerin.
· Anfang 2000 wurde Terri aus ihrem alten Pflegeheim in eine örtliche Klinik verlegt, wo Michael Schiavos
Anwalt, George Felos, für mehrere Jahre der Verwaltungsratvorsitzende war. Terri wurde in das Hospiz
aufgenommen, obwohl es für Patienten vorgesehen ist, die weniger als sechs Monate zu leben haben. Terri
lebte fünf Jahre lang in dieser Klinik, bis zu ihrem Tod im letzten März.
· Michael Schiavo hat verboten,
daß ihr ihre Familie oder ihre Freunde Blumen bringen dürfen. Alle Bilder von unserer Verwandtschaft
und von Terris Freunden wurden aus ihrem Zimmer entfernt.
· Anfangs mußten wir Michael Schiavo um Erlaubnis
fragen, wenn wir bestimmte Musik-CDs für Terri abspielen wollten. Er hat die Bitte meiner Familie fast
immer abgeschlagen.
· Michael konnte nach seinem Ermessen jeden von der Besucherliste streichen – was
er auch tat.
· Meine Mutter wurde gerügt, weil sie Terri Lipgloss aufgetragen hatte.
· Im April 2004
mußten fünf Zähne entfernt werden, weil Terris Zähne vernachlässigt und seit 1995 nicht mehr gereinigt
worden waren.
· Meine Schwester Suzanne und ich durften Terri sechs Monate lang nicht besuchen, weil
wir versucht hatten, Terri mit einem Löffel Essen zu verabreichen. Uns wurde gesagt, wir würden verhaftet,
sollten wir versuchen, sie ein weiteres Mal zu ernähren.
· Meine Familie durfte Terri fünfzig Tage
lang nicht besuchen, weil Michaels Rechtsanwalt sie fälschlicherweise beschuldigt hatte, sie würden
versuchen, Terri zu schädigen.
· Meine Eltern baten jeweils vor dem Verlassen des Zimmers die Krankenschwestern,
Terri zu kontrollieren, um sicher zu gehen, nicht angeklagt zu werden, ihr Schaden zugefügt zu haben.
· Durch einen Gerichtsentscheid durften keine Bilder und Videos von Terri aufgenommen werden. Der Richter
gab Michael Schiavo das Copyright für alle zukünftigen Bilder und Videos, die von ihr aufgenommen würden.
Bobby Schindler:
Als Terri in dem Hospiz starb, war sie fünf Jahre lang nicht mehr an der frischen Luft
gewesen.
· Nur wenige Monate vor Terris Tod gab es einen Streit mit Michael Schiavo. Die Krankenschwestern
informierten uns darüber, daß Michael angeordnet hatte, daß Terris Fensterläden immer geschlossen
bleiben müßten. Terri wurde von jedem eindringenden Sonnenlicht abgeschirmt und konnte nicht mehr aus
dem Fenster schauen.
· Michael Schiavo widersetzte sich der wiederholten Anfrage meiner Familie, Terri
nach draußen in die Sonne bringen zu dürfen. Als Terri in dem Hospiz starb, war sie seit fünf Jahren
nicht mehr an der frischen Luft gewesen.
· Während Terris 13tägigem Hungertod, verboten Michael Schiavo
und seine Anwälte – bis auf eine einzige Ausnahme –, daß Terri die Kommunion gespendet würde. Dem Priester,
Mons. Malnowski, wurde erklärt, daß er auf der Stelle von der Polizei verhaftet würde, sollte er versuchen,
Terri die Kommunion zu reichen.
· Während Terris 13tägigem Hungertod wurde meine Familie an drei Kontrollpunkten
von der Polizei durchfilzt. Wir wurden mit Metalldetektoren abgesucht, bevor wir Terris Zimmer betreten
durften. Wenn wir uns in Terris Zimmer befanden, ordnete Michael an, daß zumindest ein Polizist mit uns
im Raum war. Manchmal standen zusätzlich zwei Polizisten vor Terris Türe.
· Wenige Augenblicke vor
Terris Tod ordnete Michael Schiavo an, daß meine Schwester Suzanne, Pater Pavone und ich das Zimmer verlassen
müßten.
· Als meine Schwester starb, befahl Michael Schiavo dem Hospizpersonal, daß Terris Bett von
drei bewaffneten Polizisten umgeben sein müßte, während meine Familie betete und sich von ihr verabschiedete.
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