Der Bischof von Fulda weigert sich, ein Schreiben zu veröffentlichen, das er kürzlich von der Römischen Kleruskongregation erhielt. Es geht darin um die in Fulda geplante Zusammenlegung der Pfarreien.
(kreuz.net, Fulda) Am Montag, dem 27. März 2006, fand in Fulda eine Dechantenkonferenz statt. Das Interesse
der Teilnehmer galt unter anderem dem umstrittenen ‘Pastoralen Prozeß’ im Bistum.
In der Sache geht
es darum, Pfarrstrukturen aufzulösen und die Pfarrer letztlich durch Seelsorgeteams zu ersetzen.
Die Dechanten verlangten jetzt Auskunft
über ein Schreiben der Kleruskongregation an Bischof Heinz Josef Algermissen (63). Von dessen Existenz
wußte zwar jeder, nur den genauen Inhalt kannte keiner der Dechanten.
Aufgrund der Kritik am ‘Pastoralen
Prozeß’ im Bistum Fulda hatte Bischof Algermissen in der Vergangenheit öffentlich erklärt, daß er
hinsichtlich der geplanten Strukturreformen eine Anfrage an Rom gerichtet hätte.
Das Schreiben der Kleruskongregation
enthält die Antwort auf diese Anfrage und ist daher von öffentlichem Interesse.
Das Verlangen aus dem
Dechantenkreis nach Veröffentlichung des vatikanischen Schreibens führte bei Bischof Algermissen offenbar
zu einem leidenschaftlichen Gefühlsausbruch.
Hierzu sei er nicht bereit. Über Rom äußerte er sich
heftig verärgert. Er sei über die Reaktion der Kleruskongregation hinsichtlich der Strukturreform in
Fulda empört.
Mehrere Dechanten zitierten ihn mit dem Ausspruch: „Die spinnen ja regelrecht in Rom!“
Aus all dem ergibt sich als Frage: War der Papst mit dem ‘Pastoralen Prozeß’ doch nicht so einverstanden,
wie Bischof Algermissen dies in der Öffentlichkeit lautstark verkündet hat, nachdem der Bischof kurz
nach dessen Wahl zwanzig Minuten mit dem Papst gesprochen hatte?
Stimmen aus dem Bistum Fulda erklären
jetzt, daß es dem Bischof gut anstehen würde, das kirchliche Recht nicht nur im Munde zu führen, sondern
seine Maßnahmen im vollen Umfang daran auszurichten.
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@yersinia Die Bibel ist nicht vom Himmel gefallen. Sie ist auch nicht ein Buch, zu dem man irgendwie ja
sagt, weil man meint, man sei ein Christ und dann mit ihr macht, was man will. Die Bibel ist ein Produkt
der Kirche. Sie wurde von Gliedern der Kirche verfaßt und festgelegt (Kanonbildung). Der Zugang zur Bibel
ist also entweder ein religiöser und dann letztlich ein glaubender, kirchlicher oder ein beliebiger (das
kann auch „wissenschaftlich“ artikuliert werden). Der Raum der Bibel ist die Kirche, die Atmosphäre ihrer
Lektüre ist Glaube und Gebet. Außerhalb dieses Raumes gewinnen Sie nur einen unechten Zugang, Yersinia.
Es hat nicht nur keinen Sinn, aus der Sicht heutiger Political Correctness die Bibel mittels irgendwelcher
Methoden zu purifizieren, es ist auch nicht erlaubt und entspricht nicht dem Gegenstand. Die Bibel ist
ein heiliges Buch, kein Steinbruch für Wohlfühlreligiosität.
@ Benedikt Na also mal ganz unabhängig vom Thema würde ich mich nicht wirklich über einen Bischof freuen,
der seine Überzeugungen derart einfach über Bord schmeißt. Das hätte nämlich zwei Seiten. Moment
mal, Bischof Kamphaus hätte immerhin die Möglichkeit gehabt, von seinem Amt zurückzutreten, das wäre
in der Tat konsequent gewesen. Wenn ich mich recht erinnere, bot er seinerzeit Johannes Paul II. auch
seinen Rücktritt an, was letzterer aber aus mir unerfindlichen Gründen ablehnte. Wie ich gerade lese,
befindet man sich auch in Fulda wieder mal im Weltjugendtagsrausch. Am kommenden Sonntag, dem Palmsonntag,
soll auf dem diözesanen Weltjugendtag die „Begeisterung von Köln“ wiederbelebt werden. Wie passt das
alles zusammen? Wie man sieht, ist Bischof Algermissen mi sienem „Patoralen Prozess“ nicht zuletzt auch
von einem antirömischen Affekt geritten. Bei der nach außen zur Schau gestellten „Papsttreue“ stelle
ich mit zunehmendem Maße eine erschreckende Inhaltslosigkeit fest.
@abu: du hast mich noch nicht ganz überzeugt aber es ist interessant, wie sehr du dich um Rechtfertigungen
bemühst; was die Bibel betrifft: es geht nicht über die Originalsprache – und dann kommt niemand um
die Befassung mit dem Hintergrundwissen der Entstehung der biblischen Texte herum – genauso nötig ist
dann die Befassung mit den verschiedenen Textarten und ihrer Bedeutung in der heutigen Zeit – und diese
ist wiederum ein Konstrukt, also Standpunktabhängig und änderbar;
@yersinia Die Gültigkeit aller im Kanon der Heiligen Schrift enthaltenen Aussagen wird weder relativiert
durch exegetische Hypothesen („nicht echt“) noch durch Empfindlichkeiten einiger Damen. Weder Herr Goldhagen
mit seiner Forderung, die Schrift zu purifizieren, auf daß er keinen Anstoß nehme am „antisemitischen“
Johannes-evangelium noch Feministinnen oder sonst wer haben hier eine Chance. Wer eine PC-Bibel will,
wende sich an die EKD, die erstellt gerade eine. Zur Not würde ich übertreten, Yersinia. Aber wissen
Sie, in Bayern bspw. war und ist es völlig normal, einen Neger auch so zu nennen, und kein normaler und
anständiger Bayer hat was gegen Neger. Wieso auch? Es gab das auch als stolze Selbst-bezeichnung (Negro
Spiritual z.B.). Nur „Nigger“ ist pejorativ, aber ein US-Problem. Im Struwwelpeter wird der Mohr verteidigt,
heute soll keiner mehr „Mohr“ sagen dürfen. Und „Weiber“? Was ist mit dem Weiberrat oder der Vollweib-Diät
und überhaupt mit der Weiblichkeit? Darüber regt sich doch auch kein Mensch auf. Auch mit „Zigeuner“
haben nur die Deutschen ein Problem und die Roma-und-Sinti-Funktionäre, die aber längst nicht alle Zigeuner
repräsentieren. Und die Deutschen haben ein Problem, weil sie historisch Dreck am Stecken haben gegenüber
den Zigeunern.
Maßregelung von Bischof Algermissen Zu diesem Thema kann ich nicht viel sagen,da ich zu wenig informiert
bin. Nur finde ich es nicht gut,wenn die Verantwortung von einem einzelnen auf ein Team übergeht. Ich
kenne aber nicht die Struktur eines derartigen Teams. Mit freundlichen Grüssen Barke
@ El. Sünder: „Mulier taceat…“ Es ist bestimmt angebracht, die persönlichen Vorurteile des Hagestolz
Paulus („es ist schändlich für ein Weib, in der Gemeinde zu reden“) als das anzusehen, was sie wirklich
sind: private Meinungen eines Mannes, der wenig mit Frauen anfangen konnte, und nicht als göttliche Offenbarungen.
Würde man seine diesbezüglichen Äußerungen ernstnehmen, dann müßte man eine ganze Reihe weiblicher
Heiliger aus dem Heiligenverzeichnis streichen (Katharina von Siena, Birgitta von Schweden, Hildegard
von Bingen, Theresia von Avila…)
woran erkennst du bei mir eine „Sozialistin“? wenn du diese Perikope aus 1. Kor als heute gültige Regel
für eine Gemeinde darstellst, darf es nicht verwundern, wenn sich Frauen (aber auch Männer) mit Grausen
von der Kirche abwenden – bzw eine gehörige Portion Masochismus brauchen, um da mitzumachen; glücklicherweise
gibt es auch andere Interpretationen (inklusive der Frage der Echtheit) dieser Bibelstelle;
@ Toby Ja, formal wurde der Sonderweg beendet – aber mit großem Zähneknirschen. Und das bis heute, auch
noch fünf Jahre danach. Na also mal ganz unabhängig vom Thema würde ich mich nicht wirklich über einen
Bischof freuen, der seine Überzeugungen derart einfach über Bord schmeißt. Das hätte nämlich zwei
Seiten. @ Elendester Sünder Das beweist nur, dass diese Gegenüberstellungen Mann – Frau, Dame – Herr
nicht so durchgängig funktionieren. Unsere Sprache ist nicht am Reißbrett entstanden und ist auch nichts
fixes, sondern der steten Entwicklung unterworfen. Und eine davon ist, dass man heute üblicher weise
„Frau“ sagt. Wie Sie das halten ist ganz egal, nur „falsch“ ist das andere deswegen noch lange nicht.
Dame Edna Romano, sagst du auch: „Sehr geehrte Dame Müller“? Yersinia, aus Sicht deiner sozialistischen
Ideologie hast du recht. Aber der Sozialismus macht seine Rechnung ohne Gott. Der Sozialismus ist ein
gottloser, nicht verwirklichbarer Wunschtraum. Manche sind immer gleicher als andere. Am Ende wird alles
tausendmal schlimmer. Gott hat die sichtbare und unsichtbare Welt in strenger hierarchischer Ordnung erschaffen.
Die Rebellion gegen diese Ordnung ist im wahrsten Sinne teuflisch und auch fruchtlos. Gott verlangt demütige
Unterordnung. Wer das in seinem Stolz nicht vermag, macht sich dem Teufel gleich – mit allen Konsequenzen.
Die katholische Kirche und der Sozialismus schließen sich einander aus wie Feuer und Wasser. 1 Korinther
14:33-35 Denn Gott ist nicht [ein Gott] der Unordnung, sondern des Friedens. Wie [es] in allen Gemeinden
der Heiligen [ist], 34 sollen eure Weiber in den Gemeinden schweigen, denn es wird ihnen nicht erlaubt,
zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. 35 Wenn sie aber etwas lernen
wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen; denn es ist schändlich für ein Weib, in der
Gemeinde zu reden.
Priesterüberschuss Gotthard behauptet, es gebe kein Land mit Priesterüberschuss. Immerhin gibt es doch
einige Länder, die so viele Priester zur Verfügung haben, dass die Bischöfe ihre Priester beispielsweise
für den Dienst in europäischen Diözesen zur Verfügung stellen können (z.B. Indien). Manchmal hat
man jedoch auch den Eindruck, dass diese Priester auch deshalb nach Europa geschickt werden, damit sie
dort finanzielle Mittel für ihre Heimatdiözesen oder Ordensgemeinschaften „einwerben“. Dies ist sicher
nicht illegitim, wird aber scheinbar manchmal übertrieben. Ein Land, das jedoch absolut Priesterüberschuss
besitzt, ist das Fürstentum Liechtenstein (bekanntlich ein souveräner Staat!). Zwar stammen nicht alle
Priester der Erzdiözese Vaduz aus Liechtenstein, sie sind jedoch dort inkardiniert und prinzipiell zum
Dienst in ihrer Diözese bereit. Alle Pfarreien sind mit überwiegend jüngeren Priestern besetzt, manche
Kaplaneien konnten wieder neu besetzt werden und etliche Priester sind für den Dienst in anderen Diözesen
freigestellt geben worden (D, A, CH). Jedes Jahr gibt es Priesterweihen und eine der Hauptbeschäftigungen
des Generalvikars scheint es zu sein, mit anderen Diözesen zu verhandeln, denen diese Priester (wenigstens
zeitweise) zur Verfügung gestellt werden können. Also doch ein Land mit Priesterüberschuss und dass
auch noch mitten in Europa!!
@elendster: was den „weißen Mann“ betrifft: na eben, wobei der „weiße Mann“ in Afrika wohl zuallermeist
in einer Herrschaftsposition steht, der „Neger“ in Europa zuallermeist nicht; jetzt erklär mir allerdings,
wie die Betreffenden an der Abwertung dieser Bezeichnungen selbst schuld sien sollten? das ist wohl eher
der fiese Zug, das Opfer (der Diskriminierung) noch zum Täter (in dem Fall auch zur Täterin) zu machen –
das ist, mit Verlaub, eine fiese Argumentation, die tatsächliche Zusammenhänge von Herrschaft und Unterdrückung,
von Teilhabe und Ausschluß an sozialer und ökonomischer Entwicklung nicht wahrhaben will oder schlicht
negiert; auch das sei dir unbenommen – ich bezeichne solche Ansichten jedoch ganz schlicht als „uninformiert“;
Selber schuld Liebe Yersinia, das Gegenstück zu ‘Weib’ beim Mann ist ‘Mann’. Das für ‘Frau’ ist ‘Herr’.
Wenn ‘Weib’ und ‘Neger’ historisch jeweils eine Abwertung erfuhren, liegt die Schuld bei diesen selbst.
Nach meiner Kenntnis gibt es in Schwarzafrika allerdings „ähnliche“ und sogar wenig schmeichelhafte Ausdrücke
für den „weißen Mann“.
@elendster: gar nix sollst du ich hab’s ja gesagt, dass du das sicher nicht verstehen kannst; es geht
aber nicht um „humanistische Duselei“, sondern um diskriminierende Bezeichnungen bzw Konnotationen; oder
kennst du ein Equivalent für „Weib“ beim Mann? kaum, die Bezeichnungen für Frauen erfuhren historisch
jeweils eine Abwertung; und „Neger“ hat in seinem Bezug auf Menschen mit schwarzer Hautfarbe auch diese
spezielle Wertung des „unten“ und „oben“ respektive der Sklaverei und laufenden Ausbeutung, die für viele
schwarze Menschen bis heute das Verhältnis zu den (meist reichen) weißen Menschen prägt; anders gefragt:
warum gibt es dann für „Weiße“ keinen ähnlichen Ausdruck?
Yersinia ‘Neger’ heißt ‘Schwarzer’ und ‘Weib’ ist die korrekte Bezeichnung einer weiblichen Person. Ich
habe das hier früher schon einmal umfassend erklärt. Ich sehe nicht ein, warum ich mich humanistischen
Sprachänderungen unterwerfen soll.
Bischof Algermissen so wie Bischof Algermissen aus Fulda sollten mehr Bischöfe handeln. Letzen Endes
geht es bei den Pfarreizusammenlegungen darum, dass die Würzburger Synode dem Kirchenrecht widersprechen
soll. Laien sollten in diesem Prozess mehr und mehr die Ansicht von Bischof Algermissen unterstützen.
Umstrukturierungen im Bistum Fulda nicht vom Kirchenrecht gedeckt @ Gotthard Schön, dass Sie aus dem
Kirchenrecht zitieren. Es bestätigt, dass die Kritiker des „Pastoralen Prozesses“ mit Ihrer Einschätzung
richtig liegen, was nun auch Rom zu bestätigen scheint.
nimm und lies im CIC steht: „Wenn der Diözesanbischof wegen Priestermangels glaubt, einen Diakon oder
eine andere Person, die nicht die Priesterweihe empfangen hat, oder eine Gemeinschaft von Personen an
der Wahrnehmung der Seelsorgsaufgaben einer Pfarrei beteiligen zu müssen, hat er einen Priester zu bestimmen,
der, mit den Vollmachten und Befugnissen eines Pfarrers ausgestattet, die Seelsorge leitet.“
@Toby Pfarreien zu errichten, aufzuheben oder sie zu verändern, ist allein Sache des Diözesanbischofs,
der keine Pfarreien errichten oder aufheben oder nennenswert verändern darf, ohne den Priesterrat gehört
zu haben. Wo die Umstände es erfordern, kann die Seelsorge für eine oder für verschiedene Pfarreien
zugleich mehreren Priestern solidarisch übertragen werden, jedoch mit der Maßgabe, daß einer von ihnen
Leiter des seelsorglichen Wirkens sein muß, der nämlich die Zusammenarbeit zu leiten und dem Bischof
gegenüber zu verantworten hat. Der Pfarrer muß Beständigkeit im Amt besitzen und ist deshalb auf unbegrenzte
Zeit zu ernennen; der Diözesanbischof kann ihn nur dann für eine bestimmte Zeit ernennen, wenn dies
durch ein Dekret der Bischofskonferenz zugelassen worden ist. So weit mal die Lektüre des CIC
Stimmt, Pfarrer Gotthard Es gibt in Afrika keinen Priesterüberschuß, nur einen Überschuß an Berufungen,
die abgewiesen werden müssen. Es ist schon richtig und gut, Ehrwürden, daß Sie meine Beiträge stets
kritisch hinterfragen.
@ Gotthard Die Organisation seiner Diözese ist jedem Bischof freigestellt Das stimmt einfach nicht, bei
der Organsiation seiner Diözese ist der Bischof an die Maßgaben des Kirchenrechts und entsprechender
römischer Weisungen gebunden. Ich empfehle Ihnen zur Lektüre etwa die Instruktion Instruktion der Kleruskongregation
„Der Priester, Hirte und Leiter der Pfarrgemeinde“ vom 4.8.2002. Im Gegensatz zur gängigen Praxis im
Bistum Fulda wird darin unter Verweis auf die Canones 526 und 539 CIC beispielsweise ausdrücklich festgestellt,
dass die Übertragung einer Pfarrei an einen Administrator niemals auf Dauer angelegt sein darf. Außerdem
wird daran erinnert, dass „das Amt des Pfarrers – weil es seinem Wesen nach ein Hirtenamt ist – vollen
Anspruch und Stabilität erfordert“. Und warum lässt Bischof Algermissen rüstige Priester vorzeitig
zwangspensionieren? Priestermangel?
Harte Fakten gegen Wunsch-Denken könnte man Priester aus Ländern mit Priesterüberhängen, z.B. Nigeria,
anwerben. Verbreite doch nicht solche Ammen-Märchen! Hier einmal einige Zahlen: Deutschland: 0.6 Priester
auf 1.000 Katholiken Nigeria: 0,25 Priester auf 1.000 Katholiken Es gibt kein Land auf dieser Erde mit
einem Überschuss an Priestern … vor dem Hintergrund von Mission bestimmt nicht! Also ist der Pastorale
Prozess in Fulda wie in allen anderen deutschen Diözesen not-wendig! Die Organisation seiner Diözese
ist jedem Bischof freigestellt. In Frankreich hat vor etlichen Jahren mal ein Bischof ALLE Pfarreien aufgehoben
(und damit gab es auch keine kanonischen Pfarrer mehr) und eine neue Struktur eingeführt. DAS geht in
Deutschland wegen der staats-kirchlichen Verpflichtungen nicht. Also: KEINE Struktur ist gottgegeben …sondern
Ergebnis menschlichen Planens.
Ziel: Weiberpriestertum Die angebliche Reaktion auf den Priestermangel fungiert als Vorwand. Wäre man
ehrlich an der Lösung des Problems interessiert, könnte man Priester aus Ländern mit Priesterüberhängen,
z.B. Nigeria, anwerben. Das lehnt man aber mit der scheinheiligen Begründung ab, es gäbe dadurch Probleme
in der Gemeinde. Mag ja sein, aber wen interessiert das? Wer einen Neger nicht als Priester akzeptieren
kann, hat ohnehin nichts in der Kirche verloren. Gerade aus der Ecke der Befürworter von mehr Laienkompetenz
erscheint dieses rassistische Argument nicht wirklich ernst gemeint.
Ja, Gotthärdchen, denn es ist der auferstandene Herr, der die göttliche Ordnung seiner Kirche begründet,
auch wenn er schon vorösterlich einen (nicht zwei!) Einzelkämpfer zum Felsenfundament berufen hat. Es
ist der nachösterliche Pfingstgeist, der die von mir genannten Einzelkämpfer beseelt und gestärkt hat.
Deshalb hör auf mit deinen Lügen oder gesteh, dass Du ein Mietling bist und nichts weiter!
Gotthard, du sophistischer Nix-kapierer, glaubst du wirklich, du würdest hier Zustimmung bekommen? Da
schüttelts mich! Aber natürlich (danke für das Stichwort!) sind „Einzelkämpfer“ göttlicher Ordnung,
hör auf mit dem vorösterlichen „zu zweit aussenden“. Paulus hat sich als Einzelkämpfer von Barnabas
getrennt, Augustinus war Einzelkämpfer gegen die Häresien, Athanasius war es, Maximus Confessor etc.
Die Jesuiten schulten das Einzelkämpferdasein, ein Pfarrer von Ars kam ohne „Pastoralteam“ aus – alle
waren vom göttlichen Hl. Geist und nicht von menschlichen Strukturen und Satzungen bewegt und berufen.
Erzbischof Dyba war Einzelkämpfer gegen eine ganze feige und angepasste Bischofskonferenz, die von einem
Rotarier- und Freimaurer-Freund beherrscht wird. Auch Erzbischof Lefebvre war ein Einzelkämpfer über
den das letzte Wort noch nicht gesprochen ist!
Ach, Herr Gotthard, es handelt sich doch um keinen privaten Briefwechsel, sondern um ein amtliches Schreiben,
dass die Allgemeinheit betrifft. Es wäre in der Tat zu überlegen, ob man nicht offiziell Beschwerde
im Vatikan einlegen sollte. Wenn ein Oberhirte derart unsouverän auf Kritik reagiert und zu unkontrollierten
Gefühlsausbrüchen neigt, stellt sich ernsthaft die Frage, ob er überhaupt noch imstande ist, sein Amt
gerecht und zum Wohl der Menschen auszuüben.
wenn der verdacht besteht daß der bischof die weisung aus rom nicht umsetzt könnte rom den brief veröffentlichen
aber ich denke daß der bischof von fulda jetzt mal in panik ist da im rom das selbe gesagt haben wird
wie auch die kritiker der reform es wiederspricht dem CIC
Briefgeheimnis Es sollte sich einfach ein priester aus fulda an die Kleruskongregation wenden mit der
Bitte den Brief zu veröffentlichen Seit wann werden Briefe des Vatikan an einzelne Bischöfe vom Absender
veröffentlicht?
der ischof von Fulda Es sollte sich einfach ein priester aus fulda an die Kleruskongregation wenden mit
der Bitte den Brief zu veröffentlichen Kardinal hoyos macht das sicher
Jetzt kapier ich! Das Problem ist also, dass es keine Einzelkämpfer als Pfarrer mehr geben wird… ob
DAS allerdings göttlicher Ordnung entsprang? Jesus schickte seine Jünger halt auch nicht alleine sondern
zu zweit los …
Gotthard kapiert nicht und will nicht kapieren, spielt er doch den (bezahlten?) advocatus Lehmanni in
diesem Forum. Dafür Dank an TOBY! Es ist gegen die göttliche Ordnung der Kirche, dass ein Pfarrer von
einem anderen Pfarrer „geleitet“ wird. Noch nicht einmal ein Dekan oder Dechant hat bisher diese Funktion
inne. Das scheint inzwischen zum Ärgernis von Algermissen, der den modernistischen und antipriesterlichen
Pastoralideologien anhängt, bei der Kleruskongregation angekommen zu sein und entsprtechende Korrekturen
gebracht zu haben
Struktur Was ist denn eigentlich gegen diese Struktur einzuwenden? Die Planung für die Pastoral-Verbünde
soll sich an folgenden Kriterien orientieren: 1.Es sollen sich mehrere Pfarreien – mindestens drei – zu
einem Pastoral-Verbund zusammenschließen. 2. Der Pastoral-Verbund soll grundsätzlich zwischen 5.000
bis 10.000 Katholiken umfassen. In den größeren Städten ist eine Überschreitung in manchen Fällen
sinnvoll, bei extremer Flächendiaspora ist eine Unterschreitung im Einzelfall zu überprüfen. Grundsätzlich
ist der Einsatz einer größeren Zahl pastoraler Mitarbeiter kleineren Pastoral-Verbünden vorzuziehen.
3. In der Regel sind für jeden Pastoral-Verbund drei Priester und dazu noch pastorale Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter vorgesehen. 4. Die Pfarrgemeinderäte der beteiligten Gemeinden sollen bestehen bleien.
Ein Pastoral-Verbundsrat, dem die Hauptamtlichen, Vertreter der Pfarrgemeinderäte und der Verwaltungsräte
angehören, soll die gemeisame Arbeit im Verbund koordinieren und verantworten. 5. Leitung und Mitarbeit
in dem Verbund werden durch ein Statut, das vom Diözesanbischof unterzeichnet wird, geregelt (Leiter
des Pastoral-Verbundes = Moderator/Geschäftsführer, weitere Pfarrer im Pastoral-Verbund als Mitarbeiter
mit definierter pastoraler Zuständigkeit, Kapläne, Diakone, pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
ebenfalls mit Umschreibung ihrer pastoralen Aufgabenfelder). Also wo soll das Problem liegen? Welche „göttliche
Ordnung“ der Kirche wird berührt?
Der Kamphaus’sche Sonderweg @ Benedikt Ja, formal wurde der Sonderweg beendet – aber mit großem Zähneknirschen.
Und das bis heute, auch noch fünf Jahre danach. Das unselige Thema der kirchlichen Einbindung in die
staatliche Schwangerschaftskonfliktberatung wurde theologisch bis heute nicht wirklich aufgearbeitet.
Und von einem inneren Einsehen der Bischöfe, dass sie von falschen (moral)theologischen Prämissen augegangen
waren, kann bis heute keine Rede sein. Deshalb auch die stillschweigende Duldung von „Donum vitae“ durch
das offizielle kirchliche Establishement. Das gilt nicht nur für das Bistum Limburg. Die hessische Landesvorsitzende
von „Donum vitae“, Die Diplom-Theologin Margot Hartmann, ist beispielsweise Mitlied des Fuldaer Domchores.
Aber das wäre eine eigene Diskussion wert, gehört hier eigentlich nicht zum Thema.
@ Zwobbel Und wie hieß noch der alte Mann aus Limburg? Was Sie wohl sagen würden, wenn der Kamphaus’sche
Sonderweg auch 18 Jahre angedauert hätte? Letztendlich haben sich sowohl Kamphaus als auch Lehmann gebeugt,
während die FSSPX sich dem Zugriff Roms kurzerhand entzogen hat. Die Leute, die hier mit zweierlei Maß
messen stehen damit genauso auf der FSSPX-Seite. Und es ist da auch keine Ausrede, man verfolge nur das,
was die Kirche immer gelehrt habe. Es geht hier um Gehorsam, also Fragen der Disziplin.
Gehorsam Ich möchte daran erinnern, daß sich niemand über den Ungehorsam eines Erzbischof der eher
das Althergebrachte praktizierte beschweren darf, der nicht selbst ein Vorbild im Gehorsam gegenüber
dem Papst ist. Wer sich über kirchenrechtliche Vorgaben oder Verbote des Papstes hinwegsetzt wird leicht
in die schismatische Ecke geschoben. „Was siehst Du den Splitter im Auge deines Nächsten, aber den Balken
in deinem eigenen Auge siehst Du nicht.“ ja, ja das Messen mit zweierlei Maß… Welche Namen fallen einem
da noch so ein? Lehmann. Und wie hieß noch der alte Mann aus Limburg?
Ein Schande !!! Dieser Bischof ist eine Schande für die katholische Kirche. Seine Äußerungen lassen,
neben seiner häretischen Theologie, nun auch auf eine schismatische Gesinnung schließen. Eine solche
Person wäre noch unter Pius XII sofort aus seinem Amt entlassen worden. Ein „Hirte“ der seine Schafe
in die Irre führt. Dafür wird er sich irgendwann verantworten müssen!
Pfarrverbünde Das auf den Priestermangel reagiert werden muss ist klar. Man sollte dazu über der Pfarreiebene
eine Struktur schaffen, und zwar ohne deshalb gleich Pfarreien aufzulösen, es sei denn es handelt sich
um solche künstlichen Produkte der 70er Jahre. Die faktische Auflösung der Pfarreien an sich dagegen
ist inakzeptabel und zerstört gerade diese Strukturen, die die Kirche in D bis jetzt noch zusammenhalten.
Endlich einmal ein Hoffnungsschimmer für Fulda! Bischof Algermissen sollte sich nicht länger wie ein
absolutistischer Monarch benehmen. Das steht ihm als Person nicht gut an und widerspricht auch der eigentlichen
Funktion seines Amtes. Auch und gerade als Bischof kann er nicht einfach machen, was er will, sondern
er ist der erste Garant des Glaubensgehorsams und damit auch gegenüber der göttlichen Struktur der Kirche,
die zu beschneiden er leider ohne Not mit seinem unseligen „Pastoralen Prozess“ angegangen ist. Möge
Rom hier hart durchgreifen!