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Samstag, 1. April 2006 08:51
Versöhnung heißt auch Klärung
Der Bischof von Basel schrieb gestern einen Brief an die abtrünnige Pfarrgemeinde von Röschenz. Er möchte vom Amtsgeheimnis entbunden werden, um die Sachverhalte im Fall des dortigen suspendierten Priesters darzulegen. Doch der Priester will keine Aufklärung. Von Bischof Kurt Koch.
Ex-Pfarradministrator Franz Sabo
Ex-Pfarradministrator Franz Sabo
(kreuz.net, Solothurn) Die Kirchgemeinde Röschenz hat am 28. März 2006 einen Offenen Brief an mich gerichtet und mich aufgefordert, „die Hand zur Versöhnung zu reichen“.

Auch ich wünsche nichts sehnlicher, als endlich diese Auseinandersetzung beenden zu können und zu guten Beziehungen zurückzukehren.

Bevor ich definitiv auf diese Forderung antworten kann, muß ich die Stellungnahme des Landeskirchenrates zu seiner Verfassung abwarten.

Ferner muß ich Sie um Verständnis bitten, daß es so einfach, wie sich der Kirchgemeinderat dies vorstellt, nicht geht.

Ein alter christlicher Grundsatz sagt, daß Versöhnung immer angezeigt ist. Versöhnung ist ein Akt, der nur zwischen Menschen geschehen kann, die einander Unrecht getan haben. Mit dem Unrecht selbst kann es aus christlicher Sicht aber keine Versöhnung geben, wenn nicht neues Unrecht geschehen soll.

Dies bedeutet, daß Versöhnung nur möglich ist, wenn alles, was zur unversöhnten Situation beigetragen hat, auf den Tisch gelegt und bearbeitet werden kann. Denn Versöhnung heißt auch Klärung des Unrechts. Bevor man Unrecht nicht klärt, kann man sich nicht versöhnen.

Im Raum steht noch immer vor allem der vom Kirchgemeinderat Röschenz immer wieder geäußerte massive Vorwurf an mich und meine Mitarbeitenden, wir hätten im Zusammenhang einer Denunziation wegen angeblichen sexuellen Übergriffen „mit moralisch verwerflichem Mobbing“ dem damaligen Pfarradministrator Sabo „seit Jahren das Leben zur Hölle gemacht“. Dies ist unrecht!

Diesen schwerwiegenden Vorwurf, diese ungeheure Verleumdung, darf ich einfach nicht unwidersprochen lassen. Es handelte sich nicht um Mobbing, sondern darum, daß meine Mitarbeiter ihre Verantwortung wahrnehmen mußten.

Warum und wie meine Mitarbeiter diese Verantwortung wahrgenommen haben, muß ich glaubwürdig darlegen können, um diese Verleumdung aus der Welt zu schaffen. Wenn dies nicht gewollt wird, bleibt nur die Möglichkeit, daß Herr Sabo und der Kirchgemeinderat Röschenz selbst diese Verleumdung öffentlich zurücknehmen.

In diesem Zusammenhang habe ich betont, daß ich von Herrn Sabo erwarten muß, daß er mich von meinem Amtsgeheimnis entbindet.

Es geht dabei überhaupt nicht darum, daß ich die Privatsphäre von Herrn Sabo verletzen will. Seine Privatsphäre habe ich immer respektiert und werde es auch weiterhin tun. Es geht ebenfalls nicht – wie Herr Sabo vermutet – darum, daß ich in seiner Vergangenheit bohren will.

Es geht schlicht darum, daß ich die Möglichkeit habe zu erklären, warum und wie wir unsere Verantwortung in der Bistumsleitung so wahrgenommen haben, wie wir sie wahrnehmen mußten, und daß der Vorwurf des Mobbing eine infame Verleumdung ist.

Genau dies wollen aber der Kirchgemeinderat und Herr Sabo verhindern, wiewohl der Kirchgemeinderat seinen Vorwurf des Mobbing offensichtlich einseitig und befangen allein aus der Sicht von Herrn Sabo erhoben hat und die Bistumsleitung diesbezüglich nicht angehört hat, wie sich diese Angelegenheit in ihren Augen verhält.

An diesem Vorwurf vorbei einfach „ohne Bedingungen nach vorne blicken“, wie der Kirchgemeinderat dies fordert, ist billig, ungerecht und ganz gewiß nicht im Geist Jesu Christi.

Ich bitte Sie deshalb, bei Herrn Sabo und dem Kirchgemeinderat einzufordern, daß sie mir eine faire und gerechte Behandlung zukommen lassen.

Als Ihr Hirte und nicht als Ihr Richter wünsche ich Ihnen ein befreiendes Osterfest in der Hoffnung, daß dieses Fest hilft, auch den großen Stein des schwerwiegenden Konflikts zu entfernen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 21 Lesermeinungen:
Donnerstag, 30. August 2007 23:30
Pater Ralf: Sabo-tage
Tja da gilt: „ Sabo-Sabo_Sabotage!“http://www.kreuz.net/smiley/smiley.19.png
Dienstag, 4. April 2006 08:33
maxentius: @ansgar
Sie tun aus meiner Sicht doch genau das was Sie uns vorwerfen: Sie plappern irgendwas nach, das Sie nicht beiweisen können – und werfen Kritikern vor, diese würde alles glauben (was kirchenkritisch ist).

Eine Diskussion wird für Sie ab diesem Zeitpunkt unerträglich, an dem Ihnen jemand wiederspricht. Überprüfen Sie Ihren Diskussionsstil und kommen Sie dann wieder!
Montag, 3. April 2006 18:30
Ansgar: @ lady
Wirklich putzig. Bendikt hat recht; Sie plappern irgendetwas nach, geben zu, das nicht beweisen zu können – und werfen Kritikern dieser unredlichen Argumentation vor, diese würden alles glauben. Überprüfen Sie bitte Ihren Diskussionstil. Läutern Sie sich. Versuchen Sie, ein intellektuell akzeptables Niveau zu erreichen. Dann dürfen Sie wiederkommen.
Montag, 3. April 2006 16:03
Benedikt: @ lady
Sie tun genau das gleiche, nur in der umgekehrten Weise. Der Witz ist nur, dass Sie sich dennoch für gescheiter halten. Amüsant.
Montag, 3. April 2006 15:40
lady: Benedikt
Lieber Maxentius,
wir müssen einsehen, dass es Leute gibt, die blind alles glauben was ihnen die katholische Kirche vorsetzt. Die so verbissen gegen uns normal kritischen Leute sind, dass sie uns am liebsten an Kreuz schlagen würden. Da nützt alles nichts wir kommen auf keinen grünen Zweig und es ist schade für die kostbare Zeit. Aber meine Feststellung ist auch, dass es ihnen oft am Geist fehlt und damit sind sie wieder entschuldigt.Ihnen lieber Maxentius alles Gute.
Montag, 3. April 2006 12:49
Benedikt: @ maxentius
Reine Spekulation ihrerseits.
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