kreuzmeldungen
Unermüdlicher Prophet + Doch verrückt? + Ein verheirateter Priester + Neuer Noah + Toter Untergrundbischof
Unermüdlicher ProphetVatikan. Zusammen mit etwa 8.000 weiteren Anwesenden schaute Papst Benedikt XVI. am Donnerstag in der großen vatikanischen Audienzhalle die Vorab-Premiere des neuen Films „Karol: Ein Papst, der Mensch geblieben ist“. In seiner anschließenden Ansprache lobte Benedikt XVI. seinen Vorgänger Papst Johannes Paul II. als unermüdlichen Propheten der Hoffnung und des Friedens.
Doch verrückt?
Afghanistan. Der in Afghanistan als Christ verfolgte Abdul Rahman leidet nach Angaben seiner Familie und der deutschen Behörden unter psychischen Störungen. Das berichtet das Wochenmagazin ‘Spiegel’. Rahman sei im Februar 2000 illegal nach Deutschland eingereist und habe im bayrischen Passau einen später abgelehnten Asylantrag gestellt. Auf seine Befrager habe er einen äußerst „wirren Eindruck“ gemacht. Sein Bruder bestätigte laut dem Magazin, daß Rahman seit den frühen 90er Jahren psychische Krisen durchmachte. Er leide unter Wahnvorstellungen, besonders unter Verfolgungswahn. Rahman sei auch gegen seine Familie und Verwandten gewalttätig gewesen. Bereits 1991 hätten ihm pakistanische Ärzte „krankhafte Eifersucht“ und Wahrnehmungsstörungen bescheinigt. Inzwischen hält sich der Afghane in Italien auf.
Ein verheirateter Priester
USA. Die Diözese von Wilmington im US-Bundesstaat Delaware – an der Ostküste – weihte gestern einen verheirateten Priester. Diakon Leonard Klein (60) ist Vater von drei erwachsenen Kindern und war bisher lutherischer Pastor. Er lebt mit seiner Frau Christa, mit der er seit 36 Jahren verheiratet ist, und einer Tochter. In den USA gibt es rund hundert Priester, die als konvertierte protestantische Kultdiener das Privileg in Anspruch genommen haben, als Verheiratete geweiht zu werden. Hw. Klein erklärte, daß solche Weihen nicht als Experimente der Kirche mit der Priesterheirat verstanden werden sollten.
Neuer Noah
Niederlande. Der Niederländer Johan Huiber (47) baut gegenwärtig an einer Replik der Arche Noah. Dies berichtete der ‘Britische Rundfunk’. Herr Huiber möchte mit seinem schwimmenden Ausstellungsstück ab Herbst im Binnenwasser der Niederlande das Interesse für die Religion wecken. Sein Holzschiff ist fünfmal so klein wie die im Buch Genesis beschriebene Arche. Es soll verschiedene Jungtieren – Pferde, Lämmer, Hühner und Hasen – beheimaten. Die Kosten für den Bau belaufen sich auf umgerechnet knapp 1 Million Euro.
Toter Bischof
China. Erst jetzt wurde bekannt, daß der chinesische Bekennerbischof Mons. Petrus Fan Wen-xing am 28. Februar 85jährig starb. Seine letzten Worte waren: Gott segne uns. Der Bischof stammte aus einem Ort 250 Kilometer südlich von Peking. Bereits mit 29 Jahren wurde er Generalvikar seiner Diözese in der Provinz Hebei. Während der Kulturrevolution arbeitete er als Arzt in einem Spital und wurde später zur Arbeit in einer Salzmine verurteilt. 1981 wurde er zum Bischof von Jingxian ernannt. Er eröffnete ein Schwesternhaus, ein Kleines Seminar und verschiedene Kirchen. Sein Nachfolger Bischof Matthias Chen Xikly erlitt im Jahr 2002 einen Hirnschlag und ist seitdem im Koma. Nach dem Tod von Bischof Fan hielten Gläubige und Priester bis zur Beerdigung eine ununterbrochene Gebetswache vor seinem Sarg. Der tote Bischof wurde am 4. März beigesetzt.
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Mittwoch, 5. April 2006 14:36
Brandenburgis: @viroblationis
Die Errichtung eines österreichischen Kaisertums durch Kaiser Franz II. war zweifellos auch Rechtsbruch.
Die Brandenburger Hohenzollern hatten 100 Jahre zuvor sorgfältig darauf geachtet, daß sie ihr Königtum
außerhalb der Reichsgrenzen aufrichten (Preußen, das spätere Ostpreußen), Franz hingegen errichtete
ein österreichisches Kaisertum innerhalb der Reichsgrenzen und ist letztlich ebenso zu beurteilen wie
die Fürsten des Rheinbundes. Rechtsbruch war auch die Niederlegung der römischen Kaiser- und Königskrone,
dazu war er nicht befugt und objektiv auch gar nicht in der Lage. Keinesfalls konnte dieser Akt eine affirmativ
rechtliche Wirkung entfalten.
Daß dem Kaiser „nichts weiter übrig blieb“ leuchtet mir nach wie vor nicht ein. Auch die Notwendigkeit eines österreichischen Kaisertums kann mir bei aller Sympathie nicht einleuchten. Besser hätte er wohl seine Kronlande wie Ungarn und Kroatien ins Römische Reich inkorporiert. Warum ist das eigentlich nie geschehen? Allerdings hatten die Ottonen bereits Ungarn und Polen ans Reich angeschlossen.
Daß dem Kaiser „nichts weiter übrig blieb“ leuchtet mir nach wie vor nicht ein. Auch die Notwendigkeit eines österreichischen Kaisertums kann mir bei aller Sympathie nicht einleuchten. Besser hätte er wohl seine Kronlande wie Ungarn und Kroatien ins Römische Reich inkorporiert. Warum ist das eigentlich nie geschehen? Allerdings hatten die Ottonen bereits Ungarn und Polen ans Reich angeschlossen.
Dienstag, 4. April 2006 18:48
Christin: Ich hoffe es werden nicht bald alles Christen für verrückt erklärt,die nicht fehlerfrei sind:
Es braucht nicht viel,um jemand als „verrückt“abzustempeln um auszugrenzen zu können und von der Gemeinschaft auszuschließen,das war schon zu Jesus-Zeiten so.Da haben wir einen starken Fürsprecher im Himmel,Jesus und die Heiligen auch Papst Johannes Paul II. ist so jemand,der ein starker Beistand ist,und der zu uns hält,wie Mann und Sohn,egal wie angehende Antichristen über uns denken!
Montag, 3. April 2006 16:30
Benedikt: @ Stimme aus dem Tradiland
Denn genau dadurch hätte Napoleon die Chance gehabt, sich zum Kaiser des Hl. Röm. Reiches zu krönen.
Was er offenkundig nicht vorhatte.
Zumindest eine gewisse Parallele wollte er aber doch schon, oder? Anders lässt sich die Anwesenheit des Papstes (wenn auch faktisch als Zuschauer) mE nicht erklären. Napoleon wollte wohl den Eindruck erwecken, in eine größere Tradtion einzutreten.
Zu den Adelsgeschlechtern stimme ich zu.
Ich auch. Tatjana Gsell & Co. will ich nicht unbedingt als „katholische“ Fürstin haben.
Zumindest eine gewisse Parallele wollte er aber doch schon, oder? Anders lässt sich die Anwesenheit des Papstes (wenn auch faktisch als Zuschauer) mE nicht erklären. Napoleon wollte wohl den Eindruck erwecken, in eine größere Tradtion einzutreten.
Zu den Adelsgeschlechtern stimme ich zu.
Ich auch. Tatjana Gsell & Co. will ich nicht unbedingt als „katholische“ Fürstin haben.
Montag, 3. April 2006 16:26
Stimme aus dem Tradiland: @ VirOblationis
Danke für Ihr Posting!
…blieb Kaiser Franz II. (1792 – 1806), der bereits zwei Jahre zuvor den Titel „Kaiser von Österreich“ (Franz I., 1804 – 1835) angenommen hatte, nichts weiter übrig, als die Krone des Reiches niederzulegen.
Die eigenmächtige Annahme des Kaisertitels durch Kaiser Franz II. war ebenfalls eine Gewalttat gegen das Reich, deren Notwendigkeit m.A. nicht beweisbar ist.
Ich bestreite, dass die Niederlegung der Krone nötig war. Denn genau dadurch hätte Napoleon die Chance gehabt, sich zum Kaiser des Hl. Röm. Reiches zu krönen. Was er offenkundig nicht vorhatte.
In irgendeiner Form muß das Röm. Reich (zweigeteilt?) fortexistieren, wenn die daniel. Prophezeiungen recht haben. Sofern es aber jemals wieder öff. erscheint, sollten die Fürsten (bzw. ihre Nachkommen), die das Hl. Röm. Reich zugrunde gerichtet haben, … keinerlei Vollmacht mehr erhalten.
Da das Hl. Reich durch die Hl. Kirche eingesetzt wurde, kann es nicht einseitig für beendet erklärt werden. Im übrigen auch nicht ohne Beschluß der zuständigen Reichsorgane (Reichstag insb.). Der Wr. Kongreß hatte schlicht keine Kompetenz für seine Beschlüsse – deren Annahme und Durchsetzung war ein revolutionärer Akt, der mit der franz. Revolution vergleichbar ist, auch wenn es gesitteter ablief.
Auch der Übergang gewisser Prärogativen der Krone auf das Kaiserreich Österreich belegt m. Auffassung nach nichts Gegenteiliges. Zu den Adelsgeschlechtern stimme ich zu.
…blieb Kaiser Franz II. (1792 – 1806), der bereits zwei Jahre zuvor den Titel „Kaiser von Österreich“ (Franz I., 1804 – 1835) angenommen hatte, nichts weiter übrig, als die Krone des Reiches niederzulegen.
Die eigenmächtige Annahme des Kaisertitels durch Kaiser Franz II. war ebenfalls eine Gewalttat gegen das Reich, deren Notwendigkeit m.A. nicht beweisbar ist.
Ich bestreite, dass die Niederlegung der Krone nötig war. Denn genau dadurch hätte Napoleon die Chance gehabt, sich zum Kaiser des Hl. Röm. Reiches zu krönen. Was er offenkundig nicht vorhatte.
In irgendeiner Form muß das Röm. Reich (zweigeteilt?) fortexistieren, wenn die daniel. Prophezeiungen recht haben. Sofern es aber jemals wieder öff. erscheint, sollten die Fürsten (bzw. ihre Nachkommen), die das Hl. Röm. Reich zugrunde gerichtet haben, … keinerlei Vollmacht mehr erhalten.
Da das Hl. Reich durch die Hl. Kirche eingesetzt wurde, kann es nicht einseitig für beendet erklärt werden. Im übrigen auch nicht ohne Beschluß der zuständigen Reichsorgane (Reichstag insb.). Der Wr. Kongreß hatte schlicht keine Kompetenz für seine Beschlüsse – deren Annahme und Durchsetzung war ein revolutionärer Akt, der mit der franz. Revolution vergleichbar ist, auch wenn es gesitteter ablief.
Auch der Übergang gewisser Prärogativen der Krone auf das Kaiserreich Österreich belegt m. Auffassung nach nichts Gegenteiliges. Zu den Adelsgeschlechtern stimme ich zu.
Montag, 3. April 2006 16:07
virOblationis: Hl. Röm. Reich
Natürlich stand Napoleon I. hinter dem Regensburger Reichsdeputationshauptschluß. Seinem Kaisertum stand
dasjenige des Hl. Röm. Reiches natürlich im Wege. Zu Hilfe kam ihm der durch die Aufklärung geschwächte
Katholizismus der Fürsten (vorangegangene Säkularisierungen!).
Meiner Meinung nach haben die Fürsten, die mit Napoleon paktierten, das Reich – auf Kosten der bis dahin reichsunmittelbaren Reichsgrafen, Reichsritter und Reichsstädte – verraten; Napoleon hat sie mit Titeln und Territorien belohnt.
Als 1806 sechzehn Fürsten Süd- und Mitteldeutschlands ihren Austritt aus dem Reich erklärten und sich zum Rheinbund zusammengeschlossen Napoleon I. unterstellten, da blieb Kaiser Franz II. (1792 – 1806), der bereits zwei Jahre zuvor den Titel „Kaiser von Österreich“ (Franz I., 1804 – 1835) angenommen hatte, nichts weiter übrig, als die Krone des Reiches niederzulegen.
In irgendeiner Form muß das Röm. Reich (zweigeteilt?) fortexistieren, wenn die daniel. Prophezeiungen recht haben. Sofern es aber jemals wieder öffentlich erscheint, sollten die Fürsten (bzw. ihre Nachkommen), die das Hl. Röm. Reich zugrunde gerichtet haben, meiner Meinung nach keinerlei Vollmacht mehr erhalten.
Meiner Meinung nach haben die Fürsten, die mit Napoleon paktierten, das Reich – auf Kosten der bis dahin reichsunmittelbaren Reichsgrafen, Reichsritter und Reichsstädte – verraten; Napoleon hat sie mit Titeln und Territorien belohnt.
Als 1806 sechzehn Fürsten Süd- und Mitteldeutschlands ihren Austritt aus dem Reich erklärten und sich zum Rheinbund zusammengeschlossen Napoleon I. unterstellten, da blieb Kaiser Franz II. (1792 – 1806), der bereits zwei Jahre zuvor den Titel „Kaiser von Österreich“ (Franz I., 1804 – 1835) angenommen hatte, nichts weiter übrig, als die Krone des Reiches niederzulegen.
In irgendeiner Form muß das Röm. Reich (zweigeteilt?) fortexistieren, wenn die daniel. Prophezeiungen recht haben. Sofern es aber jemals wieder öffentlich erscheint, sollten die Fürsten (bzw. ihre Nachkommen), die das Hl. Röm. Reich zugrunde gerichtet haben, meiner Meinung nach keinerlei Vollmacht mehr erhalten.
Montag, 3. April 2006 16:00
Benedikt: @ Stimme aus dem Tradiland
aufklärerisch/freimaurerisch inspirierten Monarchentums
Woher stammt Ihre Überzeugung, dass das heute anders wäre? Gucken Sie sich doch die Fürstenhäuser an! In einem früheren Beitrag habe ich ja schon geschrieben, dass Sie vermutlich einem Ideal verhaftet sind. Ich halte dieses Ideal eben nur unter Jesus Christus als unserem wahren König für erreichbar. In unseren Jammertälern wird es nie zu finden sein.
Weil es 1803 ff Gewalttaten gegen den Reichsgedanken gab, kann man nicht 1000 Jahre verwerfen
Das gab es doch alles schon vorher: Der Mainzer Erzbischof verlor das Krönungsrecht, weil er sich weigerte die mit Konrad II. nahe verwandte und dennoch verheiratete Gisela v Schwaben zu krönen. Der Kölner Erzbischof war linientreuer und behielt das Krönungsrecht bis 1806. Über die Kaiser Friedrich II. und Heinrich IV. muss man auch kein Wort verlieren…
Eine solche Haltbarkeit müssen die Demokratien erst beweisen
Da haben Sie allerdings Recht. Und Churchill wird sicher auch Recht behalten.
Und welches Gesetz hat die Not?
Gerade von einem kath. Fürsten würde ich mir da etwas erhoffen.
der erste Monarch ausgewählt durch den Papst
Was während des alten Reiches praktisch nie unumstritten war.
Woher stammt Ihre Überzeugung, dass das heute anders wäre? Gucken Sie sich doch die Fürstenhäuser an! In einem früheren Beitrag habe ich ja schon geschrieben, dass Sie vermutlich einem Ideal verhaftet sind. Ich halte dieses Ideal eben nur unter Jesus Christus als unserem wahren König für erreichbar. In unseren Jammertälern wird es nie zu finden sein.
Weil es 1803 ff Gewalttaten gegen den Reichsgedanken gab, kann man nicht 1000 Jahre verwerfen
Das gab es doch alles schon vorher: Der Mainzer Erzbischof verlor das Krönungsrecht, weil er sich weigerte die mit Konrad II. nahe verwandte und dennoch verheiratete Gisela v Schwaben zu krönen. Der Kölner Erzbischof war linientreuer und behielt das Krönungsrecht bis 1806. Über die Kaiser Friedrich II. und Heinrich IV. muss man auch kein Wort verlieren…
Eine solche Haltbarkeit müssen die Demokratien erst beweisen
Da haben Sie allerdings Recht. Und Churchill wird sicher auch Recht behalten.
Und welches Gesetz hat die Not?
Gerade von einem kath. Fürsten würde ich mir da etwas erhoffen.
der erste Monarch ausgewählt durch den Papst
Was während des alten Reiches praktisch nie unumstritten war.
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