Die Lösung ist Hans Küng
Beim interreligiösen Dialog setzt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, auf die Erkenntnisse des umstrittenen Schweizer Theologen.

Der Artikel stand unter dem Titel „ Dialog ohne Machtanspruch“.
Der interreligiöse Dialog betreffe nicht nur die Religionen sondern auch den Staat und die Gesellschaft, erklärt der Kardinal zu Beginn.
Die Kirche sei schon lange mit der Frage des Dialogs mit nichtchristlichen Glaubensgemeinschaften konfrontiert, da sie als Weltkirche vor Ort mit anderen Religionen lebe:
„Ein Dialog ist nur dann möglich, wenn man sich – unbeschadet aller Unterschiede – zunächst einmal als Ebenbürtiger unter Ebenbürtigen akzeptiert (»par cum pari loquitur«).“
Für das Gelingen eines solchen Dialogs gebe es einige Kriterien, die heute besonders wichtig seien:
In jeder Religion müsse erkennbar bleiben, daß sie ganz auf Gott bezogen sei. Gott dürfe nicht mit der Absolutsetzung endlicher Dinge verwechselt werden.
Eine Religion, welche die gleiche Würde aller Menschen verletze und die Menschen nach Rasse und Klasse, Herkunft und Stand, Bildung und Reichtum, ja nach der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion einschätze und absolut setze, gefährde sich selber und wirke zerstörerisch.
Jede Religion müsse auch die richtige Freiheit der Menschen fördern. Religion müsse auch infantile Bevormundung zu überwinden und wahre Freiheit fördern.
Eher zu den Voraussetzungen des Dialogs gehöre die Frage der Religionsfreiheit.
Die moralische Pflicht des Einzelnen, den wahren Glauben zu suchen und anzunehmen, werde durch die Gewährung der Religionsfreiheit keineswegs aufgehoben oder relativiert, sondern lediglich von den Eingriffsmöglichkeiten staatlicher Gewalt geschieden und gegen sie gesichert.
Die Religionen müsse sich ferner bemühen, ein verbindendes Ethos zu fördern, das Konflikte meide und löse sowie Solidarität unter den Menschen schaffe.
In diesem Zusammenhang verweist Kardinal Lehmann auf den ehemaligen Tübinger Theologieprofessor Hans Küng, dem im Jahr 1980 die Lehrerlaubnis entzogen wurde.
Küng habe seit vielen Jahren und mit der Unterstützung einer Stiftung ein solches „Weltethos“ mit fünf zentralen Imperativen zu formulieren versucht:
„Kein Zusammenleben auf unserem Globus ohne ein globales Ethos! – Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen! – Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen! – Kein Dialog zwischen den Religionen und Kulturen ohne Grundlagenforschung! – Kein globales Ethos ohne Bewußtseinswandel von Religiösen und Nichtreligiösen!“
Man könne in allen kulturellen Verschiedenheiten von diesem „Weltethos“ ausgehen, das Hans Küng in vielen Veröffentlichungen entfaltet hat, erklärt Kardinal Lehmann.
Dabei sei es einfacher, mit einem bilateralen Dialog zu beginnen, bevor mehr als zwei Dialogpartner miteinander sprechen:
„Gerade auch in der örtlichen Nachbarschaft muß dies beginnen, wenn der große Dialog auf die Dauer gelingen und fruchtbar werden soll“ – so der Kardinal.
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Samstag, 8. April 2006 12:37
miles immaculatae: Logos und Ethos
In seinem Grundlagenwerk vom Geist der Liturgie stellt Benedikt XVI. andere Prinzipien auf, als der Hans-Küng-Verehrer
Lehmann. Die weltethische Ausdünnung des Glaubens kritisiert Benedikt unter dem Gesichtspunkt des absoluten
Primats des logos vor dem ethos. Im selben Buch findet sich eine Auseinandersetzung mit dem vor allem
in den 70iger und 80iger Jahren- der großen Zeit von Hans Küng, dem Erschröcklichen – propagierten
Primat der sogenannten Orthopraxie. Das Buch ist von 1999, ähnliche Aussagen Benedikts finden sich in
reicher Zahl. Bei meinem Bischof scheint da noch wenig angekommen zu sein.
Manchmal wünsche ich mir so eine Art lutheranische Revolution der Kirche. Sola fide – so verkürzt dieses Programm auch war, es hat der Kirche geholfen, sich aus einem anderen Denkgefängnis zu befreien – dem Ablaßunwesen des 16. Jahrhunderts. Das war auch so eine Art von Orthopraxie, allerdings auf geistlich-spritueller Ebene. Heute meint so mancher, er könne schon mit der Wahl der richtigen Partei das ewige Heil gewinnen.
Manchmal wünsche ich mir so eine Art lutheranische Revolution der Kirche. Sola fide – so verkürzt dieses Programm auch war, es hat der Kirche geholfen, sich aus einem anderen Denkgefängnis zu befreien – dem Ablaßunwesen des 16. Jahrhunderts. Das war auch so eine Art von Orthopraxie, allerdings auf geistlich-spritueller Ebene. Heute meint so mancher, er könne schon mit der Wahl der richtigen Partei das ewige Heil gewinnen.
Mittwoch, 5. April 2006 16:22
Laurentius2: Rahnerschüler Nr.1 & Rahnerschüler Nr.2
„Lieber Hans, wir haben mehr gemeinsam als uns trennt!“, sagte Herr L. zu Herrn K auf dem letzten Katholikentag
(Quelle: DLF-Radiosendung).
Bedarf es noch eines weiteren Kommentares ???
Bedarf es noch eines weiteren Kommentares ???
Dienstag, 4. April 2006 17:00
Benedikt: @ Maledica
Sie setzen bloß die Schar jener fort, die gegen Lehmann zwar jedes mögliche verbale Geschütz auffahren,
aber offenbar über seine Theologie nicht genug wissen, um ihn zweifelsfrei der Häresie zu überführen.
Ein Häretiker ist eine Person, welche von der gängigen Lehre abweicht.
Häresie ist zunächst einmal die beharrliche Leugnung oder das beharrliche Zweifeln an einer zu glaubenden Wahrheit (fide divina catholica!), nachdem die Taufe empfangen wurde. Ein einfaches Verstoßen gegen eine niedere Vorschrift reicht für die Häresie nicht aus. Lehmann vertritt hier eine Auffassung, die möglicherweise bei anderen(!) zu einer häretischen Auffassung führen könnte. Die besteht darin, dass man der Meinung sein könnte, dass die notwendige Disposition zum Empfang der Kommunion nicht existiere. Wie aber Lehmann dieses Problem umgeht weiß ich nicht, vielleicht setzen Sie ja da mal an
. Falls er es ignoriert, so ist er immer noch kein
Häretiker, sondern der Unlogik verfallen. Denn irgendwie muss man sich mit dieser Frage befasst haben,
will man zu einem Ergebnis kommen.
Ein Häretiker ist eine Person, welche von der gängigen Lehre abweicht.
Häresie ist zunächst einmal die beharrliche Leugnung oder das beharrliche Zweifeln an einer zu glaubenden Wahrheit (fide divina catholica!), nachdem die Taufe empfangen wurde. Ein einfaches Verstoßen gegen eine niedere Vorschrift reicht für die Häresie nicht aus. Lehmann vertritt hier eine Auffassung, die möglicherweise bei anderen(!) zu einer häretischen Auffassung führen könnte. Die besteht darin, dass man der Meinung sein könnte, dass die notwendige Disposition zum Empfang der Kommunion nicht existiere. Wie aber Lehmann dieses Problem umgeht weiß ich nicht, vielleicht setzen Sie ja da mal an
Dienstag, 4. April 2006 15:13
Maledica: @Benedikt
Es soll da auch mal Jemanden gegeben haben, der erst geglaubt hat, als er seine Finger in seine Seitenwunde
legen durften.
Ich werde hier nicht alle „Hirten“worte und Ketzereien von Lehmann wiederholen, denn ein Blinder wird darin auch keine Häresien finden.
Diese sind auch durch das BO zu beziehen.
Ein Häretiker ist eine Person, welche von der gängigen Lehre abweicht.
Und dies tut Lehmann mehrfach!
Ich werde hier nicht alle „Hirten“worte und Ketzereien von Lehmann wiederholen, denn ein Blinder wird darin auch keine Häresien finden.
Diese sind auch durch das BO zu beziehen.
Ein Häretiker ist eine Person, welche von der gängigen Lehre abweicht.
Und dies tut Lehmann mehrfach!
Dienstag, 4. April 2006 14:46
FioreGraz: Häretiker???
Extra Ecclesiam nulla salus!
In Ihrer Sichtweise ist Häresie hoch 2 und spottet der Tradition.
Dagegen spricht schon allein das gekuschel mit den anderen Religionen, welche angeblich alle denselben Gott anbeten. Daher braucht man ja auch nicht mehr dem Missionsauftrag gerecht werden.
Und Paulus der den Griechen den „unbekannten Gott“ prdigte führt uns Häretiker an.
LG
Fiore
In Ihrer Sichtweise ist Häresie hoch 2 und spottet der Tradition.
Dagegen spricht schon allein das gekuschel mit den anderen Religionen, welche angeblich alle denselben Gott anbeten. Daher braucht man ja auch nicht mehr dem Missionsauftrag gerecht werden.
Und Paulus der den Griechen den „unbekannten Gott“ prdigte führt uns Häretiker an.
LG
Fiore
Dienstag, 4. April 2006 14:06
Benedikt: @ Maledica
Sind Sie noch katholisch?
Die Standardfloskel der Hilflosen.
Wenn ja, dann würden Sie wohl erkennen, daß Lehmann ein Häretiker ist!
Machen Sie sich über meine Erkenntnisse mal keine Gedanken. Beweisen Sie lieber, dass Lehmann ein Häretiker ist. Ich kann das nicht, da ich zu wenig von ihm gelesen habe.
Daher braucht man ja auch nicht mehr dem Missionsauftrag gerecht werden.
Nur ist das keine Aussage Lehmanns, sondern IHRE Interpretation. Wegen Ihrer Interpretationen kann man Lehmann aber nicht zum Häretiker machen.
Die Zulassung von wiederverheiratet Geschiedenen zur Kommunion ist gleichwohl Häresie
Nein, ein disziplinärer Irrtum. Ähnlich wie eine unerlaubte Bischofsweihe. So etwas kann keine Häresie sein, weil es keine Irrlehre ist, es ist nämlich überhaupt keine Lehre, sondern faktisches Handeln. Oder beten Sie irgendwo: Ich glaube an die Unmöglichkeit, Geschiedenen die Kommunion zu reichen? Merkwürdige Gebete haben Sie.
Die Standardfloskel der Hilflosen.
Wenn ja, dann würden Sie wohl erkennen, daß Lehmann ein Häretiker ist!
Machen Sie sich über meine Erkenntnisse mal keine Gedanken. Beweisen Sie lieber, dass Lehmann ein Häretiker ist. Ich kann das nicht, da ich zu wenig von ihm gelesen habe.
Daher braucht man ja auch nicht mehr dem Missionsauftrag gerecht werden.
Nur ist das keine Aussage Lehmanns, sondern IHRE Interpretation. Wegen Ihrer Interpretationen kann man Lehmann aber nicht zum Häretiker machen.
Die Zulassung von wiederverheiratet Geschiedenen zur Kommunion ist gleichwohl Häresie
Nein, ein disziplinärer Irrtum. Ähnlich wie eine unerlaubte Bischofsweihe. So etwas kann keine Häresie sein, weil es keine Irrlehre ist, es ist nämlich überhaupt keine Lehre, sondern faktisches Handeln. Oder beten Sie irgendwo: Ich glaube an die Unmöglichkeit, Geschiedenen die Kommunion zu reichen? Merkwürdige Gebete haben Sie.
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