Kürzlich machte die Beförderung zweier konservativer Bischöfe in der argentinischen Öffentlichkeit Furore. Doch jetzt hat einer von ihnen bewiesen, daß „konservativ“ viel bedeuten kann.
(kreuz.net, Reconquista) Am 17. November des vergangenen Jahres ernannte Papst Benedikt XVI. den Bischof
von La Rioja in Argentinien, Mons. Fabriciano Sigampa (69), zum neuen Oberhirten der Erzdiözese Reconquista.
Die Stadt Reconquista befindet sich im Osten von Argentinien.
Offenbar stand Mons. Sigampa vor seiner
Ernennung nicht auf den vom Apostolischen Nuntius in Rom eingereichten Dreierlisten. Mons. Sigampas Beförderung
soll darum nicht alle Bischöfe des Landes erfreut haben.
Vor einigen Wochen wurde sogar berichtet die,
daß der Vorsitzende der argentinischen Bischofskonferenz, Jorge Mario Kardinal Bergoglio (69), eigens
nach Rom gereist sei, um seine Bedenken gegen diese und eine andere konservative Bischofsernennungen zu
äußern.
Doch Anfang Februar bewies Mons. Sigampa selber, daß die Befürchtungen seiner liberalen Amtskollegen
unbegründet gewesen sind und daß das Wort „konservativ“ ein weites Bedeutungsspektrum besitzt.
Anlaß
dazu waren die „Christlichen Tage der Option für die Armen’, welche in der Noch-Diözese von Mons. Sigampa –
der am 26. Februar nach Resistencia wechselte – veranstaltet wurden.
Dazu wurde auch der argentinische
Sänger León Gieco eingeladen.
Das berichtete die Tageszeitung ‘El Independiente’, die in der argentinischen
Stadt La Rioja publiziert wird, am ersten Februar.
Die Tagung in der Diözese La Rijoa dauerte eine Woche.
Tausende von sozial bewegten Christen versammelten sich, um an einem „Seminar der theologischen Weiterbildung“
teilzunehmen, das bereits zum dritten Mal stattfand.
Die Tage setzten sich zum Ziel, Theologie aus einer
Diskussion von Alltagsproblemen heraus zu betreiben.
Das Volk bedürfe der materiellen Dinge – des täglichen
Brotes –, ohne die es keine Gotteserfahrung geben könne, hieß es im Faltblatt der Veranstaltung. Dort,
wo das Leben bedroht sei, könne man keinen Dialog führen.
Der materielle Aspekt sei darum fundamental:
„Hier treten Theologie und Ökonomie zueinander in Beziehung.“
Beim zur Tagung eingeladene Sänger León
Gieco handelt es sich um einen bekannten marxistischen Liedermacher.
Eines seiner Lieder widmete Gieco
der Kindsmörderin Romina Tejerina, die ihren neugeborenen Säugling tötete und für diese Tat zu 14
Jahren Gefängnis verurteilt wurde.
Romina Tejerina ist in Argentinien das Aushängeschild umstrittener
Gruppierungen, die gegen das Lebensrecht ungeborener Menschen und für die Legalisierung der vorgeburtlichen
Kindertötung kämpfen.
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9 Lesermeinungen
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Resistencia ist korrekt Fabriciano Sigampa war bislang Bischof von La Rioja und ist nun Metropolit und
Erzbischof von Resistencia, wie der Vatikan am 17.11.2005 212.77.1.245/…letin/news/17364.php?index=17364&po….
Wie heißt die Diözese wirklich? Zuerst heißt es, Mons. Sigampa werde der neue Bischof von „Reconquista“;
im weiteren Text wechselt er dann aber nach „Resistencia“. Wie heißt die Diözese nun bitte wirklich?
@ Gotthard Haben Sie es nicht mitbekommen. In einem der Beiträge wurde sogar die Ermordung eines geborenen
Kindes verherrlicht! Ist das in Ihrem Sinne „sozial“?
nimm und lies Anlaß dazu waren die „Christlichen Tage der Option für die Armen’, ich hoffe, solch not-wendigen
Tage finden auch in der neuen Diözese dieses Bischofs statt. Was dies mit progressiv oder modernistisch
oder …zu tun hat, weiß ich wirklich nicht. Mt 25 sollte mal wieder gelesen werden!
An Wolfgang Anlaß dazu waren die „Christlichen Tage der Option für die Armen’, welche in der Noch-Diözese
von Mons. Sigampa – der am 26. Februar nach Resistencia wechselte – veranstaltet wurden. Meiner Meinung
nach geht aus dem TExt klar hervor, dass die „Christlichen Tage“ in der Noch-Diozösevon Mons. Sigampa
stattfanden, also klar unter seiner Verantwortung vor seinem Wechsel.
Also ich frage mich, ob die Veranstaltung viel mit dem neuen Bischof zu tun hatte. Sie fand Anfang Februar
statt, der Bischof kam aber erst am 26. Februar in die Diözese… Wo ist, bitte, der Zusammenhang? Dass
er auch Dinge zu verantworten hat, die vor seiner Amtseiführung geschahen, wage ich zu bezweifeln. Überhaupt
lässt der Artikel vieles im unklaren. Ich wollte kreuz.net gerade dafür loben, dass der vorige Artikel
über die Segnung von Wiederverheirateten recht sachlich und ohne Polemik ist. Dieser Artikel ist leider
ein Rückfall in schlechten Journalismus.