Selbst wenn Rom die von der Piusbruderschaft geforderten Vorbedingungen erfüllt, soll zunächst nichts geschehen – meint der Generalobere der Piusbruderschaft.
(kreuz.net) Der Generalobere der Piusbruderschaft, Bischof Bernard Fellay, sprach Ende März mit dem französischen
Nachrichtendienst der Piusbruderschaft ‘Dici.org’ über eine Aussöhnung mit dem Vatikan.
Mons. Fellay
erklärte, warum die Piusbruderschaft vor einer Aussöhnung mit dem Vatikan zwei Vorbedingungen stellt.
Die zwei Bedingungen sind die Forderung einer Freigabe der Alten Messe und die Nichtigkeitserklärung
der Exkommunikationen gegen die vier von Erzbischof Marcel Lefebvre im Juni 1988 geweihten Bischöfe.
Die Vorbedingungen sollen in der „offiziellen Kirche“ ein neues Klima schaffen – so Bischof Fellay. Es
handle sich um einen ersten Schritt, der das traditionelle katholische Leben wieder ermöglichen solle.
Es gehe weder um ein politisches Kalkül noch um persönliche Interessen oder Vorteile für die Bruderschaft:
„Wir wünschen uns, daß Rom seine eigene Tradition wiederfindet.“
Die gegenwärtige Situation des nachkonziliaren
Desasters zwinge die Gläubigen ihre Pfarreien zugunsten der Piusgemeinden zu verlassen. Die Familien
ließen sich weder durch römische Sanktionen noch durch bischöfliche Warnungen abhalten: „Das ist eine
Tatsache.“
Die Bruderschaft bewahre das Erbe der Kirche. Es liege an Rom, die Tradition wieder an ihren
Platz zu rücken und ihr ein Bürgerrecht zu geben: „So unterstützen wir Rom, die Kirchenkrise zu überwinden.“
Eine „experimentelle Phase“ nach der Freigabe der Alten Messe und der Nichtigkeitserklärung der Exkommunikationen
würde so lange wie nötig dauern. Währendessen würden Rom und die Piusbruderschaft abwarten.
Am Ende
könnte Rom das Werk der traditionellen Priester anhand seiner Früchte bewerten.
Die beiden Bedingungen
haben – so Mons. Fellay – eine pastorale, praktische Bedeutung. Erst nach diesem ersten Schritt könne
man lehramtliche Fragen anpacken.
Grundsatzdiskussionen seien vor dieser pastoralen Etappe zum Scheitern
verurteilt: „Wie die Dinge gegenwärtig stehen, müssen wir anerkennen, daß keine Diskussion über die
Lehre möglich ist.“
Die Piusbruderschaft stimme mit Rom überein, daß sich die Kirche in einer Krise
befindet. Bischof Fellay zitiert Benedikt XVI., der die Kirche bei einer ungenannten Gelegenheit mit einem
lecken Schiff verglichen haben soll.
Allerdings orte die Bruderschaft im Gegensatz zu Rom die Ursache
für die Krise beim Zweiten Vatikanischen Konzil.
Dabei gehe es keineswegs nur um eine ultraliberale
Auslegungen der Konzilstexte: „Prinzipien wie die Religionsfreiheit und der Ökumenismus sind für die
gegenwärtige Situation verantwortlich.“
Diese lehramtlichen Fragen müßten in einer zweiten Etappe
geklärt werden.
Die Gespräche über eine Apostolische Administratur, eine Personalprälat oder ein
Ordinariat bezeichnet Bischof Fellay als verfrüht.
Die kanonische Regulierung der Piusbruderschaft sei
erst der dritte Schritt.
Er müsse abschließend kommen – quasi als Siegel für eine zuvor erzielte Übereinkunft.
Email-Adressen der Empfänger
55 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@ monti Meine Aussage war nicht auf den Wahrheitsgehalt eines Ritus bezogen, sondern auf die Auswahlmöglichkeiten
der Gläubigen oder die, die es gerne werden würden. Ich schätze die alte Messe, den byzantinischen
Ritus und der NOM hat auch seine Vorteile. Wenn diese Messen dann miteinander konkurrieren und jeder dann
für seine Messe Werbung macht und die Gläubigen (die wahrscheinlich völlig verunsichert sind) in Alt-
und Neumessgänger aufgeteilt werden, schrecklich stell ich mir das vor. Ich persönlich halte die Bruderschaft
nicht für schismatisch, denke aber das sie es schnell werden kann wenn sie nicht aufpasst.
@sozialkatholisch So weit so gut. Doch bin ich der Meinung, dass ein Unterschied besteht zwischen irgendwelchen
Esoterikern und Splittergruppen einerseits und Rom und der FSSPX andererseits. Die einen haben sich ihr
„Religiönchen“ zusammengezimmert, die Anderen vertreten katholische Positionen , nur jeweils vor und
nach dem Konzil. Ich weiss, jetzt kommt wieder der Einwand, Positionen von „nach“ dem Konzil wären nicht
mehr katholisch. Dabei gehe ich jetzt mal davon aus, dass die Kirche auch nach dem Konzil noch katholisch
ist. Außerdem: Es gibt doch schon mehrere Riten innerhalb der Kirche, und die Petrusbruderschaft zelebriert
ja auch den tridentinischen Ritus mit Segen des Papstes. Warum also sollte man die Alte Liturgie nicht
ganz freigeben und gläubige Katholiken (und das sind Tradionalisten in meinen Augen auf jeden Fall) aus
der Schismaecke ‘rausholen?
@ catharina Vielen Dank für diese erhellende Klarstellung. Vielen Dank aber auch an Karl Murx für die
Aufwerfung dieser Fragen und für seinen Ton, der sich wohltuend von dem anderer Sedisvakantisten hier
abhebt. @ 28 Eine Häresie begründet ein Schisma ipso facto- oder nicht? Nein.
#51 catharina 10:01:45 | Donnerstag, 6. April 2006
Karl Murx Niemand zweifelt daran, daß die Wahrheit von der göttlichen Dreifaltigkeit für den ganzen
christlichen Glauben grundlegend ist. Auch ist es wahr, daß diese Lehre in unserer Zeit vielfach angegriffen
wird. Die von Karl Murx dargebotenen Überlegungen zu angeblichen Häresien im nachkonziliaren Pontifikale
und in der Lehrverkündigung Johannes Pauls II. allerdings sind von einem Fehler gekennzeichnet, der in
der Kritik an entsprechenden Dokumenten nicht selten vorkommt: einer Verwechslung der Aussageform. Auch
ohne die Verkündigung der Konzilien in Abrede zu stellen, kann ich sagen, Jesus habe den Heiligen Geist
empfangen, Er sein an Alter, Weisheit und Gnade vor Gott und den Menschen gewachsen usw. Eine solche Aussage
ist immer personal formuliert (denn eine bloße Natur als solche empfängt nun einmal nicht den Heiligen
Geist und wächst nicht in der Gnade). Eine Leugnung der Konsubstantialität des Sohnes mit dem Vater
und des gemeinsamen Ausganges des Heiligen Geistes liegt damit aber nicht vor. Diese beiden Wahrheiten
werden übrigens auch von der nachkonziliaren Hierarchie im Credo bekannt und in vielen Zusammenhängen
ausdrücklich gelehrt. Daher, lieber Karl Murx: Noli timere – unser heiliger, strahlender Glaube bleibt
bestehen. Auch wenn man davon spricht, daß der Sohn den Geist der Kindschaft empfangen habe. (Ist doch
eine tiefe, betrachtendswerte Wahrheit über Ihn, den wahren Gott, der zugleich mit uns Menschen wahrer
Mensch, ja der wahrste Mensch vor Gott ist!)
#50 santa rita 09:52:25 | Donnerstag, 6. April 2006
28.IX-28.X Lehmann und Küng vertreten nicht die göttliche Wahrheit, sondern eine selbsterfundene Wolkenkuckucksreligion,
in der der Mensch mit seiner „unveräusserlichen und unverlierbaren Würde“ den Platz Gottes eingenommen
hat. Zwischen der Kirche Christi und der Kirche des Menschen herrscht, wie Bischof Williamson immer wieder
feststellt, „Krieg bis zum Tod“. Dass Tragische heute ist eben, dass sich die kath. Kirche in der Gefangenschaft
feindlicher Kräfte befindet und die Priesterbruderschaft tunlichst nicht ebenfalls in Gefangenschaft
gehen sollte.
#49 28.IX-28.X 09:26:05 | Donnerstag, 6. April 2006
Markus-A. Eine Frage; was sagen Sie zu dem Gespann Lehmann-Küng? Sind diese nicht Schisamtisch? Eine
Häresie begründet ein Schisma ipso facto- oder nicht?
#48 ottaviani 09:15:18 | Donnerstag, 6. April 2006
nichts neues Das die Priesterbruderschaft diese bedinungen stellt ist seit dem jahr 2000 bekannt also
absolut nicht neues ich habe das ach hier einge male erwähnt
Einfach lächerlich Die schismatische Piusbruderschaft, dieses fundamental verblendete Häuflein fordert
also Vorbedingungen von Rom, das ist doch einfach lächerlich! Gott sei dank, haben wir einen Papst, der
mit Geistesgaben überreich gesegnet ist. Ich baue auf sein kluges Handeln.
@ monti Im ersten Moment würde ich ihrer Meinung zustimmen, ein fairer Wettbewerb ist normaler Weise
in Ordnung. Nur herrscht in diesem Bereich schon viel zuviel Wettbewerb. Die ganzen christlichen Gruppen,
zusätzlich ihre vielen Splittervereinigungen und dann noch der ganze Esoterikkram. Papst Benedikt hat
schon anklingen lassen, das er keine 2 Messen nebeneinander möchte. Katholisch heißt eben allgemein
und nicht das was mir gefällt. Wenn beide Gruppen gleichberechtigt nebeneinander stehen soll sich die
Amtskirche um die ganzen schwarzen Schäfchen kümmern und die Bruderschaft betreut die Vorzeigechristen?
Sie müssen sich beide aufeinander zubewegen, von einander lernen und dadurch möglichst vielen Menschen
den Weg zu Gott öffnen. Das was sie über die Oppositionsarbeit gesagt haben sehe ich genauso.
Drei Etappen auf dem Weg zur Versöhnung Selbst wenn Rom die von der Piusbruderschaft geforderten Vorbedingungen
erfüllt, soll zunächst nichts geschehen – meint der Generalobere der Piusbruderschaft. Genau das halte
ich für den richtigen Weg. Wenn ein fairer „Wettbewerb“ zwischen Tradition und Modernismus möglich ist
und die Gläubigen die Wahl haben, welche Messe sie besuchen wollen, ohne in den Verdacht zu kommen, Schismatiker
zu sein, wenn Priesteramtskandidaten ohne Angst vor Repression ihr Priesterseminar aussuchen können,
dann wird sich alles fügen. Diejenigen hier im Forum, die die „Alles oder Nichts“-Meinung vertreten,
die eine Abkehr der Kirche vom Konzil zur Bedingung für eine Versöhnung machen, sind entweder ganz große
realitätsentfremdete Träumer oder aber sie verhalten sich wie die „Linkspartei“ unter Oskar Lafontaine:
In der „Opposition“ (FSSPX) ist gut auf die „Regierung“ (Rom) schimpfen, aber bitte auf keinen Fall selbst
Verantwortung übernehmen, weil dann müsste man ja zugeben, dass sich Veränderungen nur langsam durchsetzen
lassen.
Autor August Doerner schrieb diese Buch Anfang des letzten Jahrhunderts um auf die von den Verrätern
geplanten Änderungen der katholisch-apostolischen Lehre hinzuweisen. Wer soll denn bitte schön dieser
weitsichtige – mit vielen Beziehungen versehene – Mensch sein?
@castleguide Die eindeutig schismatische Priesterbruderschaft Manche lernen es nie… Wenn die FSSPX eindeutig
schismatisch ist, wieso sind alle von ihr gespendeten Sakramente gültig (von der Kirche anerkannt)und
wieso kann ein Katholik mit dem Besuch einer Messe der FSSPX seine Sonntagspflicht erfüllen? Wäre die
FSSPX so eindeutig schismatisch, die Amtskirche würde wesentlich rigoroser vorgehen. So aber bleibt ihr
nur, bzw. ihrem Klerus, immer wieder zu verbreiten, sie befände sich im Schisma und Indultmessen nur
sehr restriktiv zu erlauben, um diesen Eindruck noch zu verstärken. Wieviel Angst muss die konziliare
Amtskirche doch vor der tridentinischen Messe haben, wenn man beobachtet, wie sie mit ihr umgeht. Wahrscheinlich
wissen die Bischöfe, die Indultmessen nur am Sonntag-Nachmittag erlauben, dass den Pfarreien noch mehr
Kirchenbesucher verloren gingen, wenn die Alte Messe flächendeckend zu fairen Bedingungen erlaubt würde.
Zur intellektuellen Zeugung und der Frage des Eros in Gott Wie gesagt, die Zeugung ist intellektueller
Art und Gott das WORT entspricht vollkommen dem unendlichen Erkenntnisakt und drückt ihn aus. Damit ist
vollkommen klar, warum es in Gott kein antithetisches Gegenüber eines männlichen und weiblichen Prinzipes
für die Zeugung braucht. Die Zeugung entspricht der Vollkommenheit der Selbsterkenntnis. Der Eros hingegen
sucht immer ein Komplement und bedarf seiner selbst der Vollkommnung. Gott ist dagegen im WORT sein Erkennen,
wie er im Hl.Geist sein Wollen ist. In Gott gibt es keine Teilung von Intellectus agens und Intellectus
possibilis. Keinen Unterschied zwischen Species impressa und Species intelligibilis. Mgr.Fellay täte
gut daran die Verbindungslinie des Trinitätsdogmas zur neuen Form der Bischofsweihe zu ziehen, die haut
nämlich alles um. Ein bißchen Messe? Wie sagte doch Lenin? Behaltet die Schale, doch entleert sie ihres
Inhaltes. Das neue Dogma lautet im Sinne der modalistischen Häresie: Da ist ein Gott, der Vater aller
und er teilt die Kraft (den Geist), die von ihm kommt, seinem Knecht mit, den er erwählt hat. Und der
wird zum Sohn. Alle können wir dieser christliche Buddha werden. JPII. hat es vorgelebt. Nur, ich will
nicht werden wie er.
#41 R.B.Stadler 21:04:32 | Mittwoch, 5. April 2006
Sentire cum Ecclesia Grüß Gott, wenn solche Schlagwörter an gewendet werden, sollte man zumindest wissen
was dahinter steckt. August Doerner schrieb diese Buch Anfang des letzten Jahrhunderts um auf die von
den Verrätern geplanten Änderungen der katholisch-apostolischen Lehre hinzuweisen. Pius XII. hat dieses
Buch approbiert, die damaligen Deutschen Bischöfe haben es in die Rumpelkammer verbandt. August Doerner
hätte einem V2 nie zugestimmt, geschweige den, daß er die ungültigen Montini -Weihen so kritiklos wie
die Runde hingenommen hätte. Er hat uns mit seinem Werk vor den Fallstricken Satans un seiner Judasse
im Klerikergewand gewarnt. Doch wie überall, es wird für taube Ohren gepredigt. Fellay zeigt genau auf
was er will, ein bisschen Messe, ob die Weihesukzession eingehalten wird, kümmert ihn nicht. Ob die Piusbruderschaft
sich an Satan bindet, stört ihn auch nicht. Wer gibt ihm die 30 Silberlinge? In Christo, RBS
Zur innergöttlichen Zeugung An Sirilo: Nach dem Catechismus Romanus (I 3,8,3) zeugt Gott, „soweit sich
Menschliches mit Göttlichem vergleichen läßt, indem er sich selbst erkennt, das ewige Wort“. Die Zeugung
des Sohnes aus dem Vater ist als eine rein intellektuelle Zeugung oder als Erkenntnisakt aufzufassen.
Im göttlichen Erkennen sind die Momente verwirklicht, die dem Begriff der Zeugung wesentlich sind. Diese
ist nach Aristoteles zu verstehen als „origo viventis a principio vivente coniuncto in similitudinem naturae“.
Der Erkennende bringt in seinem Geist ein Abbild (similitudo) des Erkannten hervor. Gott der Vater bringt,
indem er sich selbst erkennt, das vollkommene Abbild seiner selbst, den ihm wesensgleichen Sohn, hervor.
Vater zeugt Sohn – wie geht das ohne Mutter? Karl M.s Ausführungen ermutigen mich, endlich mal eine Frage
zu stellen, die mich schon lange beschäftigt: Wie kann ein Vater einen Sohn zeugen ohne Mutter? „zeugen“
bedeutet (wenn man es auf den Vater bezieht) „das Ei der Mutter mit Samen befruchten“. Und die Wörter
„Vater“ und „Sohn“ sind sinnlos ohne das Wort „Mutter“ – wo es einen Vater gibt, da muß es auch eine
Mutter geben, und jeder Sohn hat eine Mutter, sonst gäbe es ihn gar nicht. Diese Wortwahl zur Beschreibung
der innertrinitarischen Vorgänge ist mir schleierhaft.
Jesus konsubstantiell mit dem Vater, nicht identisch Die Identität bedeutet dasselbe Suppositum, also
die Person. Der Person nach sind sie aber verschieden, wobei alle drei göttlichen Personen das Wesen
und auch den Daseinsakt vollkommen gemeinsam haben. Die Personen sind hinsichtlich der Eigentümlichkeiten
verschieden. Vater: Ursprung ohne Ursprung, aktive Zeugung, aktiv Hauchung. Sohn: passive Zeugung, aktive
Hauchung. Geist: passive Hauchung. Zu Konzilsentscheidungen: es geht hier nicht um Psalmengesang, oder
Volksgesang, sondern um dogmatische Inhalte, welche die Offenbarung betreffen. Wenn man behauptet, „Jesus,
die Person des Gottesknechts, empfange den Hl.Geist“, dann wirft das entweder die Dreifaltigkeit um, mindestens
aber ist das nestorianisch, oder adoptianistisch. Die Erscheinung der Taube bei der Taufe Jesu ist rein
äußerlich, eine Manifestierung. Jesus als Person hat niemals den Hl.Geist empfangen, den er seit Ewigkeit
besitzt. Die neue Bischofsweihe, die neue Geistlehre JPII. und jetzt die Äußerungen Küngs machen klar,
warum Wojtyla den Koran küssen konnte. Kein geringerer als Berger hält das Rahner vor. Berger und seine
Jünger haben nur den Zusammenhang mit der Bischofsweihe nicht entdeckt.
@ Karl Murx Ich hatte halt nur 1500 Zeichen, außerdem wurden die Beiträge zeitgleich verfasst. Sie haben
wie man sieht ein sehr profundes Wissen über Papstäußerungen und Lehrentscheidungen. Wollen Sie mir
ernsthaft erzählen, dass es vorkonziliar keine Widersprüche gegeben hat? Ein frühes Konzil der Kirche
verbot den Gesang von Nicht-Psalmen, Papst Pius X. förderte den Volksgesang mit heute noch bekannten
Kirchenliedern. Ist der Papst ein Häretiker? Wie lösen Sie das auf? Aber erklären Sie mir doch einmal,
wie kann der Sohn Gottes im eigentlichen Sinn den Hl.Geist empfangen Wie kann Jesus sagen: „Niemand kommt
zum Vater, außer durch mich“, wo er doch mit dem Vater identisch ist? Solche Wortklaubereien helfen Ihnen
nicht. Es gibt einfach eine Menge Widersprüche, die aufgelöst werden müssen. Ohne Papst sind allerdings
einige Probleme verständlich. Eine Bischofsweihe ist kein Zauberritual, dass durch irgendwelche Fehler
in der Aussprache oder im Pontifikale einfach so ungültig werden kann. Das ist nur dann der Fall, wenn
der Spender invalid ist, oder der Empfänger oder die Essentialia der Weihe, nämlich Handauflegen und
Bestimmung zum Amt. Alles andere kann die Kirche selber regeln, und das hat sie auch von Beginn an getan.
Ich bin kein Priester Ich verlange weiterhin Aufklärung, wie der Sohn Gottes den Hl.Geist vom Vater empfangen
konnte, dessen Prinzip er im Sinne des Filioque ebenfalls ist. Die neue Bischofsweihe und JPII. behaupten
das aber. Weiterhin spricht JPII. in „Dominum et Vivificantem“ von der „Person des Gottesknecht“. Laut
Hadrian I. steht darauf Anathema und der Ausdruck Gottesknecht kann sich nur auf die Natur beziehen. Ich
verweise Sie auf die Bulle Pauls IV. und den Kanon 188 des CIC1917. Was der bezüglich Häresie und Papsttum
bedeutet, sollte hier inzwischen bekannt sein.
#34 castleguide 18:42:19 | Mittwoch, 5. April 2006
Ganz schön dreist Die eindeutig schismatische Priesterbruderschaft hat vom Heiligen Stuhl nichts zu fordern,
sondern sie hat reumütig zurückzukehren. Im übrigen dürfte weniger der tridentinische Meßritus das
hauptanliegen der Herren sein, sondern eher ihr reichlich hypertrophes Selbstbild als Priester.
Benedikt, wenn man Ihnen eine Irrlehre nennt, so antworten Sie nicht Bendikt XVI. leugnet den Limbus,
er unterstützt eine Messe ohne Wandlungsworte. Johannes Paul II. spricht in „Dominum et Vivificantem
17“ von der „Person des Gottesknechtes, für welche die Gabe des Hl.Geistes ein Geschenk sei“. Ich will
Ihnen eine lange Liste ersparen. Man könnte noch den Antimodenisteneid durchgehen. Communicatio in Sacris
mit Ungläubigen usw., da reicht doch die Bulle Pauls IV.
@ Athanasius Ja, denn beide Gruppen absolutieren den Gehorsam aufs irreelle Wem gegenüber sind denn die
Sedisvakantisten gehorsam? Der Ungehorsam der Sedisvakantisten speist sich aus der selben Quelle wie jener
der innerkirchlichen Traditionalisten, nur das die Sedisvakantisten mehr Konsequenz an den Tag legen.
Aus genau dem Grund missionieren die ja bei der FSSPX und haben bisweilen Erfolg. Vor allem vom sel. Pius
IX., der einem Bischof befahl, niemals ein Papst der Irrtum lehren würde zu folgen. Nur ist bisher nicht
nachgewiesen, dass ein Papst in letzter Zeit so gelehrt hat. Auch die FSSPX sieht keinen Papst als Häretiker
an, was sie aber tun müsste, um sich auf Pius IX. berufen zu können. Was an ‘sola traditio’ falsch sein
soll, weiss ich nicht, denn ist nicht gerade ‘sola traditio’ römisch-katholisch? Werter Athanasius, Sie
wissen doch genausogut wie ich, dass der kath. Glaube auf Überlieferung UND Schrift UND Lehramt beruht.
Sich nur auf einen Pfeiler zu stützen, der den anderen noch dazu überlegen sein soll ist definitiv der
falsche Weg. Das ist eine reine Lüge. Ist es nicht. Die Aussagen früher Päpste, liturgische Änderungen
usw. ist alles bei Ihnen sakrosankt, die der nachkonziliaren jedoch zumeist nicht. Das ist inkonsequent.
Keiner ist dem Ökumenismus verpflichtet. SIE behaupten doch, dass sei verpflichtende Lehre der Kirche.
Daran machen Sie doch ihre Kritik fest!
Bitte Benedikt, Sie kommen um das Auswählen doch auch nicht herum Sie müssen auch ständig wählen zwischen
der Lehre vor dem Konzil und der „Leere“ nachher. Gewiß, das Unwissen über das Lehramt vor dem Konzil
erspart einem das oft. Dann sieht man freilich die Widersprüche nicht. Aber erklären Sie mir doch einmal,
wie kann der Sohn Gottes im eigentlichen Sinn den Hl.Geist empfangen, den man zudem noch als die „Person
des Dieners Gottes“ bezeichnet. Ist doch zentrale Lehre von „Dominum et Vivificantem“, sowie der neuen
Bischofsweihe. Ich muß jetzt also wählen zwischen dem II.KOnzil von Konstantinopel und Hadrian I. einerseits
und Paul VI. und Johannes Paul II. andererseits. Wie lösen Sie das? Ich muß wählen zwischen der Lehre
des Konzils von Florenz und auch Trient, hinsichtlich der Wandlungsworte, und der aktenkundig nicht nachweisbaren,
mündlichen Entscheidung von JPII. zu einem Eucharistiegebet ohne Worte des HERRN. Wie lösen Sie das?
Wissen Sie Abhilfe? Fides quaerens intellectum!
#30 AthanasiusII 18:12:54 | Mittwoch, 5. April 2006
@Benedikt Papalisten haben, ist ja hochinteressant Ja, denn beide Gruppen absolutieren den Gehorsam aufs
irreelle und glauben Papst könne nie etwas häretisches aussprechen, approbieren oder tun, oder sogar
der hl. Kirche schädigen; ein Gedanke, die von vielen Päpsten verworfen wird. Vor allem vom sel. Pius
IX., der einem Bischof befahl, niemals ein Papst der Irrtum lehren würde zu folgen. nicht umsonst stürzen
viele FSSPX Patres in den Sedisvakantismus. sola traditio. Das ist nicht wahr. Etwa die meisten der heutigen
sedisvakantistischen Bischöfe waren in den 1970ern noch vehement Befürwörter von Paul VI. Was an ‘sola
traditio’ falsch sein soll, weiss ich nicht, denn ist nicht gerade ‘sola traditio’ römisch-katholisch?
Oder wollen Sie etwa sagen, man könne etwas anderem glauben als der vom Lehramt durch Jahrh. hindurch
vertretenen kath. Religion? universale Anspruch des Papstes für einen Moment nicht passt, dann schimpft
man halt Das ist eine reine Lüge. Ihnen stelle ich aber die Frage, wo und wann die konziliaren Päpste
jemals einen universalen Anspruch, oder einen Anspruch auf die Unfehlbarkeit, erhoben habe? Niemals. Seit
1950 geschah das nicht mehr, obwohl „Ordinatio sacerdotalis“ von 1994 vielleicht dazu gerechnet werden
könnte. Keiner ist dem Ökumenismus verpflichtet. Ein Papst ist in disziplinären Aussagen und Vorschriften
nicht unfehlbar, allerdings nicht dem I. Vatikanum nach, wie Bischof Fessler bestätigte 1876.
@ Athanasius Aber die Protestanten, Freikirchler, Orthodoxen haben doch auch eine Chance auf das Heil,
sie haben doch nicht den absolut richtigen Glauben. Ergo der absolut richtige Glaube ist nicht heilsnotwendig.
Es heißt doch Andersgläubige können nicht durch sondern nur trotz ihres Glaubens gerettet werden. Vielleicht
neige ich heute dazu etwas überzuinterpretieren, Marcels Kommentare haben auf mich einen zu selbstgerechten
Eindruck seiner selbst anklingen lassen. Nichts für ungut.
@Sozialkatholisch Zur Liebe stimme ich mit Ihnen überein, aber: Der absolut richtige Glaube ist nicht
heilsnotwendig da nicht. Dies ist eine häretische Aussage, denn dem katholischen Glaubensbekenntnis,
muss ein jeder den römisch-katholischen Glauben ohne Ausnahme haben um gerettet werden zu können. Só
spricht ja der hl. Athanasius es in seinem Glaubensbekenntnis aus. Und lesen Sie auch mal „Pastor aeternus“
(1870), das Glaubensbekenntnis vom Ersten Vatikanum, und die Ex-Cathedra Bulle „Cantate Domino“, nachder
jeder Mensch zur katholischen Kirche gehören muss um gerettet zu werden. (Ausnahme: unüberwindliche
Unwissenheit, die aber heute immer seltener existiert.)
@ Athanasius Sedisvakantismus und Papalismus liegen dicht bei einander Das ist mal wieder ein Paradebeispiel
der Ihnen eigentümlichen Kunst der Neubewertung von Begriffen. Eine Gruppe, die behauptet, es gäbe keinen
Papst mehr soll also Ähnlichkeiten mit Papalisten haben, ist ja hochinteressant. Die Ähnlichkeiten des
Sedisvakantismus mit der FSSPX sind allerdings viel größer, nicht umsonst stürzen viele FSSPX Patres
in den Sedisvakantismus. Beide weisen außerdem Ähnlichkeiten mit dem protestantischen sola scriptura
Prinzip auf, nur dass es bei Ihnen sola traditio heißt. Die Papalismus-Kritik kaufe ich den Traditionalisten
sowieso nicht ab. Die Päpste, welche denen ganz gut in den Kram passen werden genauso vergötzt und ihre
Lehren bis aufs Blut verteidigt. Hier zeigt sich wieder einmal, dass Traditionalismus vor allem auf dem
Auslesen dessen gefällt, was einem persönlich passt. Und wenn einem der universale Anspruch des Papstes
für einen Moment nicht passt, dann schimpft man halt auf die Papalisten und nennt Gehorsam zum Papst
unkatholisch.
Eckpunkt Aber das Sakrament ist Eigentum der katholischen Kirche, ein wichtiger Eckpunkt der Sakramentenlehre!!!!!!!!!!!!!!
DAnke für diese Erkenntnis…
@ Karl Murx Werter Herr Murx, ich habe niemals behauptet alles zu wissen, aber wo habe ich denn gesagt
man sollte keinen Glauben haben? Paulus hat gesagt das die Liebe das höchste sei und das sollten sie
akzeptieren. Der absolut richtige Glaube ist nicht heilsnotwendig, absolute Lieblosigkeit schließt dafür
sehr wahrscheinlich vom Heil aus. Bei Manchen hier muss bei der Kindstaufe ein wenig danebengeflossen
sein denn eine Tugend fehlt fast vollständig. Ich selbst bezeichne so schnell niemand als unwissend,
besonders nicht im Bezug auf Religion, das es da Leute gibt die alles wissen, glaub ich nicht.
@sozialkatholisch Marcel hat nicht behauptet die Römisch-katholische Kongregation ‘Priesterbruderschaft
St. Pius X.’ bestehe ausschliesslich aus Heiligen Missionspatres und Brüdern. Auch hat er nicht gesagt,
dass álle in der ‘Amtskirche’ schlecht und verdorben sind. Er hat nur erkannt, dass die Selbstlosigkeit
eines ‘erzkonservativen’ Erzbischof Lefebvres klar zum Ausdruck gekommen ist, währen die selbstgefälligen
modernistischen Theologen in den 1950ern komfortabel in gutgeheizten und gutbezahlten Beziehungen in Westeuropa
und den reichen USA lebten. Erzbischof Lefebvre kam selber aus einer Familie in welcher er – mit einem
Vater der Eigentümer einer Fabrik war – gut hat leben können. Dennoch hat er sich bereist jung für
ein anfangs recht armes und oft qualvolles Leben im Dschungel und in der Wüste Afrikas entschieden. an
Teilwahrheiten mit Irrtümern in den anderen Religionen, aber man kann doch die Orthodoxie nicht auf gleiche
Höhe mit dem Hinduismus, oder die Freikirchen mit dem Aztekenkult gleichsetzen. Kann man nicht. Macht
Marcel doch auch nicht. Aber ein Katholik kann auch nicht sagen, dass diese Religionen aus sich heraus
heilsfähig sind, da sie alle – mehr oder weniger – den Glauben angreifen. Bestimmte Konfessionen bringen
zum Beispiel durch das Sakrament der Taufe früh verstorbene Babys in den Himmel. Aber das Sakrament ist
Eigentum der katholischen Kirche, und die Konfessionen an sich stürzen Leute nur ins Irrtum.
Das Unwissen des Teilnehmers „Sozialkatholisch“ Daß die Liebe das höchste ist, bestreitet niemand, aber
sie kann nicht ohne die eingegossenen, theologischen Tugenden von Glaube und Hoffnung existieren. Nur
jemand der glaubt und hofft (beides als übernatürliche Tugenden), kann jemals in die Dispostion zur
Liebe kommen. Bei der Kindestaufe werden alle drei Tugenden eingegossen. Selbstredend kann keiner nur
mit Glaube und Hoffnung gerettet werden, aber wer noch nicht einmal den Glauben hat, der kann die Liebe
niemals haben. Der hl.Paulus sagt nichts anderes. Ohne Glauben kann man Gott nicht gefallen. Diese Tugend
des Glaubens setzt aber einen Akt des Gehorsams unter Gott voraus, der sich offenbart. Diese drei Tugenden
zu verwischen, als wären alle drei nur eine, ist eben typisch modernistisch. Der rein materielle Besitz
von Wahrheiten, insbesondere von natürlichen Vernunftwahrheiten (z.B.: es gibt einen Gott), kann zwar
zum Glauben disponieren, mehr aber nicht, weil der Glaube eine übernatürliche Gnade ist.
@Marcel Mir kommen ihre Kommentare ein wenig schwarz/weiß vor, das bedeutet das die vielen Farben dazwischen
fehlen. Wie gesagt, ich schätze den Erzbischof Lefebvre sehr und seine Missionsarbeit in Afrika besonders,
weil er von persönlichem Verzicht und von Nächstenliebe geprägt war. Die Bruderschaft hat für mich
auch ihre Daseinsberechtigung, was mich nur stört ist diese totale Verherrlichung und das überhaupt
nichts Gutes lassen an z.B. der Amtskirche. Man könnte ihren Kommentar so verstehen das sie meinen alle
Priester der Bruderschaft opfern sich auf für die Nächsten, aber alle Priester der Amtskirche sind Irrlehrer
machen nicht mehr als nötig und (verdienen) bekommen zuviel Geld. (korrigieren sie mich wenn ich da irre)
Ich glaube auch an die Fülle der Wahrheit in der röm/kath Kirche, und an Teilwahrheiten mit Irrtümern
in den anderen Religionen, aber man kann doch die Orthodoxie nicht auf gleiche Höhe mit dem Hinduismus,
oder die Freikirchen mit dem Aztekenkult gleichsetzen. Wo liegt man denn verkehrt wenn man die Konfession
als Werkzeug betrachtet? Sie als Traddie können auch zur Hölle fahren wenn sie ihr Werkzeug nicht vernünftig
benutzen. Sicherlich hinkt jeder Vergleich, aber ob und wenn dann wo ich da der Kirchenlehre wiederspreche
interessiert mich schon
Die Aussagen… …von Seiner Exzellenz Monseigneur Bernard Fellay zeigen, dass die Sedisvakantisten und
ihre Gerüchtemaschinen der letzten Monate völlig danebenliegen und dazu Lügen verbreitet haben. Mgr
Fellay ist weder Sedisvakantist noch (unkatholischer) Papalist (und Sedisvakantismus und Papalismus liegen
dicht bei einander). Das steckt vielen. Den neokonservativen „John Paul Two We Love You“ Leuten dass er
seine erwiesene Kritik an den ‘Novus Ordo Missae’ (Neuen Messe) und den Ökumenismus und Liberalismus
fortsetzt, den Sedisvakantisten, dass sie kein Recht bekommen von den Nachfolgern Erzbischof Lefebvres.
Die Wichtigkeit der Zugehörigkeit zur Römisch-katholischen Kirche wird nur von der F.S.S.P.X. noch richtig
vertreten. Der neurömische Ökumenismus hat dieses Dogma quasi-‘ausgeschaltet’ in der Praxis. Die F.S.S.P.X.
aber weiss: Einheit mit dem Apostolischen Stuhl St. Petri ÚND völlige Anerkennung der ganzen dogmatischen
Glaubenslehre sind heilsnotwendig. Rom-nahe Quellen sagen, dass am 7. April oder am Gründonnerstag die
‘Freigabe’ der überlieferten Römischen hl. Messe im Vatikan bekanntgegeben wird. Wann aber die Aufhebung
der nicht zutreffenden ‘Exkommunikationen’?
Nächstenliebe als Ergebnis der Gottesliebe Sozialkatholisch: Bei dem Gebot, du sollst deinen Nächsten
lieben wie dich selbst, sehe ich eindeutige Defizite. Erzbischof Lefebvre missionierte sein halbes Leben
lang im Busch und scherte sich nicht um Karrieren. Als er sich nach V.II resigniert zur Ruhe setzte, gab
er dem Drängen der Seminiaristen nach, Econe zu gründen. Warum nehmen seine Priester den aufreibenden
Dienst unter Ausgrenzung, Armut und Verfolgung auf? Um die Seelen zu retten. Das ist Nächstenliebe. Oder
meinten Sie uns Laien? Wir FSSPX-Meßbesucher sind im Schnitt elende Sünder. Bbesonders elend, denn wir
können uns nicht damit herausreden, NOM-Moderatoren hätten uns das Evangelium nicht glasklar verkündet.
Leute in den anderen Religionen können nun mal auch Wahrheiten haben. Singular: Es gibt nur eine Wahrheit
und die wird von der Kirche Christi allein durch die Zeit getragen. Der Geist dieser Wahrheit erschüttert
die irrenden Überzeugungen, die für ihn Hindernisse sind, denn, wie der hl. Pius X. in seinem Katechismus
lehrt, „alles, was den Namen Religion trägt außerhalb der einig wahren, von Gott geoffenbarten Religion,
sind Erfindungen der Menschen und Abweichungen von der Wahrheit, von denen einige bestimmte Bruchstücke
bewahren, aber verbunden mit Lügen und Absurditäten“. Sehen sie ihre Konfession als Werkzeug zu ihrem
Heil Der hl. Pius X. und seine Vorgänger widersprechen Ihnen scharf, und der ganzen Konzilskirchenführung
seit 1958 sowieso.
@ Karl Murx Paulus schreibt das mit den göttlichen Tugenden ein wenig anders, erschreibt eindeutig das
die Liebe das höchste ist, und hätte er allen Glauben der Welt aber die Liebe nicht wäre es nichts.
Mit Messe ohne Wandlungsworte meinen sie doch hoffentlich nicht den NOM, wenn sie die syrisch Orthodoxe
Messe meinen ist das bestimmt schon theologisch geklärt (für mich jedenfalls ist sie gültig). Sie sollten
nicht gleich alle anders denkende Menschen als Feinde betrachten. Sie schulden allen Menschen mehr als
nur die Wahrheit. Zu ihren Problem mit den Bischofsweihen, waren auf einmal alle ungültig? Gab es einen
Schnitt wo alle ungläubig wurden? Sich mit dem Kirchenrecht so gut auszukennen wie sie ist beachtlich
und gut, aber den gesunden Menschenverstand darf man dabei nicht zu sehr vernachlässigen. Im V2 ist einiges
schlechte in die Kirche eingezogen, aber glauben sie wirklich das der Grossteil der Kardinäle Feinde
Christie, oder einfach dumm waren? Für mich war Jesus schon Sohn Gottes wo er in Bethlehem in der Krippe
lag.
#18 Agiafortuni 16:43:34 | Mittwoch, 5. April 2006
An die Kritiker der Haltung der Piusbruderschaft All denjenigen, welche die Haltung der Piusbruderschaft
in der Romfrage kritisieren empfehle ich das Studium von Hans Urs von Balthasar’s „Schleifen der Bastionen“.
Hier wird mit aller Deutlichkeit ausgesprochen, was in der Folge Wirklichkeit werden sollte. Vor dieser
Tatsache hatte der Erzbischof keine andere Wahl als das zu tun, was er tat.Für den Bruch trägt nicht
der Erzbischof, sondern Paul VI und Jopa II die Verantwortung. Beide hätten ihn mit etwas mehr Weitblick
vermeiden können, doch waren beide von ihren Wahnvorstellungen geradezu verblendet. Wie Oberstudienrat
Holzer richtigerweise festgestellt hat, war das V2 kein Reformkonzil, sondern die Konstituante einer neuen
Kirche.
Sozialkatholisch sollte mal definieren, was die göttl.Tugend des Glaubens ist Es gibt drei göttliche
Tugenden, Glaube, Hoffnung und Liebe: Ohne den Glauben können die anderen beiden Tugenden nicht existieren.
Der Glaube ist die willentliche Zustimmung zur von Gott geoffenbarten Wahrheit, weil Gott nicht lügen
und nicht betrügen kann. Daß der Erzbischof subjektiv von dem was er tat, überzeugt war, ist zweitrangig.
Entscheidend ist doch der Gegensatz zum überliefertem Lehramt, den sich das Konzil geleistet hat. Das
Glanzstück nachkonziliarer Apostasie ist die Zustimmung zu einer Messe ohne Wandlungsworte. Da geht es
nicht um die Frage, ob man hier und da ein wenig nachgeben könne. Beim Glauben gibt es keine Kompromisse.
Das einzige, was wir unseren Feinden schulden, ist die Wahrheit. Der Glaube des Kirche kann leicht im
Konzil von Trient und Vatikanum I gefunden werden. Mit der neuen Form der Bischofsweihe steht sogar das
Dogma der Dreifaltigkeit zur Debatte, ein Jesus, der Sohn wird, wenn er den Geist empfängt. Die Taufe
im Jordan war eine äußere Manifestierung und keine Vermehrung der Gnade Jesu. Kann man bei Diekamp nachlesen.
@ Macel Jesus hat nun mal zwei Gebote in den Vordergrund gestellt, an dem Gebot du sollst den Herrn deinen
Gott lieben –-- mangelt es der Bruderschaft wenig. Bei dem Gebot, du sollst deinen Nächsten lieben wie
dich selbst, sehe ich eindeutige Defizite. Leute in den anderen Religionen können nun mal auch Wahrheiten
haben. Sehen sie ihre Konfession als Werkzeug zu ihrem Heil., ein Bildhauer mit dem besten Werkzeug kann
den größten Müll fabrizieren, ein Bildhauer der nur mit Steinen arbeitet kann, wenn auch nur unter
größten Mühen, ein Kunstwerk schaffen. Der Personenkult um Papst JP2 hat mich gestört, eine Entwicklung
zum Personenkult um Erzbischof Lefebvre stört mich auch. Nichts gegen den Erzbischof, ich fand seine
Handlungsweise in Ordnung, vor allem weil sie aus tiefster Selbstüberzeugung kam. Ob das, das die Piusbruderschaft
sich ein goldenes Körbchen bastelt, unbedingt in seinem Sinne war weiß ich nicht.
3 Schritte Die drei geplanten Schritte der Piusbruderschaft auf dem Wege der Versöhnung mit Rom sind
m. E. sehr gut durchdacht. An den Früchten wird man den Baum erkennen. Beten wir weiter um die Einheit
und seien wir zuversichtlich. Gott wird unsere Gebete erhören. „Wenn ihr mich in Meinem Namen um etwas
bittet, so werde ich es tun (Joh 14, 13f).“
Krise Allerdings orte die Bruderschaft im Gegensatz zu Rom die Ursache für die Krise beim Zweiten Vatikanischen
Konzil. Und was ist mit der Krise auf die das Zweite Vatikanum eine Antwort sein sollte? Also auf die
Krise die erst zum V2 geführt hat? Es klingt ja so als wäre davor alles in Butter gewesen. Als hätte
es nie Reformation, Aufklärung, Dreißigjährigen Krieg, Karl Marx und Atheismus gegeben.
Sozialphilosophisch Sozialkatholisch: Ihre Selbstsicherheit Warum sollte es um mich gehen; es geht um
den Athanasius des 20. Jahrhunderts, Erzbischof Lefebvre. Je länger ich ihn studiere, sowie das fast
unglaubliche Zerstörungswerk der nachkonziliaren Kirchenführung, in Theorie und Praxis, desto klarer
sehe ich, daß der Erzbischof in allem wesentlichen, was er sagte und tat, Recht hatte. Seine große Treue
zur ewigen katholischen Kirche wird erst später gebührend gewürdigt. Bis dahin wird er verleugnet werden
wie einst Der, Dem er nachfolgte. Diese Treue zu Gott fehlt den meisten heutigen Kirchenfürsten. Massenhafter
Hochverat an Jesus Christus und Seiner ewigen Kirche, wohin das Auge blickt. Eine schreckliche Zulassung!
Sogar Kardinal Ratzinger veröffentlichte nur die Hälfte des dritten Geheimnisses von Fatima, obwohl
er das ganze kannte. Als Papst kann er diesen Frevel jedoch korrigieren. Die Kirche stellt den Anspruch
die Fülle der Wahrheit zu haben Das macht sie leider seit 1965 nicht mehr. U.a. JP2 verbreitete den lästerlichen
Irrtum, daß die katholische Kirche der Ergänzung der irrenden Religionen bedürfe, usw. (Ut unum sint.)
Die FSSPX ist die einzige nennenswerte Kraft in der Kirche, die noch laut und deutlich die Selbstverständlichkeit
verkündet, daß allein die Kirche die Hüterin der gesamten Wahrheit ist. U.a. deswegen werden sie verfolgt.
Gotthart, niemand erkennt etwas Nichtiges an: die „Exkommunikation“. Daher die Rede vom Dekret der Exkommunikation.
Die modernistischen Bischöfe … … sind nicht exkommuniziert. Nachdem gegen diese, und auch gegen die
ungehorsamen Bischöfe weltweit, die die römischen Anordnungen ignorieren, nicht vorgegangen wird – und
immerhin gegen diese ihrerseits gegen die Rechtgläubigen vor –, ist die Haltung von Pius X gerechtfertigt.
Ja, wolfgang e recht hast du. Bitte um Aufhebung statt Forderung nach Nichtigkeitserklärung – nur so
gibt es ein „sentire cum ecclesia“ wie es der hl. Ignatius von Loyola in seinen Exerzitien beibringen
wollte. Auf der Website der FSSPX ist sein Antlitz zu sehen …
#10 wolfgang e. 14:28:02 | Mittwoch, 5. April 2006
leider klingt auch die Forderung nach einer Nichtigkeitserklärung der Exkommunikation nicht sehr erfüllbar.
Zumindest Kirchenrechtlich ist die Exkommunikation voll und ganz gültig (d.h., sie entspricht dem gültigen
CIC, war daher auch vorhersehbar). Würde eine Forderung nach Aufhebung nicht voll und ganz genügen?
Zumindest wäre das ein Zeichen, dass die Tugend der Demut auch bei der Priesterbruderschaft vorhanden
wäre. Mir kommt die Forderung nach Nichtigkeitserklärung sehr stolz und selbstherrlich vor, und aus
genannten Gründen für unerfüllbar. Klingt doch ein bisschen danach, dass man sich den Rücken freihalten
möchte, um immer, egal was Rom tut, begründen zu können, warum es die Einigung doch nicht gibt.
@ Marcel Ihre Selbstsicherheit, damit das sie richtig liegen stößt mir irgendwie auf. Rom muss sich
bekehren, ich aber bin vor dem Herrn gerecht. Man könnte vermuten das sie unfähig zur Selbstkritik sind.
Die Kirche stellt den Anspruch die Fülle der Wahrheit zu haben und rechtfertigt ihn mit den Petrussamt.
Das ist manchmal schon schwer nachzuvollziehen, sie aber sagen das Petrussamt war bis zu einem bestimmten
Zeitpunkt richtig, jetzt bin ich aber richtiger. Natürlich muss Rom sich bekehren, aber das müssen wir
alle, manchmal sogar mehrmals täglich. Die Vorbedingung die die Piusbruderschaft stellt sollten eigentlich
schon die Lösung sein . Manchmal habe ich das Gefühl Teile der Bruderschaft wollen keinen Frieden, sondern
Fühlen sich in einer Art von auserwählter Herde wohl. Damit wo ich den anderen richte verurteile ich
mich selbst. Die Amtskirche ist nicht nur schlecht und die Bruderschaft nicht nur gut. Abwarten und Tee
trinken die Bruderschaft wird sich auch nicht an einem Tag bekehren à Leider
Wie gesagt: Abwarten und Tee trinken Benedikt78 schrieb: Also irgendwie wundert mich dieser Bericht doch
sehr! Laut diesem sind die zwei Bedingungen für eine Einheit von Rom und der Priesterbruderschaft die
Forderung einer Freigabe der Alten Messe und die Nichtigkeitserklärung der Exkommunikationen {…} Was
ist mit dem V2? Das ist kein Thema? Komisch! Das haben Sie wohl mißverstanden: Bischof Fellay sagte,
daß erst nach dieser ersten Phase – der Freigabe der alten Messe und der Aufhebung der Erklärung über
die „Exkommunikation“ – man die lehramtlichen Fragen anpacken könne, d.h. just eine doktinäre Diskussion
über V.II. Das schließt die von der FSSPX geforderte verbindliche (und traditionelle) Bereinigung und
Auslegung von V.II durch das Lehramt ein, so daß kein ominöser „Geist des Konzils“ mehr für beliebige
Auslegungen herhalten muß/kann, sondern Klartext. Erst nach diesen Schritten kann es überhaupt Verhandlungen
darüber geben, wie eine kanonische Struktur aussehen könnte. Diese Klarstellung vonseiten des Generaloberen
der FSSPX ist gut und folgerichtig. Damit ist Romulus’ monatelanges Gerüchtestreuen gegen die FSSPX enttarnt
als haltlos und unredlich. Resumé: Abwarten und Tee trinken. Rom wird nicht an einem Tag bekehrt werden
können. P.S. Das von Kreuznet erwähnte vollständige DICI-Interview in Englisch gibt es hier. www.dici.org/actualite_read.php?id=795&loc=US
@jaschaudichan Keine Pontifikalhandschuhe, aber dafür hat er sich mit kostbarer Salbe salben lassen.
Es war Judas, der wollte daß man das für die Armen hätte verkaufen können.
Einigkeit macht stark Ich muss gestehen das ich bei der Piusbruderschaft vor 2 Jahren seit langen erst
mal wieder richtig beten konnte, die Wahrheit beim verkündigen des Evangeliums und die Hingabe an unseren
Herrn Jesus Christus haben mich beeindruckt und Gott ein Stück näher gebracht. Die Daseinsberechtigung
der Bruderschaft ist für mich zu 100% gegeben. Trotzdem muss ich sagen das der Pius Bruderschaft stellenweise
die Autorität des Oberhirten fehlt. Die röm/kath Kirche darf nicht nur verharren sondern muss sich auch
durch den Geist der Wahrheit immerweiter in die Wahrheit Christie führen lassen. Über einen Zusammenschluss
mit der Amtskirche würde ich mich sehr freuen und denke das beide Seiten davon profitieren würden. Leider
habe ich das Gefühl das je mehr unser hl. Vater Benedikt dei Hände zur Versöhnung reicht, die Bruderschaft
sich in ihrer Rolle als Retter des Abendlandes wohlfühlt und nicht bereit ist auch abstriche zu machen.
Katholisch heißt allgemein und diesem Anspruch wird die Bruderschaft manchmal nicht gerecht.
@ tridentinus Ja, die Pontifikalhandschucherl sind das einzig interessante an dem Artikel. Die 2. Frage
überlasse ich ihrer fundierten Meinung zur Entscheidung.
Zum Inhalt Also irgendwie wundert mich dieser Bericht doch sehr! Laut diesem sind die zwei Bedingungen
für eine Einheit von Rom und der Priesterbruderschaft die Forderung einer Freigabe der Alten Messe und
die Nichtigkeitserklärung der Exkommunikationen gegen die vier von Erzbischof Marcel Lefebvre im Juni
1988 geweihten Bischöfe. Was ist mit dem V2? Das ist kein Thema? Komisch! Ich glaube nicht, dass diese
Aussage grosse Unterstützung finden wird, wenn es mal soweit ist. Die Priesterbruderschaft wird sich
wohl kaum als konservatives Feigenblatt der V2-Kirche zur Verfügung stellen.